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Heilsgewissheit

Die Bibel sagt: Ohne Glauben kann man Gott nicht gefallen (vgl. Hebr 11,6), doch was versteht Gottes Wort unter Glaube?

Eines vorne weg, die Definition hat so gar nichts mit dem weitbekannten Spruch „glauben heißt nicht wissen" zu tun; im Gegenteil, in Gottes Wort ist nicht von Ungewissheit, sondern von Gewissheit die Rede. Es geht nicht um ein "für möglich halten", sondern um eine feste Überzeugung. So heißt es: Der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht (Hebr 11,1).

Oder wie Hiob es bekundet: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt (Hiob 19,25)

In dieser Gewissheit versichert Johannes allen Gläubigen: Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt (Joh 5,13).

Ein Christ weiß also, dass Jesus auferstanden ist und diese Gewissheit schenkt ihm auch die Überzeugung, dass er selbst ewiges Leben hat. Das ist die Hoffnung des Evangeliums, das ist der lebendige Glaube, von dem in der Bibel die Rede ist. Wäre Glaube nur ein wahren von Traditionen oder ein Aufsagen von auswendig gelernten Gebeten, dann wäre es wirklich eine müßige Angelegenheit, doch weil Jesus sagt; ich lebe und ihr sollt auch leben (Joh. 14,9), füllt der Glaube genau das aus, was jedem Menschen fehlt. Glaube schenkt Zuversicht und Hoffnung, die sogar über den Tod hinaus geht. Aus diesem Grund wird der Glaube in der Bibel auch als etwas außerordentlich Kostbares bezeichnet. (2.Pt. 1,1 / vgl auch Mt. 13,44-46).

Die Bibel lässt uns aber nicht nur wissen, was unter Glauben zu verstehen ist, sondern gibt uns in Römer 10,17 auch Aufschluss, wie dieser Glaube entstehen kann. Der Glaube kommt aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort (Röm 10,17), ist da zu lesen.

OK, aber warum sind dann nicht alle gläubig geworden, die Gottes Wort gehört haben, werden jetzt vielleicht einige überlegen. Ich denke auf diese Frage gibt uns Jesus im Gleichnis vom Sämann eine sehr gute Antwort: Ein Sämann ging aus, um seinen Samen zu säen. Und als er säte, fiel etliches an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf. Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufwuchs, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen, die mit ihm aufwuchsen, erstickten es. Und anderes fiel auf das gute Erdreich und wuchs auf und brachte hundertfältige Frucht. Und als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Zum Glück haben die Jünger nachgefragt, was für eine Bedeutung dieses Gleichnis hat, sonst müsste ich mir jetzt den Kopf zerbrechen und würde vielleicht zu falschen Schlüssen kommen. So bekommen wir die Erklärung direkt von Jesus und lesen ein paar Verse weiter folgendes: Der Same ist das Wort Gottes. Die am Weg sind die, welche es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden. Die aber auf dem Felsen sind die, welche das Wort, wenn sie es hören, mit Freuden aufnehmen; aber sie haben keine Wurzel; sie glauben nur eine Zeitlang, und zur Zeit der Versuchung fallen sie ab.
Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in standhaftem Ausharren (Lk 8,4-8 / 8,11-15).

Das Gottes Wort bildlich gesprochen der Same ist, aus dem lebendiger Glaube entstehen kann, wird auch in folgendem Bibelvers deutlich: Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt (1.Petr 1,23).

Weil Gottes Wort der gute Same ist, versuche ich in meinen Beiträgen immer so viele Bibelstellen wie möglich anzuführen. Ich kann zwar nicht wissen, wer es lesen wird oder wie jeder einzelne darauf reagieren wird, aber dafür weiß ich eins: Gottes Wort kommt nicht leer zurück (Jes 55,11). Und so habe ich die Hoffnung, dass es bei vielen Lesern auf guten Boden fällt und Frucht bringt.

 


 

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Predigtempfehlung zum Thema: Die Gewissheit des Heils - Tim Kelly

 

 

 

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