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Hat der Staat seine Grenzen überschritten?

12.08.2020


In meinem letzten Beitrag habe ich eine Frage gestellt, mit der ich mich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt habe. Dabei bin ich mir lange so vorgekommen, als stünde ich mit meiner Haltung allein auf weiter Flur. Unterm Strich habe ich nämlich infrage gestellt, ob der Staat das Recht hat, so weitgreifend mitzubestimmen, ob oder wie bzw. unter welchen Bedingungen sich die christliche Gemeinde versammeln darf. 


Es mag ja auch im März noch alles nachvollziehbar gewesen sein, doch inzwischen sind Monate vergangen und die düsteren Prognosen von Millionen Toten sind nicht annähernd eingetroffen, wofür wir natürlich dankbar sein können. Ebenso kam es nie zu einem Engpass, was Intensivbetten oder Atmungsgeräte angeht, im Gegenteil, es ist nach wie vor so, dass viele Krankenhäuser Kurzarbeit gemeldet haben. Zwar möchte ich Corona nicht pauschal verharmlosen, doch es wird immer offensichtlicher, dass Politik und Medien nur darauf abzielen Panik zu verbreiten. Anders ist es nicht zu erklären, dass ständig Zahlen präsentiert werden ohne diese in den Zusammenhang zu stellen. Man nennt die Zahl der Indizierten ohne sie ins Verhältnis zu den Tests zu setzen, man nennt die Zahl der Corona-Toten ohne sie in Relation zu den Einwohnerzahlen zu stellen und ist dabei noch nicht einmal daran interessiert, ob die Toten an oder mit Corona verstorben sind. So gehen beispielsweise auch Verkehrstote in die Zahl der Corona-Toten ein, sofern im Nachhinein ein positives Testergebnis festgestellt wird. Man könnte hier noch vieles auflisten, doch allein das reicht schon aus, um zu erkennen, dass es offensichtlich nur darum geht, möglichst hohe Zahlen präsentieren zu können. Dies ist weder wissenschaftlich noch seriös, zumal man auf Basis solcher Daten Entscheidungen trifft, die unsere Freiheitsrechte massiv einschränken. Wenn dann, wie geschehen, unsere Kanzlerin verlauten lässt, dass wir nur den Qualitätsmedien vertrauen sollen, wenn ein Herr Wieler sagt, dass wir die Corona-Maßnahmen nicht kritisch hinterfragen dürfen und Bill Gates in der Tagesschau verkündet, die ganze Menschheit zu impfen, sollten eigentlich bei jedem die Alarmglocken läuten. Doch wer dieser Agenda nicht bedingungslos folgt oder es gar wagt, kritische Gedanken zu äußern, wird an den öffentlichen Pranger gestellt. Was hat das noch mit Demokratie zu tun? 


Nun könnte man vielleicht sagen, Christen sollten sich aus politischen Themen heuraushalten, doch selbst wenn man diesen Standpunkt vertritt, sollte doch jedem Gläubigen bewusst sein, dass nicht der Staat, sondern Christus der Herr der Gemeinde ist. Gottes Wort ruft uns zur Wachsamkeit auf, nicht dazu, unser eigenständiges Denken einzustellen. Wie bereits angedeutet, ich sehe innerhalb der christlichen Szene nur wenige, die sich kritisch mit den derzeitigen Entwicklungen auseinandersetzten, vielmehr scheint es so, als würde man lieber im vorauseilenden Gehorsam jeden Regierungsbeschluss mittragen und ohne Widerspruch umsetzen. Doch wenn diese Haltung beibehalten wird, wie wird es wohl sein, wenn hierzulande genau das geschieht, was die Christen in Kalifornien gerade erleben. Dort wurde im Juli ein erneutes Versammlungsverbot für die Kirchen erlassen. Und man beachte, dieses Verbot, das sich anhand der Fallzahlen nicht begründen lässt, ist unbefristet. Der anerkannte Bibellehrer und Theologe Dr. John MacArthur hat dazu wie folgt Stellung bezogen: 


Die Geschichte ist voller schmerzlicher Beispiele, dass die Regierungsmacht leicht und häufig für böse Zwecke missbraucht wird. Politiker können Statistiken manipulieren, und die Medien können unbequeme Wahrheiten verschweigen oder verharmlosen. Daher kann eine wachsame Kirche nicht passiv bleiben oder automatisch einwilligen, wenn die Regierung die Sperre von Gemeindeversammlungen anordnet - selbst wenn der Grund dafür die Sorge um die öffentliche Gesundheit und Sicherheit ist. Die Kirche ist per definitionem eine Versammlung. Das ist die wörtliche Bedeutung des griechischen Wortes für "Kirche" - ekklesia - die „Versammlung der Herausgerufenen“. Eine sich nicht versammelnde Versammlung ist ein Widerspruch in sich selbst. Christen ist es daher geboten, die Praxis des Zusammenkommens nicht aufzugeben (Hebräer 10,25) - und kein irdischer Staat hat das Recht, die Versammlung von Gläubigen einzuschränken, zu beschneiden oder gar zu verbieten. Wir haben deshalb auch die Untergrundkirchen in Ländern, in denen der christliche Gemeindegottesdienst seitens des Staates als illegal deklariert wurde, immer unterstützt. Wenn die Regierung den Kirchenbesuch auf eine bestimmte Anzahl von Besuchern eingrenzen will, versucht sie, eine Beschränkung durchzusetzen, die es den Gläubigen unmöglich macht, sich als Kirche zu versammeln. Wenn Amtsträger das Singen in Gottesdiensten verbieten, versuchen sie, eine Regelung aufzustellen, die es dem Volk Gottes unmöglich macht, den Geboten von Epheser 5,19 und Kolosser 3,16 zu gehorchen. Wenn Beamte Distanzierung anordnen, versuchen sie, eine Beschränkung aufzuerlegen, die es prinzipiell unmöglich macht, die enge Gemeinschaft zwischen Gläubigen zu erfahren, die in Römer 16,16, 1. Korinther 16,20, 2. Korinther 13,12 und 1. Thessalonicher 5,26 geboten wird. In all diesen Bereichen müssen wir uns unserem Herrn unterordnen.* 


Dies war nur ein kurzer Auszug aus der offiziellen Stellungnahme der Grace Community Church zum erneuten Versammlungsverbot in Kalifornien. Es lohnt sich wirklich diese Stellungnahme komplett zu lesen, der Link ist nachfolgend angeführt. Der Grund warum ich darauf hinweise ist ein Appell, dass wir uns intensiv mit der Thematik auseinandersetzen und zwar ganz konkret mit der Frage, wie wir reagieren werden, wenn es in Deutschland zu einem erneuten Versammlungsverbot bei vergleichbarer Faktenlage wie in Kalifornien kommt? Denn eines sollten wir uns bewusst machen, so wie die Dinge aktuell laufen, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es auch hierzulande wieder zu Versammlungsverboten kommen wird. 

Doch selbst wenn kein zweiter Lockdown kommen sollte, können wir nicht einfach die Augen verschließen und alles, was um uns herum geschieht ausblenden. Denn sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, müssen wir mit der staatlichen Verordnung rechnen, dass ohne Impfnachweis kein Gottesdienstbesuch erlaubt ist. Werden wir da auch staatstreu mitmachen oder wann ist der Punkt erreicht, dass wir aufwachen? Mein Appell an alle Verantwortlichen, Gemeindeleiter und Ältesten lautet: Weicht diesem unangenehmen Thema bitte nicht aus, sondern setzt euch ernsthaft damit auseinander. Meine Empfehlung wäre dem Aufruf 2020 zu folgen:


Aufruf 2020: https://der-ruf.info/pdf/AUFRUF_2020.pdf



 

*Quellenangabe:

https://www.wolfgang-nestvogel.de/app/download/12333861157/Statement+Grace+CC+zum+Versammlungsverbot.pdf?t=1596297373



Beitragsempfehlungen:


Thomas Lachenmaier über die kommende biopolitische Disziplinargesellschaft:

https://www.factum-magazin.ch/blog/etwas-ist-zerbrochen


Prof. Sucharit Bhakdi über COVID-19 Impfung und Immunität:

https://www.youtube.com/watch?v=u0cIaQwAw2A


Radio SAW - Interview mit der Corona Fehlalarm?"-Autorin Prof. Dr. Karina Reiss (24.08.2020):

https://www.youtube.com/watch?v=bsgBM6yHBZ8


Marco Rima über Corona (28.08.2020):

https://www.youtube.com/watch?v=A-JDXg0nSkI 


SPALTUNGEN UNTER MENSCHEN UND CHRISTEN DURCH CORONA – WOHER KOMMT DAS? (DIRK NOLL)
https://der-ruf.info/2020/08/26/spaltungen-unter-menschen-und-christen-durch-corona-woher-kommt-das-dirk-noll/ 




www.evangeliums-botschaft.de

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