und

Europa wohin? II

Aufstieg oder Untergang?

Veröffentlicht am 16.01.2016

Die falschen Propheten sagen: „Du kannst so bleiben wie du bist, es gibt weder Strafe noch Gericht!“, aber sie missachten dabei das Wort Gottes, das uns warnt: Siehe, es wird ein Wetter des HERRN kommen voll Grimm und ein schreckliches Ungewitter auf den Kopf der Gottlosen niedergehen. Und des HERRN Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr es klar erkennen (Jer 23, 19-20).

Wie dieser Vers deutlich macht, wird Gottes Gerichtshandeln am Ende der Zeiten klar erkennbar sein. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, kann in unseren Tagen bereits wahrnehmen, wie sich die Gewitterwolken dieses Gerichts zusammenbrauen. Durch den drastischen Absturz des Christentums in Deutschland und Europa, wurde dieses Gericht regelrecht heraufbeschworen. Kirchen, Politik und Bevölkerung haben Christus mehrheitlich verworfen. Andere Religionen hingegen sind willkommen und werden sogar als Bereicherung angesehen. Wenn wir hier noch einmal auf das, bereits im ersten Kapitel erwähnte, geistliche Prinzip, von Gottes Handeln mit den Völkern, zurückkommen, sind wir damit an dem Punkt angelangt, an dem es heißt: Und ein anderes Mal rede ich über ein Volk oder Königreich, daß ich es bauen und pflanzen will; wenn es aber das tut, was böse ist in meinen Augen und auf meine Stimme nicht hört, so reut mich auch das Gute, das ich mir vorgenommen hatte, ihnen zu tun.

Das bedeutet, Gott zieht Seine schützende Hand nach und nach von Europa zurück, indem er zulässt, dass wir vom Islam überschwemmt werden. Diesbezüglich möchte ich ein Zitat von Rudolf Ebertshäuser wiedergeben. Darin sagt er, dass unsere Regierung in Folge von falschen Entscheidungen, einem gewissen Kontrollverlust dahingegeben werden könnte, und erklärt weiter: Darin verwirklicht sich vielleicht ansatzweise schon das Gericht, das der Herr Jesus für die Zeit Seiner Wiederkunft beschreibt: „auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen“ (Lk 21,25).

Anmerkung: Die Prophezeiung bezüglich des tosenden Meeres, bezieht sich auf das immer unruhiger werdende Völkermeer (vgl. Jer 51,42; Hes 26,3; Dan 7,3; Offb 13,1). Weltweit gibt es Unruhen, weltweit erleben wir Terror, Unterdrückung, Gewalt und Armut und in Folge dessen, sind millionen Menschen auf der Suche nach einer neuen Heimat, was zu einer regelrechten Völkerwanderung geführt hat. Auch wenn unsere Kanzlerin fast mantraartig an ihrer Parole: „Wir schaffen das!“ festhält, so ist doch allzu offensichtlich, dass unserer Politik die Kontrolle immer mehr entgleitet und dass sich, wie von Jesus prophezeit, Angst und Ratlosigkeit breit macht.

Doch kommen wir wieder zurück, zu dem Gedankengang von Rudolf Ebertshäuser, er erinnert in Bezug auf die zunehmende Islamisierung Europas daran: Daß Gott die Anhänger des Islam schon früher als Geißel des Gerichts über eine laue, von Ihm abgefallene Christenheit benutzte, so bei der Verwüstung der einstmals christlichen Regionen Nordafrikas und des Nahen Ostens und auch in der Bedrohung Europas im Mittelalter. Es mag sein, daß sich das Einströmen von Hunderttausenden und vielleicht noch Millionen Muslimen nach Europa in mancher Hinsicht ebenfalls als ein solches Gericht erweist.1

Der immer stärker aufkommende Islam, kann also durchaus als Gericht Gottes für die Verwerfung des christlichen Glaubens hierzulande gesehen werden. Im Land der Reformation hat man diesen Glauben ja für längst überholt erklärt. So gesehen kann sich niemand beklagen, wenn nun eine andere Religion immer mehr an Einfluss gewinnt. Natürlich sehen falsche Propheten, wider allem, was weltweit zu beobachten ist, im Islam eine friedliche Religion. Doch abgesehen davon, dass der Islam nicht nur Religion, sondern zugleich ein politisches Herrschaftssystem ist, blenden sie sowohl die geschichtlichen Tatsachen als auch die aktuelle Situation in jenen Ländern aus, die vom Islam dominiert werden. In diesen Ländern gibt es null Toleranz gegenüber Andersgläubigen. Misshandlungen, Folterungen und Hinrichtungen sind hier an der Tagesordnung. Unsere Medien berichten fast täglich von terroristischen Gewalttaten, die im Namen Allahs verübt werden. Und egal ob es der Mainstream wahrhaben will oder nicht, diejenigen, die im Namen Allahs Gewalt ausüben, können sich dabei auf den Koran berufen. Gerade das macht diese Religion so gefährlich. Dennoch will unsere Willkommenskultur im Islam keine Gefahr sehen, sondern sieht in dieser gewaltbereiten Religion eine Bereicherung. Dabei ist die Verblendung so groß, dass man in unserem Land sogar gegen die „political correctnes“ verstößt, sofern man an diesem Punkt eine andere Meinung vertritt. Was nicht ins verklärte Weltbild des typischen „Gutmenschen“ unserer Tage passt, das darf einfach nicht sein. Dieser Tatsache geschuldet will man partout nicht wahrhaben, dass das Konfliktpotential, das selbst innerhalb des Islams vorhanden ist, nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden kann, sondern dass dieser Konflikt auch in Europa weiterbrodeln wird, und folglich in dem Maße vermehrt auf europäischem Boden ausgetragen wird, wie der Anteil an moslemischer Bevölkerung zunehmen wird. 

Bitte nicht falsch verstehen, ich behaupte nicht, dass jeder Moslem eine Bedrohung ist, gefährlich sind nur jene, die Mohameds Aufforderungen zur gewaltsamen Ausbreitung des Islams, in die Tat umsetzen.

Diese Gefahr wird hierzulande, von den einen ausgeblendet, und von den anderen wohl bewusst in Kauf genommen. Mit jenen anderen meine ich das Freimaurertum, dem zur Herbeiführung eines neuen goldenen Zeitalters, jedes Mittel Recht scheint. Man träumt von Frieden und Sicherheit, von einem Multikulti Europa - einer Völkervermischung, bestehend aus Menschen, ohne Identität, ohne Kultur und ohne eigene Meinung. Das alles natürlich im Namen des Weltfriedens. Doch in Wahrheit steht man den Lügenpropheten zur Zeit Jeremias damit in nichts nach, denn genau wie jene, lautet das Versprechen auch hier: Friede! Friede! - und ist doch kein Friede (Jes 6,14 u 8,11).

Wer mit der Bibel vertraut ist, der erkennt im europäischen Traum, von einer vereinten, menschlichen Bruderschaft, eine Parallele zum Turmbau zu Babel. Schon allein aus diesem Grund ist klar, dass der Menschheitstraum vom Weltfrieden, nur eine große Seifenblase ist, die kurz davor steht, zu platzen. Man muss kein Prophet sein, um dies mit Sicherheit vorhersehen zu können, sondern nur die Geschichte Israels betrachten, die uns als warnendes Beispiel überliefert wurde (vgl. Jer 4,16; 6,18). Und wie schon gesagt, genauso wie sich das Volk Israel von Gott abgewendet hat, so ist es auch in unserer einst christlichen Kultur geschehen. Daher ist der europäische Traum, von einer großen Menschheitsfamilie, in der es keine Konflikte wegen Rasse, Herkunft, Geschlecht, oder Religion mehr geben soll, von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Man träumt von Liebe, Friede, Einheit und Harmonie, doch wird es niemals umsetzen können, solange man die Ohren vor Gottes Wort verschließt, und ihm hartnäckig den Gehorsam verweigert (vgl. Jer 7,26; 17,23; 19,15).

Anstatt ihm die gebührende Ehre zu geben, will man sich lieber selbst ein Denkmal setzen. Genau wie beim Turmbau zu Babel, will sich die Menschheit, in ihrer maßlosen Selbstüberschätzung, in den Himmel erheben (vgl. 1.Mo 11,1-9). Dabei ist es sicher kein Zufall, dass das Gemälde „Der Turmbau zu Babel von Pieter Brueghel“, als Inspiration für die Bauweise des Europaparlaments verwendet wurde. Doch weil dies der menschliche Versuch ist, Gott von Seinem Thron zu stoßen, fordert man damit regelrecht den Zorn Gottes heraus. Man will einen Himmel auf Erden schaffen, doch man will einen Himmel ohne den, der den Himmel ausmacht, und das ist der dreieinige Gott. Das Paradoxe dabei ist, dass man den Weltfrieden herbeiführen will, doch dabei den Friedefürst (vgl. Jes 9,5), Jesus Christus ausklammert. Doch weil die Bibel ganz klar sagt: Kein Friede den Gottlosen (Jes 57,22; 57,21), sind all diese Bemühungen, ein völlig aussichtsloses Unterfangen. Sie versprechen Frieden, doch sie bewirken das Gegenteil.


       
 

Und wenn wir jetzt wieder auf die Prophezeiung: „zur letzten Zeit werdet ihr es klar erkennen“, zurückkommen, dann sehen wir, dass genau diese Konstellation für die Endzeit vorausgesagt wurde. Denn das Wort Gottes warnt: Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen (1.Thess 5,3).

Wer wachsam ist, nimmt diese Warnung ernst, doch wer sich lieber von den falschen Propheten Sand in die Augen streuen lässt, der träumt weiter vom Weltfrieden ohne Gott; eine vereinigte, menschliche Bruderschaft, die ohne einen Schöpfergott auskommen will. Schließlich passt ER ja auch nicht in die bedürfnisorientierte, pluralistische Philosophie, in der es keine absoluten Werte mehr geben darf. Wahrheit wird individuell nach den Bedürfnissen definiert, alles was diesen entgegensteht, wird abgelehnt. Begriffe wie „falsch“ und „richtig“, wurden zur Geschmacksache erklärt und unterliegen dem strengen Diktat der „political correctnes“. Darin wird festgelegt, welche Meinung erlaubt ist, und welche Äußerungen auf dem Index der verbotenen Worte landen. Dies geschieht, je nachdem, in welche Richtung Wirtschaft und Politik das Volk leiten wollen. Will man beispielsweise eine Völkervermischung, dann wird jeder, der hier Bedenken äußert, als rassistisch bezeichnet. Warnt man vor der Gefahr des Terrorismus, wird man als Schwarzseher gebrandmarkt. Solange man nur positiv denkt, so wird einem suggeriert, kann einem überhaupt nichts passieren. Ja, man redet sich sogar ein, selbst dem Terror die Stirn bieten zu können, solange man nur immer optimistisch bleibt.
Diese Manipulation funktioniert so gut, weil Reichtum, Wohlstand und Überfluss zu Selbstgefälligkeit und Oberflächlichkeit geführt haben. Dies geht einher, mit einer intellektuellen Arroganz, die Schöpfer und Schöpfungslehre, regelrecht den Kampf angesagt hat. Man will nichts mehr hören, von einem Gott, gegenüber dem der Menschen moralisch verpflichtet ist. Der moderne Humanismus hat stattdessen den Menschen selbst, zum Maß aller Dinge erhoben, da bleibt kein Platz für Gott, sondern allenfalls für einen humanistischen Ersatzgott, der eher einer guten Fee oder einem Flaschengeist gleicht, und nur dann gefragt ist, wenn es darum geht unsere Wünsche zu erfüllen. Nicht umsonst stellt Jesus die Frage: Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden? (Lk 18,8).

Das ist der traurige Zustand unserer modernen Kultur. Die Menschen verdrängen die Tatsache, dass sie einen Schöpfer haben, vor dem sie sich verantworten müssen. Sie wollen nicht wahrhaben, dass Jesus wieder kommen wird, um Gericht zu üben, an allen gottlosen Menschen (Jud 14-15). Sie glauben allenfalls an den „Lieben Gott“, aber nicht an einen Gott, der heilig ist und der keine Sünde ungestraft lässt. Doch auch dies ist ein eindeutiges Merkmal für die Endzeit. Die Worte: Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt (2.Tim 4,3), erfüllen sich in unseren Tagen ebenso, wie die Prophetie: Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? (2.Petr 3,3).

Und hier kommen wir wieder zurück auf die Parallele zur Zeit Jeremias. Seine Zeitgenossen waren ebenso wie unsere Generation, bereits so sehr durch ihren Wohlstand verblendet, dass sie dem Irrtum verfallen waren, ohne Gott klar zu kommen. Sie wollten nichts mehr von IHM hören, sondern suchten sich stattdessen, Lehrer nach ihrem eigenen Geschmack (vgl. Jer 5,31). Gefragt waren Propheten, die sie in ihrem falschen Tun, bestätigten, anstatt sie auf den Weg Gottes zurückzuführen. Wie bereits gesehen, hatte sich Gott eindeutig von diesen falschen Propheten distanziert. Er ließ das Volk wissen: Ich sandte die Propheten nicht und doch laufen sie; ich redete nicht zu ihnen und doch weissagen sie. Denn wenn sie in meinem Rat gestanden hätten, so hätten sie meine Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem bösen Wandel und von seinem bösen Tun zu bekehren (Jer 23, 21-22).

Dieser Vers macht deutlich, woran man einen wahren Boten Gottes erkennen kann. Ein wahrer Diener Gottes, schmiert den Menschen keinen Honig um den Mund, sondern konfrontiert sie mit der Wahrheit. Natürlich gilt es die Wahrheit in Liebe weiterzugeben, doch wer die Wahrheit verschweigt und Gottlose, anstatt sie vor Gottes Gericht zu warnen, auch noch dazu ermutigt, ihren sündigen Lebensstil beizubehalten, der kann unmöglich im Namen Gottes reden. Solche Menschen sind Verführte, die andere verführen (vgl. 2.Tim 3,13). Wären sie wirklich Diener Gottes, würden sie nicht ihre eigene Philosophie verkündigen, sondern das unverfälschte Wort Gottes weitergeben.

Denn das ist es, was der Herr von Seinen Dienern erwartet. Wir leben nicht mehr im Zeitalter der Propheten, sondern uns liegt das vollkommene Wort Gottes, in schriftlicher Form, vor. Alles was zum Heil nötig ist, hat Gott darin offenbart (vgl. Jud 3; Apg 20,27) und dem dürfen wir weder etwas hinzufügen, noch ist es uns erlaubt, etwas davon hinweg zunehmen (Offb 22,18-19, vgl. Jer 26,2). Für jeden Theologen, jeden Geistlichen und jeden, der sich als Christ bezeichnet, gelten die Worte: Wer  aber mein Wort hat, rede mein Wort in Wahrheit! (Jer 23,28). Und die Wahrheit, die uns in Gottes Wort offenbart wird, finden wir in einer Person. Wir finden sie in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der uns dies mit den Worten: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“(14,6), sehr eindrücklich vor Augen stellt. Er starb an unser statt, Er erduldete die Strafe, die wir verdient hätten. Wenn wir diese Rettung missachten, wodurch wollen wir denn dann gerettet werden? Etwa durch unsere eigenen guten Werke, sollten die etwa unsere Sünden überdecken können?

Doch warum wurde der Sohn Gottes damals gekreuzigt? Warum schrie die Masse des Volkes: „Kreuzige ihn!“, obwohl er nie etwas Böses getan hat? (vgl. Mk 15,13-14), obwohl Sein Leben und Wirken, treffend mit den Worten: Blinde werden sehend, und Lahme gehen, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird gute Botschaft verkündigt (Mt 11,5), umschrieben werden kann? Woher dieser abgrundtiefe Hass, der schließlich zur Kreuzigung führte?  Die Antwort darauf gibt Jesus selbst. Wir können sie einem Gespräch entnehmen, das Er mit Seinen Halbbrüdern geführt hat. Es war zu einem Zeitpunkt, an dem sie Ihn noch nicht als Messias anerkannt hatten, als Er zu ihnen sagte: Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hasst sie, weil ich von ihr zeuge, dass ihre Werke böse sind (Joh 7,7).

Wie diese Aussage zeigt, war der Hass gegen Jesus, der Tatsache geschuldet, dass Er die Menschen mit ihren bösen Werken konfrontiert hat. Wer Jesus in diesem Punkt folgt, und es wagt, über die sündhafte Natur des Menschen zu sprechen, macht sich auch in unseren Tagen nicht viele Freunde. Im Gegenteil, er erfährt oft dieselbe Ablehnung, wie Jesus selbst. Aber das sollte uns nicht überraschen. Genauso hat es Jesus an mehreren Stellen angekündigt. Aber nicht nur das, er bescheinigt grade jenen, die Seligkeit, indem er sagt: Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen (Lk 6,22). Wer sich mit Jesus identifiziert, der wird dieselbe Ablehnung von der Welt erfahren, wie Jesus selbst, denn ein Jünger ist nicht über seinem Herrn (Mt 10,24). Doch wie gesehen, ist dies für Jesus ein Grund zur Seligpreisung, weil es das Gütesiegel eines wahren Dieners Gottes darstellt.

Es zeigt, dass jemand eindeutig auf der Seite von Jesus steht, und wer auf Seiner Seite steht, der steht auf der Seite des Siegers. Wer hingegen auf der Seite der Welt steht, und Jesus ablehnt, dessen Name ist in den Staub dieser Erde geschrieben (vgl. Jer 17,13), er wird nicht bestehen im Sturm des göttlichen Gerichts. Für ihn gilt: Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln (Mk 8,38). Diese Welt ist dem Untergang geweiht, sie wird dem Fürsten dieser Welt folgen. So wie sie ihm im Diesseits folgt, so wird sie ihm auch im Jenseits folgen. So wie Satan und seine gefallen Engel verdammt werden, so wird es allen ergehen, die ihre Ohren vor der Wahrheit des Evangeliums verschließen und lieber auf die Lügen der falschen Propheten und die Irrtümer ihrer eigenen Herzen hören. Ich kann nur an jeden appellieren, die Worte des HERRN Ernst zunehmen, die besagen: Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind. Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Selig sind, die ihre Kleider waschen, dass sie teilhaben an dem Baum des Lebens und zu den Toren hineingehen in die Stadt. Draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und alle, die die Lüge lieben und tun. Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern. Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst (Offb 22,12-18).

Wie gesehen, spricht sehr viel dafür, dass die Wiederkunft des HERRN nahe bevorsteht, doch weil kein Mensch den exakten Zeitpunkt weiß, können wir nicht mit Sicherheit sagen, ob das in unserer Generation sein wird, oder nicht. Dennoch ist gerade die Tatsache, dass niemand den genauen Zeitpunkt kennt, ein Grund dafür, allezeit bereit zu sein. Jesus selbst sagte: Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint (Lk 12,40).

Dies gilt auch insofern, dass niemand weiß, wie lange er noch lebt. Hebräer 9,12 besagt: Wie den Menschen bestimmt ist, "einmal" zu sterben, danach aber das Gericht“ und zeigt damit, dass kein Mensch am Endgericht Gottes vorbei kommt. Dieses Gericht ist unausweichlich. Jeder Mensch wird sich, an jenem Tag vor Gott, für sein Leben verantworten müssen. Doch wie wollen jene argumentieren, die das Blut verschmähen, das Jesus, als das vollkommene Opferlamm, für uns vergossen hat? Wie wollen sie entfliehen, wenn sie eine so große Rettung missachten? (vgl. Hebr 2,3). Wie wollen sie in Gottes Gericht bestehen? Die Offenbarung gibt uns einen Einblick, wie es jenen ergehen wird, welche die Lüge mehr lieben als die Wahrheit und die Finsternis mehr als das Licht: Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl (Offb 20,11-15).

Falsche Propheten leugnen dieses Gericht, doch sie werden uns an jenem Tag nicht weiterhelfen. Auf sie können wir uns vor dem Richter der Welt nicht berufen. Am Tag des Gerichts, wird nur eine Frage von Bedeutung sein, und die lautet, steht unser Name im Buch des Lebens? Und dies wird nur bei jenen der Fall sein, die im Hier und Jetzt, Buße tun und ihre Knie vor Jesus Christus beugen. Doch wenn wir Jesus nicht in diesem Leben als unseren Herrn und Retter annehmen, wird er uns an jenem Tag als Richter gegenüber stehen. Noch ist Gnadenzeit, noch besteht die Möglichkeit zur Umkehr und zur Versöhnung, noch streckt Jesus die Arme aus. Noch können wir bei ihm Zuflucht suchen und unsere Kleider durch Sein Blut reinwaschen, doch es gibt ein Zuspät. Daher mahnt uns der Heilige Geist: Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht (Hebr 3,7).

Das Buch Jeremia endet mit dem Bericht von der Zerstörung Jerusalems und der Wegführung in die Gefangenschaft. Der ungeliebte Prophet hatte Recht behalten, doch es war nicht sein Wunsch, dass es zum Gericht kommen sollte, im Gegenteil, er war vor Gott für sein Volk eingetreten (vgl. Jer 18,20) und hatte sie immer wieder ermahnt, ihre Wege zu überdenken. Genau das entspricht dem Wesen Gottes, wenn Er uns in Seinem Wort so vehement vor Gericht und Verdammnis warnt, dann nur weil Er uns so sehr liebt (vgl. Offb 3,19; Spr 3,12). Er will nicht, dass wir verloren gehen. Denn Er hat keine Freude, an der Bestrafung von Gottlosen, sondern Er freut sich, wenn der Gottlose umkehrt und lebt (vgl. Hes 33,11). Die frohe Botschaft von der Erlösung, leuchtet vor dem Hintergrund des göttlichen Gerichts, umso heller. Und umso deutlicher wird uns bewusst, vor welch schrecklichen Konsequenzen wir durch das Blut Jesu bewahrt werden. Zudem sei bemerkt: Je tiefer der sündige Mensch in den Staub erniedrigt wird, je mehr wird der Name dessen erhöht, der kommen ist, um Sünder selig zu machen. Sein Name steht über allen Namen, alle Knie werden sich einst vor ihm beugen (vgl. Phil 2,10). Wohl denen, die sich Ihm, im Hier und Jetzt, freiwillig unterwerfen. Er ist der gute Hirte, Er ist kein Tyrann, Er hat Sein Leben für uns gegeben und streckt Seine Hände nach uns aus. Die Hände, die um unserer Missetat willen durchbohrt wurden.

Ich habe eingangs gesagt, dass die Wolken des göttlichen Gerichts bereits am Horizont aufziehen. Abschließend will ich nun noch einmal die erste Aussage, des göttlichen Handelns mit den Nationen in Erinnerung bringen, wo geschrieben steht: Einmal rede ich über ein Volk oder ein Königreich, daß ich es ausrotten, verderben und zugrunderichten will; wenn aber jenes Volk, über das ich geredet habe, von seiner Bosheit umkehrt, dann reut mich auch das Unheil, das ich über sie zu bringen gedachte. Bei all den negativen Aussichten, die ich bislang in den Raum stellen musste, sehen wir hier, dass es immer noch Hoffnung gibt. Wenn sich unser Volk von seiner Gottlosigkeit abwendet, dann wird sich Gott wieder über uns erbarmen und all das Unheil abwenden. Das war auch der Grund, warum Gott Sein Volk mehrfach durch Jeremia warnen ließ. In Kapitel 26 ist dazu folgendes zu lesen: Tritt in den Vorhof am Hause des HERRN und predige denen, die aus allen Städten Judas hereinkommen, um anzubeten im Hause des HERRN, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen, und tu nichts davon weg, ob sie vielleicht hören wollen und sich bekehren, ein jeder von seinem bösen Wege, damit mich auch reuen könne das Übel, das ich gedenke, ihnen anzutun um ihrer bösen Taten willen (Jer 26, 2-3 vgl. 12-13). Einen der besten Belege dafür, dass sich Gott des Unheils gereuen lässt, sehen wir in der Stadt Ninive. Dieser gottlosen Stadt, hatte der Prophet Jona im Auftrag Gottes, Untergang und Gericht angekündigt, doch sie taten Buße, in Sacktuch und Asche und daher reute Gott das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat's nicht (Jo 3,10). Denn er ist, gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte und lässt sich des Übels gereuen (vgl. Jo 4,2 u. 10-11).

Meine Hoffnung und mein Gebet ist, dass der HERR unserem Land noch einmal eine Erweckung schenkt. O Land, Land, Land, höre des HERRN Wort! (Jer 22,29). Damit Linke und Rechte, Deutsche, Migranten und Flüchtlinge, egal welcher Herkunft und welcher Hautfarbe, Namenschristen, Moslems, Buddhisten, Hinduisten, Atheisten, Terroristen, Frauenrechtlerinnen, Homosexuelle und Prostituierte zum Glauben an den lebendigen Gott finden. In diesem Sinne wünsche allen Lesern, Gottes Segen.
Zum Abschluss sei noch gesagt, dass ich mich keinesfalls als Superchrist sehe. Vielmehr kann ich unterschreiben, was Jeremia 17,9 besagt: Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen? Daher lautet mein Gebet: Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist (Ps 51,12). Ich blicke nicht auf andere herab, sondern bin nur ein Sünder, den die Gnade fand. Wenn ich Dinge kritisiert habe, bitte ich dies nicht als Hass oder Hetze zu verstehen, ich hasse keinen Menschen, ich hasse nur die Sünde und deren Folgen. Denn Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben (Spr 14,34). Und es gibt nur einen, der uns von der Macht der Sünde befreien kann und das ist Jesus Christus. Ihm allein gebühren Ehre, Lob und Dank und zwar jetzt und in alle Ewigkeit.

Anmerkungen: Hätte ich alle Bibelstellen aufgeführt, die mich im Buch Jeremia an unsere Situation erinnert haben, wäre ich an dieser Stelle noch lange nicht zu Ende gekommen. Ergänzend seien zum Nachschlagen zumindest noch die Folgenden genannt: Jeremia: 4,14+22; 5,1-4; 5,30-31; 6,16-19; 7,3-11; 17,5-14; 23,9-15+23; 29,7-14… Doch am besten sollte man das komplette Buch lesen. Wer eine eindrückliche Illustration für die liberale Theologie unserer Tage sehen will, der lese Kapitel 36. Genauso wie in diesem Kapitel beschrieben, gehen liberale Theologen mit dem Wort Gottes um. Doch leider sind sie bei weitem nicht die Einzigen, die alle unbequemen Bibelstellen aus ihren Bibeln entfernt haben.

Sollte jemand, die von mir getroffen Aussagen als zu hart empfunden haben, dann muss mir darin niemand Gehör schenken, doch an den Zeilen, die ich direkt aus dem Wort Gottes zitiert habe, kommt niemand vorbei. Jeder muss sich diesen Worten stellen, einschließlich mir selbst. In diesem Zusammenhang sei an folgende Bibelstelle erinnert: Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? (Jer 23,29 vgl. 2.Kor 10,3-6).



 


 

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