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Das Gleichnis vom Sämann

Als sich aber eine große Volksmenge versammelte und sie aus jeder Stadt zu ihm (Jesus) hinkamen, sprach er in einem Gleichnis:
Der Sämann ging hinaus, seinen Samen zu säen; und indem er säte, fiel einiges an den Weg, und es wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
Und anderes fiel auf den Felsen; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.
Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und indem die Dornen mit aufwuchsen, erstickten sie es.
Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht.
Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
(Lukas 8, 4-8)

Jesus schließt diese Gleichnis mit den Worten:Wer Ohren hat zu hören, der höre“, und ich bin mir sicher, nicht alle, die es gehört haben, konnten ihm folgen. Um genau zu sein, hat ihn wohl kaum jemand so wirklich verstanden. Dass dies mehr als nur eine Vermutung ist, zeigt sich darin, dass noch nicht einmal seine Jünger wirklich begriffen hatten, was Jesus mit diesem Gleichnis sagen wollte. Und die waren ja tagtäglich an seiner Seite und kannten in besser als die breite Masse. Doch was machten sie im Gegensatz zu den anderen? Was machten sie, während sich die Menschenmenge bereits aufgelöst hatte und grübelnd nachhause ging? Ganz einfach, sie fragten ihn, was er durch dieses Gleichnis sagen wollte (siehe Vers 9).

Darum gib auch Du Dich nicht zufrieden, wenn Du Jesus nicht auf Anhieb verstehst, sondern hake nach. Glaube mir, es lohnt sich, Jesus ist gerne bereit auch Dir ein wenig Nachhilfe zu geben. Bei seinen Jüngern tat er es ja auch, warum nicht bei Dir und mir? Wie wichtig dieses Nachhaken ist, zeigt uns die Auslegung, die Jesus selbst gab. Gehört haben das nur die Jünger, nur diejenigen, die nachgehakt haben. Diejenigen, denen es wirklich wichtig war, ihn zu verstehen. Ist das nicht auch ein Zeichen von Liebe? Ist es nicht so, dass wir die Menschen, die wir gern haben verstehen möchten? Hat jemals ein verliebter einen Liebesbrief ungeöffnete verstauben lassen? Wo ist unsere Liebe zu Gott, warum verstaubt unsere Bibel? Gott teilt sich uns in diesem seinem Wort mit, warum interessiert uns nicht, was er uns zu sagen hat? Ich denke aus Mangel an Liebe. Doch zurück zum Gleichnis und der Bedeutung. Jesus erklärte:

Dies aber ist die Bedeutung des Gleichnisses: Der Same ist das Wort Gottes.
Die aber an dem Weg sind die, welche hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht glauben und gerettet werden.
Die aber auf dem Felsen sind die, welche, wenn sie hören, das Wort mit Freuden aufnehmen; und diese haben keine Wurzel; für eine Zeit glauben sie, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab.
Das aber unter die Dornen fiel, sind die, welche gehört haben und hingehen und durch Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens erstickt werden und nichts zur Reife bringen.
Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren
(Lukas 8, 11-15).

Jesus hat die Höher seiner Botschaft in die 4 Kategorien, "Weg", "Fels", "Dornen" und "gute Erde" aufgeteilt. Alle 4 Personengruppen haben etwas gemeinsam, sie alle haben das Wort Gottes gehört. Was sie jedoch unterscheidet, ist ihre unterschiedliche Reaktion auf die Botschaft. Um zu erkennen wie wir das auf unserer Leben anwenden können, möchte ich jede Kategorie noch einmal näher betrachten. Dabei kann sich jeder selbst prüfen, in welcher Gruppe er sich sieht.

1. Weg: Die Menschen deren Herz Jesus mit einem Weg vergleicht, hören zwar das Wort Gottes, verstehen es aber nicht. Dieses Nichtverstehen kann mehrere Gründe haben, oftmals ist es auch ein nicht verstehen wollen. Das Evangelium wird in diesem Fall nicht wegen falschem Verständnis oder mangelnder Information abgelehnt, sondern weil man sich gegen Gottes Autorität auflehnt und gegen sein Wort rebelliert. Wenn der Feind Gottes auf den Plan tritt, um das gesäte Wort wieder wegzunehmen oder um zu zerstreuen, dann rennt er offene Türen ein. Diese Menschen leisten keinerlei Widerstand, sie haben sich damit abgefunden nichts verstanden zu haben und so haben sie das Wenige, das sie irgendwann mal aufgeschnappt haben, bald wieder vergessen. Der Same der gesät wurde, geht nicht auf, sondern verkümmert. Bei diesen Leuten reichen schon die kleinsten Ungereimtheiten und sie suchen das Weite. Ein nicht verstandenes Wort, eine Predigt die nicht nach ihrem Geschmack war und weg sind sie. "Diese Rede ist zu hart, wer kann sie ertragen. Was Jesus da redet, geht zu weit! So etwas kann man nicht mit anhören!", sagten die Leute in Johannes 6, 60 zu Jesus, doch wie regierten seine Jünger auf ein und dieselben Worte? Auch sie hatten Jesus nicht wirklich verstanden, dennoch wandten sie sich nicht ab, sondern blieben ihm treu. Sie vertrauten darauf, dass er Worte des ewigen Lebens hat. Sie hatten erkannt und geglaubt, dass er der von Gott versprochene Messias ist. Das er derjenige ist, in dem Gott uns begegnet.

2. Felsiger Boden: Bei dieser Personengruppe fällt das Wort Gottes auf felsigen Boden. Sie nehmen es anfangs zwar begeistert auf, doch sie haben keine Wurzeln. Ihr Glaube ist nur oberflächlich, er hängt in erster Linie von den äußeren Umständen ab. Er besteht nur so lange wie es ihnen gut geht und alles so läuft, wie sie es sich vorstellen. Sie hören das Wort und nehmen es anfangs sogar freudig auf. Doch weil sie keine Wurzeln haben glauben sie nur eine Zeitlang. Sobald die ersten Probleme kommen, wenden sie sich wieder ab.
Einer der Glaubenshelden des Alten Testaments war Hiob, durch sein Schicksal entstand das bekannte Wort „Hiobsbotschaft“. Dieser Mann des Glaubens bekam die niederschmetternde Botschaft, fast seinen ganzen Besitz verloren zu haben. Allein das wäre schon schlimm genug gewesen, doch das war nicht alles. Die schlimmste Tragödie war die Nachricht, dass seine Kinder ums Leben gekommen waren. Kann Eltern überhaupt etwas Schlimmeres passieren, als ein Kind zu verlieren? Wie reagierte er darauf? War er verbittert und schwor seinem Glauben ab?
Nein: Er stand auf, zerriss sein Gewand und schor sich den Kopf kahl. Dann warf er sich nieder, das Gesicht zur Erde, und sagte: „Nackt kam ich aus dem Schoß der Mutter, nackt geh ich wieder von hier fort. Der Herr hat gegeben und der Herr hat genommen. Ich will ihn preisen, was immer er tut!“ (Hiob 1,20-22)
Trotz allem was geschehen war, machte er Gott keinen Vorwurf. Als er kurz darauf eine schwere Krankheit bekam, kam seine Frau zu dem Schluss, dass der Glaube an Gott keinen Wert hat und sagte: „Willst du Gott jetzt immer noch die Treue halten? Verfluche ihn doch und stirb!“ (Hiob 2,9) Dennoch hielt Hiob an seinem Glauben an Gott fest und wurde dafür letztlich auch reich belohnt. 
Obwohl die Bibel sagt, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen (Apg 14,22), haben wohl die wenigsten solche schlimmen Schicksalsschläge wie Hiob hinnehmen müssen. Dennoch ist es eine Tatsache, dass der Glaube so manchen Prüfungen standhalten muss. Jeder Christ wird Traurigkeit und Anfechtung erleben, dies geschieht, wie Petrus schreibt: Damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus (Pt 1,7). Gerade in den Widerwertigkeiten des Lebens zeigt sich, ob unser Glaube echt ist. Echter Glaube ist nicht von den äußeren Umständen abhängig, er hält auch dann an Gott fest, wenn scheinbar alles dagegen spricht.

3. Dornen: Andere Menschen entsprechen der Saat, die unter die Dornen fällt. Sie haben die Botschaft gehört, sie aber im Lauf der Zeit von den Sorgen, vom Reichtum und den Genüssen des Lebens ersticken lassen, sodass keine Frucht reifen kann. Hier spricht Jesus von Leuten, die zwar die Bereitschaft zum Zuhören haben, sich aber nicht wirklich für Gottes Wort öffnen. Ihr Problem ist, dass sie das Gehörte nicht auf ihr Leben anwenden. Bei ihnen bleibt im Grunde alles beim Alten. Sie hören vielleicht gerne Predigten an und diskutieren gerne über den Glauben, doch der Glaube hat keinen wirklichen Einfluss auf ihr Leben. Sie sind nur soweit bereit Jesus zu folgen, wie der Glaube nicht zu einem Konflikt mit anderen Interessen führt. Sie gehören zu der Kategorie die Jesus zwar Herr nennen, aber nicht bereit sind, sich ihm ganz hinzugeben. Sie wollen immer noch ihr eigener Herr sein, immer noch selber entscheiden und abwägen. Bei Vielen hört der Glaube beim Geldbeutel auf. In der Theorie ist alles gut und schön, aber wie sieht es bei einem Versicherungsfall oder wie ist es mit der Steuererklärung? Bleibt man da bei der Wahrheit oder dreht man alles so hin, dass der maximal mögliche Betrag ausbezahlt wird? Jesus sagte nicht umsonst: Niemand kann zwei Herren zugleich dienen. Er wird den einen vernachlässigen und den andern bevorzugen. Er wird dem einen treu sein und den andern hintergehen. Ihr könnt nicht beiden zugleich dienen: Gott und dem Geld (Mt 6,24).
Das Streben nach Wohlstand ist carakteristisch für die Welt, doch für Christen gilt: Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Begierde; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit 
(1. Joh 2,15-17).
Als Christ muss man sich entscheiden, zwischen der Liebe zur Welt (damit sind die Wertmaßstäbe dieser Welt gemeint) und der Liebe zu Gott. Beides lässt sich nicht miteinander vereinbarren. Die Bibel sagt soger, dass die Freundschaft mit dieser Welt Feindschaft gegen Gott ist. Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes! (Jak 4,4)

4. Gute Erde: Die Menschen, die dem guten Boden gleichen, hören die Botschaft und nehmen sie mit aufrichtigem Herzen bereitwillig auf. Sie halten daran fest, lassen sich nicht entmutigen und bringen durch ihre Ausdauer Frucht.
Wir sehen hier die optimalen Eigenschaften, um Frucht zur Ehre Gottes zu bringen. Die Bereitwilligkeit Gottes Wort mit ehrlichem und aufrichtigem Herzen anzunehmen, hat eine reinigende Wirkung. Darum sagte Jesus seinen Jüngern auch: „Ihr seid schon rein geworden durch das Wort, das ich euch verkündet habe“ (Joh 15,3).
Das Wort Gottes hat eine reinigende Wirkung auf Menschen, die sich dafür öffnen und es bereitwillig annehmen. Wichtig ist aber nicht nur ein guter Anfang, sondern die Ausdauer dranzubleiben. Wie gesagt, sie lassen sich nicht entmutigen und bringen durch ihre Ausdauer Frucht.
Diejenigen die dem Felsen verglichen wurden, haben ein super Tempo vorgelegt, sie haben das Wort freudig aufgenommen, doch sie glaubten nur eine Zeitlang. Irgendwann ging ihnen dann die Puste aus. Sie wendeten sich wieder ab und kamen nicht ans Ziel.
Doch das Leben als Christ ist kein 100 Meter Sprint, sondern ein Ausdauerlauf. In Hebräer 12, 1 heißt es: Darum lasst uns durchhalten in dem Wettlauf, zu dem wir angetreten sind, und alles ablegen, was uns dabei hindert, vor allem die Sünde, die uns so leicht umgarnt! Das Ziel dieses Laufes ist die Heiligung. Paulus sagte dazu: Ich meine nicht, dass ich schon vollkommen bin und das Ziel erreicht habe. Ich laufe aber auf das Ziel zu, um es zu ergreifen, nachdem Jesus Christus von mir Besitz ergriffen hat.  Ich bilde mir nicht ein, Brüder und Schwestern, dass ich es schon geschafft habe. Aber die Entscheidung ist gefallen! Ich lasse alles hinter mir und sehe nur noch, was vor mir liegt. Ich halte geradewegs auf das Ziel zu, um den Siegespreis zu gewinnen (Phil 3, 12-14).
Genau darum geht es bei diesen Menschen, deren Herz Jesus mit einem guten Boden vergleicht. Sie sind sich bewusst, dass sie um einen teuren Preis erkauft worden sind. Ihnen ist klar, dass sie nicht mehr sich selbst gehören, sondern dass sie dem gehören, der sie durch sein kostbares Blut erkauft hat. Sie sind von Gott geliebt und wurden von ihm erwählt und dafür ausgesondert, ein Leben zu seiner Ehre zu führen. Sie achten den für treu, der sie berufen hat und lassen sich nicht entmutigen, sondern bringen durch Ausdauer Frucht. Diese Frucht entsteht aus ihrer engen Verbindung mit Jesus. Ihnen ist bewusst, dass sie getrennt von Jesus nichts tun können (Joh. 15,5). Sie lassen sich nicht von solchen verführen, die Gottes Gebote missachten, sondern halten sich daran, auch wenn andere sie deswegen für rückständig oder dumm halten. Sie orientieren sich nicht an der Masse. Das Wort Gottes ist ihr einziger Maßstab, auch dann, wenn andere nicht danach leben. In der Gemeinschaft gewissenloser Menschen, denen nichts heilig ist, fühlen sich nicht wohl. Sie haben ihre Freude am Wort Gottes und sinnen darüber nach Tag und Nacht. Darum gleichen sie einem Baum, der am Wasser gepflanzt ist und Jahr für Jahr Frucht trägt, sein Laub bleibt grün und frisch. Die Wurzeln sind ein Bild dafür, dass ihr Glaube fest auf Gottes Wort gegründet ist. Sie gleichen dem guten Baum von dem Jesus sprach, als er sagte: Ein gesunder Baum trägt gute Früchte (Mt 7,18).
An einem solchen Baum ist die Frucht des Geistes zu finden, die uns in Galater 5, 22 wie folgt beschrieben wird: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung.


Fazit:  Die Tatsache, dass Jesus dieses Gleichnis mit den Worten: "Wer Ohren hat und hören kann, der höre zu!", schloss, zeigt, dass es unsere Verantwortung ist, Gottes Wort zu hören. Sprüche 28, 9 sagt sogar: Wer auf Gott nicht hören will, den will auch Gott nicht hören - sein Gebet ist Gott zuwider! Dennoch es ist es ein Irrtum, wenn wir uns nur auf Grund dessen, dass wir Gottes Wort hören für Christen halten. Alle 4 Kategorien haben das gemacht, doch nur diejenigen, bei denen das Wort auf guten Boden gefallen ist, haben Frucht gebracht. Frucht ist das einzige Merkmal von echtem Glauben. Aus diesem Grund sagte Jesus: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!" Es gibt viele, die sich als Christen bezeichnen, doch leider hat der christliche Glaube kaum einen Einfluss auf ihr leben. Vielleicht nennen sie Jesus sogar "Herr", doch so lange sie nicht auf das hören, was er durch sein Wort sagt, sind sie immer noch ihr eigner Herr und lehnen damit seine Herrschaft über ihr Leben ab. Bei ihnen sitzt immer noch das ICH auf dem Thron des Herzens.
Der Unterschied zwischen einem Namenschristen und einem echten Christen ist die Frucht und die entsteht, wie schon gesagt, nur durch die enge Verbindung mit Jesus. Getrennt von ihm können wir nichts tun, aber wenn wir mit ihm verbunden sind und bleiben werden wir viel Frucht zur Ehre Gottes bringen. Natürlich ist dies ein Wachstumsprozess. Doch wenn wir im Glauben wachsen wollen, dürfen wir nicht leichtfertig mit Gottes Wort umgehen. Es ist wichtig, dass wir die Bibel ernst nehmen. Nur wenn wir beim Lesen und Hören von Gottes Wort, die Bereitschaft haben zu gehorchen, gilt uns Gottes Zusage: Ich blicke freundlich auf die Verzagten, die sich vor mir beugen, auf alle, die mit Furcht und Zittern auf mein Wort achten (Jes. 66,2).
Denn eines müssen wir wissen: Gottes Wort ist lebendig und voller Kraft. Das schärfste beidseitig geschliffene Schwert ist nicht so scharf wie dieses Wort, das Seele und Geist und Mark und Bein durchdringt und sich als Richter unserer geheimsten Wünsche und Gedanken erweist (Hebr 4,12).

Ebenso wie Gott über uns steht, steht auch sein Wort über uns. Nicht wir stehen über dem Wort, nicht wir sollen das Wort beurteilen, sondern das Wort beurteilt uns. Das Wort ist Richter über unsere Gedanken und Absichten. Es deckt auf, wer wir wirklich sind und macht unser Herz vor Gott offenbar. Genau wie man sich beim Rechnen an die Regeln des 1x1 halten muss, um zum richtigen Ergebnis zu kommen, müssen wir uns, wenn es um den Glauben an Gott geht, an die Bibel halten. Sein Wort ist der einzig gültige Maßstab, nachdem wir unser Leben ausrichten müssen.
Nur wenn wir wirklich bereit sind, uns unter sein Wort zu stellen, gleichen unsere Herzen dem guten Ackerboden. Nur dann kann der gute Same aufgehen und Frucht bringen. Die Bibel bezeichnet diese innere Haltung als Gottesfurcht. Gottesfurcht ist die Voraussetzung, um mehr über Gott zu erfahren, denn der HERR zieht insVertrauen, die ihn fürchten (Ps 25,14). Die Jünger Jesu hatten diese Bereitschaft, darum sagte Jesus ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu wissen, den Übrigen aber in Gleichnissen, damit sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen (Lk 8,10).

Wenn der Glaube nicht jeder Teil ist, dann liegt es hauptsächlich daran, dass Menschen die Finsternis mehr lieben als das Licht. Es liegt nur daran, dass sie die Ungerechtigkeit mehr lieben, als die Wahrheit. Darum werden wir durch Gottes Wort aufgefordert: Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! (Apg 2,40)
Lasst euch versöhnen mit Gott! Den, der Sünde nicht kannte (Christus), hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm (2.Kor 5,20-21).

Christen haben die Verantwortung Gottes Wort weiterzusagen und selbst danach zu leben. Wenn sie das tun, gleichen sie dem Sämann aus dem Gleichnis. Sie haben nicht die Verantwortung den Boden zu prüfen, denn nur Gott sieht was im Herz eines Menschen ist. Darum hat ein Christ nur die Verantwortung, den richtigen Samen auszustreuen. Es ist allein die Verantwortung des Hörers, wie er auf das Wort regiert. Es ist im Gleichnis immer der gleiche Same, alle haben dasselbe gehört, nur die Reaktion war unterschiedlich. In 2.Korinther 2,16 sagt Paulus diesbezüglich. Für die einen ist unsere Botschaft ein Geruch zum Leben, für die anderen ein Geruch zum Tode.

Gottes Wort appelliert an uns, das Leben zu wählen und das ist allein in Jesus Christus dem Sohn Gottes zu finden. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht (1.Joh 5,12).
Er selbst sagte: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluß haben!“.
Durch die Verbindung mit ihm, werden wir Frucht zur Ehre Gottes bringen. Das wünsche ich mir für mein Leben und natürlich auch für Deins.

Abschließend noch ein Zitat von Alexander Seibel; er kommt unter Berücksichtigung der Parallelstellen aus Matthäus und Markus zu folgender Feststellung: Gemäß Matth. 13,23 ist ein guter Boden, der Frucht zur Ehre Gottes hervorbringt, wer das Wort Jesu hört und versteht, nach Mark. 4,20 der das Wort hört und annimmt und nach Luk. 8,15 der das Wort hört und behält. Der Weg zur geistlichen Dimension geschieht über das Wort, denn bekanntlich lebt der Mensch nicht vom Brot allein (Matth. 4,4). Damit ist kein toter Kopfglaube gemeint, sondern die bereitwillige Aufnahme des Wortes mit einem gehorsamen Herzen. Der Herr erklärt deswegen auch in Matth. 22,29: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. Die Kraft Gottes und die Kenntnis der Schrift wird hier, wie so oft, auf eine Ebene gestellt*.


*Quellnachweis:
http://www.alexanderseibel.de/bibel-treu_oder_jesus-treu.htm

 

 

www.evangeliums-botschaft.de

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