und

Mein bisheriger Glaubensweg

Warum ich kein Pfingstler mehr bin

Veröffentlicht am 22.04.2016

Vielleicht verwundert es manch einen der Leser, warum ich in vielen Beiträgen aktuelle Entwicklungen innerhalb der Christenheit kritisch hinterfrage. Vielleicht ist auch manch einer verärgert und wirft mir eine einseitige, engstirnige Sichtweise vor. Dennoch komme ich nicht umhin, auf gewisse Missstände und Fehlentwicklungen hinzuweisen, weil leider vielfach der biblische Maßstab verworfen wurde. Da die Schrift die Grundlage des christlichen Glaubens ist, und ich diesen Glauben bezeugen möchte, kann ich nicht großzügig über alles hinwegsehen und gleichzeitig Gott treu sein. Doch um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich nicht als oberkritischer Besserwisser verstanden werden. Gewiss bin ich kein fehlerfreier Superchrist, im Gegenteil, ich selbst habe viele gravierende Fehler in meinem Glaubensleben gemacht. Wenn ich nun in meinen Beiträgen manches innerhalb der christlichen Szene kritisch beleuchte, dann geschieht dies nur mit dem Ziel, anderen diese Fehler zu ersparen. Vielleicht ist es ja zum besseren Verständnis hilfreich, wenn ich an dieser Stelle einmal in groben Zügen meinem bisherigen Glaubensweg beschreibe:


Aufgewachsen bin ich als ein typischer Traditionschrist. Meine Eltern waren Kirchenmitglieder weil es einfach Standard war und es zu jener Zeit so erwartet wurde. Man hat sich keine weiteren Gedanken darüber gemacht, sondern ist da einfach so hineingeboren. So habe ich auch das Standardprogramm, wie Kindertaufe und Konfirmation durchlaufen, doch der Glaube hatte keinen Einfluss auf mein Leben. Ich hatte auch nie verstanden worum es dabei ging, das lag zum einen an der Kirche, aber zum anderen auch an mangelndem Interesse meinerseits. Dennoch möchte ich anmerken, dass unser Staatskirchensystem dafür sorgt, dass millionen von Menschen betrogen werden. Denn egal ob jemand nach Gott fragt oder nicht, in der Regel wird jedem der ein Kirchengebäude betritt, das Wohlwollen Gottes zugesprochen. So hielt auch ich mich wie selbstverständlich für einen Anwärter auf das Himmelreich, obwohl mein Leben in schlimmste Sünden verstrickt war und ich überhaupt nicht nach Gottes Willen gefragt habe. Aber ich war ja kein Mörder und dachte solange es noch Menschen gibt, die schlimmer sind als ich, muss ich wohl zu den Guten zählen. Doch diese Vorstellung sollte mir sehr unsanft geraubt werden.

Es war die Mutter meiner damaligen Freundin, die mich mit der Aussage konfrontierte, dass die Bibel wirklich das Wort Gottes sei. Sie war in einer Pfingstgemeinde. Ich hörte damals zum aller ersten Mal etwas von der sündigen Natur des Menschen und davon, dass man Jesus als Erlöser annehmen muss, um errettet zu werden. Das war für mich völlig neu und ich war anfangs total entsetzt und wollte nicht wahrhaben, dass alle Menschen Sünder seien. Schließlich glaubte ich doch an das Gute im Menschen und hielt mich auch nicht für so schlecht, dass ich die Hölle verdient hätte.
Die Aussage, dass der Mensch von Natur aus sündig sei, hatte mich Anfangs so verärgert, dass es sogar zu einem Streit mit meiner Freundin geführt hatte. Aber sie und ihre Brüder haben mir immer mal wieder christliche Bücher ausgeliehen, und die habe ich mit Interesse gelesen. So bin ich dann zirka ein Jahr später bei einer Großevangelisation in Stuttgart, dem Altarruf gefolgt.
Mein Leben hat sich daraufhin stark verändert. Irgendwie hatte ich zuvor immer eine undefinierbare Leere in mir verspürt, irgendwie hat mir etwas gefehlt, ich wusste nur nicht was es war – ab diesem Tag war diese Lehre verschwunden, ab diesem Tag hatte mein Leben einen Sinn, ein Ziel und vor allem einen festen Halt. Auch meine Einstellung veränderte sich -
vieles was zuvor für mich selbstverständlich war, kam nun nicht mehr infrage. Aber dies hatte nicht mit äußerem Druck zu tun, sondern damit, dass mein Leben nun eine völlig neue Zielrichtung und eine ganz andere Perspektive hatte.

Damals konnte ich noch nicht ahnen, dass ich in einer Schwarmgeistigen Bewegung gelandet war, doch ich muss auch sagen, dass ich beides zugleich hatte, gesunde Lehre und Schwärmerisches. Gesunde Lehre hatte ich unter anderem weil ich schon recht früh auf die Bücher von „Spurgeon“ aufmerksam wurde und diese eifrig gelesen habe, außerdem las ich auch Bücher von „Wilhelm Busch“ und nicht zuletzt war ich ein eifriger Bibelleser. Doch zugleich war ich auch Pfingstpredigern ausgesetzt und lass auch Bücher und Schriften von Leuten wie „Reinhardt Bonnke“ oder „David Yonggi Cho“.

An dieser Stelle möchte ich auch sagen, dass vieles in der Gemeinde sehr vorbildlich war. Bei vielen Geschwistern war wirklich eine große Hilfsbereitschaft vorhanden und ich würde es auch nicht als Sekte bezeichnen wollen, nur ist es eben eine Richtung, die zu stark ins mystische und seelische geht, und die nach und nach ganz unmerklich vom Wort wegführt. Dies geschieht aber nicht vordergründig, sondern auf eine sehr subtile Weise, indem es zwar gelesen wird, aber keine wirkliche Autorität mehr hat bzw. indem es durch Botschaften und Eindrücke verdrängt oder relativiert wird.

Im Nachhinein kann ich auch bestätigen, dass sich die Feststellung vieler Kritiker dieser Bewegung hinsichtlich einer mangelnden geistlichen Unterscheidungsfähigkeit, mit meinen Erfahrungen deckt. Wobei ich auch sagen muss, dass das geistliche Niveau vor ca. 20-25 Jahren noch deutlich höher war und mit jeder Generation von neuen Pastoren immer weiter abgeflacht ist. Der andere Kritikpunkt an der Bewegung, der besagt, dass Leute die mit dem Schwarmgeist infiziert sind, nicht bereit sind, sich durch das Wort Gottes korrigieren zu lassen, ist leider auch zutreffend. Dies verstärkt sich umso mehr, wenn man überzeugt ist, Gottes Geist würde einen persönlich durch Eindrücke und innere Stimmen leiten. Welcher Bruder oder welche Schwester kann da die Stimme erheben und behaupten man sei auf falschem Kurs? So sucht man dann fälschlicherweise die Bestätigung in Eindrücken und Gefühlen, anstatt seinen Glauben auf das geschriebene Wort zu bauen.

Bei mir selbst war das natürlich nicht anders, auch ich hätte mir damals keine Gemeinde mehr vorstellen können, in der nicht Zungenreden und Weissagungen praktiziert wurden. Neben diesen übersinnlichen Erfahrungen spielen natürlich Wunder und Krankenheilungen eine sehr wichtige Rolle. Ich selbst habe auch so manch einen Heilungsgottesdient besucht und war immer auf der Suche nach besonderen Geisteserfahrungen. Egal was für ein Wehwehchen oder Handicap ich hatte, nie habe ich mich damit abfinden können, immer war meine Hoffnung, dass wenn der nächste große Heiler käme, ich davon befreit würde. Oft sind wir dazu auch zu besonderen Gottesdiensten oder Gebetsnächten gefahren. So habe ich dann zum Beispiel gehofft, gefleht und geglaubt eines Tage keine Brille mehr tragen zu müssen oder von meinen Heuschnupfen befreit zu werden.
Als schließlich während eines Heilungsgottesdienstes in Karlsruhe die „Geistesbotschaft“ kam: „Heute wird der HERR alle heilen, die unter Heuschnupfen leiden!“, habe ich mich sehr gefreut und dachte, mein Gebet sei erhört worden. So folgte ich dann auch freudig der Aufforderung, gleich damit zu beginnen, dem Herrn für die Heilung zu danken. Zuhause verspürte ich zwar immer noch Krankheitssymptome, doch diese habe ich ignoriert und weiterhin behautet, ich sei geheilt worden. Ja, ich hielt es sogar für ein Zeichen des Unglaubens, etwas anderes zu behaupten und kaufte mir auch keine Medikamente mehr. Ebenso habe ich auch weiterhin für die Heilung gedankt, denn gelehrt wurde, falls sich Krankheitssymptome bemerkbar machen, sei es der Feind, der einen nur anfechten wolle, daher sei es wichtig, weiter an der Heilung festzuhalten. Denn sollte bei jemandem die Krankheit wieder zurückkehren, dann sei dies die Strafe dafür, dass er nicht genügend dafür gedankt hätte.

Trotz solcher Erfahrungen, hielt ich an diesen falschen Lehren fest. Fehlschläge schrieb ich meinem mangelnden Glauben zu und dachte, irgendwas muss ich wohl falsch gemacht haben. So lebte ich immer in der Hoffnung, das große Wunder an mir zu erleben, und war überzeugt, dies sei auch der beste Weg, um Ungläubige für den Glauben zu gewinnen. Würde ich beispielweise von heute auf morgen keine Brille mehr tragen müssen, könnte ich jedem, der mich darauf anspricht, freudig bezeugen, dass mich Jesus geheilt hätte. Diese falsche Denkweise bezüglich Evangelisation ist in diesen Kreisen übrigens weit verbreitet. (Mehr zu diesem Thema im Beitrag: „Zeichen und Wunder“). 

Natürlich wäre es toll, wenn Gott heute noch auf dieselbe spektakuläre Art, wie zu den Zeiten der Apostel. Wer will schon zu einer OP ins Krankenhaus, wenn Gott in einem Augenblick heilen will und wer sitzt gerne im Rollstuhl, wenn durch ein einziges Wort, eines gesalbten Heilers, die sofortige Heilung geschieht? Doch leider habe ich nie so etwas Spektakuläres erlebt, die Rollstuhlfahrer haben die Heilungsgottesdienste genauso verlassen, wie sie gekommen waren – im Rollstuhl.
Es kam mir zwar eigenartig vor, warum es der HERR bei jenen Veranstaltungen vorgezogen hatte, von Stechwarzen und Heuschnupfen zu heilen und die Rollstuhlfahrer übersah, doch letztlich konnte ich es mir nur so erklären, dass sie offensichtlich zu wenig Glauben hatte. Den gesalbten Heiler konnte ich ja nicht infrage stellen, und Gott natürlich noch viel weniger.

Trotz allem war es für mich insgesamt sehr spektakulär und wenn das mit Heilungen nicht immer so ganz so lief, wie erhofft, dann waren da immer noch die Weissagungen. Im Nachhinein muss ich auch zugeben, wenn es in einem Gottesdienst keine Weissagung gab, dann war ich regelrecht enttäuscht. Ich war immer sehr gespannt und hatte gehofft dadurch persönliche Wegweisung zu erfahren. Besonders wenn wichtige Entscheidungen in meinem Leben anstanden, wollte ich auf diese Weise immer eine direkte Antwort von Gott. Im Normalfall waren die Botschaften aber so allgemein gehalten, dass ich mir erstens nie sicher war, ob das Wort nun für mich bestimmt war oder für jemand anderen und zweitens meist auch nicht klar war, was wirklich gemeint war. Es war alles ziemlich vage und ich konnte nur selten wirklich ausmachen, wie das Gesagte umzusetzen war. Dennoch war ich anfangs gerade von diesem Übersinnlichen sehr begeistert.

Auch wenn vieles vage und unklar war, so gab es doch ab und an auch persönliche Weissagungen für mich. In diesem Fall kam dann der vermeintliche Prophet oder die Prophetin direkt auf mich zu und gab mir eine Botschaft weiter. Für mich war dies, wie gesagt, wirklich faszinierend, und ich hätte nie gewagt, etwas davon in Frage zu stellen. Denn dies wäre für mich fast so gewesen, als hätte ich Gott selbst infrage gestellt. Das alles war für mich lange Zeit meines Lebens, der wahre Glaube, von dem ich absolut überzeugt war, dass es der biblische Glaube sei.

Das alles liegt nun schon einige Zeit zurück, es war im Jahr 1989, als ich mein Leben Jesus übergeben habe. Mit meiner ersten Freundin ging es dann auseinander, woraufhin ich die Gemeinde wechselte. Dabei blieb ich jedoch der Pfingstbewegung treu, denn gewechselt habe ich nur die Ortsgemeinde. In der neuen Ortsgemeinde habe ich dann meine heutige Frau kennengelernt und wir haben Anfangs immer die Gottesdienste besucht. Auch unsere Kinder haben wir immer mitgenommen und meine Frau hat bei der Kinderarbeit mitgemacht. Unser Glaubensleben ist dann aber nach und nach, immer weiter abgeflacht, bis wir dann irgendwann die Gemeinde verlassen haben und in die Evangelische Kirche gingen. Doch hier ging es dann geistlich noch weiter bergab, bis wir irgendwann nur noch sporadisch Gottesdienste besuchten. Besonders mein eigener Glaubensabfall war so schlimm, dass man es sich kaum vorstellen kann. Ich war wirklich so weit weg von Gott, dass ich niemals hätte von selbst zurückkommen können. Es ist wirklich so, dass mir Jesus nachgegangen ist und daher kann mir niemand ausreden, dass Jesus nicht real sei. Er hat wirklich die Macht Sünder zu retten und ich bin einer von vielen lebenden Beweisen.

Als ich wieder zum Glauben zurückfand, war für mich jedoch die erste Adresse wieder jene kleine Pfingstgemeinde, die ich einst besucht hatte. An dieser Stelle muss ich auch sagen, dass ich noch nicht mit ganzem Herzen zu Gott umgekehrt war, denn noch hielt ich an einigen widersprüchlichen Dingen fest, die sich in meinem Leben eingeschlichen hatten. Unter anderem war ich in gemischten Saunas und hörte auch noch alle möglichen Arten von weltlicher Musik, von fernöstlicher Meditationsmusik bis hin zu Heavy Metall mit antichristlichen Texten. Der richtige Zerrbruch kam dann durch eine Extremerfahrung mit dem Schwarmgeist, doch dazu später mehr.
Nach dieser Enttäuschung kam langsam die Ernüchterung, dennoch bin ich dann noch 4-5 Jahre in diese Gemeinde gegangen, weil ich dort ja Freunde und Glaubensgeschwister hatte, die mich eine sehr lange Zeit begleitet haben. Bei einigen weiß ich auch, dass sie es aufrichtig meinen, nur leider sind sie so auf ihre neuen Offenbarungen und Zungenreden und Heilungen fixiert, dass sie an diesem Punkt keine Belehrung oder Korrektur annehmen. Und ich muss sagen, ich hatte auch eine Phase in der jegliche Kritik an mir abgeprallt wäre. Außerdem hatte ich die Möglichkeit zu Predigen und hatte immer gehofft, etwas ändern zu können.

Vielleicht reite ich deshalb solang auf diesem Thema Irrlehre und Verführung herum, weil ich jahrelang in einem christlichen System gelebt habe, von dem ich überzeugt war, dass es sich um wahres Christentum handelt. Ich habe anfangs alles begeistert mitgemacht, doch nach und nach kamen mir so einige Bedenken. Unter anderem hat es mich sehr irritiert, dass unsere Gemeinde, nachdem uns die Räumlichkeiten gekündigt wurden, zur Untermiete in Räumlichkeiten einer Adventsgemeinde ging. Doch außer mir hatte niemand Bedenken.
Außerdem waren wir die Evangelische Allianz aufgenommen worden. Und so habe ich Veranstaltungen erlebt, die für mich wirklich sehr grenzwertig waren. Untern anderem habe ich Evangelisationen mit christlichen Heavy Metall Bands erlebt, doch das war längst nicht alles, zuletzt ging es sogar soweit, dass weltliche Vereine, bis hin zum Karnevalsverein, die Vorprogramme gestaltet haben. Ebenso gab es Evangelisationsveranstaltungen, bei denen man weltliche Promis als Lockvögel eingesetzt hat und während der Gottesdienste weltliche Popsongs gespielt wurden. Das Zelt war randvoll, alle fanden es offensichtlich gut, alle fühlten sich gut unterhalten und sogar, die Berichterstattung der lokalen Presse war sehr positiv. Doch hat man damit nicht genau den Punkt erreicht, vor dem Jesus warnte, als er sprach: Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden, denn ebenso taten ihre Väter den falschen Propheten (Lk 6,26)?

Je länger ich das alles beobachtet habe, je mehr kamen mir Zweifel und zwar sowohl an den Evangelisationsmethoden, als auch an der Evangelischen Allianz und nicht zuletzt an der geistlichen Unterscheidungsgabe innerhalb unserer Pfingstgemeinde. Doch das war nicht nur die Sichtweise unserer Ortsgemeinde, nein auch die Zeitschrift der Gemeindebewegung war voll auf Einheitskurs. Wenn da vereinzelt Brüder eine kritische Stimme gegen die Lehren der katholischen Kirche erhoben, dann wurden diese sofort in die Schranken gewiesen. Und in Artikeln der Zeitschrift hieß es, man müsse die Gräben zuschütten, die im Laufe der Jahre entstanden seien. Man dürfe nicht auf das sehen, was einen trennt, sondern auf das, was einen vereint. Für mich war dieser Brückenschlag, vor allem zu den Lehren Roms, nicht nachvollziehbar. Unser Pastor jedoch hatte eine ganz andere Sicht, er sah nämlich das Verbindende und das war für ihn die Tatsache, dass es auch unter den Katholiken solche gab, die die Zungensprache praktizierten. Als es dann schließlich zur ersten Veranstaltung kam, bei der nicht nur alle Allianz Gemeinden mitwirkten, sondern sogar die Katholische Kirche, war er hellauf begeistert, während ich fassungslos war. Ich fragte mich, wie es sein konnte, dass in einer Bewegung, die von sich behauptet, mehr Anteil vom Geiste Gottes zu haben, als alle anderen, so wenig geistliche Unterscheidungsgabe sein konnte?

So wurde mir nach und nach alles immer suspekter, aber dennoch sind Jahre vergangen, bis mir bewusst wurde, dass hier nicht der Heilige Geist am Werk war. Dies habe ich natürlich zu aller erst Gottes Gnade zu verdanken, doch ich bin auch dankbar für solche treuen Glaubensbrüder wie John MacArthur, Rudolf Ebertshäuser, Georg Walter, Lothar Gassmann, Alexander Seibel, Wolfgang Nestvogel,… Aber auch jene, die nicht mehr unter uns sind, wie beispielsweise J.C. Ryle, Martyn Lloyd Jones, Arthur Pink und der unvergessene Spurgeon haben mich sehr beeinflusst. So habe ich Bücher gelesen und Predigten oder Vorträge dieser hingegebenen Gottesmänner angehört und bemerkte, da war ein Unterschied, gegenüber dem, was in unserer Gemeinde verkündigt wurde. Die Botschaft in unserer Gemeinde gab mir nur selten Orientierung, sondern hat mich, wie bereits erwähnt, manchmal eher verwirrt. Bei den Büchern der eben genannten Autoren, war diese nicht der Fall; hier fand ich eine Übereinstimmung mit dem Wort und eine klare Wegweisung und dies entsprach auch meinem eigenen Bibelverständnis. Wenn man in einer großen Gruppe von Leuten ist, die alle sehr nett sind und die alle überzeugt sind, bibeltreu zu sein und man da der Einzige ist, der ständig Bedenken hat und es anders sieht wie der Rest.

Ich kann an dieser Stelle nur vor der Pfingst- und Charismatischen Bewegung warnen, das klingt zwar alles sehr ähnlich und ich bin auch überzeugt, da sind auch echte Kinder Gottes drin gefangen, genau wie in der ein oder anderen abgefallenen Gemeinde. Für solche Leute sind meine Beiträge gedacht. Meine Hoffnung ist, dass sie aus diesem falschen System herausfinden. In einer Predigt hat Wolfgang Nestvogel sinngemäß gesagt, dass, wenn man ständig eine Lüge hört, man diese irgendwann für die Wahrheit hält. Wenn dann jemand aufsteht und die Wahrheit verkündigt, kommt einem dies wie eine Lüge vor. Das wahre Evangelium ist durch eine billige Kopie davon ersetzt worden, es ist allen so geläufig und vertraut, dass es viele für die Wahrheit halten, darum kann es gar nicht genug Geschwister geben, die das wahre Evangelium hochhalten und es gegenüber des falschen verteidigen.


 

www.evangeliums-botschaft.de

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