und

Die Suche nach dem Glück

Jeder Mensch wünscht sich ein glückliches und erfülltes Leben, doch kann man das wirklich finden? Diese Frage hat die Menschheit wohl schon seit jeher beschäftigt. Manche denken, Glück sei Schicksal, andere meinen, es sei alles reiner Zufall, wieder andere bringen Glück mit bestimmten Symbolen oder Glücksbringern in Verbindung. So soll beispielsweise ein 4-blättriges Kleeblatt, ein Hufeisen, eine Hasenpfote oder ein Kaminfeger Glück bringen und ebenso gibt es auch Symbole fürs Unglück. Beispielsweise die Zahl 13 oder ein schwarzer Kater. Andere machen die Sternenkonstellation für ihr Glück verantwortlich und hoffen auf ihr Horoskop. Ein weiterer Hoffnungsträger in Sachen Glück sind die vielen Glücksgötter, hier dürfte vor allem die Glücksgöttin Fortuna Begriff sein.

Doch was sagt die Bibel dazu, was sagt uns Gottes Wort? Ist es Gott egal was oder wen wir anbeten, Hauptsache wir sind religiös oder hat er eine andere Vorstellung von Anbetung und Glauben?

Um dieser Frage nachzugehen betrachten wir mal das erste Gebot, da sagt Gott: „Ich bin der Herr, dein Gott! Ich habe dich aus Ägypten herausgeführt, ich habe dich aus der Sklaverei befreit.
Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. 
Du sollst dir kein Gottesbild anfertigen. Mach dir überhaupt kein Abbild von irgendetwas im Himmel, auf der Erde oder im Meer.
Wirf dich nicht vor fremden Göttern nieder und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein leidenschaftlich liebender Gott und erwarte auch von dir ungeteilte Liebe.
Wenn sich jemand von mir abwendet, dann ziehe ich dafür noch seine Nachkommen zur Rechenschaft bis in die dritte und vierte Generation.
Wenn mich aber jemand liebt und meine Gebote befolgt, dann erweise ich auch noch seinen Nachkommen Liebe und Treue, und das über Tausende von Generationen hin". (2. Mose 20,2-6)

Manche Leuten meinen ja, Hauptsache man glaubt, aber wie dieser Bibelvers zeigt, ist dies ein fataler Irrtum. Wenn es Gott gleichgültig wäre, an was oder wen wir glauben, würde er uns in seinem Wort nicht ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir nur ihn allein anbeten sollen. Er, der Gott Israels, ist der einzig wahre Gott. Er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde und nur ihm allein gebührt Anbetung, Ehre und Lob. Leider ist das in unserem sogenannten christlichen Abendland ziemlich in Vergessenheit geraten. Viele Menschen suchen eher spirituelle Erfahrungen, als den wahren Gott der Bibel. Sie öffnen sich für Einflüsse fernöstlicher Religionen. Sie befassen sich mit Esoterik, Reiki, Joga oder Homöopathie. Andere vertrauen auf das Horoskop oder auf die Kräfte von Heilsteinen, doch all das lässt sich letztlich unter dem Begriff „Aberglaube“ einordnen.
Der Begriff Aberglaube kommt aus dem Althochdeutschen und hieß ursprünglich "Afterglaube" und bedeutet "Gegen-Glaube". Somit bricht man mit jeglicher Form des Aberglauben die Treue zu Gott. Wenn Jesus sagt:"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, als nur durch mich", dann ist alles, was sich diesem Anspruch Jesu entgegenstellt, ein Gegen-Glaube. Man vertraut allem und jedem, nur eben nicht dem, in der Bibel bezeugten, gekreuzigten und auferstandenen Jesus.

Die Tatsache, dass sich das Christentum nicht mit Aberglauben und Götzenverehrung vereinbaren lässt, wird nicht nur im 1. Gebot erwähnt, sondern wird auch durch viele andere Bibelstellen verdeutlicht. Dazu mal ein Beispiel aus der Apostelgeschichte, Kapitel 19, 23-40:
In dieser Zeit kam es wegen der neuen Lehre zu schweren Unruhen in Ephesus. Es gab dort nämlich einen Silberschmied namens Demetrius, der silberne Nachbildungen vom Tempel der Göttin Artemis verkaufte; das brachte ihm und den Handwerkern, die er beschäftigte, einen schönen Gewinn. Dieser Demetrius rief alle, die in diesem Gewerbe tätig waren, zusammen und sagte: »Männer, ihr wisst: Unser ganzer Wohlstand hängt davon ab, dass wir diese Nachbildungen herstellen. Und ihr werdet erfahren haben, dass dieser Paulus den Leuten einredet: ›Götter, die man mit Händen macht, sind gar keine Götter.‹ Er hat mit seinen Reden nicht nur hier in Ephesus Erfolg, sondern fast überall in der Provinz Asien.
Es besteht aber nicht nur die Gefahr, dass er unseren Geschäftszweig in Verruf bringt, nein, auch die Achtung vor dem Tempel der großen Göttin Artemis wird schwinden! Es wird noch dahin kommen, dass die Göttin ihr Ansehen vollständig einbüßt – sie, die heute in der ganzen Provinz Asien und überall in der Welt verehrt wird!«
Als die Männer das hörten, wurden sie wütend und riefen: »Groß ist die Artemis von Ephesus!«
Die ganze Stadt geriet in Aufruhr und die Leute stürmten ins Theater. Gaius und Aristarch, Reisegefährten von Paulus aus Mazedonien, wurden von der Menge gepackt und mit dorthin geschleppt.

Mit seiner Aussage: Götter, die man mit Händen macht, sind gar keine Götter“, hat sich Paulus nicht bei allen beliebt gemacht. Vor allen diejenigen, die damit ihr Geld verdienten, waren ziemlich aufgebracht. Ihre Empörung war so groß, dass sie das ganze Volk gegen Paulus aufhetzten.
Ich kann mir gut vorstellen, dass meine Zeilen hier auch nicht jeden erfreuen werden. Je klarer man Gottes Anspruch, der allein wahre Gott zu sein, hervorhebt, je mehr treten Leute auf den Plan, die damit einen Interessenskonflikt haben. Es ist mir wichtig zu sagen, dass ich niemand provozieren will. Trotz dieses kleinen Exkurses geht es mir immer noch um das Thema „Glück“. Um das wirklich zu finden, müssen wir unbedingt darauf achten, dass wir den richtigen Weg einschlagen. Sprüche 14, 12 sagt: Mancher Mensch hält seinen Weg für den richtigen, aber am Ende führt er ihn in den Tod.

Ist das nicht fatal, man meint alles ist bestens, wähnt sich auf dem richtigen Weg und merkt nicht, dass man sich in Wirklichkeit auf einem Weg des Todes befindet. Gott will uns vor solchen falschen Wegen bewahren, darum gibt uns sein Wort eine ganz klare Orientierung. Gott selbst ist die Quelle allen Lebens und wir sind dazu eigeladen, direkt zu ihm zu kommen. Er sagt:„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen!“ (Ps 50,15).

Wir können also direkt zu Gott kommen. Wir brauchen keine Maria, keinen Papst, keinen heiligen Schutzpatron und auch keinen Engel, der zwischen uns und Gott vermittelt, sondern haben durch Jesus den direkten Zugang zu Gott dem Vater. Dies wird besonders durch 1. Timotheus 2, 5 deutlich. Da heißt es unmissverständlich: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat.

Das soll nicht abwertend gegen Maria oder Heilige vergangener Tage sein. Ebenso möchte ich auch nicht die Engel schlecht machen, es geht nur darum Missverständnisse zu klären. Was Engel anbelangt, sagt uns die Bibel, dass sie Diener Gottes sind und immer nur in seinem Auftrag handeln. Sie selbst sind nicht auf Anbetung aus, sondern leben ausschließlich zur Ehre Gottes. Ein gutes Beispiel dafür, dass sie nicht verehrt werden wollen, ist in Offenbarung 22,8-10, zu finden. Dort wird berichtet, dass Johannes vor einem Engel niederfiel und ihn anbeten wollte, der Engel aber wehrte: "Nein, tu es nicht! Ich diene Gott ebenso wie du und deine Brüder, die Propheten, und wie all die anderen, die nach den Worten dieses Buches leben. Gott allein sollst du anbeten!" 
An anderer Stelle sagt die Bibel: Niemand soll euch das Heil absprechen, der sich in Demutsübungen und Engelverehrung gefällt und das mit irgendwelchen visionären Erlebnissen begründet. (Kol 2,18 ).

Ebenso wie Gottes Wort die Engelsverehrung ablehnt wird auch eindeutig aufgezeigt, dass wir keine Menschen zu unseren Göttern machen sollen. Dies wird sehr gut deutlich, wenn wir sehen wie der Apostel Paulus mit solchen Situationen umgegangen ist. Als eine begeisterte Volksmenge ihm und seinem Begleiter Barnabas Opfer darbringen wollten, fühlten sich die beiden nicht etwa geehrt und waren hoch erfreut, sondern waren total entsetzt und riefen der Menge zu: Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind doch Menschen genauso wie ihr! Mit unserer Botschaft wollen wir euch ja gerade dazu aufrufen, dass ihr euch abwendet von all diesen Göttern, die gar keine sind, und euch dem lebendigen Gott zuwendet – dem Gott, der Himmel, Erde, Meer und alles, was lebt, geschaffen hat!“(Apg 14,15)

Gottes Wort zeigt uns, dass Gott unsere ungeteilte Liebe erwartet. Nur ihm allein gebührt Lob, Ehre, Anbetung und Dank. Er hat alles geschaffen, das Sichtbare als auch das Unsichtbare. Alles was existiert, alles was lebt, alles wurde durch ihn geschaffen und auch wir sind ein Werk seiner Hände. Wenn ein Künstler ein Bild malt, ist es doch auch selbstverständlich, dass wir ihm die Ehre dafür geben, nur er allein hat das Urheberrecht. Ebenso ist es mit dem allein wahren Gott, der zu Recht sagt: Ich bin der Herr, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem anderen geben, noch meinen Ruhm den Götzen! (Jes, 42,8.)

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, ob wir wirklich den wahren Gott der Bibel, also den Gott Abrahams, Isaaks und Jakos, der sich in Christus offenbart hat, anbeten, oder ob wir Götzen verehren. Dass darin ein himmelweiter Unterschied besteht, wird besonders in 1. Korinther 10 Vers 20 deutlich, hier sagt uns Gottes Wort: Was die Götzenverehrer opfern, das opfern sie nicht Gott, sondern den Dämonen.

Es geht mir nicht darum zu richten oder zu verurteilen, sondern nur darum anhand der Bibel zu verdeutlichen, dass wir weder Engel, noch Heilige, noch sonstige Götter verehren sollen, sondern nur den allein wahren Gott. Dies ist mir darum wichtig weil die Schrift sagt: Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen“ (Joh 17,3).

Doch die Bibel warnt nicht nur vor falschen Wegen und falschen Hoffnungen, sondern zeigt uns auch den Weg zum wahren Glück. Es gibt viele Bibelstellen die etwas zu diesem Thema sagen, doch ich finde David hat es im Psalm 16, 2 mit der bemerkenswerten Aussage: "Du bist mein Herr; es gibt kein Glück für mich außer dir“, am besten auf den Punkt gebracht.

Für manche mag das wohl ziemlich befremdlich klingen, kein Glück außer Gott? Wer braucht heute noch Gott? Wie ich unlängst gehört habe, besteht das Glücksrezept der Deutschen aus den 4 G's, Gesundheit, Gemeinschaft, Geld und Gene. Ein G für Gott kommt in dieser Aufzählung nicht vor. Was für ein Gegensatz stellt da doch Davids Aussage dar. Während Gott bei den meisten beim Thema Glück außen vor ist, sah David in seiner Beziehung zu Gott das größte Glück. Diese Beziehung bedeute ihm sogar so viel, dass er sagte, es gibt kein Glück für mich außer dir.
Ich möchte an dieser Stelle mal ein wenig ins Detail gehen und eine Besonderheit hervorheben, die vielen vielleicht gar nicht bewusst ist. David sagte: Du bist mein Herr. Er sagt nicht, du bist ein Herr, sondern: „Du bistmein Herr“. Für ihn war Gott also nicht irgendein Gott, nicht irgendein Herr, sondern sein Herr und sein Gott. Wo stehen wir, sind wir auch an dem Punkt an dem wir sagen können: Mein Herr und mein Gott? (Joh 20,28)
Das ist nämlich ein ganz entscheidender Punkt, solange er nicht unser Herr ist, solange wir noch auf andere hören oder unser eigener Herr sein wollen, gehören wir noch nicht zu seinem Schafen. Der Vergleich mit den Schafen stammt übrigens nicht von mir, sondern kommt von Jesus selbst. Er sagte:„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir“ (Joh 10,27).

Ich kann nur sagen, es gibt nichts Besseres, als sich seiner Führung anzuvertrauen. Nur wenn wir bereit sind, ihm nachzufolgen und auf sein Wort zu hören, werden wir wahres Glück finden. Ich kann es deshalb so gewiss sagen, weil ich so ziemlich alles ausprobiert habe, was einem Glück und erfüllen verspricht, aber nie etwas Besseres gefunden habe. Allein der Glaube an ihn hat meinem Leben Sinn gegeben und mich nach und nach verändert. Ich bin überzeugt, wer einmal erfahren hat, wie gut ein Leben mit ihm ist, möchte es durch nichts anderes mehr eintauschen.

Das war auch bei seinen Jüngern der Fall. Als es eines Tages zu einer Spaltung kam und sich viele von Jesus distanzierten, blieben sie treu an seiner Seite. Als er sie fragte: „Was ist mit euch, wollt ihr auch gehen?“, erwiderten sie: "Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens?" (Joh 6,67)
Auch sie hatten nicht immer alles verstanden, auch sie konnten nicht jeder Predigt folgen, doch ihm deshalb den Rücken zuzukehren kam für sie nicht in Frage. Für sie gab es keine Alternative, sie hatten in Jesus die Quelle des Lebens gefunden und konnten sich keinen besseren Platz, als den Platz an seiner Seite vorstellen.

Wie schon gesagt, gibt es für mich auch kein größeres Glück. Ich wüsste auch nicht wo ich danach suchen sollte, denn ich habe alles ausprobiert was diese Welt zu bieten hat und kann nur sagen, es ist nichts im Vergleich zu dem Segen eines Lebens mit ihm. In einem Lied heißt es: „Ich zog in die Welt und suchte mein Glück, doch kam mit leerem Herzen zurück“ und ich kann das nur unterstreichen.
Gott selbst ist der Ursprung und die Quelle allen Lebens, wenn wir uns nach einem erfüllten, glücklichen Leben sehnen, müssen wir bei ihm suchen. Leider suchen wir oft nur einen billigen Ersatz und fügen uns damit am Ende selbst den größten Sachen zu. Bereits im Alten Testament musste Gott sagen: Mein Volk aber hat mich ausgetauscht gegen Götter, die ihm nicht helfen können; und dabei hatte es doch meine ganze Herrlichkeit gesehen. Himmel, erschrick darüber«, sagt der Herr, »schaudere, bebe vor Entsetzen! Mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich, die Quelle frischen Wassers, hat es verlassen und stattdessen gräbt es sich Löcher für Regenwasser, die auch noch rissig sind und das Wasser nicht halten (Jer 2,11-13).

Warum sind so viele Menschen frustriert, warum dröhnen sich so viele mit Alkohol und Drogen zu? Warum hören wir jeden Tag in den Nachrichten von schrecklichen Familientragödien. Liegt es nicht daran, dass Träume zerplatzt sind? Man hat sein Glück und seine Erfüllung nicht bei Gott gesucht. Leider ist das wohl das Grundproblem der gefallenen Menschheit. Man denkt in der Unabhängigkeit von Gott sei das große Glück zu finden, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Man träumt vom Himmel auf Erden, aber will im Grunde einen Himmel ohne Gott. Man ist nicht bereit, sich seiner Herrschaft unterzuordnen und meint, ohne ihn besser klar zu kommen. Dabei ist man sich leider nicht darüber im Klaren, dass ein Himmel ohne Gott, der Hölle gleichkommen würde. Gott allein macht den Himmel aus. Nur da wo der Mensch seine ständige Rebellion gegen Gott aufgibt und sich seiner Herrschaft unterstellt, erlebt er den Himmel. Nicht die Unabhängigkeit von Gott, ist der Schlüssel zum Glück, sondern die Erkenntnis, dass wir von Gott abhängig sind. Wir sind seine Geschöpfe und wurden für die Gemeinschaft mit ihm geschaffen. Darum finden wir wahres Glück auch nur wenn wir in dieser engen Gemeinschaft mit ihm Leben. Jesus sagte: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10).
Erfülltes Leben finden wir nur bei ihm, bei der Quelle des Lebens und Gottes Geist lädt uns ein: »Komm!« Wer dies hört, soll sagen: »Komm!« Wer durstig ist, soll kommen, und wer von dem Wasser des Lebens trinken will, wird es geschenkt bekommen (Offb 22,17).

Gott sehnt sich danach, dass wir zu ihm kommen, wie der Vater, der auf seinen verlorenen Sohn gewartet hat. Wenn wir zu ihm umkehren, wird er uns mit offenen Armen empfangen. Wenn Du Glück und Erfüllung suchst, such es bei Gott und sei gewiss, er meint es gut mit Dir. Sein Wort sagt: So schlecht ihr auch seid, ihr wisst doch, was euren Kindern gut tut, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten (Mt 7,11).

Obwohl Gott die Quelle des Lebens ist, haben ihn, wie gesagt, leider viele verlassen. Vielleicht haben sie ja noch nie gehört, dass wir bei ihm ein erfülltes Leben haben, vielleicht sind sie ja der Meinung, Gott sei Spaßverderber. Einer, der nur immer sagt, was man nicht machen soll und uns nichts Gutes gönnt. Ich denke der Grund, für solch ein falsches Gottesbild liegt in mangelnder Kenntnis, wie Gott wirklich ist. Gott ist Liebe, er liebt Dich mehr als Dich je ein Mensch lieben könnte. Seine Liebe zu Dir ging so weit, dass er seinen Sohn für Dich geopfert hat.

Eines möchte ich noch betonen, es geht nicht darum, ein paar christliche Werte zu übernehmen. Auch nicht darum, zu versuchen ab heute ein besser Mensch zu werden, sondern es geht um eine bewusste Entscheidung, Jesus als Herrn und Erlöser anzunehmen. Das Leben als Christ, ist nicht das wahren von Traditionen. Wenn Du im Glauben nur eine lästige Pflichterfüllung siehst und dich höchstens an christlichen Feiertagen, oder bei besonderen Anlässen, wie Taufen, Konfirmationen oder Hochzeiten, in die Kirche schleppst, dann liegt es entweder daran, dass Du in die falsche Kirche gehst oder dass Du Jesus noch nicht als Deinen Herrn und Erlöser angenommen hast.

Es gibt da einen Spruch, den man hier sehr gut anwenden kann. Man kann keinen Hund zum Jagen tragen. Soll heißen, wenn ein Hund keinen natürlichen Jagdtrieb hat, macht es keinen Sinn, mit ihm auf die Jagd zu gehen. Genauso verhält es sich auch mit dem christlichen Glauben. Es kommt auf unsere Natur an. Wären wir Menschen von Natur aus wirklich so gut, wie wir denken, wäre es für uns das natürlichste der Welt, nach Gott zu fragen. Nun sagt aber die Bibel:Da ist keiner der nach Gott fragt auch nicht einer. Die Ursache dafür liegt in unserer gefallenen Natur. Frömmigkeit und Heiligkeit entsprechen nicht unserem natürlichen Wesen. Wir sehen darin kein Glück, sondern eher etwas Belastendes. Das Grundproblem besteht darin, dass wir durch den Sündenfall eine Haltung haben, die grundsätzlich gegen Gott gerichtet ist. Die Bibel bezeichnet es, als fleischliche Gesinnung und erklärt: Die Gesinnung des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott, denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan (Röm 8,7). Wem das zu kompliziert klingt, hilft vielleicht die „Gute Nachricht“ Übersetzung, dort wird dieser Vers wie folgt wiedergegeben: Unser selbstsüchtiger Wille lehnt sich gegen Gott auf. Er gehorcht seinen Geboten nicht; er kann es gar nicht. Hier wird deutlich, dass der Mensch von Natur aus nicht in der Lage ist, das Gesetz Gottes zu halten. Gott ist heilig, seine Gebote sind vollkommen, wir sind es von Natur aus nicht, denn wir sind von Natur aus Sünder.

Wie kommt es dann, dass es trotzdem Menschen gibt, die nach Gott fragen und dass es auch heute noch viele Christen gibt, die genau wie David sagen können: Du bist mein Herr; es gibt kein Glück für mich außer dir? Der Schlüssel dazu ist eine veränderte Natur. Jesus sagte dazu: "Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch. Was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist (Joh 3,6). Das heißt, die alte Natur empfängt der Mensch durch seine natürliche Geburt, die neue Natur wird ihm durch die geistliche Geburt geschenkt. Nur wer diese geistliche Erneuerung erfahren hat, kann wirklich Freude an Gottes Geboten haben. Nur er kann in Gott sein größtes Glück sehen, nur er kann von Herzen sagen: Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil (Ps 73,25).

Und was muss geschehen, dass man zu diesen Menschen zählen kann? Man muss den annehmen, der gekommen ist, um uns von unseren Sünden zu erlösen. Wer das macht und Jesus im Glauben als seinen Erlöser annimmt, für den gilt: Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden (2. Kor 5,17).

Wie schon gesagt, wir können uns die Rettung nicht verdienen, Rettung ist nicht die Folge guter Werke, vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Gute Werke sind die Folge der Rettung. In Titus 3,5 sagt Gottes Wort: Er hat uns gerettet - nicht weil wir Werke vollbracht hätten, die uns gerecht machen können, sondern aufgrund seines Erbarmens - durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist (Tit 3, 5).

Mehr dazu beim Thema: Wiedergeburt.

 

Predigtempfehlung:

Das Streben nach dem Glück - Tim Kelly

 

 

 

 

www.evangeliums-botschaft.de

Nach oben