und

Die Kraft liegt im Wort des Christus

14.08.2016

Die Kraft liegt im Wort des Christus: „Aus seinem Munde geht ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor.“ Geliebte, die Kraft, welche Seelen zu gewinnen vermag, ist das Wort Gottes, nicht meine oder eure Erklärungen darüber. Es sind nicht meine oder eure Ausführungen. Es sind nicht meine oder eure Illustrationen. Die Kraft liegt nicht in den Sternen, sondern in dem Wort, durch welches die Sterne geschaffen wurden. Gottes Wort ist die Quelle aller Dinge. Darum halte jede Predigt für eine vertane Predigt, wenn Christi Wort nicht verkündet wird! Alle Theologie ist widerlicher Unrat, wenn es nicht das Wort des Herrn ist! Gib dich nicht damit zufrieden, in einen Gottesdienst zu gehen und einem wortgewandten Vortrag zuzuhören, es sei denn Inhalt und Substanz davon ist das Wort des Herrn…

Das Wort Gottes wirkt in sich selbst auf ein göttliches Ziel hin, denn es ist scharf und zweischneidig. Und wenn der Herr spricht, wird das Ziel des  Wortes offenbar. Das Evangelium ist sehr scharf, wenn der Geist Gottes es durchdringt. Keine Menschenlehre hat so durchdringende Kraft. Achte darauf, oh Prediger, dass du das Wort nicht stumpf machst oder versuchst, die scharfen Kanten zu verbergen, denn das wäre Verrat am Herrn, der es scharf und durchtrennend machte. Vieles am wahren Evangelium ist ein Anstoß für andere, und es sollte unser Streben sein, es niemals zu verfälschen oder abzuschwächen, denn sonst werden wir zu Feinden der Wahrheit des Herrn. Die Wahrheit, welche den menschlichen Stolz treffen soll, muss in ihren eigenen Worten verkündet werden, selbst wenn wir erleben, dass es Wut hervorruft und die Selbstgerechten erzürnt. Lehre, die schneidet und tötet, darf nicht zurückgehalten oder abgemildert werden. „Wer aber mein Wort hat, der rede mein Wort in Beständigkeit, spricht der Herr.“

Die Menschen sind beunruhigt und aufgewühlt, wenn sie das wahre Evangelium hören; unter einem falschen Evangelium können Sie weiterschlafen, bis Verderben sie ereilt. Erhebe dein Schwert: Es ist dazu bestimmt, Wunden beizufügen; lass es seine heilbringende Schärfe ausrichten. Das Evangelium ist ein zweischneidiges Schwert, damit niemand damit spiele. Wenn die Menschen denken, dass sie ihre Finger über die Rückseite dieses Schwertes entlang gleiten lassen können, werden sie sich bis auf die Knochen schneiden. Ob wir die Warnungen oder die Verheißungen des Evangeliums betrachten, sie alle decken die Sünde auf. Ob wir das Schwert hinauf oder hinunter gleiten lassen, es bringt stets eine klaffende Wunde hervor an allem, was verwundet und getötet werden muss. Lasst uns deshalb erkennen, dass die Kraft der Gemeinde in nichts anderem zu finden ist als in dem Wort, welches Jesus selbst redet. Lasst uns an sein reines, unverfälschtes, scharfes Wort halten – und lasst uns zu Ihm beten, dass Er es mit Kraft aus seinem eigenen Mund hervorgehen lässt in das Herz und das Gewissen der Menschen.

 

Charles Spurgeon, Predigt: Lessons from the Christ of Patmos, 7.August 1887
Quelle: Evangelical Library Online: http://evanglibrary.org.uk/members/com/nt/spur/6/rev-Index.html.

_____________________________________________________________________________________________________________

 

 

Ehrt das inspirierte Buch

Wo immer du auf Jesus triffst, ist er der Gegner all jener, die die Autorität der Heiligen Schrift herabsetzen. „Es steht geschrieben,“ ist seine Waffe gegen Satan, sein Argument gegen die verderbte Menschheit. Die Gelehrten dieser Zeit verschmähen die Bibel und sie klagen jeden, der Gottes Wort in Ehren hält, an, die Bibel zu einem Götzen zu machen.

Jesu Lehre und Leben zeigen uns etwas ganz anderes. Nicht ein negatives Wort über die Schrift kam jemals aus dem Munde Jesu. Er beugte sich allezeit in ehrfürchtigster Haltung vor jedem i-Tüpfelchen dieses inspirierten Buches. Da unser Retter nicht nur bis zu seinem Tod, sondern auch danach, Wert darauf legte, uns die Schrift anzubefehlen, lasst uns mit ganzem Herzen alles verwerfen, was die Heilige Schrift herabsetzt.

Charles Spurgeon, Quelle unbekannt.

 

 

Ursprüngliche Quelle und Dank:distomos.blogspot.commehr dazu unter dem Vorwort

 

Nach oben