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Kinder Gottes oder Kinder des Teufels? (Teil 2)

09.02.2020


Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Begierden wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge (Joh 8,44).

 

Im ersten Teil dieser Wortbetrachtung haben wir den wichtigsten Aspekt betrachtet und das ist die Frage, wie wir persönlich zu Jesus Christus stehen. Die Bibel lässt in Bezug auf Seine einzigartige Stellung keinen Zweifel, Er ist der versprochene Messias, der Sohn Gottes, dessen Name über allen Namen steht; unmissverständlich klar besagt die Lehre der Heiligen Schrift: In keinem anderen ist Rettung zu finden, denn unter dem ganzen Himmelsgewölbe gibt es keinen vergleichbaren Namen. Nur dieser Name ist den Menschen gegeben worden. Durch ihn müssen wir gerettet werden (Apg 4,12). 


Das ist die Kernbotschaft des Evangeliums, dass Gott Seinen geliebten Sohn gesandt hat, als Retter einer abtrünnigen, verlorenen Menschheit, die sich gegen ihren eignen Schöpfer auflehnt. Diese Botschaft konfrontiert uns nicht nur mit dem menschlichen Versagen, sondern stellt uns zugleich die unbegreifliche Liebe Gottes vor Augen. Anstatt Seine rebellischen Geschöpfe abzuschreiben, sandte Er Seinen Sohn als Retter. Das ist der Ausweg aus dem menschlichen Dilemma: Es gibt Rettung für den gefallenen Menschen, Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist (Lk 19,10). Obwohl dies eine sehr gute Nachricht ist oder besser gesagt, obwohl es für die Menschheit keine bessere Botschaft geben kann, stoßen sich viele insbesondere deshalb daran, weil Jesus beansprucht, der einzige Weg zum Vater zu sein. Sein Selbstzeugnis besagt klar und deutlich: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich (Joh 14,6).


In den Ohren selbstgerechter Menschen klingt dies wie eine reine Provokation. Sie sind überzeugt, wenn es einen Himmel gibt, dann haben sie sich ihren Platz dort verdient, einen Retter haben sie, so ihre feste Überzeugung, ganz gewiss nicht nötig. Genau das war auch die stolze Haltung der Pharisäer, sie wollten nicht wahrhaben, dass Jesus für die Wahrheit steht, nein das hielten sie für völlig ausgeschlossen, schließlich hatten sie ja das Monopol auf die Wahrheit und wenn jemand den Weg zu Gott kannte, dann waren sie das. Entsprechend dieser hochmütigen Überzeugung konnten sie natürlich nur zu dem Schluss kommen, dass Jesus ein Betrüger sei (vgl. Mt 27,63). 


Einen größeren Gegensatz zu dem, was die Jünger in Jesus sahen, konnte es nicht geben: „Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“(Mt 16,16), hatte es Petrus auf den Punkt gebracht. Hier sehen wir ganz deutlich, dass sich in Christus die Geister scheiden (vgl. Lk 2,34). Für die einen war Er der versprochene Retter, der Sohn des lebendigen Gottes, für die anderen nur ein Betrüger. Wer auch immer sich ernsthaft mit dem Zeugnis befasst, das uns durch die Heiligen Schrift über Jesus überliefert wurde, der wird feststellen, dass es tatsächlich nur diese zwei Möglichkeiten: Entweder das Zeugnis der Bibel ist wahr und Jesus ist tatsächlich Gottes Sohn oder Er war nur ein Betrüger; dazwischen gibt es nichts. Wir müssen uns also entscheiden und dann mit den Konsequenzen leben. Laut dem, was Jesus in der Bergpredigt gelehrt hat, gibt es nur zwei Lebenswege, einen breiten Weg, der ins Verderben führt und einen schmalen Weg, der zum Leben führt (Mt. 7,13-14). Das also sind die Konsequenzen, ewiges Verderben oder ewiges Leben. 


Hält man es mit den Pharisäern und den Schriftgelehrten und sieht in Jesus nur einen Scharlatan, müsste man sich nicht über die Aussage ärgern, dass ein Lebensweg ohne Jesus ins ewige Verderben führt, denn wäre Jesus tatsächlich nur ein Betrüger, hätten Seine Worte weder Bedeutung, noch irgendeine Konsequenz. So betrachtet wäre alles ganz einfach, diejenigen, die an Ihn glauben, leben gemäß ihrem Glauben und alle, die der Überzeugung sind, Jesus sei einer der größten Lügner der Menschheitsgeschichte gewesen, ignorieren einfach, was Er gesagt hat und leben nach ihrer eigenen Fasson. In gewisser Weise ist das auch das Motto unserer Zeit: Jeder soll nach seiner eigenen Fasson selig werden. Die Sache hat nur einen Haken, würden die Leute wirklich glauben, was sie da von sich geben, dürfte es sie nicht im Geringsten tangieren, dass Christen eine völlig andere Überzeugung haben. 


Warum ist es so störend, wenn jemand sich an das Wort Gottes hält, wo ist das Problem, wenn jemand sich hinsichtlich der Erlösung völlig auf den Herrn Jesus Christus verlässt? Es kann nur einen Grund geben, es ist die fehlende Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein. Man hat nur eine wage Vermutung, eine Art Wunschdenken, aber gewiss keine feste Überzeugung. Man lügt sich in die eigene Tasche, macht sich selbst etwas vor und weil dieses selbst erdachte Glaubenskonstrukt auf solch wackligen Beinen steht, dass es einem Kartenhaus gleicht, das beim kleinsten Windstoß in sich zusammenbricht, kann man keine abweichende Meinung ertragen. Man will nichts von diesem Erlöser hören, man hält sich die Ohren zu und will Ihn am liebsten für immer zum Schweigen bringen. Doch das gelang nicht mal durch die Kreuzigung, denn Er ist auferstanden und wer auch immer das leugnet, eine Tatsache kann niemand leugnen und das ist folgende Aussage: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen (Mt 24,35b; Mk 13,31b). Immer wieder wurde es versucht, doch es war vergeblich, je eifriger man Sein Wort und jene, die es verkündigt haben, bekämpft und verfolgt hat, je mehr hat es sich verbreitet. Heute gibt es kaum noch eine Sprache, in die Sein Wort nicht übersetzt worden ist. Aber mehr noch, Sein Wort vergeht in zweierlei Hinsicht nicht, erstens es ist bis in unsere Tage erhalten, zweitens jedes prophetische Wort wird sich, sofern noch nicht geschehen, haargenau erfüllen (vgl. Mt 5,18). Niemand kann aufhalten, dass sich Gottes Wort erfüllt, selbst Seine Feinde tragen, wenn auch ungewollt, dazu bei (vgl. Offb 17,17).






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