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Kinder Gottes oder Kinder des Teufels? (Teil 3)

21.03.2021

 

Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Begierden wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge (Joh 8,44).

 

Bereits in den ersten beiden Teilen dieser Beitragsreihe haben wir gesehen, dass Jesus die wahren Beweggründe und Motive seiner Gegner kannte. Ihn konnten sie nicht durch äußeren Schein blenden, Er konnte hinter die fromme Fassade blicken und entlarvte sie schonungslos als Söhne des Teufels. Wenn es einen eindeutigen Beweis benötigt hätte, dass Er mit dieser Aussage genau ins Schwarze traf, dann waren es die Geschehnisse Rund um den Karfreitag. Hier wurden der wahre Charakter und das wahre Wesen dieser nach außen hin so fromm und ehrwürdig erscheinenden Männer offenbar. Spätestens zu diesem Zeitpunkt entpuppten sich die geistlichen Führer jener Tage als Söhne des Teufels. Unverkennbar entsprachen ihre Wesenseigenschaften, „Mord und Lüge“ exakt denen ihres geistlichen Vaters. Unter falscher Anklage (Lüge) hatten sie den Tod des schuldlosen Sohnes Gottes gefordert und sich damit des Mordes schuldig gemacht. 

 

Die Schrift nennt uns auch ihr niederträchtiges Motiv, es war Neid. Sie waren so neidisch auf Jesus, dass sie sich mit aller Macht dafür einsetzten, dass Er unter falscher Anklage zum Tode verurteilt wurde. In ihrer grenzenlosen Machtgier war es für sie unerträglich, dass es da einen gab, der über ihnen stand. Schließlich hatten sie sich ihren Erfolg hart erarbeitet und waren auf der obersten Stufe der geistlichen Karriereleiter angelangt. Stolz konnten sie Studium und Titel mit staatlicher Anerkennung aufweisen. Wie klein muss wohl der aus ihrer Sicht gewöhnliche Zimmermanns Sohn aus Nazareth gewesen sein und wie ärgerlich die Tatsache, dass das Volk an Seinen Lippen hing. Dass Sein Einfluss immer größer wurde, war für sie letztlich so unerträglich, dass es nur diese eine Lösung gab: Jesus musste unter allen Umständen beseitigt werden. 

 

Leider hat die Menschheit an diesem Punkt nichts dazugelernt, bis auf den heutigen Tag treten immer wieder Menschen auf, die buchstäblich in den Fußstapfen jener geistlichen Führer wandeln und Jesus für immer beseitigen wollen. Dies geschieht auch in zunehmendem Maße in unserer nachchristlichen Gesellschaft. Immer offensichtlicher ist wahrzunehmen, dass man den christlichen Glauben mit allen Mitteln auf der Gesellschaft verbannen will. So groß ist auch in unseren Tagen der Hass gegen den Sohn Gottes. Dabei handelt man, genau wie jene geistlichen Führer Israels, in der festen Überzeugung die richtige Sichtweise und das richtige Urteilsvermögen zu haben. Man hält sich für aufgeklärt und glaubt den vollen Durchblick zu haben, ist in Wahrheit jedoch völlig verblendet (vgl. Joh 9,41; Mt 23,16). Genau wie bei den geistlichen Führern damals, ist alles nichts weiter, als äußerer Schein; mehr Schein als Sein, wie man so schön sagt. Dennoch hatten es diese Männer sehr weit gebracht, wie gesagt, sie waren die geistlichen Führer jener Tage, die Menschen sahen zu ihnen auf, ihr Wort hatte Gewicht. Es war so gewichtig und einflussreich, dass sie falsche Zeugen gegen Jesus aufstellen konnten und zudem in der Lage waren, dass Volk gehen Ihn aufzuwiegeln. Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten, Jesus aber umbringen sollten, berichtet es Matthäus (Mt 27, 20). Dies führte letztlich dazu, dass die ganze Volksmenge lautstark den Tod des schuldlosen Sohnes Gottes einforderte. 

 

Dies ist wohl das gravierendste Beispiel, wie weit es kommen kann, wenn die Mehrheit des Volkes einfach nur blind hinterherrennt, ohne selbst nachzudenken oder zu hinterfragen. Doch nun die Frage, wie sieht es in unserer Zeit aus? Könnte es hier Parallelen geben oder anders gefragt, zeigt uns dies nicht in aller Deutlichkeit, dass wir nicht einfach nur allen Führern blind hinterherlaufen dürfen? Ist es nicht eine unübersehbare Warnung, dass wir uns nicht von Titeln, Amt und Würden blenden lassen dürfen? Nur weil jemand ein sehr hohes Angesehen geniest, ein hohes Amt ausführt oder viele Ehrentitel aufweisen kann, dürfen wir ihm nicht einfach unser blindes Vertrauen schenken. Denken wir an Paulus, der vor falschen Aposteln und betrügerischen Arbeitern warnt und dabei zu folgender Aussage kommt: Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken (2.Kor 11,14-15).

 

Solche Menschen gab es gewiss nicht nur zurzeit des Apostels, auch heute ist die Welt voller Menschen, die anderen nur etwas vormachen. Wir selbst stehen immer wieder in der Gefahr dies zu tun, denn wir wollen vor allen gut dastehen, daher neigen wir dazu die Dinge einseitig so zu berichten. Eigene Fehler kehrt man dabei gerne unter den Teppich, die Fehler anderer hingegen sucht man mit der Lupe. Es ist eine menschliche Neigung sich selbst besser darzustellen und wer in dieser Welt Kariere machen will, der ist in der Regel in dieser Disziplin besonders gut. Wenn sich also jemand als Gutmensch präsentiert ist dies noch lange keine Garantie, dass er wirklich gute Absichten verfolgt. Wie viele Weltverbesserer gab es schon, die am Ende sehr großes Leid und Elend verursacht haben. Aber selbst dann, wenn die Absichten gut sind, ist noch lange nicht gesagt, dass es zum Guten führt (vgl. Spr 14,12). 

 

Aus diesem Grund sollten Christen nicht leichtgläubig sein oder sich gar einreden lassen, dass es unchristlich oder gar eine Sünde sei, selbstständig zu denken. Nein, das Gegenteil ist der Fall, wir sollen nicht Unmündige sein, die ihr Gehirn beim Staat oder bei geistlichen Führern abgeben, sondern Mündige (vgl. Eph 4,14). Daher wäre es fatal, einfach nur gedankenlos Befehle auszuführen und Anordnungen zu befolgen, ohne diese anhand von Gottes Wort zu prüfen und zu beurteilen. Wir müssen kritisch sein und zwar nicht gegenüber der Bibel, wie uns liberale Theologen weismachen wollen, sondern gegenüber den Behauptungen weltlich gesinnter Menschen. Nicht das, was die Welt als moralisch Gut betrachtet, ist in Wahrheit gut, sondern nur das, was Gottes Wort als gut bezeichnet. Nicht ohne Grund mahnt uns Gottes Wort: Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene (Röm 12,2)...




Teil 3 komplett als Download (5 Seiten A4)





Wenn wir durch Gottes Wort aufgefordert werden, alles zu prüfen, dann dürfen wir uns nicht von anderen vorgeben lassen, wie wir über bestimmte Themen zu denken haben. Dies gilt auch bei der hoch aktuellen Frage: „Impfen oder besser nicht impfen?“ Wer sich hier nur über die Mainstream-Medien informiert oder auf die Stimme der führenden Politiker hört, der bekommt nicht nur eine eindeutige Impfempfehlung, sondern zugleich den moralischen Apell, den Eckhardt von Hirschhausen, wie folgt formuliert hat: "Wer sich nicht impfen lässt, ist ein asozialer Trittbrettfahrer!“. 

Auch verschiedene Prediger versuchen hier sozialen Druck aufzubauen, in dem sie die Frage: "Würde Jesus sich impfen lassen?", pro Impfung beantworten. Dadurch wird eine Entscheidung gegen das Impfen praktisch zur Sünde erklärt. Dabei gibt es hierzu keine biblische Grundlage, denn wie gesagt, es ist das Wort Gottes, das uns zum selbstständigen Denken auffordert und dazu sollte man nicht nur die Argumente kennen, die für die Impfung sprechen, sondern sich auch mit den Gegenargumenten befassen. Als Hilfestellung dazu empfehle ich die folgenden Beiträge:







www.evangeliums-botschaft.de

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