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Umgang mit Niederlagen

17.05.2018

 

Freue dich nicht über mich, meine Feindin! Wenn ich auch darniederliege, so werde ich wieder aufstehen; und wenn ich auch im Finstern sitze, so ist doch der HERR mein Licht (Micha 7,8).

 

Wenn wir gefallen sind, fällt es uns oft schwer, wieder auf die Botschaft der Gnade zu hoffen und uns ins Gedächtnis zu rufen, dass der Preis für unsere Schuld und Sünde vollständig bezahlt wurde. Jesus hat eine vollkommene Erlösung erworben. Der Schuldbrief der gegen uns gerichtet war, ist vollständig zerrissen.
Obwohl wir das wider und wider gehört haben, ist es nach einem Fehltritt oft so, dass uns unser Versagen förmlich erdrückt. Wir glauben, es würde nie besser werden mit uns und neigen zu dem Fehldenken, Gott würde ein paar Schnipsel des Schuldbriefs aufbewahren, um letztlich doch noch mit uns abzurechnen. Satan reibt sich vor Freude die Hände, wenn er uns an diesen Punkt gebracht hat. Erst hat er uns eingeredet, dass das Gras außerhalb der göttlichen Ordnungen grüner sei, doch wenn wir darauf reingefallen sind, dann freut er sich über unseren Fall. Dennoch gilt, was in Micha 7,8 geschrieben steht, ein wahres Kind Gottes kann in Sünde fallen, das ist sogar fast unvermeidlich, denn welches Kind hat jemals laufen gelernt, ohne ein einziges Mal zu stürzen? Hier zu denken, ein Sturz wäre das Aus unseres Glaubenslebens, ist eine gemeine Lüge der Hölle. Achten wir auf die Worte des Apostel Johannes: Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist (1.Johannes 2,1).

Satan will uns einreden, wir hätten unseren letzten Kredit bei unserem himmlischen Vater verspielt, und müssten nun selbst für unsere Schuld bezahlen. Doch das ist falsch, unser himmlischer Vater hat am Kreuz abgerechnet. So gibt es keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind (Römer 8,1). Die Schuld ist beglichen, Jesus hat uns zu 100% erlöst; nicht mal 1% unserer Erlösung müssen wir selbst beisteuern. Sein Opfer gilt für die vergangenen Sünden, für die gegenwärtigen und für die zukünftigen.
Wobei wir dies natürlich nicht als „billige Gnade“ sehen dürfen, so als könnten wir leben wie wir wollen und munter darauf lossündigen. Das ist ein Missbrauch der Gnadenlehre. Davor hat bereits der Apostel Paulus. In Römer 6,15 schreibt er dazu:  Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz sind, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!
Aber wenn wir zu Fall kommen, dann dürfen wir wissen, dass ER uns nicht am Boden liegen lässt. ER hat uns zugesagt, alle Tage bei uns zu sein und versichert uns Seine Treue, selbst dann, wenn wir untreu sind. Der Gerechte fällt sieben Mal, doch er steht wieder auf. Unser Gott ist treu.

Es zählt nicht das Leistungsprinzip, wir sind Seine geliebten Kinder. ER hat uns eh und je geliebt, nicht weil wir so gut waren und es verdient haben, sondern weil auch auf uns zutrifft, was Gott einst zu Mose sagte: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich (2.Mo 33,19). ER hat uns zuerst geliebt und diese Liebe ist unwandelbar. Wir sind und bleiben Seine geliebten Kinder, auch dann, wenn wir Fehler machen. Wir dienen IHM weder aus Zwang, noch aus Angst, sondern weil wir IHN lieben. ER hat uns zuerst geliebt, niemand kann uns aus Seiner Hand reißen und wir lieben unsere Glaubensgeschwister, weil wir zur selben Familie gehören.

Amen

 


 

Bibelstellen zum Nachschlagen: Kolosser 2,14; Hebräer 10,14; 2.Timotheus 3,13;

​ Sprüche 24,16; Markus 3,35;  1.Johannes 3,14  

 

Beitragsempfehlung: Ein für alle Mal

 

 

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