und und

Laut Johannes Hartl war die Reformation Sünde

Johannes Hartl bezeichnet die Reformation als Sünde  

   Er ist einer der beliebtesten Redner in der evangelikalen Szene: Dr. Johannes Hartl. Der Katholik wurde durch das Gebetshaus in Augsburg und seine „Mehr“- Konferenzen bekannt und berühmt.
   Es ist nicht nachzuvollziehen, weshalb Hartl immer wieder eingeladen wird und reden darf – demnächst auch auf einer nichtöffentlichen Tagung für junge evangelikale Leiter. In seinem Buch „Katholisch als Fremdsprache“, das er mit dem katholischen Pfarrer Leo Tanner zusammen verfasste, antwortet Hartl auf die Frage, ob das Reformations-Jubiläum ein Grund zum Feiern sei, so: „Ja und nein! Nein, denn können wir Christen eine Spaltung feiern, die objektiv eine Sünde ist? […] Feiern – Ja! Wir wollen unseren Gott feiern, der durch alle menschliche Sünde hindurch der Kirche unfassbar große Gnaden geschenkt hat.“
   Nach Hartls Sicht sei die Reformation hauptsächlich aus Hartherzigkeit, Stolz und Missverständnissen erwachsen, nicht aber aus tiefer geistlicher Erkenntnis bei den Reformatoren. In einem facebook-Artikel schreibt Hartl in Bezug auf Kritik zu seiner Person: „Ich schwärme von Jesus“ und möchte, dass sich „Menschen inniger in ihn verlieben.“ Außerdem versuche er doch, das Evangelium in den schönsten Farben zu malen.
   In einem Beitrag für die Zeitschrift Bekennende Kirche (12/2017) schreiben der Gemeindereferent einer ev. Freikirche, Robin Dammer, und der Gymnasiallehrer Jochen Klautke zum Thema „War die Reformation Sünde?“: „Die Frage ist nur: Von welchem Jesus schwärmt er (Hartl)? In welchen Jesus sollen wir uns ‚verlieben‘? In den Jesus, der uns allein durch den Glauben vollkommen und für alle Mal gerecht spricht? Oder in den Jesus, der uns allmählich und schrittweise gerecht gemacht und uns in diesem Leben niemals Heilsgewissheit schenkt? Und: Welches Evangelium malt Hartl in den schönsten Farben? Das römisch-katholische ‚Evangelium‘ aus ‚Glaube plus Werke, Sakramente und Kirche‘ oder das Evangelium, das uns die Rettung allein aus Gnade, allein durch den Glauben und allein auf Grundlage von Christi Werk auf Golgatha verheißt?“

 

​Quellangabe und Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung: TOPIC  Nr. 01/2018


 

Weitere Beiträge zum Thema unter: www.der-ruf

 

 

 

www.evangeliums-botschaft.de

Nach oben