und und

Habt acht

06.12.2018

 

Habt acht, daß ihr den nicht abweist, der redet! Denn wenn jene nicht entflohen sind, die den abgewiesen haben, der auf der Erde göttliche Weisungen verkündete, wieviel weniger wir, wenn wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel herab tut!

Hebräer 12,25

 

Wir sind nicht eine gebeugte Menge, die am rauchenden Berg Horeb vor Furcht zittert; wir sind an diesen Ort gekommen, wo die große zentrale Gestalt ist: die Gnade Gottes in Christus Jesus. Wir haben uns gewissermaßen im äußeren Zirkel versammelt, von welchem die Heiligen droben und die heiligen Engel den inneren Zirkel bilden. Und heute abend spricht Jesus zu uns im Evangelium. Was die Verkündigung des Evangeliums durch uns an diesem Ort angeht soll es nicht das Wort des Menschen sein, sondern das Wort Gottes; und obgleich es durch einen schwachen Mund zu euch kommt, ist die Wahrheit dennoch nicht schwach, noch ist sie weniger göttlich, als wenn sie aus dem Mund Christi selbst käme. Habt acht, daß ihr den nicht abweist, der redet!

Zunächst zur überragenden Vortrefflichkeit des Wortes Gottes selbst. Habt acht, daß ihr den nicht abweist, der redet! Was Jesus redet, betrifft deine Seele, betrifft deine ewige Bestimmung; es ist Gottes Weisheit, Gottes Weg der Gnade, Gottes Plan, durch den du errettet werden magst. Wenn dies eine zweitrangige Sache wäre, müsstest du nicht so ernsthaft darauf hören, aber unter allen Dingen unter dem Himmel, betrifft dich nichts so sehr wie das Evangelium. Sieh zu, dass du dieses kostbare Wort – kostbarer als Gold und Rubinen – das alleine deine Seele zu erretten vermag, nicht abweist.

„Habt acht, daß ihr den nicht abweist, der redet!“, denn ein Wort Gottes ist besser als die Gedanken aller Philosophen, und ein Satz aus dem Mund Christi schätze ich als kostbarer ein als die ganze Bibliothek von Alexandrien [größte Bibliothek des Altertums], und auch die Bodleian Library [Bibliothek Oxfords, zweitgrößte Bibliothek Großbritanniens], wenn man so will, denn all dies kommt vom Menschen. Nein, es ist Christi Denkweise, die wir uns zu eigen machen müssen; andernfalls mach sich unser Denken als Fluch erweisen. Ein Mann, der am ertrinken ist, wenn wir ihm ein Seil zuwerfen, täte besser daran, es zu ergreifen, als lediglich über andere Möglichkeiten der Errettung nachzusinnen. Wenn deine Seele verloren ist, gibt es eine bessere Beschäftigung für dich, als dich lediglich der Schwärmerei und den Erfindungen deines eigenen vermeintlichen Urteilsvermögens hinzugeben. Halte dich an das Evangelium Jesu, offenbart von Gott, damit du nicht verloren gehst, und ganz gehörig verloren gehst.

Meine Seele begibt sich in die Arme dieser Offenbarung. Es scheint mir die beste Botschaft zu sein, die mein aufgewühltes Gewissen je hörte – Gott war in Christus und versöhnte die Welt mich selbst, indem er ihre Übertretungen nicht zurechnet. O, es kann kein vernünftiges Motiv dafür geben, den Retter zu verwerfen, und darum lege ich es dir ans Herz, da so viele Menschen durch unvernünftige Beweggründe abgelenkt werden, seht zu, dass ihr den nicht abweist, der redet, und möge der Geist Gottes dir schenken, dass du nicht widerstehen magst.

 

 

Charles Spurgeon, God's Word Not To Be Refused. Predigt im: Metropolitan Tabernacle, London, 27. November 1870.

 

Ursprüngliche Quelle und Dank: distomos.blogspot.commehr dazu unter dem Vorwort

 

www.evangeliums-botschaft.de

Nach oben