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Der Traum vom Weltfrieden

Als Jesus Seine Jünger darauf vorbereitet hat, dass ER bald wieder zum Vater zurückkehren würde, gab ER ihnen ein Vermächtnis, dass man nicht mit Geld kaufen kann - Frieden.
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht (Joh 14,27).

Die Betonung, „nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt“, macht deutlich, Weltfrieden hat Jesus Seinen Jüngern nicht versprochen; im Gegenteil, bezüglich des Weltgeschehens prophezeite ER: „Überall werden Kriege ausbrechen. Aber habt keine Angst - diese Dinge müssen geschehen, doch das Ende wird noch nicht unmittelbar darauf folgen. Völker und Königreiche werden sich den Krieg erklären. In vielen Teilen der Welt wird es Erdbeben geben, und es wird zu Hungersnöten kommen. Doch all das wird erst der Anfang der Schrecken sein, die auf euch zukommen. Ihr werdet verhaftet, verfolgt und umgebracht werden. Auf der ganzen Welt wird man euch hassen, weil ihr euch zu meinem Namen bekennt“ (Matt. 24, 6-9).

Unter diesem Hintergrund ist auch die Aussage: „Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht“, zu verstehen. Man muss sich mal in die Lage der Jünger versetzten, über 3 Jahre war Jesus täglich für sie da und nun kündigte ER Seinen Abschied an. Als wäre das allein nicht schon schlimm genug gewesen, gab ER ihnen Zukunftsaussichten, die alles andere als rosig waren. ER sprach davon, dass Kriege, Erdbeben und Hungersnöte auf die Menschheit zukommen würden und kündigte Seinen Jüngern zudem Hass und Verfolgung, um Seines Namens willen, an. Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen (Joh 15,20).

Hier stellt sich natürlich die Frage, wie soll das zusammenpassen? Wie sind Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen und Christenverfolgung, mit Frieden, in Einklang zu bringen? Die Antwort findet sich in der Aussage, „nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.“ Wie schon eingangs erwähnt, sprach Jesus nicht vom Weltfrieden, sondern von einem inneren Frieden. Dieser Friede kann nur bei Menschen entstehen, die sich der Vergebung ihrer Schuld und der Versöhnung mit Gott bewusst sind. 
Die Welt kann uns diesen Frieden nicht geben. Weder ein Psychiater, noch Religion, Bildung oder Humanismus, sondern nur Jesus Christus. ER allein ist der Friedefürst (vgl. Jes 9,5). Nur in IHM ist die Schuldfrage endgültig geklärt. Durch Sein Blut am Kreuz, hat ER Frieden gestiftet und unsere Feindschaft zu Gott überwunden (vgl. Kol 1,20-21). Darum kann unsere Seele nur in IHM zur Ruhe kommen. Nur ER kann uns den Frieden Gottes schenken, der höher ist als alle Vernunft (vgl. Phil 4,7). Der Kirchenvater Augustinus sagte: Ruhelos ist das menschliche Herz, bis es zur Ruhe in Gott findet.

Wer sich nach dieser inneren Ruhe sehnt, darf wissen, dass wir uns diesen Frieden nicht erarbeiten oder verdienen müssen. Jesus sagt nicht, „strengt euch an und müht euch ab“, sondern lädt uns ein: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen“ (Mt 11,28-29).

Warum verbiegen wir uns und wollen Gott durch ein religiöses Leben gnädig stimmen, wenn ER uns doch Seine Gnade durch Jesus schenken will? Das Opfer, das Jesus am Kreuz vollbracht hat, ist völlig ausreichend. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten (Jes 53,5). Den Frieden mit Gott, kann man nicht kaufen, der Friede mit Gott, ist ein Geschenk. Darum finden wir in Gottes Wort die Einladung: „Auf, ihr Durstigen, kommt zum Wasser! Geht los, auch wenn ihr kein Geld habt. Warum solltet ihr euer Geld für etwas ausgeben, das kein Brot ist, euren Lohn für etwas, von dem ihr nicht satt werdet? Hört zu und esst Gutes und eure Seele wird satt werden“ (Jes 55,1-2).

 

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