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Evolution oder Schöpfung?

Veröffentlicht am: 23.12.2015

In unserer Tageszeitung wurde unlängst ein Artikel veröffentlicht, in dem wie selbstverständlich davon ausgegangen wurde, dass der Schöpfungsbericht der Bibel ein Mythos sei. Unter der Überschrift „Die biblischen Mythen“ ist die Bibel mehr oder weniger zu einem Märchenbuch erklärt worden. Dabei wurde der Schöpfungsbericht mit einem derartigen Selbstverständnis zum Mythos erklärt, als wäre es nicht mal eine Überlegung wert, ob diese Behauptung überhaupt haltbar ist. Denn behaupten kann man ja viel, doch die Frage ist, ob man es auch plausibel begründen kann? Im Artikel wurde so argumentiert, dass zur Zeit der Niederschrift des Alten Testaments, noch keine genauen Vorstellungen von den Vorgängen der Natur vorhanden gewesen seien. Doch kann man das wirklich so stehen lassen, wenn man bedenkt, dass die Bibel der Wissenschaft bereits in zahlreichen Fällen weit voraus war? Um nur ein Beispiel zu nennen: Es vergingen Jahrtausende, bis man die biblische Aussage, dass die Erde über dem Nichts hängt (vgl. Hi 26,7), wissenschaftlich bestätigen konnte. Hierzu gibt es übrigens ein sehr interessantes Buch von Roger Liebi, mit dem Titel, "Bibel und Wissenschaft: Die Forschung hat Verspätung". Darin zählt der Autor etliche weitere Beispiele auf und nennt zur jeweiligen Bibelstelle, Datum und Namen der Entdecker. Viele biblischen Aussagen, die über Jahrhunderte umstritten waren, konnten erst in unserer Generation naturwissenschaftlich bewiesen werden. Die Schreiber der Bibel hatten nicht die technischen Möglichkeiten, die uns heutzutage zur Verfügung stehen und dennoch entsprachen ihre Angaben, exakt den Vorgängen der Natur. Dafür kann es nur eine Erklärung geben und die lautet, dass das Selbstzeugnis der Bibel wahr ist. Die Bibel ist wirklich Gottes Wort.

Daher ist es sehr lohnenswert, sich ernsthaft mit dem Buch der Bücher zu befassen. Hier in diesem Beitrag, soll es im Besonderen um den umstrittenen Anfang gehen: Um den Bericht über die Schöpfung. Dieser Bericht wurde übrigens in den unterschiedlichsten Kulturen, und selbst bei Urvölkern, mit einer erstaunlichen Übereinstimmung vorgefunden. D.h. der Schöpfungsbericht lag diesen Völkern bereits vor, ehe sie mit der zivilisierten Welt in Berührung kamen. Bei uns hingegen, gerät der biblische Schöpfungsbericht immer mehr in Vergessenheit bzw. soll durch die Evolutionstheorie ersetzt werden. Schließlich passt der Darwinismus auch viel besser in ein immer antichristlicher werdendes Europa. Es ist ja mittlerweile schon so, dass alles, was nicht zur Evolutionstheorie passt, einfach nicht sein darf. So wurde in den USA sogar ein Wissenschaftler entlassen, nur weil seine Entdeckung im Widerspruch zur Evolutionstherie steht. Die Tatsache, dass er seine Forschungsergebnise puplick machte, kostete ihn seinen Job. Doch selbst wenn dieses Thema immer mehr unter die Zensur des Staates zu fallen scheint, so bleibt Gottes Wort dennoch unveränderlich; immer noch beginnt es mit dem Satz: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde (1.Mose 1,1).

Mit dieser gewaltigen Aussage wird das Buch der Bücher, das Wort Gottes, also eröffnet. Es beginnt nicht mit dem Menschen, es beginnt mit Gott und erklärt uns ohne Umschweife, dass Gott der Schöpfer von Himmel und Erde ist. Er ist der Ursprung allen Seins; ob Sichtbares oder Unsichtbares, alles wurde durch ihn geschaffen und alles besteht durch ihn.

Mir ist durchaus bewusst, der moderne, gebildete Mensch, hält es für eine Zumutung an den Schöpfungsbericht der Bibel zu glauben. Wer intellektuell etwas auf sich hält, der verlässt sich doch nicht auf die Bibel, sondern vertraut lieber dem was uns die Wissenschaft auftischt. So verlässt sich der aufgeklärte Mensch des zwanzigsten Jahrhunderts, wie selbstverständlich auf die Evolutionstheorie und lebt, wie er meint, getreu dem Motto, nur an das zu glauben, was er sehen kann. Aber ist das wirklich so oder kann es sein, dass man auch für die Evolutionstheorie jede Menge Glauben aufbringen muss?
Zugegeben, für den Schöpfungsbericht der Bibel muss man Glauben aufbringen. Gottes Wort macht auch gar keinen Hehl daraus, hier wird uns unverblümt erklärt. Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist (Hebr 11,3).

So weit so gut, doch wie ist es mit der Evolutionstheorie? Gehört hier nicht auch eine gewisse Glaubensüberzeugung dazu? Oder anders gefragt: Ist diese Theorie wirklich so wissenschaftlich fundiert, wie behauptet wird? Kann man wirklich davon ausgehen, diese Theorie sei eine bewiesene Tatsache? Handelt es sich um belegbare, sichtbare Fakten, die wissenschaftlich fundiert sind? Wenn es nämlich nicht der Fall ist, dann ist die Behauptung, nur das zu glauben was man sehen würde, eindeutig fehl am Platz.

Doch genau das ist der Fall, es gibt nämlich keine wissenschaftliche Methode, durch die man die Entstehung des Universums nachsimulieren kann. Darum ist es auch nur eine Theorie, zu der sehr viel Phantasie gehört, doch verkauft wird es uns, als sei es eine bewiesene Tatsache. Schaut man sich diese Theorie jedoch genauer an, stellt man fest, dass sie im Grunde besagt, dass nichts die Ursache für alles sei. Muss man hier nicht weitaus mehr Glauben aufbringen, als an das zu glauben, was uns Gottes Wort über die Entstehung der Erde sagt? Die Bibel erklärt, dass Gott der Schöpfer von Himmel und Erde ist, die Evolutionstheorie hingegen behauptet, dass es keinen Schöpfer gäbe. Die Tatsache, dass die Schöpfung die Handschrift eines genialen Schöpfers aufweist, der alles bis ins kleinste Detail geplant und ausgeführt hat, wird geleugnet. Stattdessen wird die Genialität der Schöpfung den Faktoren Zeit und Zufall zugeschrieben. Rein zufällig soll es eine Explosion gegeben haben, die als Urknall bezeichnet wird. Dies soll der Auslöser gewesen sein, dass über Jahrmillionen alles entstanden sei.
Doch ist es nicht absurd anzunehmen, dass alles durch eine Explosion ausgelöst wurde? Seit wann entsteht etwas durch die zerstörerische Kraft einer Explosion? Durch die Sprengkraft einer Explosion wird doch Materie zerstört und nicht geschaffen. Alles was dadurch entsteht ist ein ungeordnetes Chaos, aber doch niemals ein so durchdachtes, komplexes Planetensystem, wie das Universum. Zumal es ja nicht nur um leblose Materie geht, sondern um eine unzählige Vielzahl, von sich fortpflanzenden Lebewesen. Eine unzählige Vielfalt von Pflanzen, von Tierarten, seien es Meerestiere, seien es Säugetiere, seien es die unzähligen Vogelarten oder irgendwelche winzigen Insekten. Von winzigen Mikroorganismen bis hin zum Menschen soll alles durch besagten Urknall entstanden sein. Einfach ganz zufällig, ohne dass ein durchdachter, genialer Plan dahinter steht, ohne die Intelligenz und Weisheit eines persönlichen Schöpfers. Alles nur rein zufällig, völlig planlos, ziellos und ohne jegliche Absicht.

Nun gut, nehmen wir wider alle Vernunft an, es hätte sich tatsächlich so zugetragen, was um alles in der Welt soll diese Explosion ausgelöst haben? Kann es tatsächlich reiner Zufall gewesen sein? Hat sich diese gewaltige Explosion, wie aus dem nichts einfach mal so aus heiterem Himmel von selbst ausgelöst? Man muss sich das ja mal vorstellen, vor dieser Explosion war ja überhaupt nichts da, keine Energie, keine Materie, weder flüssig noch gasförmig noch in sonst irgendeinem Aggregatzustand. Da war gar nichts, völlig lebloser, luftleerer Raum und dann entsteht aus diesem völligen Nichts heraus eine Explosion. Wenn da aber absolut gar nichts vorhanden war, wie kann es sein, dass durch diese zufällige Explosion Materie aus dem Nichts entstanden ist und wie kam Leben in diese tote Materie?
Der französische Chemiker und Mikrobiologe Louis Pasteur kam zur Feststellung: Leben kann nur aus Leben kommen. Dieses bedeutende Naturgesetz hat sich unzählige Male wiederholt und konnte nie widerlegt werden. Einzig die Evolutionslehre, sucht eine Erklärung an diesem Naturgesetz vorbei und will das Leben ohne Gott, ohne einen Schöpfer erklären.

Halten wir noch mal fest: Wir haben eine Explosion, die durch nichts ausgelöst wurde, sie hat sich praktisch von selbst ausgelöst und dann dafür gesorgt, dass aus dem Nichts heraus Materie entstand. Diese Materie entschied sich dann rein zufällig, verschiedene Arten von Lebewesen und Pflanzen zu bilden. D.h. tote, leblose Materie traf die Entscheidung lebendig zu werden.
Dies gilt zumindest für einen Teil der Mattere, ein anderer Teil zog es vor, leblos zu bleiben und bildete die verschiedenen Planetensysteme. Diese Planten jedoch schweben nicht etwa irgendwie total chaotisch und unorganisiert durchs Weltall, sondern bewegen sich in gleichmäßiger Geschwindigkeit in einer festbestimmten Umlaufbahn. Wer hat denn diese Umlaufbahn festgelegt? Warum geht es da nicht so zu wie beim Boxautofahren? Warum bewegt sich die Erde auf ihrer Bahn immer in rechtläufiger Richtung, also vom Polarstern aus betrachtet gegen den Uhrzeigersinn? Ist das einfach nur ein Zufallsprinzip, das sich rein zufällig regelmäßig wiederholt? Ist es reiner Zufall, dass im gesamten Planetensystem alles exakt aufeinander abgestimmt ist und miteinander harmoniert? Ist es ein Zufall, dass die Erde die Sonne umkreist und dass dies in einem so geregelten Ablauf stattfindet, dass die Länge eines Tages durch die Umdrehung der Erde festgelegt wird, und die Länge eines Jahres durch die Bahn der Erde um die Sonne? Einer Sonne, die rein zufällig auch noch Grundvoraussetzung für die Erhaltung des Lebens auf der Erde ist. Kann all das wirklich nach einem unkontrollierten Zufallsprinzip ablaufen? Da erscheint mir doch die Aussage des Psalmisten Asafs viel plausibler. Er gibt nicht dem Zufall die Ehre, sondern er gibt Gott die Ehre, indem er sagt: Dein ist der Tag und dein ist die Nacht; du hast Gestirn und Sonne die Bahn gegeben (Ps 74,16).

Das ist auch die einzig vernünftige Erklärung, wohingegen die Evolutionstheorie total unplausibel und völlig absurd ist. John MacArthur hat diese Absurdität wie folgt kommentiert: Man kann sich wohl nichts Absurderes vorstellen als die Formel der Naturalisten im Hinblick auf den Ursprung des Universums: Nichts multipliziert mit nichts ergibt alles. Es gibt keinen Schöpfer; es gibt weder Plan noch Zweckbestimmung. Alles, was wir sehen, hat sich einfach entwickelt und ist rein zufällig aus dem absoluten Nichts heraus entstanden.1

Die Logik sagt, ohne Ursache keine Wirkung, doch bei der der Evolutionstheorie wird uns weis gemacht, dass alles aus dem Nichts entstanden sei. Eine Explosion aus dem Nichts, soll die Ursache dafür gewesen sein, dass plötzlich Materie entstand sei. Also aus dem Nichts, aus dem völlig luftleeren Raum, wo es weder eine Atmosphäre, noch irgendwelche Gase oder sonst etwas gab, geschieht diese gewaltige Explosion und erzeugt alles aus dem Nichts. Nicht nur die sichtbare Materie, nicht nur das ganze Planetensystem, sondern gleichzeitig auch alles Leben.
Abgesehen vom angelblichen Urknall, habe ich noch nie von einer Explosion gehört, durch die Leben entstanden ist. Im Gegenteil, durch Explosionen wurden unzählige Leben zerstört, jedoch niemals Leben geschaffen. Doch genau das wird bei der Evolutionstheorie vorausgesetzt und wer es anders sieht, gilt als rückständig.

Dennoch appelliere ich an den gesunden Menschenverstand und frage jeden, der dieser Theorie Glauben schenkt, ob er sich wirklich vorstellen kann, dass unser ganzes Planetensystem und alles Leben aufgrund solch eines willkürlichen Zufalls einstanden sein kann? Gibt es etwa irgendeine technische Errungenschaft, die auf diese Weise entstanden ist? Hat etwa jemand durch das Experimentieren mit Dynamit zufällig ein Haus, ein Auto, einen Computer oder auch nur eine einfache Armbanduhr erschaffen? Nicht mal eine einfache Uhr, die auf das Sonnensystem ausgerichtet ist, kann durch eine Explosion entstehen, doch man behauptet allen Ernstes, Pflanzen, Tiere und Menschen seien so entstanden.
Sagen uns nicht schon allein die geordneten Abläufe, wie Tag und Nacht, wie Sommer und Winter, dass hier nicht der Zufall regieren kann? Sollte wirklich der Zufall dafür sorgen, dass die Erde in ihrer Umlaufbahn bleibt? Ist es wirklich der Zufall, der aus unserem Planten einen bewohnbaren Planeten gemacht hat? Lässt der Zufall alle Nahrungsmittel waschen? Hat er uns den Sauerstoff zum Atmen gegeben? Steckt er hinter der Erdanziehungskraft? Ist es nicht allzu offensichtlich, dass diese Theorie den Zufall zum Gott des modernen Menschen macht?

Es gibt nur eine schlüssige Erklärung für die Entstehung des Universums und die lautet nicht, dass es im Laufe von Jahr Millionen rein zufällig entstanden ist, sondern dass hinter diesem unermesslichen Wunder ein Schöpfer stehen muss. Nur die Schöpfermacht eines allwissenden, allmächtigen Gottes kommt als mögliche Erklärung für das komplexe Wunder der Schöpfung in Betracht. Genau dies bringt auch der Apostel Paulus zum Ausdruck, wenn er schreibt. Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben (Röm 1,19-20).
Der Mensch kann sich also nicht herausreden und so tun als hätte er nicht gewusst, dass es einen Schöpfer gibt. Wir haben keine Entschuldigung, wenn wir uns hinter der Evolutionstheorie verstecken oder uns womöglich noch für klüger halten, indem wir den Schöpfungsbericht der Bibel als Mythos abtun. Nein, an die Evolution zu glauben ist alles andere als klug, alles dem Zufall zuzuschreiben, ist absolut absurd, darum kommt Paulus auch zu der Feststellung: Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden (Röm 1,22).

Die Bibel beschönigt an dieser Stelle nichts, sie nennt die Dinge beim Namen und das ist charakteristisch für dieses Buch. Gottes Wort ist durchweg ehrlich und gerade heraus. Gott schmiert uns in seinem Wort keinen Honig um den Mund, sondern nennt die Dinge beim Namen. Ja, Menschen die Gott ablehnen, halten sich für fortschrittlich, für klug und für wahnsinnig gebildet, doch das Gegenteil ist der Fall. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott (Ps 14,1) und im Gegensatz dazu gilt: Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis (Spr 1,7).
Wenn wir wirklich ehrlich sind, dann können wir weder leugnen, dass es einen Schöpfer geben muss, noch, dass es eine Kraft geben muss, die alles erhält. Bedenken wir auch, dass Gottes Wege unausvorschlich und unergründlich sind, und das er allmächtig ist, sollte jemand dennoch Probleme haben an die Schöpfungsbericht der Bibel zu glauben, möchte ich folgendes Zitat Luthers dagegenhalten: „Wenn du dir nicht vorstellen kannst, dass Gott die Erde in sechs Tagen geschaffen hat, dann gewähre dem Heiligen Geist die Ehre, gelehrter zu sein als du. Denn mit der Schrift musst du stets so umgehen, dass du bedenkst, dass Gott selbst sagt, was geschrieben steht. Da aber Gott spricht, geziemt es sich nicht für dich, sein Wort schamlos in jegliche Richtung zu deuten, wie du es gern hättest.“ 2
Davon abgesehen ist es nur Gott allein, der allem Sinn und Bedeutung gibt. Ohne ihn wären wir nur eine Laune der Natur, wir wären willkürlichen Zufällen ausgeliefert und alles käme einem Lotteriespiel gleich. Die einen haben eben Glück, die anderen Pech und jeder muss zusehen, wie er irgendwie am besten durchkommt. Wozu Rücksicht nehmen? Es gilt eben das Gesetz des Stärkeren. Und so entsteht immer mehr eine Egogesellschaft, in der es letztlich nur darum geht, mit möglichst wenig Aufwand viel zu erreichen und wenn das auf Kosten anderer geht, dann ist das eben so. Ist das nicht zwangsläufig die Konsequenz, wenn man den Evolutionsgedanken der Gott weg rationalisiert zu Ende denkt?

Sollte sich der Mensch lediglich im Laufe von Jahrmillionen aus Verkettung willkürlicher Umstände entwickelt haben, warum sollten wir dann irgendeine moralische Verpflichtung haben? Dann ist doch letztlich alles relativ, dann ist doch Wahrheit und Lüge oder Gut und Böse, nur reine Ermessenssache. Jegliche Moralvorstellung ergäbe doch gar keinen Sinn, wenn nicht Gott, sondern leblose Materie die letztliche Realität wäre. In solch einem unpersönlichen Universum, wäre doch im Endeffekt nichts von wahrer Bedeutung.
Wenn der Mensch nur eine unter vielen Arten ist, was unterscheidet ihn dann von den Tieren? Dann ist er doch nicht besser, als irgendein anderes Lebewesen und sei es ein Käfer, eine Zecke oder eine lästige Stechmücke. Was soll dann das Gerede, von der Würde des Menschen? Wer verleiht ihm denn eine Würde? Was sind wir denn unter diesem Gesichtspunkt mehr, als ein Wesen ohne eine wirkliche Daseinsberechtigung, ohne jegliche Bestimmung. Lediglich nichts weiter, als eine biologische Anhäufung von Materie, die nur darauf wartet, zu Dünger zu werden.

Hier wird deutlich, die Evolutionstheorie ist nicht nur irrational und absurd, sondern auch unmoralisch und dem Menschen gegenüber total abwertend und entwürdigend. Es wird behauptet, alles sei aus dem reinen Chaos heraus, ohne jeglichen Plan, rein zufällig entstanden. An Stelle des dreieinigen Schöpfergottes wird die Dreieinigkeit von Materie, Zeit und Zufall gesetzt und so ist der Mensch eben nicht, wie die Bibel sagt, geschaffen nach dem Bild Gottes, sondern lediglich ein reines Zufallsprodukt. Der Mensch wird dadurch jeglicher Würde und jeglichen Wertes beraubt und wenn tatsächlich alles bloß zufällig geschieht, ist auch nichts von wahrer Bedeutung. Nichts hat einen besonderes Ziel oder einen besonderen Sinn. Im Grunde ist alles völlig ohne Belang und ohne Wert, denn was bedeutet unter diesem Gesichtspunkt schon ein Menschenleben?
Da muss man sich doch fragen, warum die Menschen an dieser absurden, destruktiven Theorie festhalten? Eine treffende Antwort liefert Werner Gitt, indem er darauf hinweist, dass Darwins Buch, von der Entstehung der Arten, schon am Erscheinungstag vollständig vergriffen war. Gitt sieht darin einen Beleg für den Wunsch der Menschen, nach einer Erklärung der Welt ohne Gott. Weiter sagt er: Da bis heute die meisten Menschen ohne Gott leben wollen, ist ihnen die Evolution eine willkommene Lehre. 3

Zu einer ähnlichen Feststellung kommt auch John MacArthur, er schreibt in dem 2005 erschienen Buch "Verändertes Denken" (das mich übrigens zu diesem Beitrag inspiriert hat) folgendes: Was könnte einen Menschen dazu veranlassen, sich solch einem Gedankensystem anzuschließen? Warum sollte sich jemand für eine Weltanschauung entscheiden, die alles Rationale eliminiert? Die Antwort läuft letztlich immer auf dasselbe hinaus: die bloße Liebe zur Sünde. Man will wegen seiner Sünde kein schlechtes Gewissen haben. Das geht aber nur, wenn man Gott ausschaltet. Sehen Sie zu, dass Sie Gott loswerden, und Sie radieren jegliche Angst vor den Konsequenzen Ihrer Sünde aus! Und obwohl letztendlich nur blanke Irrationalität die einzig ersichtliche Alternative zum Gott der Bibel ist, haben sich viele Menschen für die Irrationalität entschieden, damit sie ohne Schuldgefühle und ohne Scham weiter in ihren Sünden leben können. So einfach ist das. Entweder gibt es einen Gott, der das Universum erschaffen hat und souverän über seine Schöpfung herrscht, oder alles wurde vom blinden Zufall erschaffen. Es gibt nur ein Entweder-Oder. Wenn der Zufall regiert, bleibt kein Raum für Gott. Wenn Gott herrscht, scheidet der Zufall aus. Wenn man den Zufall zum Schöpfer des Universums werden lässt, wird Gott im Grunde beiseite gestellt. 4

Nun ist es aber leider nicht so, dass nur Atheisten an die Evolutionstheorie glauben. Nein, es gibt durchaus auch Leute, die sich zum christlichen Glauben bekennen und dennoch behauten, der Schöpfungsbericht sei ein Mythos. Oft stehen solche Menschen sogar in sehr verantwortungsvollen Positionen. Sie sagen zwar, sie würden an Jesus glauben, doch sie stellen die Inspiration der fünf Bücher Mose in Frage. Wer diesen Standpunkt vertritt, sollte bedenken, welch hohen Stellenwert diese Bücher für Jesus hatten. Für ihn galten sie eindeutig als letztgültige Autorität. Dies wird besonders bei der Versuchung deutlich. Als Satan ihn zur Sünde verleiten wollte, hielt Jesus dem Versucher dreimal die Worte „es steht geschrieben“ entgegen und zitierte dann jeweils eine Schriftstelle aus dem 5. Buch Mose (vgl Mt 4,4-10; Lk 4,4-12).
Abgesehen davon nahm Jesus auch an vielen anderen Stellen Bezug auf die Bücher Mose (vgl Mt 19,4; Mk 10,3 u. 6; Mk 13,19; Lk 16,29 u. 31; Lk 24,44; Joh 6,32). Niemals ließ er auch nur den geringsten Zweifel aufkommen, dass die Bücher Mose fester Bestandteil von Gottes inspiriertem Wort sind. Im Gegenteil, an einer Stelle sagte er sogar: Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben? (Joh 5,47)
Hier lehrt Jesus also, dass Menschen, die nicht an die Schriften Mose glauben, noch viel größere Probleme haben würden, seinen Worten zu glauben (vgl. Lk 16,31). Es ist also ein Widerspruch in sich, wenn jemand meint, mit den Büchern Mose müsse man es als Christ nicht ganz so genau nehmen. Wer Mose nicht glaubt, kann auch nicht an Jesus glauben, zumindest nicht an den Jesus, der uns in der Schrift offenbart wird. Nicht an den Jesus, der von einer Jungfrau geboren wurde, der für unsere Sünden, den qualvollen Kreuzestod auf sich nahm, der am dritten Tag auferstanden ist, der in den Himmel aufgefahren ist, der zu rechten Gottes sitzt und der wieder kommen wird, in Macht und Herrlichkeit.

Darüber hinaus müssen sich doch all jene Christen, die den Schöpfungsbericht der Bibel zum Mythos erklärt haben, generell fragen, wo sie dem Zweifel Einhalt gebieten wollen. Ich möchte dazu noch einmal John MacArthur zitieren, er kommt diesbezüglich zu folgender Fragestellung: Soll man bei 1.Mose 3 beginnen, wo der Ursprung der Sünde erklärt wird? Darf man der Bibel also erst ab Kapitel 3 glauben? Oder erst irgendwann nach Kapitel 6, weil die Sintflut von der Wissenschaft ja ebenfalls immer wieder angezweifelt wird? Oder vielleicht kommt einem der Turmbau zu Babel äußerst fragwürdig vor, denn er lässt sich kaum mit den linguistischen Theorien über Ursprung und Entwicklung der Sprachen vereinbaren. Vielleicht akzeptiert man dann die Bibel erst ab dem Bericht über das Leben Abrahams als historisch zuverlässig. Aber sollte man, wenn man zu Mose und den Plagen über Ägypten kommt, nicht ebenso zweifeln?
Weiter argumentiert er: Wer die Historizität des Schöpfungsberichts anzweifelt, ist drauf und dran, die Haltung der Sadduzäer in ihrer schlimmsten Form einzunehmen. Sie waren voll Skepsis und unverhülltem Unglauben gegenüber allen übernatürlichen Elementen der Schrift. Warum sollten wir bloß den wortwörtlichen Sinn von 1.Mose 1-3 anzweifeln, wenn wir nicht auch bereit sind abzulehnen, dass Elisa eine Axt schwimmen ließ, oder dass Petrus auf dem Wasser ging, oder dass Jesus Lazarus aus den Toten auferweckt hat? Und was ist mit dem größten Wunder überhaupt – der Auferstehung Christi?
Und was werden wir im Hinblick auf das Ende der Zeit glauben, wie es uns in der Schrift vorhergesagt wird? Die gesamte Heilsgeschichte endet nach 2.Petrus 3,10-12 in dem Augenblick, da der Herr das alte Universum vernichtet. Die Elemente werden mit unvorstellbarer Hitze zerschmelzen; und alles, was an Materie existiert, wird in einem noch nie da gewesenen und unvorstellbaren Prozess nach Art eines atomaren Schmelzofens in seine kleinsten Bestandteile aufgespalten. Unmittelbar danach wird Gott gemäß Offenbarung 21,1-5 einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen (vgl. Jes 65,17). Glauben wir wirklich, dass er das tun kann? 5 

Hier wird deutlich, wie widersprüchlich ein angeblich christlicher Standpunkt ist, der alles Übernatürliche in Frage stellt. Wer so denkt, kann, wie der logische Gedankengang John MacArthurs gezeigt hat, auch nicht an die Auferstehung glauben, doch wer nicht glaubt, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, dessen Glaube ist laut Gottes Wort vergeblich. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich (1.Kor 15,14).
Wenn nun Leute, die nicht bereit sind, das gesamte Zeugnis der Schrift anzunehmen, sich als Christen bezeichnen, machen sie sich selbst etwas vor. Die Bibel und insbesondre Jesus selbst, hat immer wieder vor Selbstbetrug und vor Verführung durch falsche Lehrer und falsche Propheten gewarnt. Jesus sagte, es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen (Mt 24,11). Er sprach also nicht von ein paar wenigen, sondern von vielen und wie Recht er damit hatte, zeigt sich darin, dass wir mittlerweile eine regelrechte Invasion von falschen Lehren über Jesus Christus erleben. Was heute vielfach verkündigt wird, ist ein anderer Christus und ein anderes Evangelium(2.Kor 11,4) und wer nicht in einfältigem Glauben an der Schrift festhält, wird immer ein Opfer solcher Verführung sein (2.Kor 11,3).
Jesus selbst hat in Johannes 8, Vers 30 eindeutig gelehrt, dass uns nur das Festhalten an der Schrift, zu wahren Nachfolgern macht. Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger. Und weiter erklärt er: Und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Nur die Wahrheit kann uns vor Irrtum und Verführung befreien. Und diese Wahrheit finden wir laut Jesus im Wort Gottes. Im Hohepriesterlichen Gebet sagte er zum Vater:  Dein Wort ist die Wahrheit (Joh 17,17b). Damit nannte er eindeutig die Quelle, in der die Wahrheit zu finden ist. Wobei es zu beachten gilt, dass Jesus nicht sagte: „Dein Wort enthält Wahrheit“, sondern: „Dein Wort ist die Wahrheit“. Wir müssen also das gesamte Wort Gottes als Wahrheit annehmen, wenn wir Jesus wirklich nachfolgen wollen. Zu glauben, der Mensch müsse darin nach vereinzelten Wahrheiten suchen und letztlich selbst entscheiden, was er als Wahrheit annimmt und was er getrost als Mythos oder Märchen verwerfen kann, ist ein fataler Irrtum. Denn wer sich auf diesen Standpunkt stellt, der stellt sich, im Gegensatz zu Jesus, über das Wort, anstatt darunter. Doch wie soll für solche Menschen Gottes Wort ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens, sein? (Heb 4,12).

Es ist doch ganz klar, entweder ist der Mensch Richter über das Wort oder das Wort ist Richter über den Mensch. Wie gesagt, Jesus stellte sich immer unter das Wort, nicht darüber. Wenn nun Leute vorgeben, sie würden ihm nachfolgen, sollten sie sich fragen, auf welcher Grundlage ihr Glaube steht. Wie kann man behaupten Jesus nachzufolgen, wenn man sich über ihn erhebt? Kann ein Nachfolger klüger sein, als der, dem er vorgibt nachzufolgen? Soll der Schüler etwa klüger sein als sein Meister? Nein, natürlich nicht, denn klar ist doch: Der Jünger steht nicht über dem Meister und der Knecht nicht über seinem Herrn (Mt 10,24) und daher kann nicht gelten, dass Jesus von uns lernt, sondern vielmehr gilt, wie er selbst sagte: Lernt von mir (Mt 11,29).

Wer dazu nicht bereit ist, sollte sich fragen, welchem Jesus er nachfolgt? Der Jesus, der uns in Schrift vorgestellt wird, kann es jedenfalls nicht sein, denn dieser Jesus kann nicht von der Schrift getrennt werden. Wer der Schrift misstraut, der misstraut Christus, denn Christus selbst ist das Wort (Joh 1,14, Offb 19,13). Nur wer dem Wort Gottes in allem vertraut, vertraut auch wirklich Jesus in allem. Nur wer dem Wort in allem gehorcht, gehorcht auch Jesus in allem. Denn auf das Wort zu hören, bedeutet auf Jesus zu hören. Im Umkehrschluss gilt: Wer das Wort missachtet, der missachtet Christus und wer es verwirft, der verwirft ihn. Man kann das Wort nicht von Jesus trennen, denn Jesus identifiziert sich mit dem Wort Gottes und das Wort mit ihm, und daher gilt, (wie die Chicago-Erklärung sehr gut definiert) dass die Autorität von Christus und die Autorität der Bibel eins sind. Als unser Prophet hat Christus bezeugt, dass die Schrift nicht aufgelöst werden kann (Joh 10,35). Als unser Priester und König galt sein ganzes irdisches Leben der Erfüllung des Gesetzes und der Propheten, und er starb sogar im Gehorsam gegenüber den Worten der messianischen Weissagungen. So wie er die Schrift als Beglaubigung für sich und seine Autorität sah, beglaubigte er durch seine eigene Unterordnung unter die Schrift ihre Autorität. So wie er sich unter die in seiner Bibel (unserem Alten Testament) gegebenen Weisungen seines Vaters beugte, erwartet er dies auch von seinen Jüngern. 6

Meine Hoffnung und mein Gebet ist, dass dieser Beitrag zum Nachdenken anregt und dass der ein oder andere seinen Standpunkt neu überdenkt. Man kann nicht die halbe Bibel in Frage stellen und gleichzeitig behaupten Christ zu sein. Mir ist durchaus bewusst, dass viele Theologen diesen unbiblischen Standpunkt vertreten, aber auch wenn dem so ist, muss ich sagen, dass dies völlig widersprüchlich ist und mit rettendem Glauben nichts zu tun hat. Christ zu sein bedeutet, das Wort Gottes zu lieben, es bedeutet, am Wort Gottes festzuhalten und weder darüber hinaus zu gehen, noch etwas davon wegzustreichen (vgl 2.Thess 2,15; 1.Kor 4,6; Mt 5,16; Offb 22,18-19). Wer nicht in der gesunden Lehre bleibt und weiter geht, zählt nicht wirklich zu seinen Jüngern (1.Joh 2,18-19) selbst wenn er sich so bezeichnen mag (Offb 2,2).

Ebenso wenig kann man Gott wegerklären, er existiert, er ist unser Schöpfer und vor ihm müssen wir eines Tages Rechenschaft über unser Leben ablegen. Es wäre falsch dies auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir müssen bedenken, Gott ist heilig, er ist ein gerechter, unparteiischer Richter und Jesus sagte: Ich sage euch aber, dass die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden werden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts (Mt 12,36).
Wer kann schon von sich behaupten, dass nie ein unrechtes oder böses Wort über seine Lippen gegangen wäre? Es gibt keinen über den das gesagt werden kann, als nur über Jesus allein, über ihn lesen wir, er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand (1.Pt 2,22).

Wie schon erwähnt, die Bibel schmiert uns keinen Honig um den Mund, sie nennt die Dinge beim Namen. Man kann buchstäblich sagen, sie legt den Finger in die Wunde, sie deckt schonungslos unser Versagen auf und kommt zur Feststellung, dass alle Menschen unter der Sünde sind. Wie geschrieben steht: Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer (Röm 3,10).
Doch warum tut sie das, warum zeigt sie uns wo unser Problem ist? Tut sie es, um uns nieder zu machen? Will sie uns in hoffnungslose Depression und Verzweiflung treiben? Nun, bis zu einem gewissen Punkt tut sie dies tatsächlich. Es ist nicht schön so etwas zu hören. Wir möchten gelobt werden, wir möchten bewundert werden, aber wir möchten doch nicht hören, dass wir Sünder sind.

An dieser Stelle mal ein simples Beispiel: Angenommen bei einer Routineuntersuchung würde bei mir eine unheilbare Krankheit diagnostiziert. Doch anstatt der Arzt mir etwas davon sagen würde, würde er mir lediglich ein Schmerzmittel verschreiben. Nun ja, vielleicht wäre es bei einer unheilbaren Krankheit sogar das Beste, immerhin hätte ich noch ein paar unbeschwerte Tage vor mir, ehe das Endstadium der Krankheit erreicht wäre und der Tod eintreten würde.
Doch jetzt spielen wir dieselbe Situation noch einmal durch. Angenommen ich hätte tatsächlich eine tödliche Krankheit, doch der Arzt, der mir diese Wahrheit vorenthalten würde, wüsste von einem Medikament oder einer Therapie, die mich heilen könnte. Wäre es da nicht unverantwortlich, wenn er mir nichts über die tödliche Krankheit sagen würde? Wäre er nicht sogar moralisch dazu verpflichtet dies zu tun? Ganz gewiss wäre er das, er würde sich sogar strafbar machen, wenn er es nicht täte.

Der viktorianische Prediger John Charles Ryle (1817-1900), den Spurgeon den „besten Mann der Kirche Englands“ nannte, bringt diesen Gedanken wie folgt auf den Punkt: Jene falsche Nächstenliebe, die es "unfreundlich" nennt, wenn man sagt, dass jemand sich im Irrtum befinde, findet in der Sprache, die der Herr Jesus gebraucht, keine Stütze. Er nannte Dinge bei ihrem wirklichen Namen. Er wusste, dass man für akute Krankheit harte Medizin benötigt. Er wollte uns wissen lassen, dass der treuste Freund unserer Seelen nicht der Mensch ist, der immer "schöne Dinge" zu uns sagt und mit allem übereinstimmt, was wir sagen, sondern der Mensch, der uns am meisten die Wahrheit sagt. 7

Genauso verhält es sich mit dem Wort Gottes, genau das ist der Grund warum darin nichts beschönigt oder verharmlost wird. Gott sagt uns die Wahrheit weil es sich bei der Sünde tatsächlich um eine tödliche Krankheit handelt. Doch das Gute ist, es gibt Aussicht auf Heilung, es gibt noch Hoffnung und daher wäre es doch fatal, wenn er uns in Unkenntnis über die Wahrheit unseres verlorenen Zustands lassen würde. Aus diesem Grund überführt uns sein Wort von der Sünde. Hier haben wir die Erklärung dafür, warum wir mit der unschönen Wahrheit konfrontiert werden, dass wir Sünder sind und dass wir aufgrund unserer sündhaften Natur, nicht vor Gottes Gericht bestehen können. Als gerechter Richter muss er uns bestrafen, er muss uns verdammen, doch nun kommt das unbegreifliche, alles übersteigende Gnadenangebot, das er uns durch Jesus Christus, seinen Sohn, geschenkt hat. Er, der gerechte, der heilige, der vollkommene Sohn Gottes, nahm die Strafe auf sich, die wir verdient hätten.
Er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; der nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, nicht drohte, als er litt, er stellte es aber dem anheim, der gerecht richtet; der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben (1.Pt 2,22-24).
Das ist die Botschaft des Evangeliums. Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift (1.Kor 15,4). 
Das Kreuz von Golgatha ist das Gnadenangebot Gottes, das für jeden Menschen gilt. Egal welche Hautfarbe, egal welche Herkunft, egal welches Geschlecht oder welcher Bildungsstand, für alle gilt ausnahmslos: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden (Joel 3,5, Apg 2,21, Röm 10,13).

Noch besteht die Möglichkeit, von diesem Gnadenangebot Gebrauch zu machen. Noch steht die Tür zum Reich Gottes offen. Jesus wurde Mensch, um uns mit dem Vater zu versöhnen, dieses Versöhnungsangebot gilt für jeden, der bereit ist seine Schuld einzugestehen und Jesus als seinen Erlöser anzunehmen. Dazu reicht ein einfaches Gebet und wer auch immer seinen Namen anrufen wird, der soll gerettet werden.

 

 



Quellnachweis

1. John Mac Arthur, Verändertes Denken, S 82
2. Martin Luther, Vortrag: Kurzer Überblick über die biblische Urgeschichte von Bernhard Keil
3. Werner Gitt, Am Anfang war der Urknall?, S 32
4. John Mac Arthur, Verändertes Denken, S 89
5. John Mac Arthur, Verändertes Denken, S 95, 96
6. Bibelbund-Verlag, Die Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel, S 16
7. J.C. Ryle -Lukas Band 2, S. 228

 

 

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Mehr zum Thema unter: http://www.janash.de


Außerdem sind die folgenden Vorträge von Roger Liebi sehr zu empfehlen:

• Schöpfung kontra Evolution

• Ist die Erde ein junger Planet?

• 200 Jahre Charles Darwin - Darwin und seine Evolutionslehre: Wahrheit oder Irrtum?

 Eiszeit, Mammute, Höhlenmenschen und die Bibel

• Die überwältigende Präzision der Bibel

Spuren Gottes im Weltall
 

 

Ebenso empfehlenswert ist die Predigtreihe "Der Anfang der Welt und der Anfang der Bibel" von Wolfgang Nestvogel, sowie die Vorträge, die Werner Gitt zu diesem Thema gehalten hat.

 


 

Buchempfehlungen zum Thema

• Der Kampf um den Anfang - John MacArthur

• Evolution - die große Täuschung - Ken Ham

• Schuf Gott durch Evolution? – Werner Gitt

• Evolution - ein kritisches Lehrbuch - Reinhard Junker und Siegfried Scherer

• Die Naturwissenschaften kennen keine Evolution – Arthur E. Wilder Smith

 

 

 

 

www.evangeliums-botschaft.de

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