und

2. Schonungslose Selbstdisziplin

31.08.2016

„Und wer einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlass zur Sünde gibt, für den wäre es besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde. Und wenn deine Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer. Und wenn dein Fuß dir Anlass zur Sünde gibt, so hau ihn ab! Es ist besser für dich, lahm in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. Und wenn dein Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, "wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt" (Mk 9,42-48).

Im ersten Teil dieser Beitragsreihe haben wir uns überwiegend mit Vers 42 befasst. Wir haben gesehen, dass Jesus solche, die auch nur einen Seiner Geringsten zur Sünde verleiten, aufs Schärfste verurteilt. Ebenso haben wir festgestellt, dass wir selbst unter dieses Urteil kommen, sofern wir andere zur Sünde verleiten. Wenn wir nun der Reihe nach auf die weiteren Verse eingehen, sehen wir daran, dass Vers 43 mit dem Wörtchen „und“ beginnt, wie eng diese Verse miteinander zusammenhängen.
Insgesamt zeigt uns dieser kurze Abschnitt die Abscheulichkeit der Sünde in jeglicher Form und macht deutlich, dass Jesus Sünde niemals tolerieren oder dulden kann. Wenn wir zu jenen gehören, die IHM nachfolgen wollen, müssen wir dieselbe Sicht auf die Sünde haben: Wir dürfen sie in keiner Form dulden, auch wenn manches in den Augen der Welt sehr harmlos erscheint oder gar als normal angesehen wird, so müssen sich Christen bewusst machen: ER hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe (Kol 1,13). Beachten wir hierbei auch die Worte des Apostel Petrus, der die Gläubigen daran erinnert, dass sie dem Verderben, das durch die Begierde in der Welt ist, entflohen sind (2.Petr 1,4); oder wie es Paulus formuliert: Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts (Eph 5,8).
Um als Kinder des Lichts zu wandeln, müssen wir die Worte des HERRN Jesus ernst nehmen. Wir können keinen lockeren Umgang mit der Sünde haben, wir können es nicht pragmatisch angehen, wenn ER uns warnt: „Und wenn deine Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer“ (Vers 43).

Jesus verwendet hier ein sehr drastisches Bild, das unsere volle Aufmerksamkeit verdient. Auch wenn hier nicht die wortwörtliche Umsetzung von uns erwartet wird, ist es keine Übertreibung, wenn Jesus sagt: „Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen!“ Ja, es wäre wahrhaft besser, sich selbst zu verstümmeln, als die Ewigkeit in der Hölle zu verbringen, doch wo finden wir die einarmigen Christen, die dieses Wort in die Tat umgesetzt haben? Es mag gewiss auch einarmige unter den Gläubigen geben, doch ob darunter auch nur einer zu finden ist, der sich den Arm aufgrund dieses Verses selbst abgehauen hat, ist kaum anzunehmen. Somit ist die Frage, stehen alle Christen so weit über der Sünde, dass sie nicht in der Gefahr stehen, sich erneut auf sie einzulassen und zu Fall zu kommen? Wäre dem so, dann wäre die Aufforderung, die uns so leicht umstrickende Sünde abzulegen (Hebr 12,1), ebenso überflüssig, wie die Anweisung: „Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet“ (Eph 4,22).

Wer ehrlich zu sich selbst ist, und zudem mit dem Wort Gottes vertraut ist, wird zugeben, dass diese Aufforderungen keinesfalls überflüssig sind. Christen sind noch nicht am Ziel ihres Weges, sie jagen zwar der Heiligung nach, aber sie haben ihr Ziel noch nicht erreicht; erst wenn wir beim HERRN sind, werden wir vollendet sein. Solange wir noch in unserem sterblichen Leib sind, stehen wir in einem geistlichen Kampf. Der Weg der Nachfolge ist kein Spaziergang, sondern ein geistlicher Kampf und uns muss bewusst sein, dass wir nicht auf Wolken dahin schweben oder auf Rosen gebettet sind, sondern zur Wachsamkeit aufgerufen sind. Wenn sich gewisse Leute für vollkommen und unantastbar halten und meinen, sie seien schon am Ziel, dann sollten sie die Worte des Apostel Petrus beachten, die uns warnen:  Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge (1.Petr 5,8).

Ich bin überzeugt, Jesus hat diese drastische Bild der Selbstverstümmelung verwendet, um uns wachzurütteln. Jesus glich nie den modernen Theologen unserer Tage, die die Existenz Satans leugnen und die Hölle als eine mittelalterliche Vorstellung abtun wollen. Nein, Jesus Christus sprach die reale Gefahr offen an, dass nicht bekehrte Sünder an diesem schrecklichen Ort landen. Allein in diesem kurzen Textabschnitt finden wir eine dreimalige Warnung vor der Hölle. Eine Warnung, die kein geringerer ausgesprochen hat, als der Sohn Gottes. Eine Warnung, die so eindringlich und drastisch ist, dass sie unsere volle Aufmerksamkeit verdient. Ein Warnung, die mit folgenden Worten beginnt: „Und wenn deine Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer“ (Vers 43).

Wie bereits festgestellt, wir müssen uns nicht wortwörtlich selbst verstümmeln, doch wie sollen wir die Worte des HERRN Jesus Christus, dann auf unser Leben anwenden? Wofür steht die Hand und was bedeutete es im übertragenen, geistlichen Sinne, die Hand abzuhauen?
Nun, ich verstehe das Wort so, dass die Hand für eine einmalige Handlung steht. Es geht um einen einmaligen Fehltritt, über den ein Weltmensch wohl großzügig hinwegsehen würde, nach dem Motto „einmal ist keinmal“, oder es mit der lapidaren Begründung rechtfertigen würde, dass es ja nichts Ernstes gewesen sei. Jesus hingegen sieht hier nicht locker darüber hinweg, sondern verurteilt ein solches Verhalten aufs Schärfste. Leider neigen auch Christen dazu, diese Schärfe zu verlieren und sich von der Welt einlullen zu lassen. Statt eine Abscheulichkeit in der Sünde zu sehen, meint man, es nicht ganz so eng sehen zu müssen. Ja, in der Welt wird die Sünde verharmlost, doch nicht nur das, sie wird regelrecht verherrlicht und gefeiert, was ein Beweis dafür ist, dass die Schrift Satan zurecht als den Fürsten dieser Welt bezeichnet (vgl. Joh 14,30). Doch der Fürst der Welt ist auch hinterlistig, oftmals erscheint die Sünde sogar in sehr frommem Gewand. Vielleicht steht am Anfang sogar ein guter Vorsatz. Satan ist sehr raffiniert und er kennt unsere Schwächen. Er weiß, wie er uns zu Fall bringen kann, die Schwachstelle kann bei jedem eine andere sein. Vielleicht ist es Habsucht oder Geiz, vielleicht ist es Tratschsucht und die Neigung Vertrauliches auszuplaudern, oder es ist, womit vielleicht vorwiegend Männer zu kämpfen haben, Unzucht.

Nehmen wir nun das Letztgenannte als exemplarisches Beispiel, wie es ablaufen könnte. Angenommen ich, als verheirateter Mann, sehe eine Anhalterin am Straßenrand. Ich bin allein unterwegs, sehe sie da stehen und mir fällt ein, dass ich noch das ein oder andere Traktat im Handschuhfach habe. Ich entscheide mich anzuhalten und komme mir dabei sehr fromm vor, denn ich tue ja ein gutes Werk, besser ich nehme sie mit, als irgendein gefährlicher Spinner. Außerdem habe ich während der Fahrt ja die Möglichkeit meinen Glauben zu bezeugen und sollte das Gespräch doch anders verlaufen, kann ich ihr, bevor sie aussteigt, ja immer noch ein Traktat mitgeben.
Angenommen es kommt dann alles ganz anders, angenommen sie ist sehr freizügig gekleidet und ich fühle mich irgendwie zu ihr hingezogen. Nehmen wir weiter an, ich will nicht uncool erscheinen und lasse das Thema „Glaube“ erst mal außen vor. Vielleicht reizt es mich dann sogar, sie näher kennen zu lernen und um mir hier nicht gleich alles zu verbauen, erwähne ich nicht, dass ich verheiratet bin. Wir unterhalten uns nett und ich finde sogar Gefallen daran, die ein oder andere zweideutige Bemerkung von ihr zu hören. Ich lasse sie dann auch nicht irgendwo aussteigen, sondern direkt vor ihrer Haustür und anstatt ihr ein Traktat zu geben, tauschen wir Email-Adressen und Handy-Nummern aus.
Nehmen wir an, ich komme zuhause zur Einsicht, dass ich falsch gehandelt habe, mir wird klar, dass ich versagt habe, wie geht es nun weiter, bzw. wie kann ich die Worte des HERRN anwenden?
Wie gesehen, es war eine einmalige Handlung, es begann sogar mit einem guten Vorsatz, doch dann kam alles anders. Wenn mir das zuhause durch die Gnade des HERRN bewusst wird und mich der Heilige Geist von dieser Sünder überführt, kann ich wieder zum HERRN umkehren und IHN um Vergebung bitten, doch entscheidend ist, dass ich an diesem Punkt wirklich radikal umkehre und das bedeutet, konsequent jegliche weitere Verbindung abzubrechen. Dies geschieht aber nicht, indem ich den Zettel, auf dem ihre Kontaktdaten stehen, erst mal irgendwo verstecke, oder falls ich ihre Kontaktdaten bereits gespeichert habe, den Kontakt erst mal nicht zu löschen, so nach dem Motto „solange ich sie nicht anrufe, kann nichts passieren“. Nein, genau an diesem Punkt gilt es für mich, meine Hand abzuhacken. D.h. ich darf mir kein Hintertürchen mehr offen lassen, sondern muss ihre Kontaktdaten komplett vernichten bzw. löschen. Selbst wenn ich versprochen haben sollte, mich zu melden, darf ich keinen Kontakt mehr aufnehmen. Hier bin ich nicht an mein Versprechen gebunden, denn der Sünde gegenüber bin ich zu nichts verpflichtet, außer sie wie die Pest zu meiden. 

Das bedeutet nicht, dass der Christ ab seiner Bekehrung ein fehlerfreies, sündloses Leben führt, doch  es ist, wie Roland Antholzer sehr treffend feststellt, eine Sache, ob man gegen die Sünde ankämpft oder ob man Frieden mit ihr geschlossen hat!“ Im selben Vortrag gab er auch eine sehr anschauliche Begebenheit aus dem Leben des Kirchenvaters Augustinus weiter. Augustinus, der vor seiner Bekehrung als Frauenheld bekannt war, sei nach seiner Bekehrung einer Frau begegnet, mit der er früher eine Affäre hatte; als er sie erkannte wollte er einfach weiterlaufen, doch sie rief ihm zu: „Hallo ich bin’s“. Darauf erwiderte er: „Aber ich bin’s nicht mehr!“, und lief schnell weiter.
Für jeden Nachfolger des HERRN Jesus Christus ist dies, eine sehr lehrreiche Lektion. Der Bruch mit unserem alten Leben muss so konsequent und radikal sein, dass wann immer die Sünde uns locken will, auch wir sagen können: „Aber ich bin’s nicht mehr!“. Paulus schrieb diesbezüglich: „Haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus!“ (Röm 6,11). Und in Judas 23 werden wir aufgefordert, sogar das vom Fleisch befleckte Gewand zu hassen. Das bedeutet, uns konsequent von allem fern zu halten und zu trennen, dass uns zur Sünde verleiten kann.

Um dies praktisch zu veranschaulichen, möchte ich noch einmal auf das Beispiel mit der Anhalterin zurückkommen. Nehmen wir an, ich hätte nicht nur die Kontaktdaten, sondern hätte ein Foto von ihr oder einen Gegenstand, der mich an sie erinnert, dann würde auch hier gelten, alles zu vernichten, was mich an sie erinnert. So radikal und konsequent müssen wir vorgehen, um nicht Gefahr zu laufen, weiter mit dem Feuer zu spielen. Geschieht dies an dieser Stelle nicht oder nur halbherzig, kann aus einem einmaligen Versagen sehr schnell eine Gewohnheit werden, und damit sind wir bei Vers 45, wo Jesus sagt: „Und wenn dein Fuß dir Anlass zur Sünde gibt, so hau ihn ab! Es ist besser für dich, lahm in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden!“
Während die Hand für eine einmalige Handlung steht, sehe ich es so, dass der Fuß dafür steht, dass man generell einen falschen Weg eingeschlagen hat, indem man an einem bestimmten Punkt nachlässig war. Um beim Beispiel von eben zu bleiben, wurde der Kontakt nicht abrupt abgebrochen, sondern im Gegenteil, er wurde intensiviert, bis es zu einer heimlichen Affäre kam.
Anstatt gegen die Sünde anzukämpfen, hat man sich irgendwie arrangiert, und wer sich auf diesem Weg befindet, wird je länger er ihn geht und je häufiger er diese Grenze überschreitet, immer mehr gegen diese Sünde abstumpfen. Wer diesen Weg geht, hat sich mit der Zeit Argumente zurechtgelegt, um sein Verhalten zu rechtfertigen. So sucht er den Fehler irgendwann nicht mehr bei sich selbst, sondern bei seiner Frau; sie ist dann Schuld, dass es so weit kommen konnte, denn sie hat mich vernachlässigt.

Wenn ein Christ auf solch einem Abweg gelandet ist, dann gibt es nur eine angemessene Reaktion und diese lautet, den Fuß abzuhauen, und das ist ein konsequenter Bruch mit diesem falschen Lebensweg. Wie im letzten Beispiel bedeutet es, sich kein Hintertürchen aufzulassen. Ebenso gilt es die Sünde zu bekennen, und zwar zuerst dem HERRN und dann der Ehefrau. Es gibt zwar keine Garantie, ob sie es verzeihen kann, aber die Sache muss bereinigt werden und jegliche Verbindung zur Geliebten muss konsequent abgebrochen werden. Keine Kontaktdaten, keine Fotos und keine Gegenstände, die an sie erinnern. So konsequent und radikal muss man sein, um zu vermeiden, an diesem Punkt wieder rückfällig zu werden. Existiert auch nur ein Foto, ob in Papierform oder auf dem Handy oder auf dem Computer, wird es unser Auge sein, das uns wieder zum Rückfall verleiten wird, und damit kommen wir zu der letzten Warnung, die da lautet: „Und wenn dein Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, "wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt" (Mk 9,47-48).

Da diese Warnung Thema des nächsten Teils dieser Beitragsreihe sein wird, möchte ich an dieser Stelle nur noch zu bedenken geben, dass ein radikaler Bruch auch bedeutet, dem alten Leben nicht hinterher zu trauern oder sich gar selbst zu bemitleiden. In Lukas 9,62 spricht Jesus diesbezüglich folgende Warnung aus: „Niemand, der seine Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes“. Zurückzublicken und in Erinnerungen schwelgen, ist ebenso fatal, wie die traurige Tatsache, dass manche sogar regelrecht mit ihrem früheren Leben prahlen. Ohne Frage, in dieser Welt ist jener ein Held, der den anderen unter den Tisch trinken kann, doch die Schrift warnt: Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfere Männer im Mischen von Rauschtrank (Jes 5,22). Es scheint in dieser Welt einen regelrechen Wettbewerb darin zu geben, wer das größte Sündenregister aufzuweisen hat, je zügelloser und ausschweifender, desto gefragter und angesagter ist man. Wer es mit der Treue nicht so eng sieht, wer keine Party auslässt und bis tief in die Nacht feiern kann, der gilt als obercooler Draufgänger.
Nun, das ist der Maßstab dieser gefallenen Welt, doch wie kann ein Christ, der Dank der Gnade Gottes die Abscheulichkeit der Sünde erkannt hat, und durch das kostbare Blut des Lammes von seiner Schuld befreit wurde, nur dazu kommen, sich daran messen zu wollen bzw. diesbezüglich stolz über die Ausschweifungen seines früheren Lebens zu berichten?
Bereits Spurgeon beklagte seinerzeit solche Zustände mit Entsetzten und warnte davor, ein Erinnerungsdenkmal für die vergangenen Sünden zu errichten. Sollte man dennoch über seine vergangen Sünden sprechen, lautete sein Rat: „Wenn du jemals einer anderen Person die Verfehlungen deiner Jugend berichtest, tu es mit Erröten und Tränen, mit Scham und Bestürzung auf deinem Gesicht; und spreche immer so darüber, dass die unendliche Gnade, die dir vergeben hat, geehrt wird. Lass es niemals zu, dass der Teufel hinter dir steht und dir auf die Schulter klopft und sagt: „Du hast mir damals einen guten Dienst erwiesen.“ 2
Gehen wir sicher, dass wir uns an diesem Punkt nicht versündigen, denn ansonsten kann es uns sehr schnell gemäß dem von Petrus zitierten Sprichwort ergehen, das besagt: Der Hund kehrt wieder um zu seinem eigenen Gespei, und: Die gewaschene Sau zum Wälzen im Kot (2.Petr 2,22).

Mögen wir nicht einer gewaschenen Sau gleichen, sondern Schafen Seiner Herde, die ihre Kleider rein bewahren. Mögen wir lernen die Sünde mit derselben Abscheu zu sehen, wie unser HERR. Niemals darf es hier zu einem Waffenstillstand kommen, niemals dürfen wir hier schonen oder nachsichtig sein, vielmehr müssen wir uns radikal von jeglicher Form der Sünde abwenden und es lernen, sie wie die Pest zu meiden. Und bedenken wir hierbei auch, unsere Buße ist nur echt, wenn wir der Buße würdige Frucht bringen (vgl. Mt 3,8).

Abschließend möchte ich noch ein Zitat weitergeben, bei dem ich es leider versäumt habe mir die genaue Quelle zu notieren, dennoch möchte ich es an dieser Stelle nicht vorenthalten, denn diese Worte sind es wert, dass wir sie uns zu Herzen nehmen: Es gibt keine Lehre, die ohne entsprechenden und heiligen Wandel zur Errettung beiträgt, denn der Glaube der Auserwählten Gottes ist ein äußerst heiliger Glaube und die Wahrheiten des Evangeliums sind mit einem gottesfürchtigen Wandel untrennbar verbunden. Da aber der Wandel eines Menschen seinen Prinzipien entspricht, kann man mit Sicherheit behaupten, dass ein Mensch ohne klare und gesunde Prinzipien weder ein reines Herz hat noch ein Leben in der Heiligung führen kann.
R. Elliot


 



Beitragsempfehlungen / Quellangaben:
1. http://www.maleachi-kreis.de, Roland Antholzer - Christi Sinn oder Eigensinn?
2. C.H. Spurgeon, siehe Beitrag: Lasst uns die Gnade rühmen





 

 

www.evangeliums-botschaft.de

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