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Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind

03.02.2018

Am Ende des letzten Teils der aktuellen Beitragsreihe: "Ich aber sage euch…", habe ich unter anderem die Frage gestellt, ob die Gemeinde Säule und Grundfeste der Wahrheit (1.Tim 3,15) sein kann, wenn man im Wort Gottes keinen verbindlichen Maßstab mehr sehen will, und sich regelrecht weigert, die Geister zu unterscheiden, ob sie aus Gott sind. Dass uns das Wort Gottes genau dazu auffordert, sehen wir in 1.Johannes 4,1, wo wir aufgefordert werden: Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind!“ Da diese Aufforderung besondere Beachtung verdient, möchte ich die aktuelle Beitragsreihe unterbrechen, um näher auf dieses Thema einzugehen. Dies liegt mir deshalb so am Herzen, weil die Schrift für die Endzeit einen großen Glaubensabfall prophezeit hat, und in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor verführerischen Geistern und betrügerischen Lehren von Dämonen warnt (vgl. 1.Tim 4,1; 2.Thess 2,3). Wenn wir diese Warnungen ernstnehmen, ist das aktuelle christliche Motto „Lehre trennt, liebe vereint“, nicht nur unhaltbar, sondern nahezu fatal. Denn gerade durch diese leichtfertige Einstellung, wird jeglicher Art der Verführung regelrecht Tür und Tor geöffnet. Sei es durch Bibelkritik, Esoterik, Philosophie oder durch mystische Einflüsse. Was dabei missachtet wird, ist die Tatsache, dass wir mehr als jede andere Generation mit betrügerischen Lehren konfrontiert sind. Dieser geistlichen Realität können wir nicht begegnen, indem wir einfach die Augen davor verschließen, im Gegenteil, wir müssen ernstnehmen, was uns Gottes Wort diesbezüglich sagt. Soweit diese kurze Begründung, warum dieses Thema so wichtig ist, kommen wir nun auf den Vers zurück, der uns mit der Unterscheidung der Geister konfrontiert, und sehen uns diesen im Textzusammenhang an:

Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der [Geist] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt. Kinder, ihr seid aus Gott und habt jene überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist. Sie sind aus der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hört auf sie. Wir sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums (1.Johannes 4,1-6).

Das Wort Gottes könnte uns wohl kaum klarer vor naiver Leichtgläubigkeit warnen, als durch die Worte: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist!“ Allein diese kurze Aussage, macht deutlich, dass das Leben als Christ, nicht mit einer unkritischen Gutgläubigkeit zu vereinbaren ist. Stattdessen gilt es zu realisieren, dass der Widersacher Gottes nicht schläft, sondern aktiv daran arbeitet, Menschen durch falsche Lehren und Irrtümer gefangen zu halten. Eines ist doch klar: Das ein für alle Mal gültige Opfer, das der Sohn Gottes am Kreuz vollbracht hat, konnte Satan weder vereiteln, noch kann er es jemals wieder ungeschehen machen, was ihm bleibt, ist die Strategie, dieses Werk zu vernebeln, und genau darauf zielt er ab. Es wäre sehr naiv, anzunehmen, dass er hierzu offen in Konfrontation geht, so dass die größte Gefahr von offensichtlichem Okkultismus zu erwarten sei. Im Gegenteil, es sind nicht bekennende Satanisten oder offene Feinde des Evangeliums, die hier die größte Gefahr darstellen, vielmehr sind es jene, die Wahrheit und Lüge vermischen, indem sie ein anderes Evangelium und einen anderen Christus verkündigen (vgl. 2.Kor 11,4; Gal 1,6). Satan ist immer dann am gefährlichsten, wenn er im frommen Gewand erscheint und die Bibel zitiert, wobei er heute nicht in Gestalt einer Schlange auftritt, sondern in Gestalt von religiös getarnten Menschen, die er als Werkzeuge gebraucht (vgl. Joh 8,44). Im 2. Korintherbrief warnt der Apostel Paulus bezüglich solcher falschen Lehrer, indem er schreibt: Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen; und ihr Ende wird ihren Werken entsprechen (2.Kor 11,13-15).

So deutlich wie diese Warnung in der Schrift steht, so klar ist auch zu beobachten, dass diese Worte nur noch von wenigen ernst genommen werden. Ein Großteil der Christen, lebt so, als wären wir heute auf einem so hohen geistlichen Level, dass so etwas wie Verführung durch falsche Lehre keine Gefahr mehr darstellen könnte, doch gerade diese Einstellung zeigt, wie weit der Geist der Verführung bereits Fuß fassen konnte. Das moderne Christentum ist regelrecht apathisch und geht voll in dem postmodernen Denken auf, das es keine objektive Wahrheit gibt. 1+1=2 steht gleichberechtigt neben 1+1=3 oder 1+1=11. Egal wie weit manche Versionen des Evangeliums von der Schrift abweichen, man verschließt regelrecht die Augen davor, dass die Schrift an keiner Stelle von unzähligen Wegen zum Heil spricht, sondern nur von einem Weg. Auch wenn man heute nur noch grau sehen will, unterscheidet die Schrift klar zwischen Licht und Finsternis, zwischen Lüge und Wahrheit und ebenso zwischen Welt und Gemeinde. Die biblische Lehre, dass es sich hierbei um Gegensätze handelt, die absolut unvereinbar sind, ist immer seltener vorzufinden. Von daher ist es ungemein wichtig, dass wir eines klar realisieren: Die beiden Wege, die Jesus in der Bergpredigt beschrieben hat (Mt 7,13-14), sind so gegensätzlich wie Licht und Finsternis, darum ist der christliche Weg auch nicht mit anderen Religionen zu vereinbaren, sondern diesen völlig entgegengesetzt. Dr. Jay Adams schrieb: „Solche, die die Bibel tiefgründig erforschen, entwickeln ein gegensätzliches Denkschema: Sie denken in Kontrasten oder Gegensätzen. Vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung finden wir Gottes Gedanken und Wege stets im Widerspruch zu allen anderen. Die Bibel lehrt uns nirgends, dass es zahllose Wege gibt, die Gott wohlgefällig wären und einer so gut wie der andere sei. Auch lehrt sie uns nicht, dass verschiedene Ansichten mehr oder weniger Gottes Wege seien. Sie lehrt uns aber durchweg, dass irgendein Gedanke oder Weg, der nicht völlig Gottes ist, ganz und gar falsch ist und verworfen werden muss. Nach der Bibel ist dicht daneben so verkehrt, wie einen Kilometer daneben. Es gibt nur einen Gott, und es gibt nur einen Weg zum Leben – Seiner! 1

Genau diese Sichtweise hat man heute weitgehend hinter sich geworfen, weil man nicht mehr unterscheiden will, zwischen Wahrheit und Irrtum, zwischen gesunder, heilbringender Lehre und falscher, verderblicher Lehre, und es zudem in erschreckender Weise an geistlichem Unterscheidungsvermögen mangelt. So werden die Evangelikalen von jedem Wind der Lehre umhergetrieben und verlassen sich dabei mehr auf ihre Gefühle, als auf die Schrift. Genau dieser Pragmatismus spielt Satan perfekt in die Karten, weil es ihm unter dieser Vorrausetzung ein Leichtes ist, die Grenzen zwischen gesunder und falscher Lehre zu verwischen. Doch gerade, weil das so ist, kommen wir nicht umhin, die Aufforderung, die Geister zu prüfen, ernst zu nehmen und anzuwenden. Die brennende Frage dabei lautet natürlich, nach welchen Prüfkriterien wir diese Unterscheidung vornehmen können? Genau das soll Thema dieses Beitrags sein, wir wollen uns anhand des genannten Textabschnitts aus dem 1.Johannesbrief ansehen, was uns in die Lage versetzt, zwischen der gesunden, heilbringenden Lehre, und den vielen verführerischen Irrtümern zu unterscheiden...

 

  Kompletter Beitrag, 12 Seiten A4, als

 

 

Quellangabe und Beitragsempfehlung:

1. https://ebtc-online.org/blog/unterscheidungsvermoegen-das-geistliche-ueberleben-einer-gemeinde-in-der-krise/

 

 

www.evangeliums-botschaft.de

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