und

Wiedergeburt

Die Bibel sagt, dass Gott dem Menschen die Ewigkeit in ihr Herz gelegt hat (vgl Pred 3,11) und ist es nicht erstaunlich, dass selbst in einer so aufgeklärten Zeit, wie der unseren, so viele Menschen Sinn und Halt in den unterschiedlichsten Formen von Religion suchen? Für mich ist das einer von vielen Beweisen, dass die Bibel Recht hat, es stimmt, der Mensch hat wirklich eine Ahnung, dass dieses Leben nicht alles sein kann, nur dass es die einen verdrängen und die anderen an falscher Stelle suchen.
Natürlich gibt es auch Stimmen die behaupten, die Religionen seien die Ursache aller Übel. Würde es keine Religion geben, so ihr Argument, so könnten die Menschen friedlich miteinander leben. Doch das ist viel zu kurz gedacht, sicher gab es viele Kriege im Namen der Religion, doch meist ist die Religion nur der Vorwand, in Wirklichkeit geht es doch immer um Macht und Geld; es geht um Rohstoffressourcen um Landbesitz und zugegeben, diese Ziele kann man auch im religiösen Gewand verfolgen. Sofern jedoch der christliche Glaube dafür herhalten soll, gibt uns der, um den es bei diesem Glauben geht, keinerlei Grundlage: Im Gegenteil, er sprach nicht nur von Feindesliebe, sondern er lebte sie auch vor. So lesen wir beispielsweise bei seiner Festnahme vor der Kreuzigung, dass Petrus dem Knecht des Hohenpriesters ein Ohr abhieb und wie regiert Jesus? Fordert er etwa die übrigen Jünger auf, ebenfalls zum Schwert zu greifen? Nein, mitnichten, vielmehr sprach er: "Lasst ab! Nicht weiter!" Doch nicht nur das, darüber hinaus wird sogar berichtet: Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn! (Lk 22,51). Er heilte also einen der Männer, die an seiner Festnahme beteiligt waren. Kann man mehr Liebe für seine Feinde aufbringen? Normal müsste man diese Frage verneinen, doch weil hier von Jesus die Rede ist, muss ich sagen, ja, denn Jesus hat tatsächlich noch mehr getan, er war bereit für seine Feinde zu sterben und setzte sich am Kreuz sogar noch für seine Peiniger ein, indem er betete: „Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23, 34).

Doch warum musste er überhaupt ans Kreuz, woher kam denn der Hass der religiösen Führer? Die Kreuzigung ist ja nur die Verwirklichung eines Ziels, das sie von Anfang an verfolgt hatten. Seit Beginn seines öffentlichen Wirkens war Jesus ihnen ein Dorn im Auge gewesen. Als sich die Lage eines Tages zugespitz hatte und sie ihn steinigen wollten, konfrontierte er sie mit der mehr als berechtigten Frage: „Viele gute Werke habe ich euch von meinem Vater gezeigt. Für welches Werk unter ihnen steinigt ihr mich?“ (Joh 10,32).

Warum musste der Sohn Gottes, der so viele gute Werke getan hatte, beseitigt werden? Wo war das Problem der religiösen Führer, warum war er ihn ihren Augen des Todes würdig? Nun ganz einfach, sie hatten Angst etwas von ihrer Macht und ihrem Einfluss zu verlieren. Sie konnten es nicht ertragen, dass er mehr Zuhörer hatte, dass er mehr Vollmacht hatte und so kam es zu einer gefährlichen Mischung aus Hass und Neid im frommen Gewand. Ihre religiösen Prinzipien haben sie natürlich weiterhin gepflegt, aber Jesus passte eben nicht in ihr Konzept. Sie wollte eine Religion in der sie das sagen haben, dass da plötzlich jemand beanspruchte, über ihnen zu stehen, war völlig inakzeptabel. Jesus hatte dies von Anfang an durchschaut. Darum heißt es beispielweise in einem seiner Gleichnisse sehr treffend: „Wir wollen nicht, dass dieser über uns König sei!“ (LK 19, 14) Und dieser Satz sagt alles, nicht nur über die religiösen Führer, sondern über den Menschen, wie er von Natur aus ist. Natürlich ein wenig fromm will jeder sein, so ein bisschen Religiosität kann ja nicht schaden, aber jemanden, der über unser Leben bestimmt, das geht entschieden zu weit. Der religiöse Mensch will sich ja irgendwie schon die Gunst Gottes verdienen, aber er möchte es eben auf seine Weise tun. Letztlich ist dieses Merkmal eine Gemeinsamkeit aller Religionen, der Mensch denkt sich fromme Übungen aus und lebt dann in der Illusion, er könne sich den Himmel durch eigene Anstrengung verdienen. 

Fälschlicherweise leben viele in der Annahme, mit dem christlichen Glauben würde es sich genauso verhalten. Auch hier ist die Meinung weit verbreitet, man müsse sich den Himmel durch religiöse Übungen verdienen. Dass dem nicht so ist, wird gut in der Begegnung zwischen Jesus und Nikodemus deutlich. Nikodemus war ein Pharisäer, der Jesus eines Nachts aufgesucht hatte, um mit ihm über den Glauben zu sprechen. Diese Unterhaltung verlief dann aber ganz anderes, als sich Nikodemus das vorgestellt hatte. Der Bibeltext berichtet es wie folgt:

Es war aber ein Mensch aus den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden.  Dieser kam zu ihm bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. 
Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter hineingehen und geboren werden? 
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. (Joh 3, 1-7)

Als Nikodemus zu hören bekam, dass er von neuem geboren werden müsse, um in das Reich Gottes eingehen zu können, muss es ihm wohl förmlich den Boden unter den Füßen weggezogen haben. Ohne dass er überhaupt danach gefragt hatte, nahm ihm Jesus damit jegliche Illusion, er könne sich den Himmel durch eigene Anstrengungen verdienen. Stattdessen wurde er mit etwas konfrontiert, das völlig außerhalb seiner eigenen Macht und Anstrengungen stand und genau das ist der Punkt: Der Mensch ist von Natur aus nicht in der Lage sich selbst aus dem Sündensumpf herauszuziehen, aus diesem Grund sagt die Bibel auch, bei dem Herrn ist die Rettung (Ps 3, 9)
Rettung ist nichts Machbares, nichts das wir selbst in der Hand haben. Die Bibel sagt zwar wohl: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden!“ (Apg 16, 31), aber sie macht auch deutlich, dass selbst dieser rettende Glaube ein Geschenk Gottes ist (Vgl. Eph 2,8 u. Phil 1,29).
Dies wird gleich zu Beginn des Johannes Evangeliums deutlich, da wird berichtet, dass Jesus in sein Eigentum kam und dann kommt die ernüchternde Aussage: Und die Seinen nahmen ihn nicht an (V 11). Hier sehen wir die natürliche menschliche Reaktion auf Jesus, er wird abgelehnt und daran hat sich bis in unsere Tage nichts geändert. Nun geht der Text aber weiter und sagt plötzlich: So viele ihn (Jesus) aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben (V 12)
Doch was ist der Unterschied, warum gab es diese Ausnahmen, warum gab es dennoch Menschen, die Jesus als ihren Herrn und Erlöser aufnahmen?
Die Antwort finden wir im oft übersehenen Vers 13: Hier kommt die erstaunliche Aussage: Die nicht aus Geblüt, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, auch nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. 

Hier wird deutlich, die Menschen, die Jesus aufgenommen haben, sind nicht einfach nur klüger oder haben von Natur aus eine bessere religiöse Veranlagung. Viele denken vielleicht so, vielen denke vielleicht, der eine interessiert sich halt mehr für Sport, ein anderer für Politik, der nächste für die Kunst und wieder andere haben eben Interesse an Religion. Doch das ist es nicht, das ist nicht der Punkt, auch Nikodemus war religiös, doch Jesus sagte ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. Und genau das ist auch die Erklärung dafür, warum überhaupt Menschen zum lebendigen Glauben kommen.

Weil diese neue Geburt notwendig ist, um ins Reich Gottes eingehen zu können, hat Jesus, Nikodemus mit dieser Aussage konfrontiert. Doch wie muss es Nikodemus dabei wohl ergangen sein? Sicher hatte er sich das Gespräch mit Jesus ganz anders ausgemalt. Als er Jesus freundlich und respektvoll begrüßt hatte, hätte er wohl lieber ein Lob aus dem Munde des Meisters gehört. Ein ermutigendes Wort oder die Feststellung, dass er auf einem guten Weg sei, hätte ihm sicher besser gefallen, doch die Belehrung, er müsse von neuem geboren werden, um überhaupt etwas vom Reich Gottes wahrnehmen zu können, war das nicht eine Zumutung?

Muss man sich da nicht fragen, was hatte Jesus nur Nikodemus auszusetzten? Er war doch einer der Obersten einer strengen religiösen Gruppierung. Er kannte Gottes Gesetz und war bestimmt auch sehr bemüht, alles aufs Genaueste einzuhalten. War das religiöse Leben, das er vorzuweisen hatte etwa nicht genug, um Gottes Anforderungen zu erfüllen? Offensichtlich nicht und scheinbar muss Nikodemus das auch selbst gespürt haben, denn hätte er, in der Ausübung seiner Religion, die Erfüllung gefunden, wäre er wohl nicht zu Jesus gekommen.
Beleidigt hätte Nikodemus sich auf den Rückweg machen können. Hatte er es denn nötig sich so etwas anzuhören? Doch er tat es nicht. Obwohl für ihn förmlich eine Welt zusammenbrach, hatte Jesus seine Neugier geweckt und so hakte er nach: "Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter hineingehen und geboren werden?" 
Worauf Jesus erklärte: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist."

Immer noch war Nikodemus stutzig, immer noch sprach Jesus für ihn in Rätseln, doch er ließ nicht locker, er wollte wissen worauf Jesus hinaus wollte. Um Nikodemus die geistliche Wahrheit, dass sich der Mensch nicht selber erretten kann, zu verdeutlichen, erinnerte ihn Jesus an einen sehr dramatischen Vorfall aus der Geschichte des Volkes Israels. Er erinnerte ihn daran, was seinen Vorfahren widerfahren war, als sie sich in der Wüste gegen Gott aufgelehnt hatten. Die Bibel berichtet, dass Gott zur Strafe giftige Schlangen unters Volk schickte. Viele Israeliten wurden gebissen und starben. Als sie reumütig zu Mose kamen und ihn baten, er solle doch beim Herrn ein Wort für sie einlegen, betete Mose für das Volk. Gott antwortete ihm, indem er sagte: »Fertige eine Schlange an und befestige sie oben an einem Pfahl. Wer gebissen wird, soll dieses Bild ansehen, dann wird er nicht sterben!«

Mose befolgte diese Anweisung und machte eine Schlange aus Bronze, die er dann, wie Gott gesagt hatte, an einem Pfahl befestigte. Und dann geschah tatsächlich das Wunder: Wer gebissen wurde und auf diese Schlange sah, blieb am Leben. (vgl 4. Mose. 21, 4-9)
Jesus deutete diesen Vorfall, als ein Sinnbild auf seine Kreuzigung und sprach: „Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe. Denn so  hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen11 Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh 3, 14-16).

Die Israeliten waren durch das Schlangengift tödlich verwundet. Was auch immer sie für Anstrengungen unternommen hätten, sie hätten sich nicht selbst retten können, sondern waren völlig auf Gottes Hilfe angewiesen. Die einzige Möglichkeit für ihre Rettung bestand darin, Gottes Zusage zu vertrauen und im Glauben auf die erhöhte Schlange zu blicken.
Sicher entsprach das nicht gerade ihren menschlichen Vorstellungen, denn mit dem Verstand war es nicht zu erklären. Sie hätten diskutieren können: „Wenn schon Rettung, dann bitte eine wissenschaftlich fundierte Methode. Die Methode mit dem Glauben ist nichts für uns, wir bestehen auf ein Gegengift!“ Oder wie wäre es mit dem Argument: „Gott das ist uns zu einseitig, wir sind individuelle Persönlichkeiten, wir sind sehr kreativ und wir werden dir jetzt ein paar Möglichkeiten aufzeigen, auf welche Weise du uns retten kannst!"
All das haben sie nicht gemacht, sondern waren bereit auf Gottes Rettungsplan einzugehen. Sie wussten um ihre Lage, ihre Not war offensichtlich, Diskussionen über die Art und Weise ihrer Rettungen zu führen, waren also fehl am Platz.
Nehmen wir dazu mal ein Bild aus unserer Zeit. Ein Mann steht auf dem Balkon eines brennenden Hauses, die Feuerwehr breitet unter ihm ein Sprungtuch aus, doch er weigert sich zu springen und besteht stattdessen auf einen Rettungshubschrauber. Natürlich wäre es viel spektakulärer, wenn der Mann bei der Rettungsaktion an einem Seil durch die Luft schweben würde. Doch man kann in einer solchen Notsituationen nicht über die Art und Weißs der Rettung diskutieren, sondern muss heilfroh sein, wenn man rechtzeitig aus den Flammen gerettet wird.

Genau das trifft auch auf Gottes Angebot zur Errettung der Welt zu. Wie das Volk Israel durch den Schlangenbiss tödlich verwundet wurde, so wurde auch die Menschheit im geistlichen Sinne von der Schlange (die den Satan symbolisiert) gebissen. Das tödliche Gift in unseren Adern, ist die Sünde, denn der Sünde Lohn ist der Tod. Durch das Kreuz schenkt uns Gott die Rettung. Aus diesem Grund sehen Christen im Kreuz nicht das Symbol des Todes, sondern das Symbol des Lebens, denn Jesus hat am Kreuz nicht nur die Sünde, sondern auch den Tod besiegt.
Es geht dabei nicht nur um den physischen Tod, sondern auch um den geistlichen Tod. Dies wird an vielen Bibelstellen deutlich. Eph. 2.1 sagt: Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden und ein paar Verse weiter steht: auch uns, die wir tot waren in den Sünden, hat er mit Christus lebendig gemacht.

Die Folge dieses geistlichen Todes hat solch schlimme Auswirkungen, dass die Menschheit ohne Gottes übernatürliches Eingreifen völlig verloren wäre. Der natürliche Mensch, so sagt es die Bibel, vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden. Artur W. Pink erklärt dazu: Der natürliche Mensch ist so vollständig von der Sünde versklavt und von Satan gebunden, dass er unfähig ist, den ersten Schritt auf Christus zuzugehen. Er ist so sehr geneigt, seine eigenen Wege zu gehen und so abgeneigt, Gott zu gefallen, er ist so in die Dinge dieser Welt verliebt und hat so wenig Liebe für die Heiligkeit, dass nichts Geringeres als die Allmacht Gottes eine radikale Wandlung des Herzens in ihm bewirken kann, so dass er hassen kann, was er natürlicherweise liebte, und lieben kann was er zuvor hasste. 1

Aus diesem Grund sagte Jesus, wer nicht neu geboren wird, kann nicht in Gottes Reich kommen. Er kann es, wie schon gesagt, noch nicht einmal sehen weil er, so wie er von Natur aus ist, nichts vom Geist Gottes wahrnehmen kann. Wie auch? er ist ja geistlich tot.

Es ist also ein übernatürliches Eingreifen erforderlich, daher sollten wir es genauso machen wie die Israeliten in der Wüste, nicht über die Methode philosophieren, sondern Gottes Zusage vertrauen und im Glauben auf das Kreuz blicken. Wenn wir das tun, schenkt uns Gott eine neue Geburt, einen neuen Anfang, darum heißt es auch: Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden (2. Kor. 5, 17).

Artur W. Pink schreibt dazu: Nach der Neugeburt erscheinen die Dinge in einem gänzlich neuen Licht, und das Herz empfindet in einer völlig neuen Weise. Gott wird als die Summe aller Vollkommenheit gesehen. Die Vernünftigkeit und Geistlichkeit seines Gesetzes wird so wahrgenommen, dass das Herz ihm seine Zustimmung gibt. Die unendliche Boshaftigkeit der Sünde wird erkannt. Der von neuem Geborene richtet, verurteilt und verabscheut sich selbst, und es verwundert ihn, dass er nicht schon lange zuvor in die Hölle geworfen wurde. Er staunt über die Gnade Gottes, der Christus für solch einen Sünder in den Tod gab. Gedrängt durch die Liebe Christi, sagt er nun den Wegen der Sünde ab und weiht sein Leben dem Dienst Gottes. Hieran können wir entdecken, worauf es ankommt, wenn Menschen feststellen wollen, ob sie von neuem geboren sind, nämlich auf die Regung ihres Herzens und deren Einfluss und Auswirkungen auf ihren Lebenswandel. 2

Hier ist sehr gut beschrieben was unter dieser neuen Geburt zu verstehen ist, es bedeutet nicht, dass man durch eine einmalige Erfahrung, mit einem Mal zu einem perfekten Menschen wird, aber es bedeutet, dass das Leben eine völlig neue Ausrichtung bekommt und der Grund dafür ist eine Beziehung zu Jesus Christus, der durch seinen Geist mit jedem Gläubigen verbunden ist. Der Grund dafür ist ein erneuertes Herz, das sich danach sehnt Gott zu gefallen, anstatt gegen ihn und seine Gebote zu rebellieren. Wem Gott ein neues Herz schenkt, mit dem muss man auch nicht mehr diskutieren, ob die Bibel wirklich Gottes inspiriertes Wort ist oder vielleicht doch nur Menschenwort (Vgl. Apg 24,14; 1.Thess 2,13; 1.Joh 4,6)
Dazu abschließend noch einmal ein Zitat von Artur W. Pink: Keine wiedergeborene Seele braucht wohldurchdachte Argumente für die göttliche Inspiration der Schrift: sie trägt den Beweis der himmlischen Urheberschaft der Bibel in sich. Der Glaube, der durch den Geist gewirkt wird,  lässt den Menschen überzeugt sein, dass die Schrift nichts anderes ist als das Wort des lebendigen Gottes. 3

 


 

Quellangaben

1. A.W. Pink – Der Heilige Geist, S.119 
2. A.W. Pink – Der Heilige Geist, S.70
3. A.W. Pink – Der Heilige Geist, S.125

 

 

www.evangeliums-botschaft.de

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