und

Einheit über alles IV

Die uralte Lüge der Schlange

Auch heute gibt es viele die im Namen Gottes auftreten und im Grunde die gleiche Lüge aussprechen. Sie sagen, es gibt keine Hölle, es gibt keine Verdammnis. Mit anderen Worten: Das Übertreten der Gebote Gottes hat keine Konsequenzen.
Nichts schadet dem Reich Gottes mehr, als Geistliche die zwar in seinem Namen auftreten, aber in Wirklichkeit nur ihre eigenen Interessen vertreten. Bereits im Paradies kam Satan mit der Lüge, dass Sünde keine negativen Konsequenzen hätte. Man beachte dabei wie verständnisvoll und menschenfreundlich seine Worte klingen, er gibt vor auf der Seite des Menschen zu stehen und zeigt eine scheinbar bessere Alternative zu Gottes Gebot auf: „Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist!“ (1.Mo 3,4-5)

Die Lüge, dass das Übertreten von Gottes Geboten keine Konsequenzen hat, ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Gott hatte dem ersten Menschenpaar nur ein einziges Gebot gegeben. Sie durften nicht von der Frucht des Baumes der Erkenntnis essen. Gott warnte ausdrücklich davor, indem er sagte: „An dem Tag, an dem ihr davon essen werdet, werdet ihr sterben!“
Als Satan Eva verführte, verdrehte er die Worte Gottes und fragte scheinheilig, hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft?“
Eva entgegnete, dass sie von allen Früchten essen dürfe, ausgenommen der Früchte von dem Baum der Erkenntnis. „Wenn wir davon essen müssen wir sterben!“, sagte sie.
Ihr werdet keineswegs des Todes sterben“, widersprach Satan und versprach: „An dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist!“. Ich stimme mit John Charles Ryle überein, der schrieb: Satan lässt die Menschen glauben, dass sie problemlos mit ihrer Sünde leben und zugleich doch das Anrecht auf eine ewige Zukunft im Himmel haben.24

Satan hatte also einen scheinbar besseren Weg und weil diese listige Strategie erfolgreich war hat er sie beibehalten. Seine List bestand darin, Wahrheit mit Lüge zu vermischen. Er ging nicht so naiv vor dem Wort Gottes eindeutig zu widersprechen, sondern begann es zu hinterfragen. Dabei stellte er nicht nur Gottes Wort, sondern auch Gottes Wesen infrage. Er säte Zweifel, weckte in Eva Misstrauen gegenüber Gottes Absichten und machte die freche Unterstellung, Gott würde ihr etwas vorenthalten. (Was er natürlich verschwiegen hat, ist die Tatsache, dass Gottes Gebot zu ihrem eigenen Schutz war). Außerdem weckte er Evas Stolz und machte es ihr schmackhaft unabhängig von Gott zu sein. Um es mal mit einem Satz zu umschreiben lautete sein Angebot: „Gott hat vielleicht einen guten Weg, aber der Weg den ich dir aufgezeigt habe ist weitaus besser!“
Hier sehen wir die raffinierte, hinterlistige Vorgehensweise Satans. Er gibt vor auf Evas Seite zu stehen, er verstellt sich, als sei er um ihr Wohl besorgt. Er, der einen abgrundtiefen Hass auf den Menschen hat, spielt den Menschenfreund, er sät Zweifel in Evas Herzen gegenüber dem Gebot Gottes und lockt mit einem wohlklingenden Versprechen.

Hier sollten wir uns fragen, ob es für uns nicht auch viel schöner klingt, wenn uns alles erlaubt ist? Ist es nicht besser selber entscheiden zu können, als auf Gott zu hören? Desweiteren sollten wir uns mal das Alte Testament genauer ansehen, war es nicht immer so, dass falsche Lehrer und falsche Propheten viel beliebter waren als die wahren Propheten. Denken wir an Jeremia, Elia oder den Propheten Micha auf den ich später noch näher eingehen möchte. All diese Propheten hat man eingesperrt, man hat sie verfolgt, man hat sie geschlagen und viele von ihnen sogar getötet und das nur, weil man lieber Schmeichelreden hören wollte, statt der Wahrheit.
Wenn wir unsere Ohren vor der Wahrheit verschließen, sollten wir nur eines bedenken, im geistlichen Bereich gibt es keine neutrale Zone, wer nicht bereit ist auf Gott zu hören, der hört auf einen anderen. Er hört auf den Vater der Lüge und wird am Ende ein böses Erwachen erleben. Satan ist sehr listig, er vermischt Wahrheit mit Unwahrheit und ein solches Gemisch aus Wahrheit und Lüge, ist die trügerische Hoffnung vieler die sich zwar Christen nennen, aber ihr Leben nicht nach dem Wort Gottes ausrichten. Das der Glaube in unseren Tagen immer mehr zu einem undefinierbaren, unverbindlichen religiösem Allerlei der Beliebigkeit wird, ist auf die List Satans zurückzuführen. Er ist für dieses Durcheinander verantwortlich, er wird nicht umsonst als Diabolos, wörtlich „Durcheinanderwerfer“, genannt. Durcheinanderbringen und für Verwirrung und Chaos zu sorgen ist praktisch sein Spezialgebiet. Doch wie wir gesehen haben, kommt er nicht gleich mit einem offenen Widerspruch gegen Gottes Wort, sondern nimmt lediglich hier und da etwas weg oder fügt etwas Neues hinzu. So ist er ständig dabei neue Lehren, neue Erkenntnisse und neue Wege aufzuzeigen und sorgt damit für Verwirrung und Unordnung. Oft klingt seine Lehre vernünftiger, humaner und menschenfreundlicher, doch seine Absichten sollten uns nicht unbekannt sein (2.Kor 2,11).

Hier stellt sich die Frage, wollen wir wirklich weiter in völliger Verblendung auf die schmeichelnden Lügen Satans hören oder sind wir bereit auf den zu hören, der uns die Wahrheit sagt? Wollen wir auf den hören der uns abgrundtief hasst und dem nur an unserem Untergang gelegen ist oder auf den der uns so sehr liebt, dass er bereit war sein Leben für uns zu opfern?
Zugegeben Schmeichelworte hören sich oft besser an, doch wir müssen um unserer eignen Seele willen erkennen was sich dahinter verbirgt. Denn was war das Resultat, der Mensch wurde aus dem Paradies verbannt und die Auswirkungen davon bekommen wir noch heute zu spüren. Es ist eine Illusion, dass der Mensch in Frieden auf diesem Planten leben kann, solange er in Auflehnung gegen seinen Schöpfer lebt.
Man dachte zwar die Menschheit würde im Laufe der Zeit vernünftiger und hoffte die Zivilisation würde dazu beitragen Gewalt und Terror in den Griff zu bekommen, doch leider sieht die Realität anders aus. Tagtäglich hören wir von Krieg und Terror. Dabei geht es nicht nur um Krieg und Terror in weiter Ferne, sondern auch um Terror und Gewalt direkt vor unserer Haustür. Schreckliche Amokläufe, Eltern die ihre Kinder ermorden oder Kindern die ihre Eltern erdrosseln.
Und woher kommt dieses Elend? Ganz einfach, seit dem Sündenfall lebt die Menschheit in dem trügerischen Irrtum, die Unabhängigkeit von Gott der Schlüssel zum Glück, doch genau das Gegenteil ist Fall. Gottes Wort sagt ganz klar: „Kein Frieden den Gottlosen“(Jes 48,22). Mit anderen Worten, es gibt keine heile Welt, es gibt keinen echten Frieden, solange der Mensch gegen seinen Schöpfer rebelliert.

Statt nach Gott zu fragen, feiert die Menschheit sich selbst. Es läuft immer noch nach derselben Masche, während die Bibel seitenweise über den hoffnungslosen Zustand der gefallen, Menschheit redet, hört man heute nur noch wie super und wie toll der Mensch doch ist. Das die Welt große Stücke auf sich hält, ist nicht verwunderlich, schließlich ist Satan der Fürst dieser Welt und sein Verhängnis war sein Stolz. Er war nicht zufrieden mit der Stellung die Gott ihm zugedacht hatte, es war ihm nicht genug einer der mächtigsten Engel zu sein, er wollte seinen Schöpfer überragen. Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst! Du aber gedachtest in deinem Herzen: »Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten (Jes 14,12-14).

Genau dieses Prinzip charakterisiert den Geist dieser Welt, man will unabhängig sein, man will sich nicht seinem Schöpfer unterordnen. Der Mensch erhebt sich gegen Gott und rebelliert gegen sein Wort. Dabei ist der Mensch so verblendet, dass er es gar nicht wahrhaben will, er sieht sich nicht in der Schuld, sondern klagt eher Gott an, als dass er je eingestehen würde, dass er in Gottes Schuld steht und nicht umgekehrt. Was John Charles Ryle bereits im 18 Jahrhundert treffend formuliert hat, ist heute noch wahr: Die Mehrheit der Menschheit hat keine Sündenerkenntnis. Die Menschen empfinden ihre geistliche Krankheit nicht. Es ist ihnen nicht bewusst, dass sie verloren und schuldig sind und vor dem Abgrund der Hölle stehen.25

Heute muss man trauriger weise noch ergänzen, dass unser modernes Christentum alles dafür tut, das es auch so bleibt, immer schön Sand in die Augen streuen und solch unschönen Worte wie „Sünde, Verdammnis, Hölle“, tunlichst vermeiden, nicht, dass doch noch ein Sünder Buße tut und errettet wird. Selbst Namenschristen die nur einmal pro Jahr in der Kirche erscheinen wird versichert, dass sie Kinder Gottes seien. Es werden immer nur nette Worte gemacht und falls überhaupt das Thema Sünde erwähnt wird, dann nur indem Sünde verharmlost wird. Falls überhaupt noch das Wort Gottes gepredigt wird, dann wird es gezielt auf wohltuende Aussagen reduziert. Es ist nicht neu in der Geschichte, zur Zeit Jeremias herrschten ähnlich verheerend Zustände. Im Auftrag Gottes warnte er das Volk Israel vor Selbstbetrug: Siehe, ihr verlasst euch auf Lügenworte, die nichts nützen. Wie? Stehlen, morden und Ehebruch treiben, falsch schwören, dem Baal Rauchopfer darbringen und anderen Göttern nachlaufen, die ihr nicht kennt! Und dann kommt ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, und sagt: Wir sind gerettet, - um all diese Gräuel weiter zu verüben! Ist denn dieses Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, eine Räuberhöhle geworden in euren Augen? (Jer 7, 8-11)

Es gab nie eine Zeit in der es an Menschen gefehlt hätte die Vorgaben Diener Gottes zu sein, nur um Beruhigungstabletten zu verteilen. Wie oft wird in unseren Tagen der Eindruck vermittelt es sei völlig belanglos wie man lebt, man muss nur ab und zu mal in der Kirche vorbei schauen und sich seinen Segen abholen. Dann geht es wieder in den Alltag, dann wird gelästert, gelogen, fremdgegangen oder was auch immer das sündige Herz begehrt, Gott ist ja auch so gnädig. Darum nimmt man ihn auch gar nicht mehr wirklich ernst. Wie locker man es in unseren Tagen mit der Sünde nimmt, machen folgenden Textpassagen eines beliebten Faschingslieds deutlich. Auf die provokante Frage des Liedverses: „Liebe, Sünde, Leidenschaft, wo ist das Problem?“ folgt im Refrain die unverfrorene Antwort:

Der liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin-
das mit dem Himmel, das kriegen wir schon hin!
leb für die Liebe und bin allen Frauen treu
und dass man dafür in die Hölle kommt, das wär mir neu
Liebe, Sünde, Leidenschaft, das ist meine Welt


Ich weiß, man muss das alles ganz locker sehen, ist ja alles nicht so ernst gemeint und wen interessiert schon, dass Jesus uns warnt, dass wir eines Tages von jedem unnützen Wort das wir geredet haben Rechenschaft ablegen müssen? Nein von Sünde, darf man heute nichts mehr sagen. Man sieht in Gott nur noch den liebevollen Problemlöser, ein Servicedienstleister, der alles tun darf, nur eines soll er nicht, er soll sich nicht in unser Leben einmischen, auch nicht in unser religiöses. Wenn wir sagen, dass alle Religionen zu Gott führen, dann muss Gott das akzeptieren. Wie kann er sich nur beklagen, dass sein Volk anderen Göttern nachrennt, wir müssen doch den Dialog mit den anderen Religionen suchen. Die Bibel jedoch lehrt etwas anderes, sie betont immer und immer wieder, dass Jesus der einzige Weg zu Gott ist, es gibt keine Alternative zu ihm, nur in seinem Namen ist das Heil, nur er ist in der Lage uns zu erretten.
Das echte Evangelium fordert immer zu einer Entscheidung auf, jeder der damit konfrontiert wird, ist aufgefordert sich auf die eine oder andere Seite zu stellen.
Wer die Versöhnung die uns durch Jesus geschenkt wird ablehnt, steht leider auf der falschen Seite. Es ist eben nicht wahr, dass wir das mit dem Himmel schon hinbekommen, es gibt nur einen Weg dahin. Jesus selbst ist der Weg.
Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm (Joh 3,36).
In unseren Tagen hört man zwar noch etwas vom ewigen Leben oder vom Himmel, doch vor der Hölle wird niemand mehr gewarnt. Hierzu bemerkte bereits der bekannte evangelische Theologe Wilhelm Busch: Entweder waren unsere Väter Narren, wenn sie in ihren Predigten die Sünder warnten - oder wir sind Narren, die wir alles tun, nur das Wichtigste nicht.

Ob nun im Alten- oder Neuen Testament, immer wieder warnt uns Gottes Wort, dass wir unser Leben mit ihm in Ordnung bringen sollen. So lehrte auch Jesus: Es ist, wie wenn du von deinem Gläubiger vor Gericht geschleppt wirst. Dann gibst du dir doch auch Mühe, die Sache mit ihm in Ordnung zu bringen, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist. Wenn du erst einmal vor Gericht stehst, wird dich der Richter dem Gefängniswärter übergeben, und der bringt dich ins Gefängnis (Lk 12,58). 
Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Jeder Tag den wir erleben dürfen ist ein Gnadengeschenk. Wenn Jesus sagt, wir sollen unser Leben in Ordnung bringen solange wir noch auf dem Weg sind, ist von der Zeitspanne unseres irdischen Lebens die Rede. In dieser Zeitspanne gilt es, unser Leben mit Gott in Ordnung bringen. Denn es ist dem Menschen bestimmt, "einmal" zu sterben, danach aber das Gericht (Hebr 9,27). Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben (Mt 12,36).

Im Evangelium hat uns Gott den Weg zur Erlösung gezeigt und ich kann es nicht besser formulieren als der Apostel Paulus, der uns erklärt: So lautet diese Botschaft: In Christus hat Gott selbst gehandelt und hat die Menschen mit sich versöhnt. Er hat ihnen ihre Verfehlungen vergeben und rechnet sie nicht an. Diese Versöhnungsbotschaft lässt er unter uns verkünden. Uns Aposteln hat Christus den Auftrag und die Vollmacht gegeben, diese Botschaft überall bekannt zu machen. Ja, Gott selbst ist es, der durch uns die Menschen ruft. So bitten wir im Auftrag von Christus: »Bleibt nicht Gottes Feinde! Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!« Gott hat Christus, der ohne Sünde war, an unserer Stelle als Sünder verurteilt, damit wir durch ihn vor Gott als gerecht bestehen können (2. Kor 5,19-21).

Die Bibel enthält keine Schmeichelreden, sie macht klare Aussagen, wir finden in ihr die ungeschminkte Wahrheit, sowohl über Gott als auch über den Menschen. Vielleicht hat manch einer ein Problem mit dieser deutlichen Sprache, doch um ein Beispiel zu nennen, was würde es bringen, wenn ein Arzt einem krebskranken Patienten sagen würde, „der Leberfleck ist halb so wild, lassen sie sich nicht beunruhigen, sollte er größer werden, machen sie einfach ein bisschen Puder drauf!“
Ist man da mit einem Arzt der einem sagt was Sache ist, nicht viel besser beraten? Ohne die Information über die Krankheit, lässt sich kein Mensch operieren. Oder um es mit den Worten John Mac Arturs zu sagen: Solange die Leute nicht ihre Sündennot erkennen, werden sie nicht zu Christus kommen, um befreit zu werden. Menschen gehen nicht zum Arzt, solange sie keine Krankheit spüren, sie bitten nicht um Leben, solange sie nicht wissen, dass sie zum Tode verurteilt sind.26

Krebs ist keine schöne Diagnose, doch wenn Aussicht auf Heilung besteht, dann wird niemand der halbwegs bei Verstand ist einfach die Diagnose des Arztes ignorieren und so weiterleben wie bisher. Gottes Wort gibt uns eine schonungslose Diagnose über unseren verlorenen Zustand, doch die Absicht besteht nicht darin uns lediglich in die Verzweiflung zu treiben, sondern vielmehr auf den hinzuweisen, der gesagt hat: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten (Lk 5,31-32).
Die Frage die jeder für sich beantworten muss lautet: Wie gehe ich damit um? Bin ich bereit einzugestehen, dass ich ein Sünder bin, der einzig und allein auf Gottes Gnade hoffen kann, oder gehöre ich zu denen, die der Meinung sind, selbst klar zu kommen? Wir sollten bedenken, Menschen die ihre Augen vor ihrer eigenen Sündhaftigkeit verschließen, betrügen sich selbst. Errettung und Gottes Kindschaft, ist nur solchen versprochen, die ihre Sünde bekennen und Jesus Christus im Glauben als ihren Herrn annehmen. Die Bibel sagt: Wie viele ihn aufnahmen denen gab er das Recht Kinder Gottes zu sein (Joh 1,12).

Nicht die Kindertaufe, nicht die Konfirmation, Kommunion oder Mitgliedschaft in einer Kirche machen uns zu Christen, sondern echte Umkehr zu Gott. Dies beinhaltet das Bekennen des eigenen Versagens, der eignen Schuld und das völlige Vertrauen auf das Erlösungswerk von Golgatha. Es gibt keinen anderen Weg zu Gott, als nur diesen einen. Denn es ist "ein" Gott und "ein" Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus (1.Tit 2,5).
Außerhalb des Gnadenbundes in Christus, in welchem alle Verheißungen Ja und Amen sind, hat Gott weder das ewige Leben noch die Erlösung oder die Bewahrung vor dem ewigen Tode zugesagt. (Jonathan Edwards) 27
Wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten, das seinen Anfang nahm mit der Predigt des Herrn und bei uns bekräftigt wurde durch die, die es gehört haben? (Hebr 2,3)

Gott hat keine Freude daran Sünder zu verdammen, er will dass wir umkehren und die Vergebung annehmen, die er uns durch seinen Sohn Jesus Christus geschenkt hat. Er gab ihn dahin, auf das alle die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben (Joh 3,16).
Mögen das noch viele erkennen, möge der Herr noch viele hinzu rufen, ehe es zu spät ist.

Nun haben wir uns ausführlich mit dem negativen Beispiel von Saul befasst und vielleicht denkt so mancher, wie kann man sich nur so lange an einem negativen Beispiel aufhalten, man muss doch auf das Positive sehen. Ich denke in unserer Zeit in der so viel vom positiven Denken die Rede ist, kommt sowas nicht immer gut an, doch nun will ich mal etwas Fragen: Ist es wirklich negativ, dass an Gefahrenstellen Warnschilder stehen? Ist es falsch vor gefährlichen Wegen zu warnen? Sollte man es nicht mehr melden, wenn Fahrzeuge mit einem Defekt im Umlauf sind, sollte man Autos nicht zurückrufen, wenn die Bremsen defekt sind? Was ist mit den Lebensmittelskandalen, sollte man die Bevölkerung nicht mehr mit Warnungen aufschrecken, soll man solche Lebensmittel nicht mehr aus den Regalen nehmen? Was ist mit Terror-, Erdbeben,- Hochwasser oder Tsunamiwarnungen, soll man die Bevölkerung wirklich mit solchen schrecklichen Themen aufschrecken? Man könnte ja genauso gut immer wieder versichern, dass alles gut wird, statt seiner Warnmeldung und der Evakuierung, könnte man beruhigende Musik laufen lassen. Man könnte ein Team von Psychologen in die Gebiete schicken die den Leuten einreden, dass alles halb so wild sei und dass sie immer positiv denken sollen. Wäre das wirklich positiv?

Leider werden Menschen die die Warnungen der Bibel ernstnehmen oft als Fanatiker oder Berufspessimisten abgestempelt. Man hält den der einem etwas Positives erzählt für seinen Freund und sieht in jedem der eine Warnung ausspricht einen Feind. Und dennoch will ich mich an das halten was die Bibel sagt: Wer einen Menschen zurechtweist, wird zuletzt Dank haben, mehr als der da freundlich tut (Spr 28,23).
Mein Anliegen besteht darin, jedem der den Namen des Herrn anruft, in aller Liebe aber auch in aller Eindringlichkeit zu zeigen, dass wir die Bibel wieder als das betrachten sollen, was sie ist – Gottes unfehlbares, ein für allemal, den Gläubigen, überliefertes Wort. Welch fatale Folgen es hat, wenn Gottes Wort verworfen wird, hat das Beispiel von König Saul gezeigt.

Um es noch einmal deutlich zu sagen, es ist gewiss nicht so, dass wir uns die Errettung durch Gehorsam verdienen müssen. Es ist auch nicht zutreffend, dass Jesus einen Teil der Rettung bewirkt hat und wir den Rest nur durch unseren Gehorsam in Form von eigener Anstrengung hinzufügen müssen. Das ist nicht die Botschaft der Bibel, das entspricht nicht dem was Jesus gelehrt hat, er sprach von einer neuen Geburt, er sagte, dass Gott dem Gläubigen seinen Geist geben würde und das ist letztlich der Grund für den Gehorsam. Es ist Gottes Geist der im Gläubigen sowohl das wollen, als auch das vollbringen bewirkt. Die Bibel lehrt nicht, man müsse gehorsam sein, um errettet zu werden, sondern zeigt uns vielmehr, dass Gehorsam die Folge der Errettung ist. Gehorsam ist also nicht der Grund für unsere Errettung, d.h. wir werden nicht errettet weil wir gehorsam sind, sondern wir sind Gehorsam weil wir errettet sind. Der Grund dafür ist das geistliche Leben das uns bei der Wiedergeburt geschenkt wird. Aus diesem Grund schreibt Petrus: Als Kinder des Gehorsams passt euch nicht den Begierden an, die früher in eurer Unwissenheit herrschten, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig (1.Pt 1,14).

Wir sehen, Petrus fordert die Gläubigen nicht direkt zum Gehorsam auf, sondern er setzt den Gehorsam voraus, indem er sie als Kinder des Gehorsams bezeichnet. Auch Jesus lehrte, dass man einen Christen an seinen Früchten erkennen würde, er sagte ein gesunder Baum bringt gute Frucht. Ob Glaube echt oder unecht ist zeigt sich immer daran welchen Einfluss er auf das Leben hat. Wenn sich der Glaube nicht auf das Leben auswirkt, dann ist es ein toter Glaube der nur aus leerem Gerede besteht. Es reicht nicht sich das Wort Gottes nur anzuhören, um darüber Bescheid zu wissen. Es geht auch nicht darum sich bloßes Kopfwissen anzueignen, um mitreden zu können oder sich gar als Glaubensexperte aufspielen zu können.

Wie das Beispiel mit König Saul gezeigt hat, funktioniert es auch nicht wenn wir denken, wir hören uns alles mal an und selektieren dann aus was uns zusagt und was nicht. A.W. Tozer sagte völlig zu Recht: Niemand hat uns das Recht gegeben, in die Bibel zu blicken und zu sagen: »Ich will mich einmal mit dieser Sache befassen, und wenn sie mir gefällt, mache ich sie mir zu Eigen.« …Es ist etwas grundlegend faul in unserem Christentum und unserer Spiritualität, wenn wir fahrlässig anzunehmen wagen, eine biblische Lehre, die uns nicht gefällt, einfach unbeachtet zu lassen und dann noch zu meinen, das wirke sich nicht negativ aus. Befehle, die wir von dem Herrn oder von Seinen Aposteln bekommen haben, können von einem ernsten und hingegebenen Christen niemals missachtet werden. Gott hat uns nicht zu dem Zweck belehrt, dass wir Seine Forderungen und Befehle an uns nach unserem Urteil abwägen und uns dann entscheiden, was wir jeweils damit machen wollen. 28
Denken wir auch an das Volk Israel und vor allem daran, dass die Geschichte dieses Volkes zu unserer Belehrungen überliefert wurde. Über Israel wird uns gesagt, aber das gehörte Wort nützte jenen nicht, weil es bei denen, die es hörten, sich nicht mit dem Glauben verband (Hebr 4,2). Wenn wir diese Aussage im Zusammenhang betrachten, erkennen wir, dass die Folge davon Unglauben war und dass sich dieser im Ungehorsam zeigte (vgl. Hebr 4,6). Bis heute hat sich nichts daran nichts geändert, echter Glaube zeigt sich immer im Gehorsam gegenüber Gottes Wort, während falscher Glaube durch den Ungehorsam entlarvt wird. Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, das Wesen der Sünde ist die Rebellion gegen die Autorität Gottes.

Darum bezeichnet die Bibel die Sünder als “Söhne des Ungehorsams“, merken wir den Unterschied? Die Gläubigen werden als Kinder des Gehorsams bezeichnet, während die Ungläubigen „Söhne des Ungehorsams“ genannt werden. Wir sehen hier das gegensätzliche Wesensmerkmal, es bedeutet nicht, dass der Christ ein fehlerfreies, perfektes, sündloses Leben führt und der Nichtchrist nur lügt, stielt, mordet und betrügt, sondern es geht um die bestimmende Kraft im Leben eines Menschen. Während im Leben des Ungläubigen die Sünde, die bestimmende Macht ist, gilt für den Erlösten, die Sünde wird nicht über euch herrschen (Röm 6,14). Der Ungläubige ist (ohne sich dessen bewusst zu sein) unter die Sünde versklavt, während der Erlöste von ihrer Macht befreit wurde.

Die Bibel unterteilt die Menschen nur in diese beiden Gruppen, in Gläubige und Ungläubige, in Sünder und in begnadigte Sünder. Dem begnadigten Sünder ist wie das Wort schon verrät Gnade widerfahren. Gnade ist etwas Unverdientes. Aufgrund der Sünde hätten wir alle Strafe verdient, doch aufgrund Gottes unermesslicher Gnade hat Jesus das Lamm Gottes den Preis für unsere Sünde bezahlt. Nun denken manche, schön wenn Gott so gnädig ist, können wir ja weiter in Sünde leben, doch das ist eine Verdrehung der Schrift, die uns lehrt: Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, und unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf (Tit 2,11). 
Es ist ein Irrtum zu meinen wir seinen gerettet um danach wieder unsere eigenen Wege gehen zu können. Der Kreuzestod von Jesus dem Sohn Gottes ist kein Freibrief um weiter unbeschwert in Sünde zu Leben, wer so denkt, täuscht sich gewaltig. Nicht umsonst werden wir gewarnt: Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten (Gal 6,7).

Auf den Geist zu sähen, bedeutet auf sein Reden zu hören und sich durch das Wort Gottes leiten zu lassen, auf das Fleisch zu säen bedeutet weiter den selbstsüchtigen Wünschen nachzueifern. Während der teuer erkaufte Gläubige, in dem Bewusstsein lebt, dass er sich nicht mehr sich selbst gehört, sondern dem der für ihn gestorben und auferstanden ist, sagt der Ungläubige, mein Leben gehört mir, ich bin Gott nichts schuldig. Er lehnt es ab, sich der Herrschaft Gottes zu unterstellen und lebt ein selbstsüchtiges, egoistisches Leben. Er kommt höchstens zu Gott, wenn er etwas von ihm haben möchte oder in Not geraten ist, ansonsten gibt er nicht viel auf das was Gott zu sagen hat, geschweige denn, was Gott von ihm erwartet. Sein Leben dreht sich ausschließlich um die eigenen Wünsche und die eigenen Erwartungen. In Gott sieht er maximal einen Dienstleister, aber niemals den Gott, der die höchste Autorität des ganzen Universums ist.

Hier können wir uns selbst prüfen, wie ist unser Glaube gestrickt, bauen wir auf den Sand menschlicher Wunschvorstellungen oder halten wir uns an das Wort Gottes? Halten wir an der Unfehlbarkeit und der Genügsamkeit der Schrift fest oder biegen wir uns alles so zurecht wie es unseren Vorstellungen entgegenkommt? Sind wir bereit Gott so anzunehmen, wie er sich uns in der Schrift offenbart oder machen wir uns unser eigenes Gottesbild? Die Schrift kennt keinen Glauben ohne Gehorsam und sie malt uns auch keinen Herrn vor Augen, dem es nicht zu gehorchen gilt. Jesus Christus ist nicht nur Erlöser, sondern auch der König der Könige und Herr aller Herren! Er hat den höchsten Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch im zukünftigen genannt werden wird. Beugen wir unsere Knie vor diesem König, sind wir bereit uns seiner Herrschaft zu unterstellen oder verharren wir in Rebellion und Unglauben?

Es ist wahr, Jesus kam nicht um zu richten er kam um zu retten, dennoch sollte man die biblischen Texte immer im Zusammenhang betrachten und wenn man das tut wird man feststellen, dass Ungehorsam Konsequenzen haben wird. Jesus sprach nämlich die Warnung aus: „Wenn jemand meine Worte hört und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag“ (Joh 12,47-48).

Wir alle müssen eines Tages vor seinem Richterstuhl erscheinen (vgl. 2.Kor 5,10), die Frage wird sein, wird er uns als Richter oder als Retter gegenüber stehen? Es ist ein fataler Irrtum zu glauben, er sei unser Retter, solange wir nicht bereit sind, ihn als Herrn anzunehmen. Man kann es nicht trennen, es gibt keinen halben Christus, wir können ihn nicht zerteilen, entweder er ist beides für uns, Herr und Retter oder er ist keins von beiden. Doch wenn er unser Herr ist, dann gilt es auch, auf ihn zu hören, dann gilt es, ihm nachzufolgen, dann gilt es, ihm ohne Vorbehalte und Einschränkungen zu gehorchen. An dieser Stelle möchte ich noch einmal an König Saul erinnern, obwohl er nach tolerantem Ermessen Gehorsam war, hat Gott dies als Ungehorsam bezeichnet. Es reicht also nicht ein paar Werte des Wortes zu übernehmen. Was Gott von uns erwartet ist ein ungeteiltes Herz. Saul wurde von Gott zurückgewiesen, weil er das Wort des Herrn verworfen hatte (1.Sam 15,23).

Wie wir gesehen haben, hatte er eine andere Sicht und pochte darauf, den Weg des Herrn gegangen zu sein. Letztlich dürfen wir uns hier nicht selbst täuschen, wer nur gewisse Teile der Schrift anerkennt oder sich nur mit seinen Lieblingsversen befassen will, ist in Gottes Augen ein Mensch mit geteiltem Herzen. So hart es klingen mag, wer Gottes Wort verwirft, wird von Gott verworfen. Meine Hoffnung ist, dass Gottes Geist diese Zeilen nutzen möge, um viele zur Umkehr zu leiten. Umkehr bedeutet, nicht weiter darauf zu pochen, alles richtig gemacht zu haben, sondern einzugestehen, gesündigt zu haben. Es bedeutet einzugestehen, dass Gottes Urteil über die Menschheit und insbesondere über mich selbst wahr und gerecht ist. Wir alle sind Sünder, wir alle haben Tod und Strafe verdient und wir täten gut daran zur selben Erkenntnis wie der Apostel Paulus zu kommen, er sagte, ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt (Röm 7,8). Das ist gewisslich wahr und ein Wort, des Glaubens wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin (1.Tim 1,15). 

Normal wollen wir immer vorne stehen, immer der erste sein, doch wie sieht es hier aus, sehen wir uns auch als den ersten unter den Sündern? Das ist wahre Demut, das ist wahre Selbsterkenntnis und das führt nicht in hoffnungslose Verzweiflung, sondern zu einer Betrübnis nach Gottes Sinn. Denn die Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod (2.Kor 7,10). 
Gott will uns durch sein Wort, nicht in hoffnungslose Verzweiflung treiben, sondern direkt in die Arme dessen, der gekommen ist, um Sünder selig zu machen. Jeder Fehler, jedes Versagen, jede Übertretung ist ein Anlass, sich noch enger an Jesus zu klammern und ganz auf die Erlösung zu hoffen, die er durch sein Blut für uns erworben hat (vgl. Hebr 9,12).
Er ist nicht nur bereit Vergebung zu schenken, sondern er schenkt uns auch ein neues Leben, eine neue Geburt. Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten (1.Pt 1,3).

Diese Wiedergeburt scheidet die Menschen, die neues Leben von Gott empfangen haben, von denen, die auf andere Art versuchen, ein christliches Leben zu führen. Die andere Art ist jedoch zum Scheitern verurteilt, denn da ist nur ein Schein von Gottseligkeit, doch es fehlt das Entscheidende, es fehlt die Kraft. Der Mensch kann sich nichts selbst erretten, er kann sich nicht selbst aus dem Sumpf der Sünde herausziehen, das kann nur Jesus, der Sohn Gottes, der gekommen ist, um zu retten, was verloren ist. Wir sind völlig auf ihn angewiesen, es liegt allein an seinem Erbarmen, nicht an unserer eigenen Leistung. Errettung ist reine Gnade, völlig unverdient. Aber diese Errettung bewirkt eine radikale Veränderung. Eine Veränderung die so überwältigend ist, dass wir in Gottes Wort die gewaltige Aussage, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur (2.Kor 5,17), finden. Und genau das ist das Kennzeichen des neuen Bundes, den Gott bereits im Alten Testament verheißen hat, als er sagte: Und ich werde einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich mich nicht von ihnen abwende, ihnen Gutes zu tun. Und ich werde meine Furcht in ihr Herz legen, damit sie nicht von mir abweichen (Jer 32,40).

Paul Washer kommentiert diesen Bibelvers wie folgt: Der Beweis, dass Gott einen ewigen Bund mit dir geschlossen hat, besteht darin, dass er die Furcht Gottes in dich gelegt hat, damit du dich nicht von ihm abwendest. Wenn du dich dennoch abwendest und er dich nicht erzieht oder wenn du dich auf Dauer von ihm abwendest, dann ist dies der Beweis, dass er seine Furcht nicht in dich gelegt hat. Das bedeutet, du bist nicht wiedergoren und du hast keine Bund mit Gott.29

Ein gläubiger Mensch im Sinne des neuen Bundes ist also ein Mensch der Gottesfurcht im Herzen hat und diese zeigt sich darin, dass er Gottes Wort ernst nimmt. Gott selbst ist es, der dies durch seinen Geist bewirkt, indem er Verheißung, Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihre Herzen schreiben (Jer 31,33), erfüllt. 
Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen, wenn ein Mensch sich weigert auf Gottes Wort zu hören und dennoch darauf beharrt ein Christ zu sein, steht dies in völligem Widerspruch zur Lehre der Heiligen Schrift. Wäre er wirklich Christ, hätte er Gottes Geist empfangen, denn wer seinen Geist nicht hat ist nicht sein (Röm 8,9). 
Wenn er den Geist empfangen hat, dann wurde auch sein Herz erneuert, dann hat ihm Gott sein Gesetz ins Herz geschrieben. Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben, und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut … und ihr werdet mir zum Volk, und ich, ich werde euch zum Gott sein (Hes 36,26-28). 

Natürlich muss gesagt werden, dass dies alles auf Wachstum angelegt ist. Es geht nicht um eine einmalige Erfahrung die uns zu vollkommenen Christen macht. Nein, vielmehr geht es um das Wachsen in der Gnade und dies setzt so banal es klinkt, Leben voraus. Ohne geistliches Leben ist kein geistliches Wachstum möglich. Die Widergeburt ist nur der Anfang des geistlichen Lebens. Darum schrieb Paulus den Christen in Ephesus:
Auch euch hat er auferweckt, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.
Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen.
Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht - durch Gnade seid ihr gerettet! (Eph 2,1-5)


Ein Mann wie Paulus konnte sagen, mein Leben ist Christus, trifft das auch auf den Durchschnittschrist unserer Tage zu? Ist Jesus wirklich der Mittelpunkt unseres Lebens oder denken wir das mit dem Glauben läuft so nebenher? Vielleicht hält man die Kirche für einen Verein der Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen organsiert. Nun, leider sind viele Kirchen genau dazu verkommen, sie sind nur noch ein Dienstleister für Festlichkeiten und so lassen sich viele durch schöne Worte täuschen.
Wie oft hört man auf Beerdigungen den bekannten Bibelvers, Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn“ (Röm 14,8), doch wie selten gibt man zu bedenken, dass nur diejenigen dem Herrn sterben, die auch für ihn gelebt haben. Wer also die Hoffnung hat, als Christen sterben, sollte sich fragen, ob er auch für Christus lebt. Wie schon erwähnt, wir können es nicht aus eigener Kraft, aber dazu werden wir auch nicht aufgefordert, vielmehr heißt es: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke! (Eph 6,10)

Das Hauptanliegen dieses Beitrags besteht darin, dass alle, die sich Christen nennen, ihr eigenes Herz prüfen. Denn nicht sieht der HERR auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an (1.Sam 16,7).
Wenn wir ihn wirklich mit ungeteiltem Herzen lieben, gilt uns das Versprechen, „des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind“(2.Chr 16,9), wenn nicht, möchte ich daran erinnern, dass Jesus sagte:„Wer etwas mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert“ (Mt 10,37).
Er erwartete unsere ungeteilte Liebe und er erwartet sie zu Recht. Niemand hat uns jemals mehr geliebt und niemand wird uns jemals mehr lieben. Alles andere als diese Liebe nicht zu erwidern, ist schlicht und ergreifend das Dümmste was wir tun können. Er hat einen guten Plan für unser Leben, er hat durchweg gute Absichten und all seine Gebote sind nicht dazu gedacht uns einzuengen, sondern sie dienen uns zum Besten. Würden sich alle Menschen seiner Herrschaft unterordnen, würden sich alle an sein Wort halten, dann gäbe es weder Kriege noch Hungersnöte. Wir müssten weder unsere Häuser verriegeln, noch brauchten wir Kennwörter order eine Geheimzahl für unser Konto. Wie kann man sich täglich die Nachrichten ansehen und immer noch an das Gute im Mensch glauben? Wie kann man in der Illusion Leben, die Menschheit würde sich immer weiter entwickeln? Wie kann man nur vom Weltfrieden träumen, solange der Mensch sich gegen Gott und seine Gebote auflehnt? Das Chaos dieser Welt ist nur der Tatsache geschuldet, dass die Menschen die Finsternis mehr lieben als das Licht (vgl. Joh 3,19).
Gott hätte das Kapitel Menschheit längst abhaken können, doch statt uns zu verdammen und zu bestrafen, sandte er in seiner unbegreiflichen Liebe seinen einzigen Sohn und legte die Strafe, die wir verdient hätten, auf ihn.
Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn (Jes 53,4-6).

Gibt es nur einen logischen Grund ihn abzulehnen, was um alles in der Welt spricht dagegen diesen Erlöser abzulehnen? Mir jedenfalls fällte keiner ein und ich wüsste auch nicht wohin ich gehen sollte. Nur er allein gibt meinem Leben Sinn und Ziel, er ist meine Hoffnung und ich hoffe, dass noch viele erkennen, dass es keine wichtigere und keine bessere Entscheidung im Leben eines Menschen geben kann, als ihn anzunehmen. Ja, es ist wahr, die Mehrheit der Menschheit lehnt ihn bis heute ab, das war schon in den Tagen, in denen er auf diese Welt kam nicht anders. Im Johannes Evangelium heißt es dazu: Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind (Joh 1,11).
Orientiere dich nicht an der Masse, sondern lass Dich erretten aus diesem verkehrten Geschlecht. Wenn Du Jesus als Deinen Herrn annimmst, gilt auch für Dich: Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden. Das Wünsche ich allen Lesern von ganzem Herzen. Es gibt nichts Besseres als ein Kind Gottes zu sein.

 

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