und

Einheit über alles II

 

Allein durch die Schrift

Nachdem durch Teil 1 dieser Beitragsreihe deutlich wurde, dass jede Abweichung von Gottes Wort, als Unglaube gesehen werden muss, möchte ich die bereits angedeuteten Aussagen, bezüglich der oftmals oberflächlichen Haltung unseres modernen Christentums, noch etwas vertiefen. Es geht mir nicht darum, andere schlecht machen zu wollen oder mich als Richter aufzuspielen, auch will ich nicht behaupten, alles besser zu machen oder zu wissen, es geht nur um eine objektive Gegenüberstellung zwischen dem, was Gottes Wort uns aufgetragen hat und dem, was die moderne Kirche daraus gemacht hat. Um es auf den Punkt zu bringen - es geht um die Wahrheit, so wie sie uns in der Bibel offenbart wird und nicht darum andere schlecht zu reden. Die größte Not in meinem Leben, ist meine eigene Sünde, ich bin weit davon entfernt, über anderen zu stehen, stattdessen kann ich eher mit David beten: Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus (Ps 51,12).
Hier sehen wir das Herz Davids, seine erste Sorge galt seiner Beziehung zu Gott, doch dabei blieb er nicht stehen, sondern formulierte einen Vorsatz, der sein Leben geprägt hat und der lautete: Ich will die Übertreter deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren (Ps 51,15).

Nachdem seine Beziehung mit Gott wieder in Ordnung gekommen war, bestand sein Anliegen darin, andere zu Gott zu führen. Doch wie ist es möglich Übertreter Gottes Wege zu lehren, ohne sie mit dem Problem der Übertretung zu konfrontieren? Wie soll ein Sünder von seinem falschen Weg umkehren, wenn ihm niemand sagt, dass er auf einem falschen Weg ist? Die Logik sagt einem, dass es unmöglich ist, dennoch versucht die moderne Kirche unserer Tage, auf jegliche erdenkliche Art, Menschen für das Christentum zu gewinnen, nur eine Methode wird immer seltener angewandt und die besteht darin, die Menschen mit der Wahrheit zu konfrontieren. Dies gilt insbesondere für die ”unbequemen” Wahrheiten. Man hört nur noch das Gott Liebe ist, aber nur selten, dass er auch heilig und gerecht ist. Hierzu ein Zitat von Bischof John Charles Ryle: Man spricht von Gottes Gnade, Liebe und Barmherzigkeit und ignoriert dabei seine Heiligkeit, Reinheit, Gerechtigkeit, Unveränderlichkeit und seinen Hass gegen die Sünde. Wir müssen an Gott so glauben, wie er ist, wie er sich uns in seinem Wort vorstellt und nicht, wie es unseren Vorstellungen und Wünschen entspricht. (siehe Ps 145, 19-20, Röm 2, 6-8) 2

Ganz zu Beginn habe ich die Aussage gemacht, dass ich bei dem vielen christlichen Aktionismus unsere Tage oftmals den Eindruck habe, dass viele Aktionen am vorgebenden Ziel vorbei gehen. Man pocht zwar darauf, man wäre für die christliche Sache aktiv, doch man macht sich nicht die Mühe, je zu hinterfragen, ob all die Aktionen auch im Einklang mit Gottes Wort stehen. Einen Eifer will ich den Leuten, wie schon gesagt, nicht absprechen, doch sollte sich jeder die Frage stellen, ob er wirklich einen Eifer für Gott hat. Die einfache Frage lautet: Um wen geht es, wer steht im Mittelpunkt, der Mensch oder der Gott?

Dies ist sehr entscheidenden, denn es ist ein Himmel weiter Unterschied, ob man dem lebendigen Gott dient, oder nur einem religiösen System. Viele laufen immer nur ihren geistlichen Führern hinterher und würden sich nie getrauen, ihre Lehre in Frage zu stellen, doch ist das wirklich die “Nachfolge“ von der Jesus gesprochen hat? Hat er nicht gesagt, Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis (Joh 8,12), waren seine Worte nicht, meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen mir? (Joh 10,27)

Haben wir uns jemals vergewissert, ob wir wirklich Jesus nachfolgen oder nur einem kirchlichen System? Jesus sprach davon, dass seine Schafe ihm nachfolgen und betonte auch, einem Fremden folgen sie nicht (Joh 10,5). Dave Hunt hat diesen Vers wie folgt kommentiert: Wir müssen sicher sein, dass wir dem Herrn folgen und nicht Menschen… Um der Verführung entgehen zu können, die dem Abfall zugrundeliegt, müssen wir die Stimme Jesu Christi in seinem Wort unterscheiden können von der verheerenden Vermischung von Wahrheit und Irrtum, die oft in seinem Namen verkündigt wird…Es ist die Verantwortung eines jeden Christen, die verschiedenen Lehren und ihre Früchte zu prüfen und nur dem zu folgen und für sich anzunehmen, was klar mit dem Wort Gottes vereinbar ist.3
Es ist also ungemein wichtig, dass wir uns vergewissern, dass wir auf seine Stimme hören, also auf sein Wort und nicht auf Menschenwort. Das ist entscheidend, denn wenn wir dies nicht beachten, wandeln wir immer noch in der Finsternis. Gottes Wort spricht von der gegenwärtigen, bösen Welt (Gal 1,4) und bezeichnet sie als einen dunklen Ort, doch wir werden auch ermutig: Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort (2.Pt 1,19).

Nur wenn wir auf Gottes Wort hören, haben wir Orientierung, wenn wir es verwerfen oder gering achten, gleichen wir Blinden, die im Dunkeln umherirren und nicht wissen, worüber sie als nächstes stolpern. Das hält die meisten natürlich nicht davon ab, hinterher Gott verantwortlich zu machen. Die Gebote Gottes werden ignoriert, doch sollte dies jemals negative Konsequenzen haben, dann klagt man Gott an. Der Mensch ist ein unverbesserlicher Rebell, er lebt in ständiger Auflehnung, will aber dennoch nicht wahrhaben, dass Gott ihn auf Grund dieser Haltung verurteilen muss. Wir müssen an den Punkt kommen, an dem wir unsere Schuld eingestehen und in wirklicher Reue und Demut zu ihm umkehren. Wer niemals über seine eigene Sünde geweint und getrauert hat, der lebt, ob er es wahrhaben will oder nicht, immer noch in Auflehnung gegen Gott. Dies schon allein weil Gottes Wort uns sagt, dass wir alle Sünder sind, wenn wir dem widersprechen, machen wir ihn zum Lügner.

Mir ist klar, das klingt nicht schön in unseren Ohren. Hätte mir früher jemand so etwas gesagt, wäre ich an die Decke gegangen. So schlimm ist der Mensch doch auch wieder nicht und man darf doch nicht nur Schlechtes sehen, man muss doch auch das Gute im Menschen sehen. Nun, selbst wenn da Gutes wäre, man kann das Schlechte nicht dagegen aufwiegen, es ist wie in dem Vergleich mit dem Richter, er wird keinen Mörder freisprechen, nur weil der sich immer die Straßenverkehrsordnung gehalten hat. Wir haben alle, auf dem ein oder anderen Gebiet unsere Schwächen. Keiner ist vollkommen oder unfehlbar, doch wir neigen immer dazu, uns mit anderen zu vergleichen und weil wir da immer jemand finden, der noch schlimmer ist, denken wir, dass wir gar nicht so übel sind. Sollten wir doch mal etwas falsch machen, haben wir tausend Entschuldigungen. Wir können offensichtlich alles nur nicht einsehen, dass wir von Natur aus Sünder sind. Sünder, die nicht auf den Himmel, sondern auf die Hölle zusteuern. Heute klingt es sehr befremdend von der Hölle zu sprechen, doch niemand hat so eindringlich vor diesem schrecklichen Ort gewarnt als Jesus. Wäre er der Meinung, dass wir alle in den Himmel kommen weil wir so brav sind, hätte er wohl kaum solch eindringliche Worte, wie diese gesprochen: Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden (Mt 7,13-14).

Von Natur aus hat der Mensch eine sehr hohe Meinung von sich selbst, Gott hingegen achtet er eher gering. Gottes Wort rückt diese verkehrte Sicht wieder zurecht, es zeigt uns Gottes Größe und Erhabenheit und macht uns unsere Abhängigkeit, unsere Vergänglichkeit und unsere Unvollkommenheit bewusst. Mehr noch, sie zeigt uns, dass wir hoffnungslos verloren sind und völlig auf Gottes Gnade angewiesen sind. Das einzusehen und Buße zu tun, bedeutet durch die enge Pforte zu gehen. Es bedeutet, Jesus als Herrn und Erlösen anzunehmen und ihm nachzufolgen. Es bedeutet, ihm die Herrschaft über unser Leben zu geben. Doch der Ungläubige, will sich nicht seiner Herrschaft unterordnen. Und hier sehen wir den Unterschied, der Ungläubige lehnt sich gegen Gottes Forderungen auf und rebelliert, der Gläubige hingegen kapituliert und fleht um Gnade.

Je deutlicher wir unsere Sünde erkennen, je mehr wird uns das Opfer das Jesus für uns vollbracht hat bedeuten. Solange jemand nicht einsehen will, dass er ein Sünder ist, solange er nicht die Last seiner Sünde fühlt und sie loswerden möchte, solange zählt er nicht zu denen, für die Jesus gekommen ist. Wer nur nach Selbstbestätigung sucht, der sucht bei Jesus an der falschen Stelle. Gottes Wort offenbart uns die Verdorbenheit unserer Seele, doch wenn wir das erfasst haben, finden wir im selben Wort auch Vergebung und Barmherzigkeit.
Doch wichtig ist, dass wir auf sein Wort hören. Es muss ganz deutlich gesagt sein, einem Glauben der sich weigert, die Bibel als das von Gott inspiriertes Wort anzunehmen, fehlt jegliche Orientierung und jegliches Fundament. Ein Glaube der die Bibel lediglich als ein geschichtlich-kulturell bedingtes Menschenwort ansieht, ist letztlich wie eine Fahne im Wind. Leider ist dieser Glaube in unserer Zeit weit verbreitet und wird irrtümlicherweise als christlich angesehen. Doch das ist nicht verwunderlich, denn genau davor hat Jesus immer wieder gewarnt. Natürlich kann man alles durch die rosa-rote Brille sehen und alles was sich christlich nennt, für christlich halten. Doch wer das tut, macht sich selbst etwas vor und ignoriert die vielen Mahnungen, die uns Gott durch sein Wort gegeben hat.

Immer wieder werden wir ermahnt, wachsam zu sein, doch die meisten lieben den Schlaf und die Bequemlichkeit viel zu sehr, als dass sie sich durch solche Bibelworte aus dem üblichen Trott bringen lassen. Massenweise rennen Blinde blinden Führern hinterher, ohne groß nachzudenken oder je irgendetwas zu hinterfragen. Wenn man bedenkt, dass Jesus seine größten Auseinandersetzungen mit den geistlichen Führern seiner Zeit hatte, ist es doch verwunderlich, dass der heutige Durchschnittschrist den Theologen unserer Tage nahezu blind vertraut.
Die Ablehnung der Bibel als höchste Autorität, lässt sich natürlich auch sehr fromm verpacken, indem man Jesus selbst zur höchsten Autorität erklärt; doch das Motto: „Wer Jesus nachfolgt, braucht sich nicht so eng an die Bibel zu halten, hat einen Haken, die Frage ist nämlich, welchem Jesus man nachfolgen will, wenn nicht dem der Bibel?

Ich will auf keinen Fall behaupten, dass ein Christ sich durch Disziplin und Gehorsam selbst retten muss, das ist sicher nicht der Fall, Errettung ist immer das Werk Gottes und Errettung geschieht allein aus Gnade, allein durch Christus, aber damit sind die vier Grundsätze der Reformation noch nicht komplett. Erinnern wir uns was Luther sagte.„Sola scriptura, sola fide, sola gratia, solus Christus“ Allein durch die Schrift“ „Allein durch den Glauben“ „Allein durch Gnade“„Allein Christus“ 4
Wir werden allein durch Glauben gerettet, das ist gar nicht die Frage, doch echter Glaube hat immer Auswirkungen auf das Leben, er zeigt sich darin, dass Jesus der Mittelpunkt des Lebens ist, er zeigt sich in der Liebe zum Erlöser, die bewirkt, dass sein Wort geehrt und befolgt wird. Darum sagte Jesus: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten (Joh 14,23).

Wie gesagt, in unserer Zeit gibt es viel religiöse Betriebsamkeit, oft voller Euphorie und bester Stimmung, an all dem ist nichts einzuwenden, solange es sich beim Gottesdienst nicht nur um selbstsüchtige religiöse Erlebnisse dreht. Sollte dies der Fall sein, ist es in Wirklichkeit nichts anderes als Götzendienst. Oftmals haben Menschen geglaubt Gott zu dienen und in Wirklichkeit war es nur zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse. Denken wir zum Beispiel an das mahnende Beispiel, als ganz Israel ums goldene Kalb getanzt hat. Das Volk machte sich dieses goldene Kalb und sagte: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat (2.Mo 32,4).
Sie verehrten dieses goldene Kalb, führten Freudentänze zu Ehren ihres selbstgemachen Götzen auf und brachten es dennoch fertig, diese Veranstaltung als ein Fest für den HERRN zu bezeichnen (2.Mo 32,6).

Es ist einfach ihr Verhalten zu kritisieren und den Kopf zu schütteln, doch das ist nicht der Grund, warum uns diese und viele anderen traurigen Kapitel der Geschichte Israels überliefert wurden. Es geht nicht darum, dass wir sie richten, sondern um die Frage, wie sieht es bei uns aus? Ist unser modernes, aufgeklärtes Christentum wirklich so viel besser, wie wir oft glauben? Oder sind wir nicht die Generation, die große Stücke auf sich hält, doch in Wirklichkeit, nichts dringender benötigt, als Augensalbe? Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts!, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist, rate ich dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich wirst; und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du siehst. Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße! (Offb 3,17-19).

Nun möchte ich etwas konkreter werden und auf das gegenwertige Einheitsbestreben eingehen. Grundsätzlich ist die Einheit unter Christen wünschenswert. Es steht außer Frage, dass christliche Einheit angestrebt werden soll, fragwürdig jedoch ist die Art und Weise, wie man diese Einheit herbeiführen will. Wenn man die Augen nicht bewusst vor der Realität verschließt, ist es nur allzu offensichtlich, dass man sich immer weiter von der biblischen Grundlage entfernt. Hier handelt man genau wie in dem alttestamentlichen Beispiel. Wie Saul hat man den Auftrag registriert und sich daran gemacht ihn umzusetzen. Man ist aktiv, man macht etwas, wie man meint, christliches, aber man ignoriert dabei klare biblische Anweisungen. Die Bibel hat viel über die Einheit unter Christen zu sagen, doch an keiner Stelle wird uns gelehrt, dass Einheit auf Kosten der Wahrheit durchgesetzt werden soll. Wer objektiv mit dem Wort Gottes umgeht, der muss erkennen, dass die Einheit, um der es Jesus geht, eine Einheit unter den wahren Kindern Gottes ist. Es ist eine Einheit unter Menschen, die aus der Welt herausgerufen sind, Menschen die wiedergeboren sind, Menschen die Jesus bewusst als ihren Herrn und Erlöser angenommen haben und die ihm nachfolgen. Nur solche Menschen können eine wahre christliche Gemeinde im Sinne der Bibel sein.

Ich möchte dazu ein bemerkenswertes Zitat von Dr. Gertrud Wasserzug-Traeder wiedergeben: Wer Ja zu Jesus und der Einheit der wahren Gemeinde sagt, der muss Nein sagen zu einer organisatorischen Vereinigung von Kirchen, die auf einem menschlichen Fundament aufgebaut ist, die von einem menschlichen Geist durchströmt ist und ein menschliches Ziel hat.5 

Das Fundament des christlichen Glaubens ist und bleibt das Wort Gottes. Wenn die göttliche Autorität der Schrift nicht das Glaubensfundament bildet, fehlt dem Glauben jegliche Grundlage.
Wer nicht auf dieses Fundament baut, der baut auf Treibsand.
Auch für die Einheit muss der Grundsatz „allein die Schrift“ beibehalten werden. Leider kommen oft so schwache Argumente wie: „Wir müssen auf das sehen was uns verbindet, nicht auf das was uns trennt!“
Gesunde christliche Lehre ist für viele daher ein Störenfried, man will Harmonie, man will das Wir-Gefühl, man will eine große Massenbewegung und daher kann es nicht oberflächlich genug sein. Nun soll aber die Gemeinde des Herrn kein frommer Club um seiner Selbstwillen sein, sondern Gottes Eigentumsvolk, auserwählt und ausgesondert, um ihm zu dienen. Wer ihm dienen will, kann dies nicht im Widerspruch zu seinem Wort tun.

Denken wir noch einmal zurück an das Verhalten von König Saul, hat es uns nicht deutlich gezeigt, dass Gott diese Art von Dienst nicht akzeptiert? Denken wir noch einmal kurz über das nach, was Gott ihm durch den Propheten Samuel sagte: Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern. Denn Ungehorsam ist Sünde wie Zauberei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König seist.
Was wir in unsrem toleranten Denken als geringfügige Abweichung ansehen, ist in Gottes Augen Ungehorsam, es ist Sünde, vergleichbar mit Zauberei, Abgötterei und Götzendienst und es hat Konsequenzen, Gott sagte: Weil du des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König seist.

Es kann in unseren Tagen nicht oft genug betont werden, wie genau es Gott mit seinem Wort nimmt. Was auch immer getan wird, wenn sein Wort nicht die Grundlage ist, dann ist es Sünde. Dies gilt auch und insbesondere für das hyperaktive Bestreben nach einer Einheit, die immer mehr auf Kosten der Wahrheit vorangetrieben wird. Ich sage bewusst auf Kosten der Wahrheit weil man schon viel zu viele Abstriche gemacht hat und Grenzen überschritten hat, die noch vor 100 Jahren undenkbar gewesen wären. Man muss sich doch nur mal eins überlegen, wie kann es sein, dass Christen zur Zeit der Reformation eher bereit waren, auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, als irgendwelche Zugeständnisse gegenüber Rom zu machen?

Wie viele Märtyrer hat diese Kirche auf dem Gewissen und dennoch geht in unseren Tagen anscheinend nichts über die Vereinigung mit dieser abgefallenen Kirche. Ich will damit nicht jedem einzelnen Katholiken den Glauben absprechen, mir geht es um das Papsttum und um solche verheerenden Irrlehren wie die Unfehlbarkeit der Päpste. Doch damit nicht genug, man strebt nicht nur dies an, sondern will letztlich sogar die Einheit mit den anderen Religionen. Immer wieder ist die Rede vom Dialog mit den anderen Religionen. Man könnte meinen, es ginge nur darum gute Kompromisse zu finden, lassen wir all das was uns trennt einfach weg und sehen auf das was uns verbindet.

Mit christlichen Glauben hat das leider nichts zu tun, denn, und das wird vielleicht sogar manchen Christen überraschen, Jesus kam sicher nicht um zwischen Licht und Finsternis zu vermitteln. Licht und Finsternis haben nichts gemeinsam und Jesus hat uns auch nicht den Weltfrieden versprochen. Auf dieser Welt kann es nämlich ohne ihn niemals Frieden geben. Erst wenn Jesus wieder kommt und sein Friedensreich aufrichtet, wird Friede herrschen, doch bis dahin gilt: In der Welt habt ihr Bedrängnis (Joh 16,33).

Wie gesagt, er versprach weder den Weltfrieden, noch hat er seine Nachfolger zum Dialog mit den anderen Religionen aufgefordert, stattdessen sagte er: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden (Mt 10,34-39).

Und an anderer Stelle lesen wir: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten (Joh 15,20). 
Klingt das nach einem harmonischen Miteinander oder nach einer breiten Akzeptanz des Christentums? Sicher nicht, doch wo ist das Problem? Ganz einfach, der Konflikt liegt nicht auf der Seite des Christens, sondern ist durch den Hass der Welt begründet. Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat (Joh 15,18).

Wir sollten uns die Frage stellen, warum die ersten Christen verfolgt wurden und warum es heute in unserer aufgeklärten Zeit, scheinbar möglich sein soll, dass sich das Christentum mit der Welt und den anderen Religionen vereinen kann? Woher kommen diese Gegensätze, hat sich Jesus geirrt oder liegt das Christentum im Irrtum? Wie gesagt, Jesus hat Entzweiung um des Glaubens Willen vorausgesagt, er sprach sogar von Hass und Verfolgung, doch nun will man uns weismachen, dass es ihm um den Weltfrieden und den Dialog mit den anderen Religionen geht. Steht nicht schon im ersten Gebot, ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter nehme mir haben? Ich behaupte, dass Christentum ist leicht zu akzeptieren, solange man kompromissfähig ist. Wer bereit ist offenherzig mit den anderen Religionen umzugehen und versucht ihnen etwas Positives abzugewinnen, der wird kaum Hass oder Verfolgung erleben, doch wer an dem festhält was geschrieben steht, wer sich nicht beirren lässt und dabei bleibt, dass uns in keinem anderen Namen das Heil gegeben ist, außer in dem Namen des Herrn Jesus (Apg 4,12), der wird genau das erleben, was Jesus prophezeit hat. Genau so ist auch den ersten Christen ergangen und genau so erleben es auch heute weltweit viele treue Nachfolger, doch jedem der Anfeindung oder Verfolgung um des Glaubens willen erdulden muss, gilt: Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens Christi willen, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch (1 Pt 4,14).
Wahres Christentum ist keine zusätzliche Religion, es geht auch nicht um das vermitteln eines Wertesystems, vielmehr dreht sich das wahre Christentum um eine Person, um den Herrn Jesus Christus, der uns klar gemacht hat, dass es nicht möglich ist zwei Herren gleichzeitig zu dienen (vgl Mt 6,24). Gottes Wort fordert uns nicht zu flauen Kompromissen, sondern zu einer klaren Entscheidung, auf.

Um diese Aussage zu bestätigen, möchte ich mit den Worten A.W. Tozers fragen: Stellt euch vor, Moses hätte zugestimmt, an einer Podiumsdiskussion mit Israel über das Goldene Kalb teilzunehmen; oder Elias hätte sich in einen vornehmen Dialog mit den Baalspropheten eingelassen. Oder stellt euch unseren Herrn Jesus Christus vor, der eine geistige Verwandtschaft mit den Pharisäern sucht, um Differenzen auszubügeln. Der Segen Gottes wird den Friedensstiftern verheißen, aber der religiöse Unterhändler sollte besser aufpassen. Dunkelheit und Licht können nie durch Gespräch zusammengebracht werden. Manche Dinge sind nicht verhandelbar.6

Wie kommt es, dass wir heute alles so locker sehen? Der Hauptgrund ist unser oberflächlicher Umgang mit Gottes Wort. Doch je oberflächlicher unsere Haltung in Glaubensfragen ist und umso toleranten wir mit den Texten der Bibel umgehen, umso mehr berauben wir uns unserer Glaubensgewissheit. Wie kann jemand, der alle Textabschnitte die ihm nicht behagen in Frage stellt, auf die Texte vertrauen, die uns das ewige Leben und einen neuen Himmel versprechen? Wie kann man auf die Auferstehung hoffen, wie kann man Heilsgewissheit haben, wenn die Bibel größtenteils aus Mythen, Märchen und menschlichen Meinungen besteht? Sofern uns ein Bibeltext nicht behagt oder er nicht in unser stark vom Humanismus geprägtes Gottesbild passt, sind wir sehr kreativ, wie man die Aussage des Textes entkräften kann. Da hört man dann zum Beispiel, dies sei kulturell bedingt oder es sei nur die Interpretation des Schreibers.

Eine andere Möglichkeit Gottes Wort zu entkräften, bietet 1. Korinther 8, hier ist von Christen die Rede, die ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie Götzenopferfleisch essen, während andere damit kein Problem haben. Obwohl sich das ganze Kapitel eindeutig um das Essen oder nicht Essen bestimmter Speisen dreht, wird es einfach ganz allgemein übertragen, nach dem Motto, diejenigen, die sich noch ans geschriebene Wort halten, sind die Schwachen und Ängstlichen, während solche, die sich mutig übers geschriebene Wort hinwegsetzten die Starken sind. So pauschal kann man aber die Aussagen dieses Kapitels nicht werten, denn Paulus ging es nur darum, dass man keinen Bruder wegen einer Speise richten soll. Das ist auch völlig im Einklang mit dem was Jesus selbst gelehrt hat, er hat, wie wir wissen, alle Speisen für rein erklärt hat (vgl. Mk 7,24).

Wenn ich betone, dass es darum geht, dass wir uns ans geschriebene Wort halten, geht es nicht um Speisegebote oder um das Einhalten bestimmter Feiertage, nein es geht um die vielen klaren biblischen Anweisungen, die für alle Christen Gültigkeit haben und die nicht reine Ermessens- oder Interpretationssache sind. Um einige Beispiele aufzuzeigen seinen folgende Bibelverse genannt:

Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene (Röm 12,2).
Führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung! (1.Pt 2,12).
Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht (1.Thess 4,3).
Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört (Eph 5,3).
Deshalb legt die Lüge ab und redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten! (Eph 4,25).
Wandelt nur würdig des Evangeliums Christi (Phil 1,27).


Man könnte diese Liste beliebig weiterführen, doch mir scheint, dass man in unseren Tagen die Ohren bewusst von der Wahrheit abwendet und lieber Schmeichelreden hören möchte. Man hat sich so darauf spezialisiert, die Gnade Gottes in Ausschweifung zu verwandeln und sieht in Gottes Barmherzigkeit eine Art Freibrief, um weiter in Sünde leben zu können. Bereits Paulus hat vor diesem fatalen Irrtum gewarnt, er schrieb an die Korinther Gemeinde: Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes erben
(1.Kor 6,9-10).


Es gab zu allen Zeiten Menschen, die nur Gottes Zusagen hören wollten, die nur an seinen Segnungen interessiert waren, aber niemals bereit waren, ihm ihr Leben zu unterstellen. Mit den Verheißungen nimmt man es genau, die stellt man nicht in Frage, doch wehe wir werden zu einem konsequenten Leben aufgefordert, wehe da kommt jemand daher und erwartet, dass wir uns Gott unterordnen und seinem Wort gehorchen sollen. Nein, nein, wir sind da ganz entspannt unterwegs und biegen uns alles so zu Recht, wie es unseren Vorlieben entspricht. Doch wenn unser Glaube so gestrickt ist, verhalten wir uns nicht besser als König Saul, er hatte zwar eine klare Anweisung, war jedoch der Meinung, er müsse es nicht so genau nehmen. Und wie schon festgestellt, auch bei uns nimmt man es nicht mehr so genau, man meint mit Gott auf Augenhöhe zu stehen und verlässt sich oftmals lieber auf seine Gefühle oder Träume, anstatt auf Gottes Wort zu hören. Man meint, man könnte sich die Bibelstellen zu Eigen machen, die einem zusagen und alles was einem gegen den Strich geht, unter den Teppich kehren. Dennoch besteht man darauf, bibeltreu zu sein, doch wie das Beispiel von König Saul gezeigt hat, fordert Gottes Wort uns auf, aufzumerken. Es geht darum, Gottes Wort mit voller Aufmerksamkeit zu lesen und um die Bereitschaft auch Korrektur anzunehmen.

Zeigt die Geschichte von Saul denn nicht eindeutig, dass Gott sich nicht damit zufrieden gibt, wenn wir seine Befehle nur halbherzig ausführen? Sehen wir darin denn nicht, dass es auf dasselbe rausläuft, als würden wir überhaupt nicht auf sein Wort hören? Sagte er nicht zu Saul, weil du mein Wort verworfen hast, habe ich auch dich verworfen? Kirchen, christliche Institutionen und einzelne Christen, müssen sich dessen bewusst sein, wenn wir Abstriche von Gottes Wort machen, dann gilt auch für uns: Weil du mein Wort verworfen hast, habe ich auch dich verworfen. Wir bilden uns ein, wir seien weiter als die Christen früherer Generationen, wir sind stolz auf neue Visionen, neue Wege, rühmen uns unserer neuen Ideen, unserer Kreativität und unseres Einfallreichtums und bilden uns womöglich ein, die Generation zu sein, die die ganze Welt bekehren würde. Wir reden heute so viel vom Heiligen Geist und seinem Wirken, doch wie befremdend müssen für jene, die beanspruchen den Heiligen Geist für sich gepachtet zu haben, Worte wie dieses klingen: Aber auf den will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort (Jes 66,2).

Vor Gottes Wort zittern, ist das nicht eine Zumutung für uns? Man beachte die Zusage, dass Gott auf den Blicken will, der zerschlagenen Geistes ist und der vor seinem Wort zittert. Hier ist von einer ehrfürchtigen Haltung die Rede, nicht von einem lockeren kumpelhaften Umgang. In unseren Tagen haben wir einen auffällig großen Mangel an Ehrfurcht vor Gottes Wort. Die Verheißung, das Gott auf uns blickt, das er uns gnädig ist, die lassen wir sicher gerne stehen, aber Gottesfurcht ist doch ein Thema des Alten Testaments, darüber sind wir doch schon lange hinweg. Bei uns steht vor allem das Vaterbild Gottes im Vordergrund, doch dürfen wir nicht den Fehler machen, in Gott einen total antiautoritären Vater zu sehen. Georg Walter hat dazu treffend formuliert: Die Fabel von einem gutmütigen »Papi« im Himmel, der stets die Probleme seiner Kinder löst, lässt keinen Raum mehr für Prüfungen des Glaubens, Ausharren im Leiden oder gar eine Nachfolge, die bereit ist, das Kreuz auf sich zu nehmen.7
Wenn wir etwas über die richtige Haltung und die richtige Beziehung zu Gott dem Vater lernen wollen, finden wir in unserem Herrn Jesus das beste Vorbild. Wenn wir diese Vater Sohn Beziehung betrachten, sehen wir, dass er in allem was er tat, seinen Vater ehrte. Er handelte niemals eigenwillig oder unabhängig von seinem Vater. Er sagte auch ganz klar, dass er nicht gekommen sei, um seinen eigenen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der ihn gesandt hat (Joh 6,38).

Diese Haltung sollte jeder Christ einnehmen, es darf nie darum gehen, sich selbst zu verwirklichen, sondern es sollte immer um die Ehre Gottes gehen. Wir können ihn aber nur ehren indem wir ihn als den anerkennen, der er in Wahrheit ist, der lebendige, heilige Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde, der Herr der Herren, der König aller Könige. Wir dürfen es uns nicht erlauben sein Wort als nett gemeinte, unverbindliche Empfehlung oder als gut gemeinten Ratschlag zu betrachten, sondern müssen es ernst nehmen. Es gilt zu lernen, alle Anweisungen, die an uns gerichtet sind, genauso anzunehmen, wie die vielen ermutigenden und aufbauenden Wort die er uns geschenkt hat.
Weder menschliche Meinungen noch Erfahrungen, weder Intelektuelle Einwände noch schwärmerische Visionen, dürfen uns abbringen vom schlichten, kindlichen Vertrauen auf Gottes unfehlbarem, ein für allemal gültigen, Wort.

Nur das Wort Gottes kann uns Orientierung geben. Es gibt nichts Kostbareres, nichts Wertvolleres nichts Wichtigeres für einen Christen, als das Wort Gottes. Psalm 119 ist ein regelrechtes Loblied auf das Wort Gottes, während der Psalmist noch erklären konnte: Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und feines Gold. Darum halte ich alle deine Befehle für recht, ich hasse alle falschen Wege (Verse 127-128), kann man heute formulieren: Deine Befehle sind so ernst auch nicht zu nehmen und die anderen Wege sollte man mit mehr Toleranz betrachten. Es ist tatsächlich so, wer Gottes Wort nicht mehr liebt, der hat auch kaum Abneigung und Abwehrkraft gegenüber Irrströmungen und Irrlehren.(Alexander Seibel) 8
Bereits George Whitefield warnte die Christen seiner Generation: Habt daher Acht, o Gläubige, was der Heilige Geist Gottes euren Seelen zu sagen hat und prüft alle Eindrücke und Erkenntnisse am untrüglichen Maßstab der Heiligen Schrift Gottes. Und wenn sie nicht mit dem Wort übereinstimmen, dann wendet euch davon ab, denn dann sind sie teuflisch und trügerisch.9
Auch andere Männer Gottes haben ähnliche Warnungen ausgesprochen, Dave Hunt beispielsweise schreibt: Biblische Lehre ist ein Reservoir an Wahrheit und unser Schild gegen Verirrungen. Ein Kennzeichen der letzten Tage vor Jesu Wiederkunft ist die Weigerung, alles anhand der Bibel zu prüfen10 und Erwin Lutzer sagt: Die Bibel muss unsere einzige Quelle für unser Wissen über Gott sein. Persönliche Erfahrungen oder Vorlieben dürfen dabei keine Rolle spielen. 11

Um dies alles noch einmal zu unterstreichen und um deutlich zu machen, dass es mir nicht um eine völlig neue Art von Theologie geht, sondern um das was immer der biblischen Lehre und somit auch dem was alle Reformatoren gelehrt haben, entspricht, will ich noch einmal Georg Whitefield zitieren: Wenn wir erst einmal unsere Bibeln beiseitelegen und Gottes Wort nicht mehr der alleinige Maßstab für unseren Glauben und unser Handeln ist, dann werden wir schnell offen sein für alle möglichen Irrlehren und in großer Gefahr stehen, mit unserem Glauben und unserem guten Gewissen Schiffbruch zu erleiden. Obwohl unser heiliger Herr den vollkommenen Geist Gottes besaß, trat er dem Teufel mit den Worten entgegen: »Es steht geschrieben. (George Whitefield) 12

Gottes Wort ist die Wahrheit und wir sind aufgefordert jeden Gedanken, der sich dagegen erhebt unter den Gehorsam Christi gefangen nehmen. Sobald das Wort Gottes verworfen wird, ist man jeglichen Arten von Verführung hilflos ausgeliefert. Es ist ein Gericht Gottes, dass alle die sein Wort verwerfen, alle die seinem Wort nicht Glauben und ihn damit zum Lügner erklären, auf Lügen und Verführung reinfallen werden. Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden. Darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, sodass sie der Lüge glauben, damit gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit (2.Thess 2,9-12).

Überall da wo die eindeutige Wegweisung der Schrift verwässert, verworfen oder gar umgedeutet wird, führt dies zu einem unverbindlichen Glauben, der letztlich von jedem Wind der Lehre hin und her geworfen, im Irrlauben enden wird. Nicht umsonst fragt Jesus: Was nennt ihr mich Herr und tut nicht was ich euch sage? (Lk 6,46). Echter Glaube zeigt sich darin, dass man sich an seinem Wort unterordnet und sich daran hält, falscher Glaube hingegen erhebt sich selbst über das Wort und geht einen Weg des Eigenwillens und Stolzes. Viele halten sich für Klug weil sie nicht an der Unfehlbarkeit der Schrift festhalten, sie erheben sich über die wenigen die ihr Haus auf Fels bauen und bemerken nicht, dass sie selbst auf Sand bauen. Mögen sie die bibeltreuen Christen auch als fundamentalistisch abstempeln, so wird sich doch zeigen, dass es am Tag des Gerichts genau auf dieses Fundament ankommt. Selbst erdachter Glaube wird am Tag des Gerichts keinen Bestand haben. Darum muss der reformatorische Grundsatz „Allein die Schrift“ bestehen bleiben, somit dürfen weder menschliche Weisheit (Liberalismus) noch sinnliche Erfahrungen (Schwärmerei) über die gesunde biblische Lehre gestellt werden.

Wenn Worte eine Bedeutung haben und wir dem Zeugnis der Heiligen Schrift Glauben schenken, dann ist klar, die einzig legitime Grundlage des christlichen Glaubens, ist allein das irrtumslose, unfehlbare und ewig bestehende Wort Gottes. Auf was wollen wir unseren Glauben den Gründen, wenn wir dieses Wort verwerfen? Auf Wunschdenken, auch menschliche Weisheit, auf unser Bauchgefühl? Ist es nicht offensichtlich, dass viele sogenannte Christen an dem Ast sägen auf dem sie sitzen? Ist es nicht allzu offensichtlich, dass Jesus nur diejenigen als seine Jünger bezeichnet, die sich an sein Wort halten und es tun? Gerade die, die meinen, engste Freunde von Jesus zu sein, sollten beachten, dass Jesus nur diejenigen als seine Freunde bezeichnet, die tun was er sagt (vgl. Joh 15,14). Zu tun was er sagt, sollte bei denen die sich als seine Nachfolger bezeichnen nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein. Denn welche Bedeutung hätte sonst die Anrede Herr?

 

Quellnachweis

 


 

 

www.evangeliums-botschaft.de

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