und

Warum sich Christen ihrer Regierung unterwerfen

John MacArthur

 04.02.2017

 

 

Römer 13 ist der Text, den wir uns ansehen wollen unter der Überschrift "Christen und Regierung". Wir werden zu dem Teil über die Steuern etwas später kommen. Wir starten mit dem ersten Vers und werden uns durch diesen wirklich wichtigen Text hindurcharbeiten. Römer 13...die eröffnende Aussage von Vers 1 ist das, was wir das letzte Mal betrachtet haben. Es hat uns fast die ganze Zeit gekostet, es uns irgendwie zu vergegenwärtigen. Jede Person soll sich der staatlichen Obrigkeit unterwerfen. Das ist eine uneingeschränkte Feststellung. Es beschreibt nicht, wer diese regierenden Autoritäten sind und es beschreibt nicht, was Unterwerfung bedeuten könnte. Daraus können wir schließen, dass wir einen nicht näher beschriebenen, absoluten Befehl haben, uns der Regierungsgewalt zu unterstellen, wie auch immer sie geartet ist. Die Apostel Paulus und Petrus gaben uns ähnliche Anweisungen, 1. Petrus 2:12 "...und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung. 13 Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter um des Herrn Willen, es sei dem König als dem Oberhaupt, 14 oder den Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun. 15 Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt;..."  Beide Apostel, Paulus und Petrus, machen deutlich, dass es unsere Verantwortung ist, uns der Regierung unterzuordnen. Paulus beginnt nun in Vers 1, uns sieben Gründe oder Motivationen zu geben, warum wir das tun sollten. Ich habe sie sozusagen aufgegliedert, sodass wir sie in Abschnitten behandeln können.

 

Das ist eine sehr wichtige Erörterung. Es würde für den HERRN genug sein zu sagen, "tu dies", ohne irgendeine Erklärung. Aber indem er uns eine Erklärung gibt, umreißt Er die Verantwortlichkeiten, die gottgegebenen Verantwortlichkeiten einer Regierung. Sie werden hier klar umrissen. Regierung, wie wir sie kennen, hat den von Gott gegebenen Auftrag sehr erweitert, um zu funktionieren und das nicht nur in unserem Land, sondern überall in der Welt und im Verlauf der Geschichte. Aber hier sehen wir, dass Regierung von Gott eingesetzt wird und wir stellen fest, dass gerade diese Tatsache hinter unserer Verantwortung liegt, uns den regierenden Gewalten unterzuordnen. Nun, zunächst sagt Paulus, dass Regierung auf einem göttlichen Beschluss basiert.

 

Gehen wir zurück zu Vers 1 "... es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; ..." und diese, die bestehen, diese Obrigkeiten, Plural, wo immer sie sind und wie immer sie geartet sind, sie sind eingesetzt von Gott. Bürgerliche Handlungsvollmacht, und Regierungsgewalt kommen direkt von Gott. Es gibt zwei weitere Einrichtungen, die Gott der menschlichen Gesellschaft für ihr Wohlergehen gegeben hat: die eine ist die Ehe, die andere ist die Gemeinde. Gott hat soziale Einheiten eingesetzt, soziale Elemente, die dem Wohl der Menschen dienen...die Regierung, die Ehe, die Gemeinde (Kirche). Eine gesunde Ehe dämmt das Böse ein, eine gesunde Kirchengemeinde dämmt das Böse ein, eine gesunde Regierung tut dasselbe. Es gibt keine Autorität, außer sie ist von Gott eingesetzt. Keine bürgerliche Regierung existiert, die nicht von Gott eingesetzt wäre.

Psalm 62:12 sagt, dass die Macht Gott gehört und somit auch die Macht, Regierungen einzusetzen. Apostelgeschichte 17:16 sagt uns, dass die Zeiten der Nationen von Gott bestimmt sind. Er bestimmt den Beginn und das Ende von Völkern. In Daniel 4: 17 (King James Version) finden wir eine ähnliche Situation, "...dass der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es gibt, wem er will und setzt über es den Geringsten unter den Menschen." Regierungen und Menschen, die darin die Macht ausüben, sind von Gott erwählt. Die Gabe, Regierungsmacht und Regierungsautorität zu haben, ist eine göttliche Gabe. Wir können daraus schließen, dass kein Tyrann (Diktator) jemals die Macht ergriffen hat, ohne dass Gott es ihm erlaubt hat. Obrigkeit ist als eine Institution von Gott gestiftet und individuelle Regierungen operieren nicht abseits der souveränen Absichten Gottes. Es kann keine eigenwillige Regierung geben, die Amok läuft gegen die Ziele Gottes. Egal welche Staatsphilosophie die Regierung hat, egal um welche Staatsform es sich handelt, es gibt keine Regierung abseits von Gottes Zielen.

 

Und ich muss auch schnell hinzufügen, die Bibel gibt uns auch keine Auskunft über Herrschaftssysteme. Die Bibel bestätigt keine direkte Monarchie, wie es sie in Europa über Jahrhunderte gegeben hat, noch finden wir Beispiele für Demokratie in der Schrift. Man wird keine bürgerliche sozialdemokratische Staatsstruktur in der Bibel finden. Man wird keine Republik in der Bibel finden, noch eine von Gott autorisierte Monarchie. Wann immer Herrscher an die Macht kommen, sei es durch dynastisch bedingtes Erbe, sei es durch aristokratische Familienverbindungen, sei es durch Plutokratie (eine Herrschaftsform, in der Vermögen die entscheidende Voraussetzung für die Teilhabe an der Herrschaft ist, also die Herrschaft des Geldes, auch „Geldadel" A.d.Ü.)oder sei es durch militärische Macht, oder sei es durch demokratische Wahlen, es gibt keine Regierung außerhalb der Macht und dem Willen Gottes. Es gibt keine Autorität, außer sie ist von Gott. Er hat den bestehenden Regierungen ihre Macht gegeben.

Was ist nun aber mit den grausamen, was ist mit den ungerechten? Nun, zu aller erst, grausamer Missbrauch von Regierungen sind kein Widerschein von Gottes Natur, auch grausamer Missbrauch in Ehen oder Abfall von Menschen in Kirchen beflecken Gottes Reinheit. Scheidung macht aus Ehen einen Scherbenhaufen, Glaubensabfall reißt Kirchen auseinander und Missbrauch durch Regierungen zerstört das Gute, das eine Regierung tun könnte. Aber Missbrauch vermindert in keinster Weise die Wahrheit, dass diese Institutionen durch Gott eingesetzt sind. Der Mensch missbraucht alle Gaben Gottes...alle. Und böse Herrscher sind interessanterweise Teil von Gottes Plan, Seinen Willen auszuführen. Böse Herrscher sind ein Teil von Gottes Plan, um böse Nationen zu bestrafen und erlaubt der Bosheit, ihren Weg in Richtung Zerstörung anzutreten.

Aber zu Anfang setzte Gott Regierungen für den Menschen ein zum Schutz und zur Bewahrung von Leben und Besitz, zur Bekämpfung von Bosheit und Kriminalität und für die Belohnung von Tugend und Güte. Das ist der von Gott bestimmte Plan.

 

Die Mächte, die existieren, sind von Gott eingesetzt. Sie sind nicht eingesetzt durch die Meinung der Regierten, den Willen der Mehrheit oder den Willen eines Mannes. Sie sind durch Gott eingesetzt. Ein interessanter Blick auf dieses Thema aus einem anderen Blickwinkel wäre Offenbarung 13, weil ich weiß, was in euren Gedanken ist. Warum würde Gott böse Regierungen einsetzen? Hier ist ein Bild von der kommenden Trübsal, dem Drachen...Satan während er am Strand des Meeres steht und sich seinen Einfluss auf die Welt ausmalt, kommt ein Tier herauf aus dem Meer, das zehn Hörner und sieben Köpfe hat. Und auf seinen Hörnern waren zehn Diademe und auf seinem Haupt waren gotteslästerliche Namen. Dies ist das Bild des Anti-Christen. Er ist wie ein Leopard und ein Bär und ein Löwe. Und der Drache gibt ihm seine Macht und seinen Thron und seine große Gewalt. Ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet und seine Todeswunde wurde geheilt und die ganze Welt sah dem Tier verwundert nach, dem Anti-Christen. Sie beteten den Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte und sie beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen? Die Welt zur Zeit der zukünftigen Trübsal wird beide anbeten, den Anti-Christen und Satan hinter ihm.

 

Dann finden wir in dem Vers 5 "Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete, und es wurde ihm Macht gegeben,42 Monate lang zu wirken." Von wem? Von wem? Von Gott...von Gott. Vers 6 "Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, um seinen Namen zu lästern und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen." Vers 7 "Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation." Klingt das merkwürdig für euch? Warum würde Gott Satan die Macht geben, das zu tun? Warum würde Gott dem Anti-Christen die Macht geben, das zu tun; ein Chaos anzurichten und Entsetzen und Schrecken in der Welt? Weil es zu seinen Plänen passte? Es war und ist ein Teil göttlichen Gerichtes...göttlichen Gerichtes.

 

Wie im Buch Daniel zu lesen ist, sind Dämonen in Regierungen eingebettet. Dämonen sind eingebettet in Regierungen -Dieses Prinzip gilt immer noch. Regierung in jeglicher Form ist bestimmt von Gott. Daher ist hier Grund Nummer eins, sich der Regierung unterzuordnen. Es ist für die Zeit, den Ort und den Zweck Gottes, für alles, was Er bestimmt hat. Wenn du ein Israelit wärst, der in Ägypten lebte und als Sklave unter dem Pharao gelitten hättest, würdest du dich vermutlich fragen, ob Gott dich verlassen hat und ob der Pharao irgendwie zur Macht gekommen ist außerhalb von Gottes Willen. Aber das würde nicht stimmig mit dem Buch Exodus sein. 2. Mose 16 "...aber ich habe dich eben dazu bestehen lassen, dass ich an dir meine Macht erweise und dass mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde." Gott hat seine Absichten, sogar mit den bösartigsten Regierungen… Gott hat seine Absichten, sogar mit den bösartigsten Regierungen. Du kannst das zweite nicht erraten. Ich gebe euch ein praktisches Beispiel. Es sieht so aus, als ob es der Verwaltung der Regierung der Vereinigten Staaten im Moment schwerfällt, eine Erklärung darüber abzugeben, was gerade in Ägypten passiert. Sie haben Angst, irgendetwas zu sagen. Sie haben Angst, etwas Negatives über Mubarak zu sagen, weil sie ihm Milliarden von Dollar gegeben haben und weil er ein Verbündeter der Vereinigten Staaten im Mittleren Osten ist, und wir einen solchen Verbündeten brauchen. Sie haben Angst, irgendetwas über die Leute zu sagen, die in den Straßen randalieren, weil sie Angst vor der Reaktion des Volkes haben und sie wissen, dass Missstände an den Händen dieses Diktators kleben.

Was sollten sie sagen? Es müsste schleunigst gesagt werden und es müsste glasklar gesagt werden: „Das ist kriminelles Verhalten!“

Ungeachtet dessen, woraus sich die Regierung zusammensetzt; jede andere Regierung ist weitaus besser als Mord in den Straßen; jegliche Regierung ist weitaus besser als Anarchie.

Wenn biblisches Denken in den Köpfen der Führer dieser Nation wäre, würden sie sich erheben und sagen: „Das ist kriminelles Verhalten, das ist strafbares Verhalten. Sie haben kein Recht, die Straßen einzunehmen und Straftaten zu begehen, ungeachtet ihrer bürgerlichen, politischen und sozialen Ziele!“ Und die Regierung hat jedes Recht, sie mit Gewalt in dem Maße zurückzudrängen, dass sie ihre Rebellion aufgeben. Das ist ein anschauliches Bild des Prinzips, nicht wahr? Aber keiner fragt mich...oder Gott.

 

Zuallererst entsteht Regierung durch göttlichen Beschluss. Daher unterwerfen wir uns ihr. Zweitens ist Widerstand gegen die Regierung Rebellion gegen Gott… Widerstand gegen die Regierung ist Rebellion gegen Gott. Römer 13:2 "Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes", die "diatage", die Einsetzung, die Einrichtung Gottes...das, was von Gott festgelegt ist. Wer auch immer sich der Regierung widersetzt, rebelliert gegen Gott.

 

Robert Haldane, ein wundervoller Bibelausleger, der im Jahre 1839 schrieb, sagte, "Das Volk Gottes sollte Widerstand gegenüber der Regierung, unter der es lebt, als ein sehr übles Verbrechen, ja sogar als Widerstand gegen Gott selbst, ansehen. Du magst sagen "Nun, mir gefällt aber nicht, was in unserem Land so vorgeht." Rate mal...genau so geht es Gott und er wird die Regierungsform, die seinen Zielen entspricht, für ein Land bestimmen, das Ihm den Rücken gekehrt hat.

Wer auch immer der Autorität widersteht...das Wort 'widerstehen' ist hier 'antitasso'. Das bedeutet, dass 'tasso' die Bedeutung von 'sich einreihen' hat. 'Antitasso' bedeutet, sich gegen jemanden aufzustellen, sich permanent gegen Gott auszurichten. Du hast dich mit der Opposition arrangiert. 2. Mose 22:27 sagt: "Einem Obersten sollst du nicht fluchen."

Und Paulus sagt in 1. Timotheus 2:2 betet "...für Könige und alle, die in hoher Stellung sind" und für ihre Errettung. Es war nicht wirklich wichtig, ob der römische Imperator durch das Volk gewählt war, durch den Senat eingesetzt oder durch einen Militärputsch an die Macht kam. Es war nicht wichtig, ob die Berufung einer kaiserlichen Autorität durch Caesar gerecht oder ungerecht war. Es war nicht unbedingt wichtig, ob der Kaiser ein Homosexueller, ein Pädophiler, ein Muttermörder oder ein guter Mensch war. Das Gesetz sagt dasselbe. Es gibt keinen Platz für Rebellion und Widerstand, denn wer das tut, widersteht Gott. Man kann dafür ein Beispiel sehen, schau nur, wie es sich abspielt. Es wird sich in Ägypten auf dieselbe Art abspielen wie im Iran. Und das was kommt, wird weitaus schlimmer sein als das, was sie haben.

 

Weder Paulus, noch Daniel, noch Christus schwankten jemals in ihrem Respekt für die Obrigkeit, komme was da wolle. Gott verwirklicht Seinen Willen und Sein Ziel durch die herrschenden Regierungen. Der Präsident, der Gouverneur, die Polizei, die das Schwert trägt, sie alle haben eine ihnen von Gott gegeben Autorität, um zum Wohl des Volkes zu handeln. Erinnert ihr euch an Davids Schrecken bei dem Gedanken, Saul ein Leid zuzufügen?

Nebenbei, das Alte Testament schrieb die Todesstrafe für ungehorsame Kinder vor. Das zeigt, wie wichtig das Prinzip der Unterordnung unter Autorität ist. Und übrigens, verbrecherische Kinder, die nie gelehrt wurden, ihren Eltern zu gehorchen, werden niemals der Regierung gehorchen und genau das wird die Gesellschaft zerstören. Somit ist die Regierung göttlich eingesetzt und ihr zu widerstehen bedeutet, Gott zu widerstehen. Lasst mich einen anderen Punkt hinzufügen. Diejenigen, die sich widersetzen, werden bestraft werden...diejenigen, die sich widersetzen, werden bestraft werden. Genau das spielt sich auch gerade ab. Ich weiß nicht, wie viele Menschen bei dem Aufstand in Ägypten verwundet oder getötet wurden, aber es ist unausweichlich...es ist unausweichlich.

 

Gehen wir zurück zu Römer 13:2 "Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu." ...oder den Richterspruch. Die Folge von Rebellion ist Verurteilung. Das Wort dort, 'krima', wird auch in 1. Korinther 11:29 benutzt und bezieht sich auf das Gericht Gottes. Aber hier hat es wirklich die Bedeutung von Bestrafung durch die Mächtigen. Du kannst so etwas nicht tun, ohne bestraft zu werden. Obrigkeit hat die Macht zu bestrafen, sie ist ihr gegeben von Gott. Man kann durch das Alte Testament gehen, durch das Buch Exodus, durch das Buch Deuteronomium, durch das Buch Numeri, schaut euch das alles an. Das Gesetz 'Auge um Auge und Zahn um Zahn', lex talionis (Gemeint ist damit die Vergeltung von Gleichem mit Gleichem, ein aus altertümlichem Rechtsdenken stammender Strafrechtsgrundsatz -ius talionis A.d.Ü.), gleiche Strafe für das gleiche Vergehen. Strafe diente verschiedenen Zwecken. Erstens machte sie deutlich, was richtig ist. Mit anderen Worten, sie hatte einen Gerechtigkeitsbezug. Zweitens sollte Bestrafung schnell und auf dem Fuße folgen, damit sie zur Abschreckung dient. Drittens sollte Strafe eine Drohung sein, die das Böse in den Schranken hält. Viertens verstand man Strafe als ein Mittel zur Besserung. Und fünftens diente Strafe dem Zweck, Selbstjustiz zu verhindern. Übrigens gab es keine Gefängnisse im Israel des Alten Testaments. Und sogar im Neuen Testament unterhielten die Juden keine Gefängnisse. Die Heiden hatten, wie wir wissen, Gefängnisse. Paulus war in etlichen von ihnen. Die Juden unterhielten keine Gefängnisse. Sie waren Teil der römischen Sozialordnung, denn Gefängnisse kannte man nicht zur Zeit des Alten Testaments. Von einer Art provisorischem Arrestplatz wird in Jeremia 37:15,16 gesprochen, aber es war ein Platz, um jemanden vorübergehend in einer Zisterne festzuhalten. Was die Gefängnisse im frühen Amerika angeht, so hatten sogar die Puritaner eine andere Art von Bestrafung; körperliche Bestrafung, gefolgt von Wiedergutmachung für das Vergehen durch Arbeit für geringere Delikte und Verbannung und sogar Hinrichtung für die schwereren Verbrechen. Sie hatten Einrichtungen, die wir Gefängnisse nennen würden, aber sie dienten nur zum vorübergehenden Inhaftieren des Verbrechers, bis er körperlich bestraft werden konnte, bis er Arbeiten verrichten konnte um Wiedergutmachung zu leisten, womit er auch seine Würde wieder erlangen konnte...oder in schweren Fällen wurde er entweder verbannt oder hingerichtet.

 

Es waren die Quäker, die dies alles änderten. Es waren die Quäker, die in Pennsylvania Gefängnisse einführten. Und das erste Gefängnis in Amerika war das "Walnut Street Jail" und um das Jahr 1790  führte das Rechtswesen Haftstrafen ein. Sie nannten sie Zuchthäuser, weil sie dachten, wenn man die Leute dort einsperrt, würde sie Reue zeigen -eine wirklich schlechte Idee. Heute wissen wir, dass es nicht funktioniert, es war eine wirklich schlechte Idee. Wir haben die höchste Gefangenenrate in der Welt und dennoch die höchste Kriminalitätsrate. Gefängnisse sind ein wirkungsvolles Mittel, noch mehr Kriminalität und Unmoral zu entwickeln. Wie ein Autor sagt: "Das amerikanische Strafvollzugssystem ist unbiblisch, unmenschlich, unwirksam, erfolglos und idiotisch!“ Die neuste Statistik, von der ich hörte, belegt, dass wir von 500 Menschen 25 wegen eines Delikts bestrafen. Und in Gefängnissen gibt es keine Möglichkeit der Wiedergutmachung. Im Alten Testament, Exodus 21 und 22, konnte ein Dieb arbeiten, um das, was er gestohlen hatte, zurückzugeben. In Deuteronomium 25 bekam jemand, der ein Verbrechen begangen hatte, 40 Peitschenhiebe und konnte dann gehen. Das ist nur eine Anmerkung. Gott setzt Obrigkeit ein, um zu bestrafen, aber auch, um für eine Möglichkeit der Wiedergutmachung zu sorgen. Die Obrigkeit hat ein Recht zu bestrafen. Wenn menschliche Autoritäten Gesetzesbrecher bestrafen, heißt Gott diese Strafe gut, weil Gott sich zusätzlich noch mit dem Verbrecher befassen wird. Die Mittel der Bestrafung sind demnach menschlich, menschliche Autoritäten, aber der Ursprung der Strafe ist göttlich.

 

Wenn man diesen Zerfall sieht -Böses bleibt ohne Strafe, Verbrecher kommen ungestraft davon, wenn es keine Möglichkeit der Wiedergutmachung und eine Wiederherstellung der Würde gibt, bedenkt man zudem die vielen zerrütteten Ehen und eine Kirche, die vom Glauben abfällt -alle Einrichtungen Gottes werden verletzt, gewaltsam verletzt, das alles bedeutet das Ende einer Gesellschaft. Und ihr schaut dem zu. Politisieren wird das nicht ändern, nur das Evangelium kann Menschen ändern und veränderte Menschen können die Gesellschaft verändern. Obrigkeit ist von Gott. Zu rebellieren bedeutet, Gott zu widerstehen. Gott zu widerstehen bringt Strafe.

Lasst mich euch einen vierten Beweggrund für die Unterordnung geben. Die Regierung dient der Eindämmung von Schlechtigkeiten...Römer 13:3 folgend " Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser..."

Dies hängt ganz offensichtlich eng mit dem letzten Satz zusammen, 'Herrscher sind nicht die Verursacher von Schrecken,' 'phobos', von dem wir 'Phobie' ableiten. Ihre Aufgabe ist es nicht, uns in Angst zu versetzen. Sie bewirken nicht Angst für gutes Verhalten, sondern für schlechtes. Obrigkeit dient der Eindämmung von Schlechtem. Und Obrigkeit ist kein Grund Angst zu haben für die, die sich gut verhalten, sondern nur für die Schlechten. 

 

Herrscher...ein Schlüsselwort...'archontes' -wir haben nichts von unseren Herrschern zu befürchten, wenn wir das Gesetz befolgen. Du magst sagen: Nun, ist das Gesetz so universell, dass jeder weiß, was gut ist und was schlecht ist? Ja. Ja? Aber nicht jeder glaubt der Bibel, nicht jeder hat eine Bibel? Ja, denn gemäß Römer 2:14, 15 heißt es 'Sie haben das Gesetz Gottes geschrieben'...wohin?... In ihre Herzen und sie haben ein Gewissen, das sie entweder anklagt oder entschuldigt.' Es ist menschlich, ein grundlegendes Empfinden für Moral zu haben...es ist menschlich. Und das zeigt sich auch in den universellen Gesetzen auf unserem ganzen Planeten. Jeder, sogar ein Ungläubiger, versteht selbstverständlich grundlegende Moralvorstellungen durch natürliches Offenbarwerden, durch den Verstand, durch allgemeinen Anstand. Überall haben Herrscher eine grundlegende Vorstellung von Moral, die gottgegeben ist, die die Gesellschaft überall als richtig ansieht. Wenn eine Person den Gesetzen des Landes gehorcht und tut, was richtig ist, gibt es keinen Grund, sich zu fürchten. Menschen, die randalieren, Menschen, die die Gesellschaft terrorisieren, die sich so verhalten wie diese Menschen in Ägypten, haben allen Grund sich zu fürchten. Wenn man dem Gesetz nicht gehorcht, wenn man das Gesetz in seine eigenen Hände nimmt, sollte man Angst haben, denn das, was die Macht, Böses aufzuhalten funktionieren lässt, ist schnelle Bestrafung...schnelle Bestrafung. Das Alte Testament erzählt uns, wie diese Bestrafung aussehen soll. Gemäß Deuteronomium 19, im Abschnitt Vers 13 bis 20 wird gesagt, sie soll ohne Mitleid vollzogen werden. Gemäß Deuteronomium 13: 6-11 soll die Strafe ohne Voreingenommenheit (ohne Ansehen der Person, a.d.Ü.) vollzogen werden. Und gemäß Deuteronomium 25:2 soll es sofort geschehen...ohne Mitleid, ohne Voreingenommenheit und ohne zu warten.

 

Diese Art von Strafe wird vor Verbrechen abschrecken.  Diese Art von Strafe wird den Herzen von Übeltätern Angst einflößen, nicht die Strafe, die drei Jahre später kommt, vier Jahre später, zehn Jahre später, fünfzehn Jahre später oder nie. Aber wenn du dem Gesetz gehorchst, hast du nichts zu befürchten. Was macht nun ein Christ in einer Gesellschaft wie der unsrigen? Wir gehorchen, wir ordnen uns unter und haben dann auch nichts zu befürchten von den Machthabern. Übrigens, der Mann, der das schrieb (Paulus, A.d.Ü.), wurde schlecht von der Obrigkeit behandelt. Er wurde unschuldig ins Gefängnis gesperrt. Er wurde unschuldig geschlagen. Er wurde unschuldig ausgepeitscht, er wurde äußerst schlecht behandelt. Aber das Prinzip hat immer noch Gültigkeit. Und wenn Verfolgung kommt, schlagen wir nicht mit Waffen zurück, schlagen wir nicht mit kriminellem Verhalten zurück. Petrus sagt "Du vertraust deine Seele einem treuen Schöpfer an und du akzeptierst, was kommt." Es wird Regierungen geben, die Menschen verfolgen. Unsere ist noch nicht soweit, aber auch wenn es so kommt, werden wir keine Waffen gegen die Regierung erheben.

 

Nummer fünf in der kleinen Liste zu den Gründen für die Unterwerfung unter die Obrigkeit -und da ist viel, das ich überspringe aber im Laufe meiner Rede abhandeln werde, aber das reicht, damit ihr euch ein Bild machen könnt. Die Obrigkeit dient aber auch...lasst uns die gute Seite betrachten. Wir sagten, dass ihre Aufgabe die Eindämmung des Bösen ist, aber hier ist auch etwas Positives -die Regierung dient dazu, Gutes zu fördern. Wir gehen noch einmal zurück zu Römer 13:3. Möchtest du keine Angst vor der Obrigkeit haben? "Tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen! Denn sie ist Gottes Dienerin zu deinem Besten."

Du möchtest furchtlos sein? Tue was Recht ist. Tue Gutes. Genau das hatte der Apostel Paulus auf dem Herzen in 1. Timotheus 2:1,2 "So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit."

Die Aufgabe der Obrigkeit ist, Schlechtes einzudämmen. Das ist ihre vorrangige Aufgabe. Das ist die durch die Bibel gegebene, bevollmächtigte Aufgabe für Obrigkeit, nämlich das Unrecht zu bekämpfen. Aber es ist auch etwas Positives daran. Tue was gut ist (agathon), aus dir heraus gut und du wirst Lob von ihnen davontragen. Das ist, was Petrus sagte, wie ich zuvor schon zitiert habe aus 1. Petrus 2:14. Du wirst deine Kritiker zum Schweigen bringen, wenn du das tust, was Recht ist.

Wisst ihr, leider ist die "evangelische Christenheit" kurz davor, dieses Zeugnis zu verwirken. Oh, wir haben noch keine Revolution auf den Straßen begonnen, aber es kommen von den evangelikalen Christen, und das schon seit einiger Zeit, endlose ausfällige Tiraden über die Regierung... über den Präsidenten...über den Kongress, den Senat, überführende Regierungsmitglieder und sogar über Kommunalpolitiker.

 

Sie treffen Vorsorge zu unserem Schutz. Sie sorgen für unsere Sicherheit, wenn wir uns angemessen verhalten. Und unsere Verantwortung ist, egal unter welcher Regierung, ein ruhiges und friedliches Leben zu führen, welches, so Paulus, uns ein gutes Ansehen verschaffen wird und Petrus sagt, es wird denen den Mund schließen, die uns kritisieren wollen. Wenn wir also nicht ein stilles, ruhiges, friedvolles Leben führen, mit einer Haltung der Unterordnung unter die, die über uns stehen und für ihre Rettung beten, verwirken wir diese Zusage. Das Schlimmste, was gläubigen Christen passieren kann ist, von der Obrigkeit als ihre Feinde wahrgenommen zu werden. Lasst mich euch etwas sagen. Die Menschen, die unsere Regierung führen, sind nicht unsere Feinde, sondern unser Missionsfeld. Was würdest du mit diesem Missionsfeld tun? Das letzte, was du tun willst wäre, sie gegen dich aufzubringen.

Genau genommen und das wird euch umwerfen, werden Menschen in einer Machtstellung gleichgesetzt (Vers 4) mit Dieners Gottes. Diener Gottes? Genau das ist richtig, denn sie arbeiten in einer göttlichen Einrichtung -der Regierung. Sie kennen Gott vielleicht gar nicht, aber sie arbeiten als von Gott Delegierte und sorgen für einen öffentlichen Zustand des Wohlergehens und ziviler Ruhe. Ich sage euch jetzt etwas. Das zeigt, wie weit die muslimische Welt von Gott entfernt ist. Ihre Agenda ist, die ganze Welt zu terrorisieren, durcheinanderzubringen und zu zerstören. Wir wissen, woher das kommt, es ist Satans Agenda. Daher tun wir alles dafür, Frieden zu halten, die Regierung zu unterstützen, beispielhafte Bürger zu sein, gut zu sein. Hier ein weiteres Zitat von Robert Huldane: "Die Einsetzung bürgerlicher Regierungen ist eine göttliche Fügung der Gnade und ihre Existenz ist so unverzichtbar, dass, wenn sie in einer Form aufhört zu existieren, sie sich wieder bildet in einer anderen Form." Wenn du dich jemals darüber wunderst, wie verdorben der Mensch ist, dann schau dir ungezügeltes Verhalten an. Wie lange würde es ohne Polizei und Regierung dauern, bis das Leben in dieser Stadt in tödlichem Chaos versinken würde? Das ist das menschliche Herz. Huldane sagt: "Die Welt seit dem Sündenfall, als die Herrschaft eines Teils der menschlichen Rasse über eine andere sofort eingeführt wurde, war in einem solchen Zustand des Verderbens und der Sittenlosigkeit, dass es ohne ein machtvolles Hindernis in Form einer bürgerlichen Regierung, die sich den selbstsüchtigen und bösartigen Leidenschaften der Menschen entgegenstellt, besser wäre, unter den Tieren des Waldes zu leben als in einer menschlichen Gesellschaft. Sobald die Beschränkungen aufgehoben sind, zeigt der Mensch seinen wahren Charakter. Sobald die Beschränkungen aufgehoben werden, zeigt der Mensch seinen wahren Charakter."

Ferner sagt Haldane, "Als es keinen König in Israel gab und jeder das tat, was in seinen eigenen Augen richtig war, nachzulesen in den drei letzten Kapiteln des Buches Richter, hatte das schreckliche Folgen." So trägt Paulus sein Beweismaterial zusammen. Wir unterwerfen uns der Obrigkeit, weil Gott die Quelle der Obrigkeit ist. Zu rebellieren, ist Gott zu widerstehen. Gott zu widerstehen bringt Gericht. Und Obrigkeit dient der Eindämmung des Bösen und der Förderung des Guten.

 

Noch zwei Dinge. Nummer sechs, Herrscher haben die Macht von Gott, strenge Strafen zu verhängen. Wenn du etwas Schlechtes tust, siehe Vers 4 (Römer 13), ..."fürchte dich, denn sie -gemeint sind Regierung, Autoritäten, Herrscher,  Regierungsbehörden -trägt das Schwert nicht umsonst, Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der Böses tut." Hört zu, bürgerliche Regierung ist kein Festumzug. Sie ist nicht nur ein Symbol. Sie äußert nicht nur verbale Drohungen. Obrigkeit hat die Macht, Leben zu nehmen. Sie muss diese Macht haben. Sie muss diese höchste kontrollierende Macht haben und Genesis 9:6 sagt: "Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden." Todesstrafe, so sagt Genesis, für Mord. Jesus sagt in Matthäus 26:52 "...denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." Und damit bestätigt er die Todesstrafe. Und Paulusbestätigt dasselbe in Apostelgeschichte 25:11, wo er über Vergehen spricht, die den Tod verdienen. Paulus bestätigt, was Jesus sagt, Jesus bestätigt die Offenbarung Gottes lange zuvor in Genesis.

Diese staatliche Einrichtung, dieser Herrscher, dieser eine, der die Macht der Regierung ausübt, ist der Diener Gottes und er übt Rache aus, indem er seinen Zorn auslässt über dem, der Böses tut. Die Todesstrafe entspricht dem Willen Gottes und der Henker ist der Diener Gottes.

Robert Culver schreibt: „So unerfreulich auch die Aufgabe des Gefängniswärters, der Gebrauch der Peitsche, die Zelle, der Galgenstrick und die Guillotine sind, so stehen diese Dinge hinter der Stabilität einer zivilisierten Gesellschaft und sie stehen zwangsläufig dort, weil Gott es mehr in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit sieht, als mit einer abgefallenen soziologischen Meinung“.

 

Die Obrigkeit mit ihren Zwangsmaßnahmen ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit, aber eine, die vom Schöpfer bestimmt ist und nicht durch die statistische Aufstellung einer Universität oder einer sozialen Forschungsgruppe. Und wenn eine Gesellschaft die Verbindung mit der Erbärmlichkeit des Menschen verliert und sich von Strafe zurückzieht, trägt sie zu ihrem eigenen Tod bei. Im Kontext von Römer 12 und 13 zeigt sich, dass die Rache, die dem einzelnen Individuum verboten ist...erinnert ihr euch an das Ende von Römer 12?...Rache ist dem einzelnen Menschen verboten, sie ist jedoch der Regierung erlaubt als Dienerin Gottes. Wir können Gott für die Einrichtung von Regierungen danken. Obwohl die schlimmste von ihnen uns vielleicht enttäuscht oder sogar verfolgt, aber ohne Regierung würden wir uns gegenseitig abschlachten. Und wenn diese Art der Strafe nicht vollstreckt wird, kommt es zu Blutschuld. Erinnert euch, nachdem Kain Abel getötet hatte, sagt die Schrift, dass Abels Blut von der Erde zu Gott schrie. Viele Texte der Schrift zeigen das. Gott verlangte die Todesstrafe, um das Leben zu erhalten. In 4. Mose 35:33 heißt es: "Ihr sollt das Land nicht entweihen, in dem ihr euch befindet! Denn das Blut entweiht das Land; und für das Land kann keine Sühnung erwirkt werden wegen des Blutes, das darin vergossen worden ist, außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat."

 

Eine Volk von Mördern hat ungesühntes Blut, das nur gesühnt werden kann durch den Tod dessen, der das Blut vergossen hat. Die Folgen davon in der Verbrecherwelt sind gewaltig, denn tausende Menschen sitzen in den Todeszellen, sogar noch mehr. Die Folgen für diejenigen, die ungeborene Kinder abgeschlachtet haben, sind hingegen unüberschaubar. Nichts zeigt so deutlich den moralischen Bankrott unserer Gesellschaft als der Zusammenbruch in Bezug auf die Heiligkeit des Lebens und die Schnelligkeit der Todesstrafe für die, die ein Leben genommen haben. Und nebenbeigesagt, ist es nicht ungewöhnlich, dass Leute, die gegen die Todesstrafe sind, genau dieselben sind, die Abtreibung unterstützen oder Wale und Laborratten retten wollen? Pazifismus wird keine Unterstützung vom Neuen Testament erhalten. Huren wird befohlen, nicht mehr zu sündigen, aber Soldaten werden nicht aufgefordert, die Armee zu verlassen, wenn sie sich Christus zugewandt haben...genau wie Polizisten.

 

Es gibt abschließend einen siebenten Grund, sich der Obrigkeit zu unterwerfen.    Römer 13 Vers 5: ...darum ist es notwendig, sich unterzuordnen wegen all der Gründe, die ich euch genannt habe und ich füge einen dazu "nicht allein um des Zorngerichts, sondern auch um des Gewissens willen." Wisst ihr, das Bewusstsein, am Ende des Tages richtig gehandelt zu haben, kommt daher, dass Gott dir sagt, was recht ist, aber der Nutzen davon, richtig zu handeln ist...was?...ein reines Gewissen. Ich fuhr heute mit Patricia durch unser Viertel, um nach dem Gottesdienst eine sterbende Frau zu besuchen. Aber wir konnten das Haus nicht finden. Und da saß ein Polizist in seinem Wagen auf der kleinen Seitenstraße. Wir fuhren an ihm vorbei, drehten um und fuhren wieder an ihm vorbei. Wir drehten sogar um und fuhren direkt an ihm vorbei und ich sah ihn...hatte ich Angst? Nein, ich hätte gerne mit ihm gesprochen und seine Hand geschüttelt und ihm für das gedankt, was er tut. Ich habe nichts zu befürchten. Wisst ihr, man kann auf diese Art freudig leben, nicht wahr? Ihr wisst, dass ihr freudig leben könnt, oder? Das ist ein Teil des Friedens, in dem ein gehorsamer Gläubiger lebt. Nun, habt ihr es verstanden?

Ich habe noch eine Sache, die ich euch sagen muss, aber ich werde euch einige Wochen Zeit geben während ich weg bin und dann werde ich wiederkommen und euch erzählen, warum ihr eure Steuern zahlen müsst, warum...das kommt in den Versen 6 und 7.

 

Abschlussgebet:

Herr, danke für den Tag, den Du uns gegeben hast, wir danken Dir fortwährend. Wir können nicht aufhören, Dir zu danken. Danke für den Reichtum und das Wunder Deines Wortes, das uns an Stellen führt, die wir nie erwartet hätten und uns Wege führt, an die wir niemals zuvor gedacht hätten. Es ist einfach eine heilige Freude, dies zu tun.

Es ist Segen über Segen. Es gibt nichts Wichtigeres, nichts Wundervolleres als Deine Wahrheit, die über unsere Erkenntnis strömt und unsere Herzen und unser Bewusstsein erbaut. Wir wollen Bürger sein, die Christus Ehre machen. Wir vertrauen dir. Was auch immer geschieht, es entspricht deinem perfekten, souveränen Plan und wir wollen so leben, wie die Schrift es uns sagt. Zugleich aber wollen wir auch in unserer Kultur dem Bösen die Stirn bieten. Wir wollen unsere Freiheit dazu benutzen, das Evangelium zu verbreiten. Wir wollen alles dafür tun, was wir können, weil wir in einer Demokratie leben, um die besten Lebensbedingungen hervorzubringen, die die Menschen in dieser Gesellschaft zufrieden macht, den besten Anstand und die Schönheit des Lebens. Aber vor allen Dingen wollen wir für das Evangelium leben, unter welchen Umständen auch immer und es gibt ganz sicher Menschen an vielen, vielen Orten der Welt, die es so viel schlechter haben als wir und dennoch siegreich in Christus leben und voller Freude unter Verfolgung sind.

Lasst uns gehorsam sein, um die Kritiker zum Schweigen zu bringen durch unser friedvolles, ruhiges und demütiges Leben.

Danke, dass Du uns die Möglichkeit gibst, die Tür zum Evangelium zu öffnen. Danke für die gemeinsame Zeit heute, sie hat uns mehr als wir ausdrücken können, bereichert. Du bist stets gut zu uns und diese Güte fließt aus Deinem Wort und der Freude über die brüderliche Gemeinschaft. Segne nun auch unsere Gemeinschaft in Jesu Namen. Amen.

 

  

Quelle: Dr. John MacArthur/DER RUF Redaktion & Übersetzungen Viktoria Beelitz ©

(Die Bibelzitate entstammen der Schlachter 2000, A.d.Ü = Anmerkung der Übersetzerin)

 


 

Sehr empfehlenswert zu diesem Thema, ist auch die aktuelle zweiteilige Predigt von Wolfang Nestvogel, mit dem Titel: Der Christ und sein Staat

 

Der Christ und sein Staat, Teil I

Der Christ und sein Staat, Teil II

 

 

www.evangeliums-botschaft.de

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