und

Erfüllte Prophetie

Veröffentlicht am 05.12.2015
 

Wie bereits im Beitrag über die Flüchtlingskriese angedeutet, erfüllt sich in unseren Tagen biblische Prophetie. Um diese Thema noch etwas zu vertiefen, möchte ich noch einmal auf die Endzeitrede des Herrn zurückkommen. Ausgangspunkt war ja die Frage der Jünger nach der Vollendung des Zeitalters. Wie gesehen warnte Jesus daraufhin vor Verführung und sprach dann von Kriegen, Hungersnöten und Erdbeben. Dies alles bezeichnete er als den Anfang der Wehen (vgl Mt 24, 4-8), doch dann gab er noch einen weiteren Hinweis, indem er sagte: An dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist (Mt 24, 32-33).

Nun stellt sich natürlich die Frage, was es mit dem Feigenbaum auf sich hat? Um das zu verstehen, sollte man mit der Bibel und hier insbesondere mit dem Alten Testament vertraut sein. Wenn man sich damit beschäftigt, stellt man fest, dass der Feigenbaum ein Hinweis auf Israel ist (vgl Hos 9,10). Von daher kann man dieses Gleichnis nur richtig verstehen, wenn man sich mit der Geschichte Israels befasst. Aus diesem Grund drehen wir das Rad der Geschichte ein wenig zurück und gehen kurz auf einige geschichtliche Ereignisse des jüdischen Volkes ein. Insbesondere geht es dabei um Ereignisse, die sich genau so ereignet haben, wie sie in Gottes Wort lange im Voraus prophezeit wurden. 
Bemerkenswert ist hierbei die Tatsache, dass Gott niemals etwas tut, ohne sein Volk vorher einzuweihen. So hat er es durch den Propheten Amos angekündigt, indem er sagte: Gott der HERR tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten (Am 3,7). Und genau so sehen wir es auch bestätigt, wenn wir sein Wort mit den geschichtlichen Ereignissen vergleichen. Dabei ist zu beachten, dass der Herr nur die ins Vertrauen zieht, die ihn fürchten (vgl. Ps 24,15 u. Lk 8,10), also sein Volk. 
Doch um konkret zu werden, wollen wir uns nun mit historischen Ereignissen aus der Geschichte Israels befassen, die uns die Erfüllung biblischer Prophetie eindrücklich vor Augen stellen. Ein solches Ereignis ist die Tatsache, dass Gott seinem Volk bereits ca. 1500 Jahre vor Christus durch Mose angedroht hatte, dass sie mit Flucht und Verfolgung zu rechnen hätten, sofern sie vom Glauben an ihn abfallen würden und den Göttern der Nationen dienen sollten. Doch nicht nur das, er hatte auch gesagt, dass sie in alle Länder zerstreut würden. Im 5.Buch Mose heißt es dazu: Und der HERR wird euch unter die Völker zerstreuen, und ihr werdet übrig bleiben, ein geringes Häuflein unter den Nationen, wohin der HERR euch führen wird (5.Mo 4,27).
Und im 3. Mose lesen wir dazu folgende Aussage: Euch aber will ich unter die Völker zerstreuen und mit gezücktem Schwert hinter euch her sein, dass euer Land soll wüst sein und eure Städte zerstört (3.Mo 26,33).

Es ist eine geschichtliche Tatsache, dass die Israeliten, genau wie von Gott angekündigt, in Folge ihrer Untreue, all dies erleiden mussten. Genau wie Mose prophezeit hatte, wurde ihr Land, in dem einst Milch und Honig floss, über mehrere Generationen zur Wüste und das Volk wurde zerstreut, in dem sie von ihren Feinden vertrieben und mit dem Schwert verfolgt wurden. Allein in der Zeit von 70 nach Christus bis heute, sind rund 13 Millionen Juden ermordet worden, davon allein 6,5 Millionen im 19ten Jahrhundert durch das Naziregime. Das ist keine Entschuldigung für diese ungeheuerlichen, abscheulichen Verbrechen, aber es ist der Beweis, dass sich die Prophetie von Mose, in tragischer Art und Weise, haargenau erfüllt hat. Israel hat sich von Generation zu Generation immer weiter von Gott entfernt und wurde als Folge dieser Untreue, die in der Verwerfung des Messias gipfelte, im Jahre 70 nach Christus in alle 5 Kontinente zerstreut. Damit begann für die Israeliten eine lange Zeit, in der sie weder König noch Regierung hatten und auch dies entspricht exakt der biblischen Prophetie. Ca. 800 Jahre vor Christus hatte der Prophet Hosea geweissagt: Denn die Söhne Israel bleiben viele Tage ohne König und ohne Oberste (Hos 3,4).

Doch im Alten Testament finden wir nicht nur Aussagen über die Verfolgung und Zerstreuung des Volkes Israel, sondern auch die Ankündigung, dass die Israeliten am Ende der Tage wieder in das Land ihrer Väter zurückkehren würden. Der Prophet Hesekiel (600–560 v. Chr.) hatte dies wie folgt angekündigt: So spricht der Herr, HERR: Ich werde euch aus den Völkern sammeln und euch aus den Ländern zusammenbringen, in die ihr zerstreut worden seid, und werde euch das Land Israel geben (Hes 11,17).

Und durch den Propheten Jeremia ließ der Herr seinem Volk folgende Botschaft übermitteln: Siehe, ich will sie sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie verstoßen in meinem Zorn, Grimm und großem Unmut, und will sie wieder an diesen Ort bringen, dass sie sicher wohnen sollen (Jer 32,37).

Und das, was Gott seinem Volk lange im Voraus versprochen hatte, erfüllte sich im Jahre 1948, als der Staat Israel wieder neu gegründet wurde. Seitdem kehren millionen Juden aus allen Ländern und allen Himmelsrichtungen in das Land ihrer Vorfahren zurück. Doch die Neugründung des Staates Israels ist nicht nur ein weiterer Beweis für die Zuverlässigkeit biblischer Prophetie, sondern zugleich auch der Zeitpunkt, über den Jesus sprach, als er erklärte, wenn die Zweige des Feigenbaums saftig werden und Blätter treiben, würde seine Wiederkunft nahe bevorstehen. Somit ist Israel der Zeiger an der Weltuhr, denn das Austreiben der Blätter ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Vollendung des Zeitalters nahe bevorsteht. 

Wohlbemerkt, Jesus sprach nur vom Austreiben der Blätter, er sprach noch nicht von der Frucht und auch das passt sowohl zur aktuellen Situation Israels, als auch zur biblischen Prophetie. Gott hat verheißen, dass er sein Volk am Ende der Tage wieder in das Land ihrer Väter zurückbringen würde, doch er sagte auch, dass er es um seines Namens Willen tun würde (vgl Hes 36,19-24). Das heißt, die Rückführung des jüdischen Volkes ist nicht der Tatsache geschuldet, dass sie nun endlich den Messias erkannt hätten, sondern begründet sich allein darin, dass Gott seine Zusagen einhält. Es geht hier einzig und allein um die Ehre Gottes. Die große Erweckung für Israel steht noch bevor, noch ist die Zeit der Nationen (vgl Röm 11,11), doch wenn die Vollzahl der Nationen erreicht ist und die Gemeinde endrückt ist, dann wird 1/3 von Israel zum Herrn umkehren und erkennen, dass Jesus Christus der versprochene Messias ist (vgl Sach 13,9).

Mir geht es an dieser Stelle nur darum aufzuzeigen, dass wir in dieser letzten Zeitepoche leben. Die Entwicklung Israels macht dies ebenso deutlich, wie die gesamten Ereignisse im Nahen Osten. Auch hier erfüllt sich vor unseren Augen biblische Prophetie. Ein weiteres Indiz für das baldige Wiederkommen des Herrn, sehen wir in dem wieder aufkommenden römischen Reich, im neuen Europa, das sich in unseren Tagen immer deutlicher formiert. Man träumt von einem neuen Zeitalter mit einer neuen Weltordnung. Alles läuft unter der Illusion, ein goldenes Zeitalter, von Wohlstand und Weltfrieden, herbeiführen zu wollen, doch es wird sich als leeres Versprechen erweisen, denn in Wahrheit steuert alles auf einen diktatorischen Kontrollstaat hinaus. In Gottes Wort finden wir hierzu die deutliche Warnung: Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen (1.Thess 5,3).

Es wird der Menschheit nicht gelingen mit politischen Mitteln ein großes Friedensreich zu schaffen. Im Gegenteil, das Resultat wird Überwachung, Unterdrückung und Ausbeutung sein und als wesentliches Kontrollinstrument wird das von der Bibel angekündigte, bargeldlose Zahlungssystem dienen. Diese Möglichkeit steht in unserer Generation nicht nur zur Verfügung, sondern ist sogar schon in der Erprobungsphase. Es wird soweit kommen, dass das Bargeld komplett abgeschafft wird und niemand mehr kaufen oder verkaufen kann, ohne diesen Chip, der in der Bibel als Zeichen des Antichristen bezeichnet wird (vgl Offb 13,16-17). Sobald jeder seinen Chip hat, kann man den Menschen auf Schritt und Tritt überwachen. Wer dann nicht mehr systemkonform funktioniert, wird einfach aus dem Spiel genommen. Das alles klingt nach Sciencefiction, aber es ist leider Realität. Eine Realität, in der bewusst inszeniertes Chaos eingesetzt wird, um die Bevölkerung zu verunsichern, so kann man uns das ein oder andere Gesetz, das wir mit Sicherheit ablehnen würden, viel besser unterjubeln. Dass dies mehr als eine These von mir ist, macht folgendes Zitat von Wolfgang Schäuble deutlich, er sagte:Wenn die Krise größer wird, werden die Fähigkeiten Veränderungen durchzusetzen größer!“.
Und dass die Veränderung des Landes das politische Ziel unserer Regierung ist, hat auch Frau Merkel mehrfach bekundet. Das politische Ziel ist eine neue Weltordnung.

Wir sehen also, wie sich vor unseren Augen biblische Prophetie erfüllt. Die Bibel ist eine regelrechte Fundgrube erfüllter Prophetie. In keiner Religion gibt es ein vergleichbares Buch. Besonders lehrreich zum Thema „erfüllter Prophetie“, sind die Vorträge von Roger Liebi, die ich jedem nur sehr empfehlen kann.

 

Ebenso empfehlenswert zu diesem Thema, ist die zweiteilige Predigtreihe "Vorherbestimmte Geschichte", von Dieter Borchmann.  

  Teil 1                                       Teil 2               

      

 

 

 

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