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Gott sucht geistliche Anbetung

18.12.2016

Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten(Joh 4,23-24).



Warum verordnete Gott keine Anbetung durch Windmühlen wie in Tibet?... Er nennt zwei Gründe, die ausreichend sein sollten. Der erste ist, dass er selbst geistliche Anbetung sucht. Es ist sein eigener Wunsch, dass Anbetung geistlich sein soll. Und zweitens, er selbst ist Geist und muss im Geist angebetet werden.

Was für eine Art von Anbetung der große Herrscher wünscht, sollte er auch bekommen, und es ist eine Unverschämtheit meinerseits, wenn ich zu Ihm sage: „Nein, nicht das, sondern dies.“ Es ist wahr, ich mag sagen: „Ich bin sehr ehrlich in allem, was ich tue, sehr ernsthaft in allem, was ich tue. Es kommt meinem Geschmack entgegen... Es ruft in mir gewisse Gefühle hervor, von denen ich glaube, dass sie fromm sind.“

Bedeutet das nicht das Gleiche, als ob man sagen würde: “Großer Gott, du hast einen bestimmten Weg der Anbetung gewählt, aber ich will dich nicht auf diese Weise anbeten?“ Sagt man damit nicht im Grunde: „Ich will dich überhaupt nicht anbeten.“ Unsere eigenen Formen der Anbetung zu erfinden, ist eine Beleidigung Gottes.

… Aber lasst mich euch sagen, dass Gott weder die Träne nicht verachtet, die aus einem bußfertigen Auge fließt noch den Seufzer der Seele des Sünders verschmäht. Er liebt deine Buße mehr als den Weihrauch. Mit Wohlgefallen sieht er auf deine Liebe und deinen Glauben, denn dies sind geistliche Dinge, an denen er Wohlgefallen hat; aber deine Architektur, deine Musik und deine schönen Künste sind nichts weniger als Nichtigkeiten und Eitelkeiten.

Ihr wisst, wessen Geistes ihr seid. Wenn ihr glaubt, ihr könntet Gott mit all diesen Erfindungen der Menschen anbeten, dann seid ihr Träumer und Toren. Ich spüre, dass in mir der alte Geist des Bildersturms brennt [während der Reformation stürmten die Protestanten die katholischen Kirchen und zerstörten alle Bilder von Christus und den Heiligen, die abergläubisch angebetet und verehrt wurden). Ginge es nach Gott, hätten wir Männer wie Knox oder Luther, die mit heiliger Entschiedenheit all diesen bösen Spott über den Allerhöchsten ein Ende bereiten würden; Gott gegenüber fühlen unsere Seelen eine heilige Entrüstung, wenn wir an seine Erhabenheit denken und an all das armselige und erbärmliche Zeug, mit dem die Menschen seinen Namen entehren.


 



Charles Spurgeon, The Axe at the Root—A Testimony Against Puseyite Idolatry, 17. Juni, 1866, Metropolitan Tabernacle, London.

Ursprüngliche Quelle und Dank: distomos.blogspot.commehr dazu unter dem Vorwort

 

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