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Wie in den Tagen Noahs

Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen. Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein.Aber wie die Tage Noahs waren, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. Denn wie sie in jenen Tagen vor der Flut waren: - sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte -, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. Dann werden zwei auf dem Feld sein, einer wird genommen und einer gelassen; zwei Frauen werden an dem Mühlstein mahlen, eine wird genommen und eine gelassen. Wacht also! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt (Matthäus 24, 35-42).

2014 hat Hollywood die Geschichte Noahs neu verfilmt und ins Kino gebracht. Millionen von Menschen haben sich das Leinwandspektakel angesehen. Viele mögen darin vielleicht gute Kinounterhaltung sehen, doch dieses geschichtliche Ereignis sollte weit mehr als gute Unterhaltung sein. Es wurde im Wort Gottes aufgezeichnet, um uns aufzurütteln. Die Geschichte Noahs konfrontiert uns mit der Tatsache, dass wir eine moralische Verpflichtung gegenüber unserem Schöpfer haben. Sie zeigt uns zum einen, dass Gott heilig und gerecht ist und Sünde nicht ungestraft lassen kann, doch macht sie auf der anderen Seite auch deutlich, dass ER einen Weg zu unserer Rettung geschaffen hat. Was zur Zeit Noahs die Arche war, ist in unserer Zeit, das Kreuz von Golgatha, dort hat der Sohn Gottes die Strafe hinaufgetragen, die wir verdient hätten. Des Weiteren erinnert das göttliche Zorngericht, das über Noahs unbekümmerte Zeitgenossen hereinbrach, auf dramatische Weise daran, dass wir alle eines Tages vor Gottes Richterstuhl erscheinen müssen, um Rechenschaft über unser Leben abzulegen. Doch wie wollen wir an jenem Tage bestehen, wenn wir Seinen Weg zu unserer Rettung missachten? Wenn wir achtlos am Kreuz vorübergehen, so als hätten wir diese Errettung gar nicht nötig (vgl. Hebr 2,3).

Noah hat seine Zeitgenossen vor Gottes Gericht gewarnt. Er tat dies sehr anschaulich und unübersehbar, indem er auf Gottes Geheiß eine Arche baute. Eine Arche, die zum einen ein Symbol der Rettung war, doch die zugleich das bevorstehende Zorngericht Gottes angekündigt hat. Doch wie kam es dazu? Schauen wir uns dazu den biblischen Bericht aus 1. Mose an, der mit einem sehr erschütternden Urteil über den moralischen Zustand der damaligen Menschheit beginnt, indem gesagt wird: Da reute es den Herrn, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. Und der Herr sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe!
Weiter heißt es im biblischen Bericht: Aber die Erde war verderbt vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Frevel. Und Gott sah die Erde an, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf der Erde. Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt, und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen! Mache dir eine Arche aus Tannenholz (1.Mo 6,6-7: 11-14).

Wie uns die Bibel wissen lässt, war Noah gehorsam und baute die Arche, durch die er schließlich bei der Sintflut gerettet wurde. Er, seine Frau, seine Söhne und seine Schwiegertöchter, waren die Einzigen, die Gottes Gericht damals überlebt haben.
Von dem Tag als Gott Noah in Seinen Plan einweihte und ihm den Auftrag zum Bau der Arche gab, war dies praktisch seine Lebensaufgabe. Ich denke, dass Noah fast seine ganze Freizeit für den Bau der Rettungs-Arche geopfert hat und wohl kaum Freiraum hatte, um Predigten auszuarbeiten, dennoch bezeichnet ihn die Bibel, als Prediger der Gerechtigkeit (vgl. 2.Petr 2,5). Doch was war seine Predigt? Was hat er seinen Zeitgenossen Wichtiges mitgeteilt? Ich denke, es ist offensichtlich: Sein Leben war die Predigt! Noah unterstrich durch seinen bedingungslosen Gehorsam gegenüber Gottes Anweisung, dass er gottesfürchtig war. Beachtenswert hierbei ist auch, dass er nicht nur irgendein Schiff baute, sondern sich exakt an den Bauplan hielt, den Gott ihm gegeben hatte (vgl. 1.Mo 6, 14- 16). Dadurch war sein Leben ein klares Zeugnis dafür, dass er Gottes Wort ernst nahm. Unabhängig davon, was andere über den Bau der Arche sagen würden, machte er dadurch deutlich, dass Gottes Wort Autorität über seinem Leben hatte.
In diesem Punkt ist Noah für jeden Gläubigen ein sehr gutes Vorbild, denn hier kann sich jeder selbst prüfen, ob das auch über sein Leben gesagt werden kann. Wie gehen wir mit dem um, was uns Gott durch Sein Wort sagt? Hat Gottes Wort wirklich die höchste Autorität über unserem Leben? Führen wir unser Glaubensleben auf Grundlage Seines Wortes? Wenn unser Leben unser Glaubensbekenntnis nicht unterstreicht; besteht unser Bekenntnis letztlich aus nichts weiter, als allein aus leeren Worten. Das Urteil des HERRN über diese Art von Glauben lautet: „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir“ (Mt 15,8).

Beachten wir grade in diesem Zusammenhang noch einmal die Aussage, die Jesus der Ankündigung bezüglich Seiner Wiederkunft vorangestellt hat, indem er sprach: „Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen“ (V.35). Zeigt ER uns hier nicht ganz deutlich den Gegensatz zwischen dem Vergänglichen und dem Unvergänglichen? Stellt sich hier nicht für uns die Frage, an was wir uns halten? An die vergänglichen Dinge dieser Welt oder an Sein unveränderliches, ewiges Wort? Zweifellos wurden im Laufe der Geschichte viele Dinge gesagt oder geschrieben, aber ist nicht vieles längst Schnee von gestern und längst vergessen?
Ganz anderes ist es mit dem Wort des HERRM, hier kann selbst ein noch so überzeugter Atheist nicht bestreiten, dass es bis in unsere Tage erhalten blieb. Doch nicht nur das, es hat auch nichts an seiner Aktualität und Gültigkeit verloren, denn Sein Wort hat Gewicht, Sein Wort zählt; denn ER ist es, der auf dem Thron sitzt und alles in Seiner Hand hält (vgl. Ps 103,19; Kol 1,15-18).
Doch wie gesagt, die Frage, die sich jeder stellen sollte, lautet, ob dieses unvergängliche, unfehlbare Wort, so wie es uns in der Heiligen Schrift überliefert wurde, wirklich die höchste Autorität über unserem Leben hat? Oder gehören wir zu jenen, die der Meinung sind, man könne das Reich Gottes auf Gutdünken, auf Menschenweisheit oder nach Bauchgefühl bauen? Ich denke genau hier ist das Hauptproblem, warum das Gemeinde-„Schiff“ immer mehr in Schieflage gerät: Zwar gibt es viele, die eifrig mit bauen wollen, doch die Zahl derer, die bereit sind, sich an das Wort Gottes zu halten, wird immer geringer.

Doch Aktionismus allein, ist noch lange kein Beleg für treue Nachfolge. Entscheidend ist, ob wir uns an das Wort Gottes halten. Nur ein Dienst im Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes, bezeichnet die Schrift als vernünftigen Gottesdienst; wer hingegen eigenwilligen Gottesdienst betreibt, dessen Dienst wird am Tage des Gerichts nicht standhalten, selbst wenn sein Handeln nach außen hin noch so fromm erscheint. Stattdessen wird er unter der Vielzahl jener sein, die den HERRN einst verwundert fragen werden: „Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?“ (Mt 7,22).
Das sind wirklich sehr ernste Worte, die uns deutlich vor Augen führen, dass die Frucht, die der HERR von Seinem Dienern erwartet, nicht blinder Aktionismus ist, sondern Treue und Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes (Vgl. Mt 7,20-21). Wenn Sein Wort keine Autorität über unser Leben hat, können wir noch so oft, Herr, Herr!“ sagen, unser Handeln wird der Beleg dafür sein, dass das Gegenteil der Fall ist.

Bei Noah war dies, wie gesehen, anders. Er war kein Mann der faulen Kompromisse, sondern ein treuer Diener Gottes, der sich genau an das hielt, was ihm der HERR aufgetragen hatte. Genau dies machte sein Leben zu einer glaubwürdigen Predigt. Genau das machte ihn zu einem Prediger der Gerechtigkeit, dessen Botschaft die Ankündigung von Gottes gerechtem Gericht war. Denn genau das kündigte er durch den Bau der Arche an. Sicher musste er dafür viel Spott ertragen. Die Leute haben ihn nicht ernst genommen, sie dachten, er sei ein hoffnungsloser Spinner: Wer baut schon auf trockenem Land solch ein riesiges Schiff? Wer kommt nur auf solch eine abwegige Idee, wenn sich weit und breit weder Fluss noch Meer befindet und nicht mal ein Regenwölkchen in Sicht ist? Der bekannte Prediger Spurgeon merkt hierzu an: Ich denke mir, die Nachricht verbreitete sich überallhin, und manche sagten, sobald sie davon hörten: „Ein Verrückter! Mich wundert, dass seine Freunde ihn nicht einsperren. Was für ein Wahnwitziger muss er sein!“
Nachdem sie dies gesagt hatten, machten sie ein paar Späße darüber und gewöhnten sich daran, über die abgeschmackte Sache zu spotten, so dass es zum Sprichwort wurde und man, wenn jemand etwas Dummes tat, sagte: „Nun, der ist so närrisch wie der alte Noah!“ 1


Trotz allem hat sich Noah nicht vom Bau der Arche abhalten lassen, sondern machte sich Tag für Tag an die Arbeit. Nun könnte man hier vielleicht einwenden, was hat das mit uns zu tun? Das alles ist doch lange her, wir leben doch in einer ganz anderen Zeit. Und es ist natürlich wahr, wir haben tatsächlich eine andere Zeit, aber erstens müssen wir uns doch fragen, ob diese Zeit in Gottes Augen wirklich so viel besser sein kann, und zweitens haben wir ja eingangs gesehen, dass Jesus die Zeit Seiner Wiederkunft unmissverständlich mit jener Zeitepoche verglichen hat, in der einst Noah lebte. ER sprach davon, dass es in jenen Tagen genau so sein würde, wie in den Tagen Noahs, indem ER angekündigt hat: „Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein“ (Mt 24, 38-39).

Natürlich könnten wir sagen, Jesus wird nie wieder kommen, das ist doch nur ein Märchen, doch die Bibel warnt: Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? (2.Petr. 3,3-4) Die Frage ist, auf wen hören wir – auf die Spötter oder auf das zuverlässige Wort Gottes? Die Leute damals gaben auch nicht viel auf das, was Noah machte. Der Bau der Arche kündigte zwar das bevorstehende Gericht Gottes an, doch sie lebten weiter sorglos in den Tag und sahen in Noah nur einen verrückten Spinner. Sie begriffen nicht, was ihnen drohte, bis zu dem Tag, als die Flut über sie hereinbrach und sie alle hinwegraffte. Beachten wir hierbei noch einmal die Worte: „So wird es auch sein, wenn der Menschensohn kommt“ (Mt. 24,39), dann muss uns bewusst werden, was uns bevorsteht, wenn wir keine Vorbereitungen auf diesen Tag hin treffen. Denn Jesus bezieht sich auf dieses geschichtliche Ereignis, um uns eindringlich vor Augen zu stellen, dass es am Tage Seiner Wiederkunft genauso sein wird. Was sonst können wir daraus schließen, als dass es an diesem Tag einer Vielzahl von Menschen genauso ergehen wird wie den Zeitgenossen Noahs?

Beachtenswert bei Seinen Worten ist auch die Tatsache, dass ER nicht etwa die offensichtliche Sündhaftigkeit jener Menschen hervor gehoben hat, sondern den Fokus auf ein Merkmal lenkte, das uns vielleicht eher nebensächlich oder zweitrangig erscheinen mag, und dies lautet: Sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte. Was Jesus hier aufzeigt, sind also nicht die offensichtlichen Sünden, sondern die völlige Unbekümmertheit. ER macht deutlich, dass diese Menschen für alles Zeit hatten, nur nicht für Gott. Ihr Leben war voll und ganz auf das Vergängliche ausgerichtet, ihr Blick war ausschließlich auf das Diesseits gerichtet, darin sind sie völlig aufgegangen, doch nach DEM, dem sie all dies zu verdanken hatten, haben sie nicht gefragt. Nur das Hier und Jetzt war für sie von Bedeutung, an die Ewigkeit hingegen dachten sie ebenso wenig wie an ihre unsterbliche Seele; hier war eine erschreckende Gleichgültigkeit vorherrschend. Bischof J.C. Ryle kommentiert diesbezüglich sehr treffend: Die ausschließliche Aufmerksamkeit auf diese Dinge kann Einen Menschen genauso vollständig ruinieren wie offene Sünde.*2

Hier stellt sich die Frage, ob dies nicht exakt ein Spiegelbild unserer heutigen Gesellschaft ist? Die Menschen haben für alles Zeit, leben sorglos in den Tag und reden sich ein, dies würde ewig so weitergehen. Mahnende Worte, wie beispielsweise dieser Bibeltext, passen hier natürlich nicht ins Konzept; man will doch Spaß haben, man will doch das Leben genießen. Wer möchte da schon hören, dass er sich eines Tages vor seinem Schöpfer für sein Leben verantworten muss? Wer will sich da schon mit dem Gedanken belasten, dass er eines Tages Rechenschaft darüber ablegen muss, was er mit seinem Leben angefangen hat? Ja, der Durchschnittsmensch unserer Tage lebt so, als hätte er seinem Schöpfer gegenüber keinerlei moralische Verpflichtung; für ihn scheint nur noch zu zählen, was ihm Spaß macht; dies allein, scheint oberstes Gebot zu sein. Man will machen, was immer einem gefällt und will sich von niemand dreinreden lassen. Man sucht sein Glück in Partys, in Freundschaften und Beziehungen, in materiellen Dingen oder darin, Kariere zu machen, andere setzen auf Wellness und Entspannung, wieder andere hängen nur noch vor dem PC rum und sehen ihr Lebensziel darin, Computerspiele zu gewinnen. Man könnte diese Liste beliebig fortsetzten, doch was auch immer die Lebenszeit des Durchschnittsmenschen unserer Tage ausfüllt, eines haben alle gemein, und das ist die Tatsache, dass sich die Menschen letztlich nur noch um sich selbst drehen und dabei völlig ausblenden, für welchen Zweck sie geschaffen wurden. Doch der Mensch wurde nicht zu seinem Selbstzweck geschaffen, sondern zur Gemeinschaft mit seinem Schöpfer. Und dieser hat in Seiner unbegreiflichen Liebe, Seinen geliebten Sohn gesandt, um das durch die Sünde zerrüttet Verhältnis zwischen Gott und Mensch ins Lot zu bringen. Und Jesus war dem Willen des Vaters gehorsam, indem ER ein Leben ohne Sünde führte und sich stellvertretend für uns ans Kreuz nageln ließ. ER trug die Strafe, die wir verdient hätten, ER bezahlte den Preis für unsere Schuld, um uns vor dem kommenden Gericht zu retten. Einzig allein aus diesem Grund finden wir in der Bibel die wunderbare Zusage: So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind (Röm 8,1).

Wer bei Christus Zuflucht sucht, der ist bildlich gesprochen innerhalb der Rettungs-Arche, wer Christus hingegen ablehnt oder einfach nur ignoriert, der steht außerhalb. Wie wir aus der Geschichte Noahs lernen können, kann man da sehr lange unbeschwert und sorglos leben, doch es gibt ein Zuspät. Wir können alle göttlichen Warnungen ausblenden und sorglos in den Tag leben, doch wenn wir dies tun, gleichen wir den Zeitgenossen Noahs, über die Jesus sagte, dass sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte. Das sind sehr erschütternde Worte. All jene, die keine Zuflucht in der Arche gesucht haben, wurden ausnahmslos von der Flut des göttlichen Gerichts hinweggerafft. Unabhängig vom gesellschaftlichen Status, egal ob arm oder reich, ob jung oder alt, an diesem Tag war nur eines von Bedeutung, und das war die Frage, ob jemand innerhalb oder außerhalb der Arche war. Wenn Jesus nun diesen Vergleich in Bezug auf Seine Wiederkunft aufgreift, geht es für jeden von uns um die Frage, habe ich die Rettung, die mir Gott durchs Kreuz von Golgatha anbietet, angenommen? Oder gehöre ich zu jenen, die dieses Rettungsangebot verschmähen oder es gar ins Lächerliche ziehen?

 

Wie gesehen, die Zeitgenossen Noahs empfanden den Bau der Arche auch als sehr belustigend. Sie trieben ihre Späße und ihren Spott auf Kosten des alten Noahs, doch als die Flut über sie hereinbrach, da wurden sie für immer zum Schweigen gebracht. Treffend schlussfolgert Spurgeon: So wird es mit denen unter euch sein, die das Evangelium Jesu Christi lächerlich gemacht haben. Ihr werdet an dem großen und schrecklichen Tag des Herrn finden, dass euer Lachen keine Macht über den Tod hat und keinen Aufschub der Höllenqualen bewirken kann. An jenem furchtbaren Tag wird es keinen Raum für Unglauben geben… Hier ist also die ernste Scheidelinie: alle ohne Glauben an Christus verloren; alle mit ihm verbunden errettet. Alle Ungläubigen gehen zugrunde; alle Gläubigen werden in ihm bewahrt.1
Um unserer unsterblichen Seele willen, sollten wir uns diesen Worten stellen. Es wird am Tage des Gerichts nur eine Frage von Bedeutung sein, und die lautet: Steht mein Name im Lebensbuch des Lammes? (vgl. Phil 4,3; Offb 22,15). Habe ich die Errettung angenommen, die mir Gott durch das Kreuz von Golgatha anbietet? Habe ich auf Gottes Wort geachtet, das mich eindringlich mahnt: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2.Kor 5,20)? Wenn nicht, stehe ich bildlich gesehen außerhalb der Arche, wenn nicht, wird mich Gottes Gericht in vollem Umfang treffen.



Quellangabe
1. C.H. Spurgeon, Der gute Kampf des Glaubens, S. 17/18
2. J.C. Ryle, Lukas Band 3, S. 70

 

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