und

Die Zeichen der Apostel

11.05.2017

 

Der nachfolgende Beitrag wurde im August letzten Jahres auf der Seite „Der Ruf“ veröffentlicht. Da ich diese Ausarbeitung für sehr hilfreich halte, habe ich beim Seitenbetreiber Siegfried Schad bereits letztes Jahr nachgefragt, ob es möglich ist, den Beitrag auch unter „Evangeliums-Botschaft“ zu veröffentlichen. Erfreulicherweise habe ich die Erlaubnis dazu bekommen, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmalmal bedanken möchte. Warum ich erst jetzt darauf zurückkomme hat zwei Gründe, erstens halte ich es für effektiver wenn gute Beiträge nicht zeitgleich auf verschiedenen Seiten veröffentlicht werden, sondern zeitversetzt, und zweitens, weil ich darin eine gute Ergänzung zum letzten Beitrag (Das Streben nach Anerkennung) sehe. In dieser Wortbetrachtung hatte ich bereits angedeutet, dass der Geist der Pfingstbewegung nicht der Heilige Geist sein kann. Der Hauptgrund ist darin zu sehen, dass der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit ist, und daher die vielen Irrtümer und Fehlprophetien, die innerhalb dieser Bewegung kursieren, unmöglich dem Geist der Wahrheit zugeschrieben werden können. Im Gegenteil, wer dem Heiligen Geist solche Lügenprophetien unterstellt, lästert wider den Geist. Von daher darf dieses Thema nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sondern verdient sorgfältige Beachtung auf Grundlage der Schrift. Denn entscheidend ist nicht welche Eindrücke, Visionen, Träume oder Erfahrungen jemand gemacht hat, sondern allein, was im Wort Gottes geschrieben steht. Das ist es, wozu die Gläubigen immer wieder in der Schrift aufgefordert werden. Sie werden nicht dazu aufgefordert, sich nach einer sogenannten "zweiten Erfahrung" auszustrecken, sie werden nicht aufgefordert, in sich hineinzuhören, um neue Eindrücke und Visionen zu bekommen, sondern vielmehr gelten jedem Nachfolger die Worte: Bewahre das schöne anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt! (2.Tim 1,14). In dem anvertrauten Gut, das es zu bewahren gilt, ist der Ratschluss Gottes zu sehen, der uns in der heiligen Schrift vollständig und ein für alle Mal überliefert wurde (vgl. Apg 20,27; Jud 3). Die Reformatoren hatten daher den festen Grundsatz „sola scriptura“ (lateinisch für „allein durch die Schrift“). Doch mit dieser Genügsamkeit der Schrift wollen sich die erfahrungs- und erlebnisorientierten Pfingstler ebenso wenig abfinden, wie die Charismatiker. Ständig sind sie auf der Suche nach Spektakulärem und Neuem und missachten dabei die Mahnung der Schrift, die besagt: Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge (1.Petr 5,8). Soweit meine kurzen einleitenden Worte, alle weiteren Zeilen, sind Inhalt einer Ausarbeitung von Dirk Noll:



Klarstellung: Der Unterschied zwischen Wundern, die auch heute noch geschehen, und den “Zeichen der Apostel” der damaligen Zeit.

Die Apostel wurden durch besondere Zeichen, die sie damals taten, von Gott als Apostel ausgewiesen, welche die Autorität hatten, das Fundament der Gemeinde zu legen. Über diese Zeichen schreibt Paulus:  “Denn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen…” (2.Kor 12,12, s. a. Apg 2,43, Hebr 2,4 etc).

Als im Jahr 100 n. Chr. der letzte Apostel, Johannes, gestorben war, berichten die Kirchenväter über diese apostolischen Zeichen: “transiit”, auf Deutsch, diese Zeichen verschwanden und traten nicht mehr auf. Allerdings berichten sie darüber, dass allezeit Wunder geschahen und betonen dabei das größte Wunder, das Gott an einem Menschen tun kann: die Wiedergeburt, wenn ein Mensch zum Glauben an Jesus Christus kommt.

Vor über 100 Jahren war die Pfingstbewegung entstanden und diese hat die Wiederkehr der “apostolischen Zeichen” verkündet. Dies wird ausführlich in der wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Holthaus dokumentiert: http://brunnen-verlag.de/heil-heilung-heiligung.html

Dies ist im deutschen Sprachraum die einzige Arbeit, in welcher die Quellen, es sind über 1000, dokumentiert sind, wie es zu der Pfingstbewegung kam. Ich habe vor ca. 10 Jahren mehrere Wochen benötigt, um diese durchzusehen. Und da dazu nicht jeder zeitmäßig in der Lage ist, will ich hier kurz den Punkt darstellen, um den es geht.

Vor über 100 Jahren glaubte man unter den Christen allgemein, dass man in der letzten Generation vor der Wiederkunft Jesu leben würde. Daraus entstanden auch verschiedene Sekten, die sogar ein Datum für die Wiederkunft Jesu berechneten, Adventisten (1851), Zeugen Jehovas (1914) etc.

In diesem Zusammenhang glaubte man auch, dass die Apostelzeit wiederkehren würde, z. B. entstand die Neuapostolische Kirche, wo man wieder Apostel einsetzte, und man erwartete eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes.

Mit der Ausgießung des Geistes erwartete man auch die Rückkehr der apostolischen Zeichen und Wunder, die man auch namentlich definierte: Die Zungenrede, das Heilen von Menschen durch Handauflegung und die Fähigkeit prophetisch zu reden, so wie z. B. die Propheten im AT und die Apostel.

Es entstand die Pfingstbewegung, in welcher o. g. Zeichen praktiziert wurden. Doch schon bald stellte sich heraus, dass es sich bei diesem Geist, der diese Machtwirkungen hervorbrachte, um eine Verführung handelt.

Im Jahr 1909 kamen die 60 Hauptverantwortlichen der Evang. Allianz zusammen und schrieben die Berliner Erklärung. Darin hielten sie fest, dass in der Pfingstbewegung ein Geist “von unten” ausgegossen wurde und das diese “Zeichen”, die geschehen mit dem Spiritismus verwandt sind: http://www.bernhard-kaiser.homepage.t-online.de/…/berlinere…

Dies hat zur Folge, dass heute konservative, bibeltreue Christen es ablehnen, wenn von Charismatikern dazu aufgerufen wird, dass man die Zungenrede, Heilung durch Handauflegung und Prophetie praktizieren soll.

Dagegen werfen Charismatiker den konservativen Christen vor, dass sie nicht glauben würden, dass Gott auch heute noch Wunder tut.

Dem ist jedoch nicht so: Gott kann jederzeit und auch heute noch nach seinem souveränen Willen Wunder tun, wo und wann er will. Jedoch ist nicht zu erwarten, dass die “apostolischen Zeichen” heute wieder auftreten, geschweige denn, dass man diese Zeichen praktizieren soll.

Man sollte bedenken, dass die Pfingstbewegung mit einem Irrtum ihren Anfang nahm, nämlich, dass Jesus in der damaligen Generation vor 100 Jahren wiederkommen würde…  dies ist nachweislich nicht geschehen.

Es lohnt sich für jeden Christen, sich mit dieser Thematik weiter zu beschäftigen und auch zu betrachten, was die Bibel dazu sagt. Als Arbeitsgrundlage ist das Buch Heil – Heilung – Heiligung zu empfehlen. Es führt in der Bibliographie über 1000 Quellen auf und gibt hunderte von Zitaten aus diesen Quellen wieder. Angefangen von dem Text der Einladung zu den damaligen Heiligungskonferenzen, über Protokolle der damaligen Blankenburger Allianzkonferenzen bis hin zu den wichtigsten Büchern, die in dieser Zeit geschrieben wurden.*

(Quelle: Dirk Noll www.der-ruf.info)

Dirk Noll © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.

 

 

Dieser Beitrag wurde auf der genannten Seite übrigens von verschiedenen Leuten kommentiert, einen dieser Kommentare möchte ich abschließend weitergeben: 

Wir müssen vom prophetischen Wort der Schrift her in der Zeit vor der Wiederkunft Jesu Christi eine einflussreiche falschprophetische Bewegung erwarten, die erstaunliche Wunderzeichen aufweist (Mt 24,24). Ihre Anhänger werden im Namen Jesu Christi weissagen, Dämonen austreiben und viele Wundertaten vollbringen (Mt 7,22). Die falschen Propheten dieser Bewegung werden den Anschein von echten Gläubigen haben, in Wirklichkeit aber werden sie Werkzeuge Satans zur Verführung der Schafe sein (Mt 7,15; 2Kor 11,13-15). Sie werden u.a. durch Habgier und das Streben nach Bereicherung und Wohlstand sowie durch Lästerung des Satans und der Finsternismächte gekennzeichnet (1Tim 6,3-5; 2Pt 2; Jud 4-19). Hinter dieser Bewegung stehen das Wirken verführerischer Geister und Lehren der Dämonen (1Tim 4,1; 1Joh 4,1-3).Wo finden wir heute eine solche Bewegung? Es gibt nur eine mögliche Antwort: Wenn das prophetische Wort der Heiligen Schrift nicht lügt, dann kann es nur die Pfingst- und Charismatische Bewegung sein, auf die diese Kennzeichen voll und ganz zutreffen! Oder meinen wir, diese Warnungen seien umsonst niedergeschrieben worden? In der Pfingst- und Charismatischen Bewegung finden wir auch eine Erfüllung der prophetischen Weissagung vom Auftreten Isebels, der falschen Prophetin in Thyatira, die die Gläubigen zu geistlicher Hurerei verführt, d.h. zur Anbetung von Götzen und Gemeinschaft mit Dämonen (Offb 2,20-23). Ihre Anhänger behaupten, „die Tiefen des Satans erkannt zu haben“ – was in erschreckender Weise auf viele charismatische Irrlehrer zutrifft. Isebel lehrt als Frau (entgegen dem ausdrücklichen Gebot Gottes in 1Tim 2,12) und verführt wahre Gläubige („meine Knechte“). Es gibt in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung entgegen dem Wort Gottes eine große Zahl von „geistgesalbten“ Leiterinnen, Lehrerinnen und Prophetinnen. Schon allein diese offene Übertretung der Anweisung in der Schrift erweist den Geist dieser Bewegung als betrügerisch – jedenfalls für die, denen die Gebote der Schrift noch etwas bedeuten.*

Quellangabe: https://www.der-ruf.info/2016/08/25/wunder-apostel-zeichen-pfingstbewegung-dirk-noll/

 

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