und

Meine Erfahrungen mit dem Schwarmgeist

06.11.2016

 

In diesem Beitrag möchte ich kurz etwas von meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Schwarmgeist weitergeben, den Pfingstler und Charismatiker irrtümlicherweise für den Heiligen Geist halten. Auch ich war über Jahre hinweg der festen Überzeugung, dass dem so sei. Dies umso mehr aufgrund von eindringlichen Erlebnissen, in denen ich förmlich in ein Meer von Liebe eingetaucht wurde. Für mich bestanden nicht die geringsten Zweifel, dass es der Heilige Geist sei, der mich auf diese Höhen geführt hatte. Ich hatte oft sehr eindrückliche Offenbarungen, unter anderem bekam ich dadurch den Auftrag eine Comedy-Satire Buch zu schreiben. Ich empfand dabei einen so starken Segen, dass ich absolut überzeugt war, dass dieses Buch zu einem Bestseller würde. Zu jener Zeit habe ich regelmäßig Predigten von "Hour Of Power", von Joyce Meyer und Bayless Conley gehört und viele dieser Predigten, haben mich darin bestätigt, meiner Vision hinterherzujagen. Weil ich mir des Erfolges so gewiss war, betete ich sogar, dass sich mein Buch nicht besser verkaufen sollte als die Bibel. Im Zusammenhang mit dem Buch, das nur der Start zu einer mehrteiligen Bücherreihe sein sollte, wurde mir durch eine Vision gezeigt, dass ich dadurch Millionär würde.

Aber nicht nur das, es wurde mir auch eine missionarische Strategie offenbart. Diese deckte sich 1:1 mit der von der "Emerging Church" obwohl ich diese Bewegung zum damaligen Zeitpunkt gar nicht kannte. Es war folgendes: Ich hatte den Eindruck, man dürfe nicht gleich mit dem Evangelium kommen, sondern müsse die Leute da abholen wo sie sind. Da wir Deutschen ja immer mehr zur Spaß- und Partykultur geworden sind, war klar, es muss ein Comedy-Buch sein. Wie sehr ich zu jener Zeit verblendet war, zeigt die traurige Tatsache, dass ich nicht einmal vor zweideutigen Witzen zurückgeschreckt bin. Ein Weltmensch wird sich beim Lesen wahrscheinlich nicht mal etwas dabei denken, aber aus christlicher Sicht geht sowas natürlich gar nicht. Viele Leute aus dem christlichen Umfeld dachten sich auch nichts dabei, doch es gab auch den ein oder anderen, der Bedenken äußerte. Aber selbst auf solche Einwände und Bedenken war ich in meiner Vision bestens vorbereitet worden. Und zwar geschah dies durch das Bild eines Anglers, der einen Wurm als Köder einsetzte. Und die Botschaft war, der Angler findet den Wurm zwar ekelig, aber er will ja schließlich keine Angler, sondern Fische fangen. Dieses Argument habe ich dann verwendet, um die teilweise fragwürdigen Inhalte meines Buches zu rechtfertigen. So entgegnete ich jedem Skeptiker, dass mir schon bewusst sei, dass zweideutiges Reden, in den Augen eines Christen geschmacklos sei, aber für sie ist sei es ja nicht gedacht, der Köder sei ja nur für die Ungläubigen.

Das ganze Konzept war so angedacht, dass im ersten Buch nur ein paar christliche Gedanken auftauchten, doch in den weiteren Teilen, die ebenfalls geplant waren, sollte es mit jedem Teil etwas mehr werden, bis schließlich das Thema Erlösung kommen sollte.
Für mich bestand nicht der geringste Zweifel, dass ich diesen Auftrag direkt von Gott bekommen hatte. Voll Euphorie habe ich Anzeigen in der Zeitung aufgeben und ließ sogar Werbeplakate für dieses Buch drucken. Es gab sogar Aufkleber und T-Shirts. Ich habe etliches an Geld investiert und hatte auch kein Problem mein Konto zu überziehen, denn schließlich war es ja nur eine Frage der Zeit, bis mein Buch verfilmt würde und ich Millionär wäre. Zudem war mir in dieser Vision, die bei mir übrigens unaussprechliche Glücksgefühle ausgelöst hatte, auch noch gezeigt worden, dass ich Teil einer großen Erweckung für ganz Deutschland sein würde. Doch Deutschland war nur der Anfang, letztlich sollte sich diese Erweckung über ganz Europa ausbreiten und Auslöser sollte natürlich meine Comedy-Bücher-Reihe sein.

So überheblich war ich, doch so wie ich mich erhoben hatte, so tief bin ich dann auch gefallen. Denn letztlich habe ich die meisten Bücher verschenkt und die Exemplare, die ich verkauft habe, die habe ich zu Sonderpreisen verschleudert und oft noch ein T-Shirt und einen Aufkleber mit dazu gepackt. Doch sowohl der große Erfolg als auch die große Erweckung blieben aus.
Letztlich führte mich dies in eine tiefe Lebenskrise, denn es gab nicht nur finanzielle Probleme, sondern auch viele andere; eines davon war, dass meine Ehe so sehr darunter gelitten hatte, dass sie daran fast zerbrochen wäre. Ich habe eine lange Zeit nur noch für dieses Buchprojekt gelebt und meine Frau ständig vor vollendete Entscheidungen gestellt. Natürlich hatte ich immer fromme Argumente, doch für sie und meine Kinder war das eine schlimme Zeit, wobei ich die Kinder anfangs sogar noch für alles begeistern konnte. Aber am Ende haben meine Frau und ich nur noch gestritten. Es ist allein Gottes Gnade zu verdanken, dass es nicht zur Scheidung kam. Alles war schon so weit vorangeschritten, dass ich bereits ausgezogen war, denn die Scheidung war schon eingereicht und wir lebten im Trennungsjahr. Doch auch hier war ich der Überzeugung, es sei der Weg des Herrn, denn in der Vision war ich sogar auf diese Trennung vorbereitet worden. Natürlich wusste ich, dass der Herr Scheidung hasst, doch bei mir war es eben eine Ausnahme, es ging ja schließlich um eine große Erweckung. Mir war sowohl geistlicher als auch materieller Erfolg sicher und alles war nur noch eine Frage der Zeit. Ich war zu jener Zeit tatsächlich so verblendet, dass ich der Überzeugung war, der Zweck würde die Mittel heiligen. Mit anderen Frauen zu flirten war somit auch kein Tabu, sofern es den Verkauf des Buches förderte, war alles im grünen Bereich.

Aber wie gesagt, der in der Vision versprochene Erfolg blieb aus, und es lag nicht an mangelndem Glauben meinerseits; ich hatte das alles geglaubt und alles in meiner Macht stehende für die Umsetzung getan. Ja, ich muss sogar sagen, ich stand regelrecht unter einem Druck, dass alles herbeiführen zu müssen. Ich hielt mich für einen geistlichen Überflieger, doch in Wahrheit war ich völlig verblendet und merkte nicht, dass es bei all dem nicht um den Herrn ging, sondern immer nur um mich. Es ging um meinen Erfolg, meine Gefühle, meine Visionen, nicht der Herr sollte groß rauskommen, sondern ich selbst wollte groß rauskommen. Ich suchte nicht die Ehre Gottes, sondern nur meine eigene.
Gerade weil ich dies so extrem erlebt habe, kann ich nur davor warnen, sich durch Eindrücke, Gefühle und Visionen leiten zu lassen. Nur das Wort Gottes allein, kann die sichere Grundlage für unseren Glauben sein. Eines ist Gewiss, der Herr steht zu Seinem Wort. ER steht nicht zu unseren Visionen oder Träumen, ER steht zum geschriebenen Wort und das dürfen wir nicht verwechseln. Der Geist Gottes umgeht nie den Verstand, er leitet nicht dazu an, sich von Gefühlen und Emotionen berauschen zu lassen, sondern fordert die Gläubigen mehrfach zur Nüchternheit auf (vgl. 1.Kor 15,34; 1Thess 5,6-8; 2Tim 2,26: 4,5; 1.Petr 1,13: 4,7: 5,8). Gerade diese Nüchternheit war mir völlig abhandengekommen. Ich war so verblendet, dass ich selbst in den heftigsten Auseinandersetzungen mit meiner Frau meine Vision bestätigt sah, dass sich unsere Wege trennen würden. So habe ich mich nicht bemüht, mit ihr auszukommen, sondern nur noch für diese Vision gelebt, alles andere wurde diesem großen Ziel untergeordnet. Ein Streit mit ihr, war für mich kein Grund, dass ich um Vergebung gebeten hätte, sondern eher ein Grund zum Danken, dass sich die Prophezeiung mehr und mehr zu erfüllen schien. Bei all dem hatte ich kein schlechtes Gewissen, sondern erlebte Glücksgefühle und wurde immer wieder neu gepuscht, von dem Geist, den ich irrtümlicher Weise für den Geist Gottes hielt. Während meine Frau dachte, ich hätte den Verstand verloren, weil ich in wirren Sprachen redete, erlebe ich emotionale Höhen und war förmlich in eine andere Welt abgetauscht. Auch wenn es nicht bei allen Pfingstlern und Charismatikern so extrem ausarten muss, so kann man unmöglich behaupten, dass je der Heilige Geist hinter diesen Erlebnissen stand. Der Geist Gottes ist der Geist der Wahrheit und der Heiligkeit. Wozu ich angeleitet wurde, hatte weder etwas mit der Wahrheit von Gottes Wort zu tun, noch wurde ich in die Heiligung und somit in die Absonderung von der Sünde geführt, sondern vielmehr mitten hinein. All das ohne schlechtes Gewissen, sondern mit der Bestätigung im Willen Gottes zu handeln und zu leben. Nicht in geringster Weise hatte ich das Gefühl, völlig auf Abwege geraten zu sein, sondern im Gegenteil, ich hielt mich für einen der ganz besonders Auserkorenen, ein Kind Gottes mit Sonderstatus und Sonderrechten. Zu jener Zeit habe ich auch viele Veranstaltungen besucht, bei denen Weissagung und Prophetie eine wichtige Rolle spielten. Doch anstatt ich dort von meiner schrecklichen Sünde überführt worden wäre, bekam ich durch Weissagungen sogar den Zuspruch, ein besonderes Werkzeug für den HERRN zu sein. Wer auch immer den Geist der Pfingstbewegung für unbedenklich hält, ich kann dies keinesfalls bestätigen. Was die Glaubensbrüder in der Berliner Erklärung festgehalten haben entspricht der Wahrheit: Die sogenannt Pfingstbewegung ist nicht von oben, sondern von unten; sie hat viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein. Es wirken in ihr Dämonen, welche, vom Satan mit List geleitet, Lüge und Wahrheit vermengen, um die Kinder Gottes zu verführen. 1

 

Soweit mal meine persönlichen Erfahrungen, heute habe ich dem Herrn sei Dank eine nüchterne Sicht und kann vor solchen Dingen nur warnen. Dabei will ich niemand verdammen, sondern nur eine Hilfestellung geben, damit Glaubensgeschwister, die in diesen falschen religiösen Systemen verstrickt sind, aus diesen Verstrickungen heraus finden. Nicht nur mein Leben ist der Beweis, dass dies möglich ist, ich kenne einige Glaubensgeschwister, die ehemals Pfingstler oder Charismatiker waren und die ähnliches durchlebt haben wie ich.

Fazit: Der charismatische Weg führt aufs Glatteis. Natürlich kann Glatteis ein fester Grund sein, doch es kann einem auf Dauer keinen sicheren Halt geben. Je weiter der Weg vom Wort weg, hin zu Erfahrungen und Erlebnissen führt, je dünner wird das Eis auf dem man sich bewegt, bis es schließlich einbricht und genau das habe ich erlebt. Darum möchte ich alle Glaubensgeschwister, die hier genauso leichtgläubig und unbekümmert unterwegs sind, wie es bei mir lange Zeit der Fall war, in geschwisterlicher Liebe darauf hinweisen, dass nur das geschriebene Wort uns wirklich Halt und Orientierung für unser Glaubensleben geben kann. Es ist mir durchaus bewusst, dass es gerade in unserer Zeit, viele als Ungeistlich ansehen, wenn man geistliche Strömungen und Entwicklungen beurteilt, aber auch hier dürfen wir uns nicht von unseren eigenen Gedanken oder Gefühlen leiten lassen, sondern allein durch die Heilige Schrift und da steht geschrieben, dass der Geistliche alles beurteilt (vgl. 1.Kor 2,15). Wir sind aufgefordert die Geister zu prüfen und nicht allem blind zu vertrauen, ansonsten sind wir der Verfrühung hilflos ausgeliefert. Nichts könnte also ungeistlicher sein, als eine solche sorglose Haltung, jeder geistlichen Strömung blind zu vertrauen, sofern sie sich selbst als christlich bezeichnet. Wenn wir wirklich geistlich sein wollen, dann müssen wir uns auch etwas vom Wort Gottes sagen lassen. Als Christen stehen wir in einem geistlichen Kampf, bei dem es gilt, die ganze Waffenrüstung anzulegen und dazu gehört eben auch das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist.

Gottes Wort zeigt uns, dass es in der Endzeit so sein wird, dass es auf der einen Seite eine Brautgemeinde des Lammes geben wird (vgl. Offb 21,9), die IHM treu nachfolgen wird, und auf der anderen eine Welteinheitsreligion. In Gottes Wort wird diese Universalreligion als treuelose Hure bezeichnet (vgl. Offb 17,4-5). So drastisch das Wort Hure sprachlich klingt, so abstoßend ist dieser geistliche Abfall in den Augen des heiligen Gottes.
Entweder wir stehen auf der Seite der keuschen Braut oder auf der Seite der treuelosen Hure. Der Gradmesser dafür ist unsere Liebe zum HERRN und zu SEINEM Wort. Die Frage ist, ob IHM wirklich unsere ungeteilte Liebe gehört. Wenn dies der Fall ist, werden wir auch Sein Wort lieben, wer diese Liebe zum Wort Gottes nicht hat, der ist dem antichrisltichen Verführungsgeist hilflos ausgeliefert. Er wird sich blenden lassen von lügenhaften Zeichen und Wundern. Weil er die Wahrheit nicht liebt, kommt er unter das Gericht des göttlichen Dahingebens, so wie es in 2.Thessalonicher heißt: Denn sie haben die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen, dass sie gerettet würden. Und darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, dass sie der Lüge glauben, auf dass gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit (2.Thess 2,9-12).

Wir erleben in unserer Generation wie die Hure immer mehr Gestalt annimmt und können dabei beobachten was Jesaja 9,14 sagt: Die Ältesten und die Vornehmen sind der Kopf, die Propheten aber, die falsch lehren, sind der Schwanz. So wie dem Kopf der Schlange, der Schwanz folgt, so folgen die falschen Propheten den geistlichen Führern, indem sie deren falsch eingeschlagenen ökumenischen Kurs durch falsche Prophetien bestätigen. Doch lassen wir uns nicht blenden, sondern gehen wir sicher, dass wir auf der Seite der Braut stehen. Oder um es mit den Worten dies Apostel Paulus zu sagen: Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte. Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Lauterkeit und Reinheit vor Christus. Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern! (2.Kor 11,2-4).

Ist es nicht mittlerweile das Kennzeichen der Evangelikalen, aufgrund eines falschen Verständnisses über christliche Einheit, nahezu alles ertragen zu können, sei es ein anderer Christus, sei es ein anderer Geist, sei es ein anderes Evangelium? Beachten wir, was der Herr der Gemeinde in Thyatira sagt: Aber ich habe gegen dich, dass du das Weib Isebel gewähren lässt, die sich eine Prophetin nennt und meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen (Offb 2,20).
Wer glaubt, es sei im Sinne des Herrn, wenn man falsche Lehrer und falschen Propheten gewähren lässt, der irrt sich gewaltig, die Braut des HERRN ist dazu aufgefordert, sich rein zu halten. Und wenn wir feststellen Berührungspunkte mit der Hure zu haben, dann sagt uns die Schrift: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! (Offb 18,4).

Die Frage ist, warum haben die
Evangelikalen die charismatische Bewegung gewähren lassen? Vermutlich weil man davon ausging, dass der Anspruch den diese Bewegung erhebt, wahrhaftig sei. Offensichtlich ist man der Annahme, diese Bewegung sei tatsächlich vom Heiligen Geist geprägt und deren Propheten würden tatsächlich im Namen des HERRN sprechen. Doch wie kann es sein, dass eine Bewegung, die sich unter allen christlichen Bewegungen durch das „Geist erfüllt sein“ hervorheben möchte, so wenig geistliche Unterscheidungsfähigkeit aufzuweisen hat? Warum hat diese Bewegung keine Probleme, sich nahezu mit allem zu vereinen, was sich christlich nennt? Hier kann es nur einen logischen Schluss geben, der Geist durch den diese Bewegung geprägt ist, kann nicht der Heilige Geist sein, denn der Heilige Geist weis gewiss zu unterscheiden, zwischen dem, was heilig und unheilig ist. Folglich muss es ein anderer Geist sein, der hinter dieser Bewegung steckt. Denn ein Geist, der mit Licht und Finsternis etwas vereinen will, der zusammen führen will, was Gott strikt getrennt hat, der kann nicht von Gott sein. Vielmehr erkennen wir hier die Wesensmerkmale der antichristlichen Hure, die kein Problem hat, sich mit unterschiedlichsten Geistesströmungen zu vereinen, im Gegenteil, gerade das ist der Kern ihres Wesens. Bei der treuen Brautgemeinde, die durch den Geist Gottes geleitet wird, ist es anderes, für sie kann es nur einen geben, und das ist der Bräutigam Jesus Christus (vgl. Hl 3,4). Die Braut verherrlicht Jesus, die Hure verherrlicht sich selbst.

Halten wir also fest, der Schwarmgeist ist nicht der Heilige Geist, sondern ein antichristlicher Geist. Er will vereinen, was Gott getrennt hat. Er will Licht und Finsternis vereinen. Letztlich ist es derselbe Geist der hinter dem Freimaurertum steht, der die ganze Welt zu einer Bruderschaft vereinen will. Was auf weltlicher Ebene geschieht, geschieht zugleich auf geistlicher. Wir sehen darin die Erfüllung biblischer Prophetie. Wir können dankbar sein, dass es uns die Schrift im Voraus angekündigt hat, doch wir müssen auch den richtigen Schluss daraus ziehen, und dieser lautet: Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: "Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein." Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab!, spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! Und ich werde euch annehmen und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige (2.Kor 6,14-18).

Anstatt sich mit einem Pseudochristentum zu verbünden und damit unter einem Joch mit Ungläubigen zu sein, gilt für die wahre Brautgemeinde, was Jesus in Matthäus 11,29 sagt: Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen"


Ein Joch steht für Unterordnung, sind wir bereit, uns dem in der Heiligen Schrift offenbarten Willen Gottes unterzuordnen oder passen wir uns ständig dem Zeitgeist an? Spurgeon sagte diesbezüglich sehr treffend: Dem unbekehrten Hals ist das Joch Christi etwas Unerträgliches, während es einem erretteten Sünder sanft und leicht erscheint. Wir können uns daran leicht selbst prüfen: Lieben wir dieses Joch, oder werfen wir es von uns? 2
Gehen wir also sicher, wirklich unter dem Joch des Lammes zu sein und uns nicht von einer Massenbewegung unterjochen zu lassen. Lassen wir uns auch nicht von Leuten täuschen, die diesen falschen Weg durch Visionen und Prophetien bestätigen. Auch Zungensprache ist keine Bestätigung für den Geist Gottes, denn dieses Phänomen kommt auch in anderen Religionen vor. Grundlage für die wahre Brautgemeinde kann nur das Wort Gottes sein.

Möge der HERR Gnade schenken, dass noch viele nüchtern werden und sich wieder auf den allerheiligsten Glauben besinnen, der uns in der Heiligen Schrift ein für alle Mal überliefert ist. So besteht meine Hoffnung darin, dass meine Seite für viele zum Segen wird. Dabei möchte niemand etwas aufzwängen, jeder sollte selbst anhand der Schrift beurteilen, ob es sich so verhält oder ob ich hier nur meine eigenen Ideen zum Besten gebe. Möge der Herr alle Leser reichlich segnen, mögen noch viele aus diesen Verstrickungen und dieser Verblendung herausfinden, so dass sie durch Gottes Gnade wieder nüchtern werden (vgl. 2.Tim 2,26).

Amen

 

Quellangaben
1. Die Berliner Erklärung 1b
2.Spurgeon – Besser als Gold, Andachtsbuch 3.Januar

 


Beitragsempfehlungen

http://mit-jesus-unterwegs.de/meine-persoenlichen-erfahrungen-mit-dem-schwarmgeist

Prüfet die Geister - Pfarrer Fritz Eichin

 

Bücher zum Thema:


 Wolfgang Bühne - Spiel mit dem Feuer

 Wolfgang Bühne - Die Propheten kommen

 Thorsten Brenscheidt - Gott auf charismatisch

 Thorsten Brenscheidt - Spürst du Gott schon oder liest du noch die Bibel?

 Fijnvandraat/Seibel - Gefährliche Risiken und Nebenwirkungen

 John MacArthur - Fremdes Feuer 

 Michael Kotsch - Die charismatische Bewegung Band 1+2

• Benedikt Peters - Der Geist der Erweckung

• Rudolf Ebertshäuser - Die Pfingst- und Charismatische Bewegung

• Rudi Holzhauer - Verführungsprinzipien

• Dave Hunt - Die okkulte Invasion

• Maleachi-Kreis - Gefährliche Stille

• Alexander Seibel - Die sanfte Verführung der Gemeinde

• Walter und Seibel - Charismatische Heiler

• Georg Walter - Der Angriff auf die Wahrheit

 

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