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Das Gleichnis vom Sämann

17.02.2019

 

Als sich aber eine große Volksmenge versammelte und sie aus jeder Stadt zu ihm (Jesus) hinkamen, sprach er in einem Gleichnis:

Der Sämann ging hinaus, seinen Samen zu säen; und indem er säte, fiel einiges an den Weg, und es wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.
Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und indem die Dornen mit aufwuchsen, erstickten sie es.
Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht.
Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
(Lukas 8, 4-8)

Jesus schließt dieses Gleichnis mit den Worten:Wer Ohren hat zu hören, der höre“, und ich bin mir sicher, nicht alle, die es gehört haben, konnten IHM folgen. Um genau zu sein, hat IHN wohl kaum jemand so wirklich verstanden. Dass dies mehr als nur eine Vermutung ist, zeigt sich darin, dass noch nicht einmal Seine Jünger wirklich begriffen hatten, was Jesus mit diesem Gleichnis sagen wollte. Und die waren ja tagtäglich an Seiner Seite und kannten IHN besser als die breite Masse. Doch was machten sie im Gegensatz zu den anderen? Was machten sie, während sich die Menschenmenge bereits aufgelöst hatte und grübelnd nachhause ging? Ganz einfach, sie fragten IHN, was ER durch dieses Gleichnis sagen wollte (vgl. Lk 4,9).

Darum sollten auch wir uns nicht zufriedengeben, wenn wir Jesus nicht auf Anhieb verstehen, sondern uns ein Beispiel an den Jüngern nehmen und nachhaken. Denn wer könnte ein besserer Nachhilfelehrer sein, als Jesus? Wie wichtig dieses Nachhaken ist, zeigt uns die Auslegung, die Jesus selbst gab. Gehört haben das nur die Jünger, nur diejenigen, die nachgefragt haben, weil es ihnen wichtig war, Jesus zu verstehen. Ist nicht gerade dies ein Zeichen von Wertschätzung und Liebe? Ist es nicht so, dass wir die Menschen, die wir gernhaben, verstehen möchten? Hat jemals ein Verliebter einen Liebesbrief ungeöffnete verstauben lassen? Ebenso verhält es sich beim Christen und seinem Umgang mit der Bibel. Je größer unsere Liebe zu Gott, je größer auch die Bedeutung dessen, was ER uns zu sagen hat. Genau darin lag der Unterschied der Zuhörer, John MacArthur kommentiert: Die Reaktion der Zuhörer unterschied diejenigen, die Glaubten, von denen, die es nicht taten. Diejenigen, die glaubte, suchten nach der Wahrheit und fanden sie auch. Diejenigen, die nicht glaubten, blieben weiterhin über die Wahrheit in Unkenntnis. 1

Durch dieses Prinzip wird niemand übergangen, jene, die kein Interesse an geistlichen Wahrheiten haben, bleiben weiterhin in Unkenntnis, jene hingegen, die für Gottes Wort offen sind, erfahren die Bedeutung des Gleichnisses, das Jesus wie folgt ausgelegt hat: Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes.
Die aber an dem Weg sind die, welche hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht glauben und gerettet werden.
Die aber auf dem Felsen sind die, welche, wenn sie hören, das Wort mit Freuden aufnehmen; und diese haben keine Wurzel; für eine Zeit glauben sie, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab.
Das aber unter die Dornen fiel, sind die, welche gehört haben und hingehen und durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt werden und nichts zur Reife bringen.
Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren
(Lukas 8, 11-15).

 

 

Der komplette Beitrag (6 Seiten A4) steht nachfolgend als PDF zur Verfügung

 

*Quellangabe: John MacArthur, Gleichnisse S.61

 

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