und und

Wer sich selbst erhöht...

Veröffentlicht am 15.03.2017

 

In Matthäus 23 sagte Jesus: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden!“. Das war es im Grunde auch, worauf der letzte Beitrag abgezielt hat. Mir war es deshalb so wichtig, vor falscher Motivation zu warnen, weil dies ein unumstößliches geistliches Prinzip ist, das uns in der Schrift immer wieder vor Augen geführt wird. Was ich jedoch nicht behaupten will, ist, dass wir uns deshalb nicht gegenseitig ehren sollen, was es zu vermeiden gilt, ist Eigenlob und Ehrsucht. In Matthäus 23 zeigt uns Jesus diese falsche Herzenshaltung anhand des Fehlverhaltens der Schriftgelehrten und Pharisäer. Jesus ist hier wie immer erstaunlich direkt, so dass ER sich nicht davor scheut, die fromme Heuchelei dieser religiösen Führer öffentlich anzuprangern. Heute bezeichnet man so etwas als taktlos oder lieblos, doch wollen wir wirklich so vermessen sein und uns einbilden, wir hätten mehr Liebe als der Sohn Gottes?
Um zu verstehen, worauf Jesus mit dieser Warnung vor Selbsterhöhung abzielt, möchte ich Vers 5 zitieren. Hier deckt Jesus nämlich die wahre Motivation hinter all den Frömmigkeitsübungen der Schriftgelehrten und Pharisäer auf, indem ER sagt: Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Kleidern groß.

Nach außen hin vermittelten diese Männer, sie seien Diener Gottes, deren Ziel es sei, Gott zu verehren, doch in Wahrheit steckte ein anderes Motiv hinter ihrem Tun. In Wahrheit ging es ihnen nicht um die Ehre Gottes, sondern um ihre eigene. Jesus führt diese Haltung noch weiter aus, indem ER ihr Verhalten wie folgt beschreibt: Sie sitzen gern obenan beim Gastmahl und in den Synagogen und haben's gern, dass sie auf dem Markt gegrüßt und von den Leuten Rabbi genannt werden.
Seinen Jüngern hingegen sagt Jesus: Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder. Und ihr sollt niemand euren Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater: der im Himmel. Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus. Der Größte unter euch soll euer Diener sein (V 6-11).
Und darauf folgt schließlich die Aussage: Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden (V 12)

Nicht weil ich es sage, sollten wir uns davor hüten, uns selbst zu erhöhen, sondern weil es Jesus gelehrt hat, und dies nicht nur an dieser Stelle (vgl. Lk 14,11: 18,14). Immer wieder hat Jesus gezeigt, dass es wichtig ist, sich über die wahren Motive des eigenen Herzens im Klaren zu sein. Denn egal was man auf geistlichem Gebiet macht, egal um welchen Dienst es sich handelt, die Gefahr etwas nur zu tun, um menschliche Anerkennung zu bekommen, sollten wir nie unterschätzen. Es ist nicht grundsätzlich falsch, bei christlichen Veranstaltungen den Saal vollbekommen zu wollen, es ist auch nicht grundsätzlich falsch, den Wunsch zu haben, dass eine christliche Internetseite viele Besucher hat oder dass geistliche Beiträge von vielen gelesen werden. Falsch ist es nur dann, wenn man Abstriche beim geistlichen Inhalt macht, damit es eine breitere Masse anspricht. Sicher darf man auch Zahlen nennen, nur sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Motivation dahintersteckt. Daher sollte man sich immer fragen: Dient es zur Ehre Gottes oder zu meiner eigenen Ehre? Denn egal wie geistlich ein Dienst nach außen hin erscheinen mag, das Prinzip das Jesus hier genannt hat, sollte uns davor schützen, von falschen Motiven angetrieben zu werden. Beim Predigen, wäre es, dass man den Geschmack der Zuhörer treffen möchte, anstatt sich wirklich treu an das Wort Gottes zu halten. Doch selbst beim öffentlichen Beten, besteht die Gefahr, dass man seine Gebete nur zum Schein hält, um andere zu beeindrucken. Genau das hat Jesus angedeutet, als ER die langen Gebetsriemen der Pharisäer erwähnt hat. An anderer Stelle sagte ER es noch deutlicher, indem ER ganz offen ansprach, dass sie zum Schein lange Gebete hielten (vgl. Mk 12,40: Lk 20,47)...

 

Kompletter Beitrag (6 Seiten A4)

 

www.evangeliums-botschaft.de

Nach oben