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1. Politisch korrekte Weihnachten

23.12.2016

Wir Deutschen sind schon ein sonderbares Volk, wir haben Hochachtung vor den anderen Religionen, doch der christliche Glaube, der unsere Kultur geprägt hat, der gerät immer mehr auf das Abstellgleis. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das politisch korrekte Verhalten einer Schule in einer unserer Nachbargemeinden. Dort wurde eine Weihnachtsaktion gestartet, bei der dazu aufgerufen wurde, Schuhkartons mit Geschenken für Flüchtlingskinder zu füllen. Das ist sicher eine nette Geste, und vielleicht steckt hier sogar der Gedanke dahinter, den Flüchtlingskindern etwas über unseren kulturellen Hintergrund nahezubringen. Denn Hierzulande hat das Weihnachtsfest Tradition und fest damit verbunden ist der Brauch, sich gegenseitig zu beschenken. Wenn man dies den Flüchtlingskindern nahebringt, indem man auch sie beschenkt, ist das natürlich ein guter Ansatz zur Integration. Nur leider hatte die Sache einen Haken, denn es gab Vorgaben, was eingepackt werden durfte, und was nicht als Geschenk infrage kam. Wenn hierbei Gummibärchen, wegen der darin enthaltenen Gelatine, auf dem verbotenen Index gelandet waren, mag dies ja noch nachvollziehbar sein, doch man stelle sich vor, Gegenstände, die zu stark mit dem christlichen Glauben in Verbindung stehen, waren ebenfalls Tabu. Weihnachtsgeschenke ja, aber unter keinen Umständen mit Bezug auf den eigentlichen Ursprung des Festes.

Ist das nicht sonderbar? Man hat dem Weihnachtsfest Hierzulande 2 Feiertage gewidmet und dazu noch Heiligabend, und worum geht es an Heilig Abend? Wessen Geburt wird gefeiert? Nun, es ist offensichtlich, es geht nicht um die Geburt des Weihnachtsmannes, sondern um die Geburt Jesu Christi. In der gesamten Menschheitsgeschichte gab es kein bedeutsameres Ereignis, als die Menschwerdung dessen, auf den unsere Zeitrechnung zurückgeht. An jenem Tag, als ER im Stall von Bethlehem geboren wurde, da wurde der Sohn Gottes zum Menschensohn. Gott machte der Menschheit das unfassbare Geschenk, dass ER Seinen Sohn in diese Welt gesandt hat, damit jeder, der an IHN glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Das ist die wahre Bedeutung von Weihnachten, das ist der Grund, warum Christen Weihnachten feiern. Wenn man Flüchtlinge wirklich integrieren will, warum will man ihnen dann allenfalls etwas vom Weihnachtsmann und seinen Rentieren vermitteln, aber keinesfalls etwas von dem Kind in der Krippe erwähnen? Doch Vorsicht, wer es wagt dies kritisch zu hinterfragen, der muss damit rechnen als fremdenfeindlicher, islamkritischer, rechtspopulistischer Hetzer verschrien zu werden. So zumindest sieht es unsere politische Korrektheit vor, sofern man in solchen Fällen Bedenken äußert.
Aber mal ganz ehrlich, wie wäre es wohl im umgekehrten Fall? Nehmen wir mal an, moslemische Mitbürger würden anlässlich ihres Zuckerfestes Geschenke an nichtmuslemische Kinder verteilen. Angenommen hier würde jemand die Vorgabe machen, dass diese Geschenke unter keinen Umständen etwas enthalten dürfen, das einen Bezug zum moslemischen Glauben hat. Wären es da nicht genau jene politisch Korrekten, die hier empört aufschreien würden? Wären nicht sie die Ersten, die in diesem Fall erklären würden, dass man es den Moslimen nicht verwehren dürfe ihre Bräuche, ihre Traditionen und ihren Glauben mit uns zu teilen?

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass unsere angesehenen, politisch korrekten Kirchenführer gebetsmühlenartig, immer und immer wieder beteuern, dass Christen, Juden und Moslime denselben Gott verehren, wird all dies noch viel absurder. Denn ist es nicht äußerst erstaunlich wie widersprüchlich das ganze politisch korrekte Getue ist? Auf der einen Seite wird erklärt, dass sich die Religionen nicht unterscheiden würden, auf der anderen wird aber davor gewarnt, Moslimen etwas vom christlichen Glauben zu vermitteln. Doch mit welcher Begründung, wenn das angelblich auf dasselbe rausläuft? Paradoxerweise ist es aber so, dass das, was in die eine Richtung nicht geschehen darf, im umgekehrten Fall geradezu begrüßt wird. Ja, man sieht in den anderen Religionen sogar eine Bereicherung unserer Gesellschaft. Die letzten Überbleibsel des christlichen Glaubens werden ausgerottet, doch andere Religionen, allen voran der angeblich so “friedliche“ Islam, sind herzlich willkommen. Hier wird der rote Teppich ausgerollt. Und die Krönung all dessen ist, dass dieses Verhalten als christliche Tugend verkauft wird. Doch was dabei wirklich verkauft wird, ist der Inhalt des christlichen Glaubens, es ist DER, um dessen Werk und Person es dabei geht. Es ist DER, bei dessen Geburt die Engel sprachen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids (Lk 2,10-11).

Ja, es ist wahrlich eine frohe Botschaft, dass Gott Seinen Sohn in diese Welt gesandt hat, um zu suchen und selig zu machen, was verloren ist (Lk 19,10). Doch politisch korrekt ist die Botschaft des Evangeliums offensichtlich nicht, denn wie damals, so ist es auch heute: Jesus ist bei der Elite nicht willkommen. Als ER damals in Bethlehem zur Welt kam, war kein Raum in einer Herberge, deshalb musste IHN Maria in eine Krippe legen (Lk 2,7). Und geistlich gesehen war es nicht anders, denn da lesen wir: Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an (Joh 1,11). Wenn dieser Jesus uns nun durch Sein Wort sagt: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir“ (Offb 3,20). Wie steht es dann um uns, findet ER Raum in unserem Herzen? Noch geht ER umher, um zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Noch ist ER es, der an unsere Herzenstür klopft, weil ER die Gemeinschaft mit uns sucht, doch wenn wir unser Herz vor IHM verschließen und IHN ablehnen, dann werden wir es sein, die einst vergeblich anklopfen werden (Lk 13,25). Denn ohne Christus sind wir ausgeschlossen vom Reich Gottes (Eph 2,12). Wer den Sohn Gottes abweist, der weist auch den Vater ab (1.Joh 2,23).

Doch wie gesagt, es ist eine frohe Botschaft, eine Botschaft, die uns die Liebe des Vaters zu einer verlorenen Welt vor Augen stellt. In dieser unbegreiflichen, alles übertreffenden Liebe, gab ER Seinen Sohn, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat (Joh 3,16).
Und Jesus hat die Herrlichkeit beim Vater verlassen, wir dürfen das nicht als Selbstverständlichkeit ansehen. Weder der Vater, noch der Sohn, noch der Heilige Geist sind es uns schuldig, dass wir errettet werden. Nein, es geht nicht nach Schuldigkeit, sondern es ist völlig unverdiente Gnade. Niemand kann sich den Eintritt in das Reich Gottes verdienen, was auch immer wir getan haben oder tun werden, es wird niemals ausreichen, um vor dem Gericht dessen zu bestehen, der Augen hat wie eine Feuerflamme (Offb 2,18). Nur eines wird an diesem Tag von Bedeutung sein, und das ist die Frage, seht mein Name im Buch des Lammes? (Offb 21,27). Habe ich IHN als meinen HERRN und Erlöser angenommen oder bin ich mit dem Trend der Zeit gegangen und habe IHN abgelehnt? Vielleicht wollte ich nichts mit IHM zu schaffen haben, weil es politisch nicht korrekt war. Vielleicht habe IHN abgewiesen, weil es uncool war oder vielleicht, weil ich mein Vertrauen lieber auf die Wissenschaft oder auf die angesehenen Kirchenführer gesetzt habe; sie müssen es ja wissen, sie haben es ja schließlich studiert. Doch selbst wenn die einen uns versichern, es gäbe keinen Gott und die anderen allen das Himmelreich versprechen, es muss uns bewusst sein, nicht was sie sagen, wird einst die Grundlage am Tage des Gerichts sein, sondern einzig und allein das, was DER sagt, der das Sagen hat. Und dieser ist es, der sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag (Joh 12,44-48).

Wenn wir Weihnachten feiern, dann feiern wir, dass Jesus als Licht in diese Welt gekommen ist, doch wenn wir unser Herz vor diesem Licht verschließen, dann bleibt es weiterhin finster, und zwar sowohl in unserem Herzen als auch in unserem Leben. Jesus, der Sohn Gottes, hat den Vater repräsentiert. Seine Worte waren: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Joh 14,9; vgl. Kol 1,15; Hebr 1,3). Wer also an Jesus glaubt, der glaubt an DEN, der IHN gesandt hat, und das ist der allein wahre Gott. Somit muss uns auch klar sein, dass eben nicht alle Religionen denselben Gott verehren, denn entweder wird der Gott verehrt, der Seinen Sohn auf diese Welt gesandt hat, der Gott, über denn gesagt wird: Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung (2.Kor 5,19). Oder aber es verbirgt sich jener hinter dieser Verehrung, den die Schrift als Gott dieser Welt bezeichnet. Daher ist es wahr, wenn viele unserer religiösen Führer immer wieder beteuern, dass sie denselben Gott verehren würden als Juden, Muslime, Hindus und Buddhisten; und zwar ist es insofern wahr, weil sich letztlich hinter jeder Religion, die Jesus nicht als den Sohn Gottes anerkennt, der Gott dieser Welt verbirgt. Er ist es, der ihren Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes (2.Kor 4,14). Denn entgegen der Behauptung dieser religiösen Führer, die man korrekterweise als Verführer bezeichnen muss, wird bei jeder Gottesverehrung, bei der Jesus als der Christus, ausgeklammert wird, nicht der allein wahre Gott verehrt. Denn über dieses Kind, das in Christus Mensch wurde, sagt die Schrift: Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, verkündigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit (2.Tim 3,16). Somit ist es ausgeschlossen, dass irgendeine Religion, die den Sohn Gottes ablehnt, den allein wahren Gott verehrt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Jede Form von Religion, in der Gottes Sohn abgelehnt wird, ist letztlich nur ein Wegbereiter für den Antichristen. So schreibt es auch der Apostel Johannes, indem er sagt: Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater (1.Joh 2,22-23).

Zu leugnen, dass Jesus der Christus ist, bedeutet, IHN nicht als den von Gott gesalbten König, nicht als den von IHM gesandten Erlöser, nicht als den Herrn der Herren und den König aller Könige anzuerkennen, sondern IHN als Lügner und Betrüger darzustellen. Denn genau das geschieht überall da, wo man Seinen Anspruch, der Sohn Gottes zu sein, leugnet oder abschwächt, und IHN stattdessen mit jedem x-beliebigen Religionsstifter gleichsetzen will. Die Krönung dieser Heuchelei ist wie schon gesagt, dass man diese Scheinheiligkeit als christliche Tugend verkauft. Natürlich sollte uns dies nicht überraschen, denn die Schrift hat ausdrücklich davor gewarnt, dass es am Ende der Tage so sein würde. Wir sehen hier also die Bestätigung biblischer Prophetie, entscheidend ist, dass wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Noch können wir Weihnachten feiern, noch steht durch Jesus die Tür zur Rettung offen. Mögen wir klüger sein, als jene über die der Herr sagte: Wenn auch du an diesem Tag erkannt hättest, was zum Frieden dient! (Lk 19,42).

Frieden wird nicht dadurch geschaffen, dass sich alle Religionen vereinen, sondern dadurch, dass wir den Fürsten des Friedens in unser Herz aufnehmen (vgl. Jes 9,5). Nur dann gelten uns die wunderbaren Worte: „Fürchtet euch nicht! Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt!“ (Lk 2,10-11).

 

 


 

Predigtempfehlung: Benedikt Peters - Gott wurde Mensch

 

 

 

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