und

Taufe

 

Wie bei allen Glaubensfragen kann man auch beim Thema "Taufe" nur anhand der Bibel beurteilen welche Absicht dahinter steckt. Wenn man das objektiv macht und wirklich alle Bibelstellen betrachtet, die etwas zu diesem Thema sagen, wird deutlich, dass das Taufritual allein, niemanden zu einem Kind Gottes macht. Weder Kindertaufe noch Erwachsenentaufe. Es ist mir durchaus bewusst, dass es viele Theologen anders lehren, doch entscheidend ist, was Jesus seinen Jüngern in Bezug auf die Taufe gelehrt hat.

Als er ihnen den Missionsbefehl gab, sprach er: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden". (Mk. 16, 15-16)

Wenn man den Text genauer betrachtet wird deutlich, dass Jesus hier eindeutig den Glauben betont. Er sagte nicht, „wer aber nicht getauft wird, der wird verdammt werden“, sondern, „wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ Damit ist klar, die Taufe an sich, macht niemanden selig, sondern allein der Glaube an Jesus Christus. Weil dieser Glaube aus der Verkündigung kommt (Röm 10,17), sagte Jesus als aller erstes: „Predigt das Evangelium.“

Die Verkündigung des Evangeliums ist also der erste Schritt, der zweite Schritt ist der Glaube und erst der dritte die Taufe. Da heutzutage mit der Kindertaufe der dritte Schritt vor dem ersten gemacht wird, entsteht ein völlig falsches Verständnis vom Christentum. Man denkt tatsächlich alle getauften Säuglinge würden durchs Taufritual zu Christen, doch diese Vorstellung hat nichts mit dem Taufverständnis der Bibel zu tun. Hier geht es nicht um ein Ritual, dass auf wundersame Weise Glauben weckt, sondern um ein bewusstes Glaubensbekenntnis. Durch die Taufe bestätigt der Täufling, dass er nicht mehr sich selbst gehört (siehe 1. Kor 6, 19), sondern dem der für ihn gestorben und auferstanden ist – Jesus Christus (siehe 2. Kor 5, 15). Sinnbildlich gesehen ist die Taufe das Begräbnis der alten sündhaften Natur.
Mit ihm (Christus) seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. (Kol. 2, 12)
Oder wie sich Paulus an anderer Stelle ausdrückt: Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (Gal. 2,20)

Für die ersten Christen war das gar keine Frage, für sie war es selbstverständlich, dass die Taufe kein Mittel war um Menschen zu Christen zu manchen, sondern dass sie nur als eine Bestätigung des Glaubens zu verstehen ist. Dazu zwei Beispiele aus der Apostelgeschichte:


 

  • Da tat Philippus seinen Mund auf und begann mit dieser Schriftstelle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus. Als sie aber auf dem Weg weiterzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer sprach: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist! (Apg 8, 35-37)
  • Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen. (Apg 8,12)


Auch hier wird deutlich, zuerst kam die Verkündigung, dann der Glaube und als Reaktion darauf die Taufe. Es waren keine kleinen Kinder, keine Säuglinge, sondern Männer und Frauen die sich bewusst auf den Namen des Herrn Jesus taufen ließen. Die Frage lautet also nicht, wurde ich als Kind getauft, sondern habe ich Jesus als meinen Herrn und Erlöser angenommen? Wenn ja dann gilt, wie viele ihn aufnahmen denen gab er das Recht Kinder Gottes zu sein. (Johannes 1,12) Wir dürfen an diesem Punkt nicht denselben Fehler machen wie die Juden damals, sie meinten es käme auf die Beschneidung an, doch Paulus sagte: Es kommt nicht darauf an, ob einer beschnitten oder unbeschnitten ist, sondern darauf, dass er eine neue Schöpfung ist. (Galater 6, 15) und damit kommen wir zum Thema Wiedergeburt.

 

 

An dieser Stelle möchte ich auf eine sehr lehrreiche Predigt von Wolfgang Nestvogel hinweisen. Das Thema lautet: "Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe

 

 

 

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