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Für wen starb Christus nun wirklich?

28.04.2020


Gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele (Mt 20,28)


Sage mir: Für wen starb Christus nun wirklich? Beantworte mir einige wenige Fragen und ich werde es dir sagen, ob er für dich starb. Brauchst du einen Erlöser? Merkst du, dass du einen Erlöser brauchst? Bist du dir heute Morgen deiner Sünden bewusst? Hat dich der Heilige Geist von deinem verlorenen Zustand überführt? Dann starb Christus für dich und du wirst errettet werden. Bist du dir heute Morgen bewusst, dass du in dieser Welt keine Hoffnung hast außer Christus? Bist du dir im Klaren, selber kein Sühneopfer bringen zu können, das Gottes Gerechtigkeit Genüge tut? Hast du jegliches Selbstvertrauen aufgegeben? Und kannst du auf Knien sagen: „Herr, rette mich oder ich komme um? Dann starb Christus für dich.


Wenn du heute Morgen sagst: „Ich bin so gut, wie ich sein sollte. Ich kann durch meine eigene Gerechtigkeit in den Himmel kommen“, dann denke an Jesu Worte: „Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ So lange du in diesem Zustand bist, habe ich dir kein Sühneopfer anzubieten. Aber wenn du dich schuldig und erbärmlich fühlst, um deine Schuld weißt und bereit bist, Christus als deinen einzigen Erlöser anzunehmen, dann kann ich dir nicht nur mitteilen, dass du errettet werden kannst, sondern- was noch besser ist – dass du errettet wirst. Wenn du nichts mehr hast außer der Hoffnung auf Christus und bereit bist, mit leeren Händen zu ihm zu kommen und ihn als dein ein und alles anzunehmen, und dich zu nichts machst, dann darfst du zu Christus aufschauen und sagen: „Du teures, blutendes Lamm Gottes! Du hast für mich gelitten. Durch deine Striemen ward mir Heilung und durch deine Leiden ward mir Vergebung zuteil.“ Dann wird dein Herz Frieden finden, denn wenn Christus für dich gestorben ist, kannst du nicht verloren gehen. Gott wird für eine Sache nicht zweimal Strafen. Wenn Gott Christus für deine Sünde bestraft hat, wird er dich nicht bestrafen. Gottes Gerechtigkeit kann die Bezahlung nicht zuerst aus den blutenden Händen des Stellvertreters verlangen und dann noch einmal aus meinen.


Wenn wir an Christus glauben, können wir heute vor den Thron Gottes treten. Fragt man uns, ob wir schuldig sind, müssen wir sagen: „Ja, schuldig“. Aber wenn wir gefragt werden: „Was hast du vorzubringen, damit du für deine Schuld nicht bestraft wirst?“, können wir antworten: „Großer Gott, sowohl deine Gerechtigkeit als auch deine Liebe garantieren, dass du uns nicht für unsere Sünden betrafen wirst. Denn hast du nicht Christus an unserer statt für Sünde gestraft? Wie kannst du dann gerecht sein, ja, wie kannst du überhaupt Gott sein, wenn du Christus als Stellvertreter bestrafst und hinterher den Menschen selbst nochmals bestrafst?“

Deine einzige Frage lautet: „Starb Christus für mich?“ Darauf können wir antworten: „Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Jesus Christus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten.“ Kannst du deinen Namen auf die Liste der Sünder setzen – nicht zu denen, die gerne Sünder sind, sondern zu denen, die es spüren, beklagen, darüber trauern und deshalb Gnade suchen? Bist du ein Sünder? Ein Sünder, der das fühlt, weiß und bekannt hat? Du bist jetzt eingeladen zu glauben, dass Christus für dich gestorben ist, weil du ein Sünder bist. Werfe dich auf diesen großen, festen Felsen und finde ewige Sicherheit in dem Herrn Jesus Christus. Amen.

 

C.H. Spurgeon – Erwählt vor Grundlegung der Welt, Seite 69-70  


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