und

Wachsamkeit in der Endzeit!

19.12.2015

Was bereits für den letzten Beitrag galt, trifft auch auf diesen zu, wieder ist der Ausgangspunkt ein Aspekt aus der Endzeitrede des Herrn. Dieses Mal ist es das Gleichnis von den 10 Jungfrauen und zwar insbesondere die damit verbundene Aufforderung zur Wachsamkeit. Jesus spricht in diesem Gleichnis von der Zeitepoche, die Seinem zweiten Kommen, also Seiner Wiederkunft, unmittelbar vorausgehen wird und zeigt dabei, was die Menschen dieser Generation besonders charakterisieren wird. Doch um nicht zu viel vorweg zunehmen, kommen wir nun zu dem Gleichnis, das Jesus wie folgt erzählt:

Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht. Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen! Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen! Aber die klugen antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst!  Während sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen. Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf!  Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht! Darum wacht! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird (Mt 25, 1-13).

Wir haben in diesem Gleichnis eine Personengruppe von Namenschristen und echten Christen. Falsche Bekenner und Wiedergeborene. Doch wer nun denkt, die einen seien die Wachsamen und die anderen die Schläfrigen, der muss sich verwundert die Augen reiben, denn im Gleichnis sehen wir, dass alle schläfrig wurden. Aber nicht nur das, alle sind, nach dem sich das Kommen des Herrn verzögert hat, eingeschlafen. Sowohl die wahren Kinder Gottes, als auch die falschen Bekenner, waren somit alles nur nicht wachsam. Hier stellt sich die Frage, ob es für uns, die wir in der Endzeit leben, eine eindringlichere Mahnung zur Wachsamkeit geben kann? Schließlich wird nicht nur gesagt, dass alle müde wurden, sondern dass alle eingeschlafen sind.
Wenn wir nun noch etwas zurückblenden und uns ansehen, was Jesus unmittelbar vor diesem Gleichnis in Bezug auf die Endzeit sagte, wird es sogar noch drastischer. Da sprach ER nämlich davon, dass die Menschheit in dieser Zeitepoche so gottlos sein wird, wie in den Tagen Noahs (vgl. Mt 24,37-39). Noahs Zeitgenossen wollten das bevorstehende Gericht nicht wahrhaben. Sie waren der Meinung, weder Rettung, noch Arche nicht nötig zu haben. Sie hielten sich für viel zu gut, als dass Gott sie richten würde. Noah war für sie ein Endzeitfanatiker. Wozu eine Arche, wozu Rettung? Es gibt doch gar kein Gericht. Und Sünde - was ist das? Schuld - was ist das? Es gibt doch gar keinen verbindlichen Maßstab, jeder macht was ihm gefällt und das ist gut. Wichtig ist nur, dass man sich selber liebt und sich selbst verzeihen kann, denn Ziel des Lebens ist letztlich die Selbstfindung und die persönliche Selbstverwirklichung und das Maß aller Dinge ist natürlich der Mensch oder sollte ich sagen, das eigene Ich? Aus diesem Grund spricht der moderne Theologe unserer Tage auch nicht mehr von Erlösung, denn schließlich ist der Mensch ja im Kern so gut, dass Gott den roten Teppich für uns ausrollen muss.

Doch entspricht diese Einstellung nicht genau der Schläfrigkeit, vor der Jesus gewarnt hat? Alle sind sorglos und unbekümmert und sollte doch mal jemand von Gewissenbissen geplagt werden, dann findet sich schnell der Theologe, der versichert, dass alles gut wird. Ja, es gibt viele in unseren Tagen, die Beruhigungspillen verteilen, doch nur wenige, die zur Wachsamkeit mahnen. Es ist wie in dem Gleichnis von den 10 Jungfrauen, alle sind eingeschlafen und genau aus diesem Grund schreibe ich diese Zeilen und behaupte, wenn Jesus sagt, dass in der Endzeit alle schläfrig werden und schließlich sogar einschlafen, dann gelten uns allen die Worte: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten! (Eph 5,14).
Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, brauchen wir alle diese Erleuchtung und dies umso mehr in unserer dunklen Zeit, in der keine festen Werte mehr gelten. Gerade in unseren Tagen kann man überhaupt keine Orientierung mehr haben, wenn man sich nicht an die Worte des Apostels Petrus hält, der sagen konnte: Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen (2.Petr 1,19).
Wenn man das macht, also wenn man wirklich auf das prophetische Wort achtet, dann kann man nur zu dem Schluss kommen, dass wir in der Endzeit Leben. Denn das was Jesus in Bezug auf die Endzeit gesagt hat, ist genau das, was wir erleben und zwar auf allen Ebenen. Das heißt, sowohl im politischen Weltgeschehen, als auch innerhalb dessen, was sich christliche Kirche nennt.

Natürlich sollte es uns nicht verwundern, wenn diese Welt immer weiter abdriftet, schließlich hat sich die Menschheit ja von ihrem Schöpfer losgesagt und lebt in der trügerischen Illusion, ohne Gott besser klar zu kommen. Doch was am meisten erschüttert, ist die traurige Tatsache, dass sich das Mainstream-Christentum nicht mehr von der gefallenen Welt abgrenzen will. Mit dem Ziel die Welt erreichen zu wollen, hat man biblische Grundsätze verworfen. Anstatt sich vom Geist der Wahrheit leiten zu lassen, hat man sich dem Zeitgeist verschrieben. Man will immer “in“ sein, immer im Trend sein und auf keinen Fall irgendwo anecken. Statt ein Kontrast zur Welt zu sein, statt Salz und Licht zu sein, ist man allenfalls eine schlechte Kopie der Welt, weil man immer zeitversetzt allem hinterher hechelt, was die Welt an Neuem zu bieten hat. Was auch immer in der Welt angesagt ist, man muss nicht lange warten, bis die christliche Version davon herauskommt. Statt die rettende Botschaft vom Kreuz zu verkündigen, fühlt sich das moderne Christentum eher dazu berufen, die Welt zu unterhalten. Nicht mehr Christus, der Gekreuzigte ist der Mittelpunkt, sondern der Mensch und dessen Selbstdarstellung. So ist man dann auf den Beifall der Welt aus, will immer beliebt und angesagt sein und oberstes Gebot scheint es zu sein, unter keinen Umständen gegen die „political correctness“ zu verstoßen. Daher darf Jesus Christus auch nicht als der verkündigt werden, der ER ist: Der Weg, die Wahrheit und das Leben. Es darf nicht gesagt werden, dass ER der einzige Weg zum Vater ist, sondern allenfalls, dass ER einer von vielen Wegen sei. Ohnehin will sich das Mainstream Christentum unserer Tage nicht so wirklich positionieren oder festlegen, am besten man drückt sich immer recht unverbindlich aus, um es ja allen Recht zu machen. Stromlinienförmig mit dem postmodernen Zeitgeist, will man auch keine Wertung vornehmen. Während das Wort Gottes klar abgrenzt zwischen Gut und Böse, zwischen Heilig und Unheilig, zwischen Licht und Finsternis , zwischen Errettet und Verloren, will man alles, als gleichwertig stehen lassen. Eine Wertung oder gar eine Abgrenzung von Irrtümern und falschen Lehren findet daher kaum noch statt, denn wer hat das Recht, irgendetwas als falsch oder richtig zu bezeichnen?

Wer dennoch auf die abwegige Idee kommt, irgendetwas infrage zu stellen, wird schnell durch die Worte:„Du sollst nicht richten!“, in die Schranken gewiesen; gerade so, als ginge es beim christlichen Glauben ausschließlich darum, zu allem „Ja und Amen“ zu sagen. Aussagen wie „prüft die Geister, ob sie aus Gott sind" (1.Joh 4,1), sowie die vielen Warnungen vor Verführung werden ignoriert. Doch wie eingangs gesehen, ist es gerade das, was die Endzeit kennzeichnen wird. Es wird eine Zeit sein, in der alle schläfrig werden und zuletzt sogar einschlafen. Aus diesem Grund finden wir an unzähligen Stellen die Mahnung zur Wachsamkeit. Wir dürfen nicht auf die falschen Propheten hören; weder auf jene, die sich auf neue Offenbarungen berufen, noch auf die Vielzahl der liberalen Theologen, die in Wahrheit Feinde des Kreuzes sind (Phil 3,18). Sattdessen bedeutet Wachsamkeit auf das Wort Gottes zu achten. Nicht Menschenwort, sondern Gottes Wort muss die höchste Autorität über unserem Leben haben. Nur wenn dies der Fall ist, sind wir wahrhaftige Nachfolger des Herrn Jesus Christus.
Wenn wir uns hingegen nahtlos in das Mainstream Christentum unserer Tage einreihen, dann sind wir einer großen Illusion aufgesessen. Einer Illusion, in der man glaubt, man könne Jesus als Retter annehmen und dennoch Herr des eigenen Lebens bleiben. So als wäre es eine Zusatzoption Jesus auch die Herrschaft über unserem Leben zu geben. Doch Christus lässt sich nicht teilen, wenn ER nicht unser Herr ist, dann ist ER auch nicht unser Retter. Da aber gerade diese Denkweise in unserer Zeit so weit verbreitet ist, halten sich viele Menschen für gläubig, doch die Wahrheit ist, dass Jesus all jenen, die nur „Herr, Herr“ sagen, aber nicht nach dem Willen des Vaters leben, am Tage des Gerichts sagen muss: „Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht! (Mt 25,12; vgl. Mt 7,23).

Und je mehr solcher Pseudo-Christen unterwegs sind, je mehr wird der Weg der Wahrheit verlästert (vlg. 2.Petr 2,2). Je mehr nur noch diese „billige Gnade“ gelehrt und gelebt wir, je unwahrscheinlicher ist es, dass ein Weltmensch von Sünde überführt wird, schließlich sieht er ja jene, die sich als Christen bezeichnen, genau dasselbe oder gar noch Schlimmeres tun. So ist letztlich das, was der Durchschnittsbürger vom Christentum mitbekommt, ein weltlich, angepasstes, Gutmenschen-Christentum, das an Oberflächlichkeit kaum noch zu überbieten ist. Nein, diese Form von Christentum sorgt sicher nicht für ein Umdenken oder Aufwachen, sondern im Gegenteil, dieses Christentum scheint seine einzige Aufgabe darin zu sehen, Beruhigungspillen zu verteilen. Hier sind die Weltmeister der Beschwichtigung vereint, die den Vorbildern des falschen Prophetentums, das uns bereits im Alten Testament begegnet, in nichts nachstehen. Sünde wird nicht mehr beim Namen genannt, nein im Gegenteil, sie darf im Wortschatz des modernen Theologen gar nicht mehr vorkommen. „Friede, Friede“ das ist die Hauptbotschaft (vgl. Jer 6,14, 8,11). Gott will helfen, ER will heilen, ER hat einfach das Helfersyndrom und IHM ist es egal wie wir leben, ER will nur unsren Wohlstand, unsere Gesundheit und ob wir auf Seine Gebote achten, ist völlig nebensächlich. Gott will, dass wir uns selbst lieben, dass wir uns selbst verwirklichen und IHM ist egal, was oder wenn wir anbeten. So sieht sie im Grunde aus, unsere moderne Theologie. Und genau diese Art des Glaubens, hat die Bibel für die Endzeit prophezeit (vgl. 2.Tim 3,1-5). Nur das es eben nicht der Glaube der wahren Gemeinde ist, die in Gottes Wort als die Braut des Lammes bezeichnet wird (Offb 21,9), sondern der Glaube der anerkannten prunkvollen Kirche, die in der Offenbarung, als die die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde (Offb 17,5) bezeichnet wird und die innerhalb der Ökumene alle ihre Töchter unter ihrem Dach vereinen will. Viele gutgläubige Christen merken in unseren Tagen leider nicht, dass sie sich vor den Karren der Ungläubigen spannen lassen, sie merken nicht, dass sie in Wahrheit gar nicht der Sache Gottes dienen. Sie setzten sich ein für den Dialog mit anderen Religionen und sind begeistert wenn zum gemeinsamen Gebet mit Moslimen aufgerufen wird.

Man stelle sich mal vor, der Prophet Elia hätte zum gemeinsamen Gebet mit den Baalspriestern aufgerufen – undenkbar! Kann man Gott noch mehr zum Zorn reizen, als es unsere Kirchenführer tun? Man meint Bibelworte wie: Denn du darfst dich vor keinem andern Gott anbetend niederwerfen; denn der HERR, dessen Name "Eifersüchtig" ist, ist ein eifersüchtiger Gott (2.Mo 34,14), seien nicht zeitgemäß, gerade so, als hätte sich Gott geändert. Doch wo steht das? In meiner Bibel steht das nicht, in meiner Bibel steht das Gegenteil, da heißt es: Nein, ich, der HERR, ich habe mich nicht geändert (Mal 3,6). Nun, warum sollte sich Gott auch geändert haben? ER ist vollkommen, ER ist allwissend und ER ist allmächtig. Und wenn ER in Seinem Wort erklärt, dass es keine Vergebung gibt ohne Blut vergießen (Hebr 9,22) und wenn ER in aller Deutlichkeit sagt, dass ER nur das Opfer annimmt, das Jesus Christus am Kreuz von Golgatha verbracht hat (vgl. Hebr 10,4-10) und dass nur in Seinem Namen das Heil zu finden ist (Apg 4,12), wer gibt dann jenen theologischen Vertretern, die das Gegenteil behaupten, die Legimitation? Sie geben vor in Gottes Namen zu handeln, doch sie widerstehen dem Heiligen Geist und reden im Geist des Antichristen (vgl. 1.Joh. 4,3). Der Christus, den sie verkünden, ist ein anderer Jesus, und das Evangelium das sie verbreiten, ist ein anderes Evangelium (Gal 1,6-9; 2.Kor 11,4).

Man kann zwar zu Weihnachten schön die traditionellen Weihnachtslieder anstimmen. Doch wie passt es zusammen, wenn Lieder wie beispielsweise: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ gesungen werden, wenn es in der Praxis so aussieht, dass Türen und Tore verschlossen sind, weil man keinen Raum für den Herrn der Herrlichkeit hat. Für IHN heißt es „Zutritt verboten!“ Platz hat man allenfalls für einen Pseudo-Jesus, einen der sich seinen Thron mit Mohamed, Buddha, Gandhi und all den anderen Religionsführern teilt. Mit dem wahren Christus hingegen, der uns in der Schrift als Retter der Welt vorgestellt wird, will man in unseren politisch korrekten Staatskirchen nichts mehr zu schaffen haben. Viel lieber wird im Rahmen einer falsch verstandenen Nächstenliebe, eine Form von Toleranz gelehrt, die zu jedem Kompromiss bereit ist. Dabei gilt es um des Friedens willen, nicht nur alles zu tolerieren, sondern man muss es als gut ansehen und darf keinerlei Wertung vornehmen. Auch Dinge, die in Gottes Wort eindeutig als Sünde bezeichnet werden, dürfen nicht länger als böse oder falsch bezeichnet werden, sondern bekommen selbstverständlich auch den Segen der Kirche. Und wenn es keine Sünde mehr gibt und alle Menschen gut sind, dann ist Christus als Retter überflüssig. Wir haben eine Staatskirche, die sich für die Umsetzung weltlicher Programme und Ideologien einsetzt und manch gutgläubiger Kirchenchrist, nimmt kaum wahr, dass das, was ihm da als Evangelium verkauft wird, überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was wahres biblisches Christentum ausmacht. Es ist dem Namen nach christlich, aber inhaltlich ist es davon so weit entfernt, wie der Nordpol vom Südpol. Man nimmt den Namen Christus in den Mund, aber in Wahrheit hat man Christus längst verworfen und somit ebnet man den Weg für den Antichristen.
Um hier noch einmal auf das bereits erwähnte Weihnachtslied zurückzukommen, stellt sich doch die Frage, ob in unseren Kirchen die Strophe: O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat, nicht eher wie folgt lauten müsste: O weh dem Land, o weh der Stadt, wo man den Herrn verworfen hat?

Denn genau das ist der traurige Zustand in unserem einst „christlichen“ Abendland. Es gibt Parteien, die sich christlich nennen, doch die Bibelverse nur dann heranziehen, wenn sie sich dazu eignen, politische Ziele fromm zu verpacken. Und weil die anerkannten Kirchen staatlich sind, handhabt man es da, wie gesehen, weitgehend genauso. Wer nichts anderes kennt als diese Kirche, der kennt das Evangelium vermutlich nicht und er wird es dort sehr wahrscheinlich auch nicht hören, denn schließlich ist es ja nicht „politisch korrekt“, zu verkündigen, dass Jesus Christus der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen ist (vgl. Tim 2,5). ER ist der einzige Weg zu Gott dem Vater (vgl. Joh 14,6) und wer IHN verwirft, der verwirft auch den Vater (vgl. 1.Joh 2,22-23).
Somit ist es gerade in unsere Zeit unverzichtbar, selbst die Bibel zu lesen, anstatt sich blind auf die Aussagen von Theologen zu verlassen. Dem Großteil von ihnen, ist offensichtlich nicht viel am Seelenheil ihrer Zuhörer gelegen. Bei Jesus ist das anders, IHM liegt sehr viel am Heil unserer Seele, so viel dass ER Sein Leben dafür gegeben hat und genau das unterscheidet IHN von allen anderen Religionsstiftern und allen anderen Weltanschauungen.

Abschließend möchte ich noch festhalten, dass jeder von uns sicher gehen sollte, dass Jesus Christus wirklich sein Herr und Erlöser ist. Wie das Gleichnis gezeigt hat, ist es entscheidend bereit zu sein, wenn der HERR wiederkommt und da niemand den genauen Zeitpunkt kennt, gilt es jeden Tag in dieser Bereitschaft zu leben. Dies umso mehr, wenn wir sehen, dass uns Jesus durch dieses Gleichnis vor Augen stellt, dass es für die Unvorbereiteten keine zweite Chance mehr geben wird, für sie wird die Tür für immer verschlossen sein (V 10; vgl. 1.Mo 7,16). Somit geht es um ein ständiges Vorbereitet sein, auf die Begegnung mit dem Bräutigam Jesus Christus. Daher sollte sich jeder selbst die Frage stellen: Möchte ich bei dem was ich gerade mache oder mir vornehme zu tun, angetroffen werden wenn Jesus wiederkommt? Wird ER mich antreffen, als jemand, der Seinen Willen tut, als jemand, dessen Licht vor den Menschen leuchtet (vgl. Mt 5,16) oder als jemand, dessen Leben in Sünde verstrickt ist? (vgl. Hebr 12,1)Wie im Gleichnis gesehen, kann man sich im Glaubensleben nicht auf andere berufen bzw. an deren Glauben dranhängen. Es funktioniert nicht zu sagen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen! Wenn andere in meinem Umfeld, ein Gott wohlgefälliges Leben führen, kann ich mich nicht auf deren Glauben berufen, vielmehr muss ich sicher gehen, dass mein eigenes Leben mit Gott in Ordnung ist. So möchte ich mit den Worten von Bischof Ryle fragen: Leben wir selbst so, als ob wir für die Wiederkunft Christi bereit wären? Wie gut wäre es, wenn wir diese Frage häufiger unserem Gewissen stellen. Sie könnte uns vor manch einem falschen Schritt in unserem täglichen Leben zurückhalten. Sie könnte manch einem Abgleiten in die Welt vorbeugen. Der wahre Christ sollte nicht nur an Christus glauben und IHN lieben, Er soll auch nach der Erscheinung Christi Ausschau halten und sich nach ihr sehnen. Wenn er nicht aus tiefstem Herzensgrund sagen kann: „Komm, Herr Jesus“, dann muss mit seiner Seele etwas nicht in Ordnung sein.*

 


*Quellangabe: J.C. Ryle, Lukas Band 2, S.268


 

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