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Anbetung, unsere höchste Bestimmung

"Folget dem Stern" Original gemalt von Simon RIGG

 

Als nun Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten! Als das der König Herodes hörte, erschrak er, und ganz Jerusalem mit ihm. Und er rief alle obersten Priester und Schriftgelehrten des Volkes zusammen und erfragte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Sie aber sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben durch den Propheten: »Und du, Bethlehem im Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Judas; denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel weiden soll«. Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern erschienen war; und er sandte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht genau nach dem Kind. Und wenn ihr es gefunden habt, so laßt es mich wissen, damit auch ich komme und es anbete! Und als sie den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er ankam und über dem Ort stillstand, wo das Kind war. Als sie nun den Stern sahen, wurden sie sehr hoch erfreut; und sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind samt Maria, seiner Mutter. Da fielen sie nieder und beteten es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und da sie im Traum angewiesen wurden, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg zurück in ihr Land.

Als sie aber weggezogen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten und bleibe dort, bis ich es dir sage; denn Herodes will das Kind suchen, um es umzubringen! Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Knaben in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte (Matth. 2,1-13: 16).

 

Wenn der Schein trügt

Eine mögliche Überschrift für diesen kurzen Bibelabschnitt könnte lauten: Nichts ist so wie es scheint. Dies zumindest auf den ersten Blick, denn wenn man sich überlegt, was für Personengruppen uns in diesem Textabschnitt begegnen, und was man eigentlich von ihnen erwarten würde, dann erfüllen diese Personen alles, nur nicht die typischen Erwartungen. Als erstes werden uns die Weisen aus dem Morgenland vorgestellt. Sie waren unter all den genannten Personen, nicht nur diejenigen, die rein geographisch gesehen am weitesten von dem neugeborenen Messias entfernt waren, sondern auch hinsichtlich ihres spirituellen Hintergrunds. Sie waren nicht nur Ausländer, sie waren auch Heiden, die nichts mit dem Judentum zu tun hatten, sondern sich sehr wahrscheinlich mit Astrologie befasst haben. Dennoch nahmen sie diese weite, beschwerliche Reise auf sich, um den neugeborenen König der Juden zu huldigen. Alle anderen Personen, die im Text erwähnt werden, hatten den Geburtsort quasi vor der Haustür, denn Bethlehem ist ein kleines Dorf in der südlichen Nachbarschaft Jerusalems. Außerdem handelte es sich, abgesehen von König Herodes, um Israeliten. Dennoch stand der hiergenannte Herodes dem Judentum nicht fern, er war zwar kein gebürtiger Jude, sondern ein Nachkomme Esaus, doch er (König Herodes, der erste dieser Herrscherdynastie), hatte zum Judentum konvertiert. Ist es angesichts dessen nicht verblüffend, dass sich in dieser zweitgenannten Gruppe, nicht einer fand, der sich den Weisen angeschlossen hätte, um den zu sehen, der lange im Voraus als der Trost Israels angekündigt worden war? (vgl. Lk 2,25). Über Generationen hatte das jüdische Volk auf diesen Messias gewartet, doch als die Zeit erfüllt war, und Gott Seinen Sohn sandte, war es eine recht überschaubare Anzahl von Personen, die davon Notiz nahm bzw. überhaupt Interesse dafür hatte. Somit war schon die Geburt des Messias ein Vorzeichen auf das, was auch Sein späterer Dienst ans Licht bringen sollte, nämlich, dass IHN der Großteil Seines eigenen Volkes ablehnen würde (vgl. Joh 1,11; Mt 22,37).

Doch was sagt die Schrift hierzu? Nun, Paulus schreibt: So frage ich nun: Sind sie gestrauchelt, damit sie fallen? Das sei ferne! Sondern durch ihre Verfehlung ist den Heiden das Heil widerfahren; das sollte sie eifersüchtig machen (Röm 11,11). Angesichts dieser heilsgeschichtlichen Tatsache, stehen diese Weisen aus dem Morgenland auch stellvertretend für alle Heidenvölker. Sie stehen symbolisch für uns, die wir einst in der Gottesferne waren, doch durch Christus von der Finsternis in Sein wunderbares Licht berufen wurden. Diese Weisen waren gewissermaßen die Erstlingsfrucht aus den Nationen, wodurch sich auch bewahrheitet hat, was bereits die Propheten angekündet haben, nämlich, dass das Heil nicht mehr allein auf das Volk Israel beschränkt sein sollte (wobei es zu allen Zeiten Ausnahmen gab), sondern auch auf die Nationen. Dass diese alttestamentliche Prophetie in Christus erfüllt wurde, macht Paulus an anderer Stelle deutlich, indem er Jesaja zitiert, der in Bezug auf den Messias prophezeite: „Denn so hat uns der Herr geboten: "Ich habe dich zum Licht der Nationen gesetzt, dass du zum Heil seiest bis an das Ende der Erde (Apg 13,47; Jes 49,6)."

Dieses Licht war es, das die Weisen wider alle logische Erwartung nach Israel geführt hat. Naheliegend wäre es gewesen, dass der Stern selbst Gegenstand ihrer Verehrung gewesen wäre, doch wie sie selbst sagten, waren sie gekommen, um den neugeborenen König der Juden anzubeten. William MacDonald schreibt in seinem Kommentar: Es war “der Stern im Morgenland“, der sie irgendwie auf die Geburt eines Königs aufmerksam machte, den sie anbeten wollten. Möglicherweise kannten sie die Prophezeiung des Alten Testaments über die Ankunft des Messias. Vielleicht kannten sie auch die Prophezeiung Bileams, dass ein Stern aus Jakob hervortreten würde (4.Mo 24,17) und verbanden diese mit der Prophezeiung der 70 Wochen, die die Zeit des ersten Kommens Christi voraussagte (Dan 9,24-25).1
Doch selbst wenn dem nicht so gewesen sein sollte, und sie tatsächlich auf rein übernatürliche Art auf die Geburt des Messias aufmerksam geworden waren, so sehen wir doch in der Tatsache, dass sie erst den Umweg über Jerusalem machen mussten, um dort in Erfahrung zu bringen was geschrieben steht, dass wir nur über die Schrift den Zugang zu Jesus Christus haben (vgl. Röm 10,17).

Zugleich wird in diesem Bibelabschnitt aber auch deutlich, dass Bibelkenntnis allein nicht genügt, denn jene, die Experten darin waren, die Schrift auszulegen, ja, die sogar ihren Lebensunterhalt damit verdienten, waren zwar in der Lage, genau zu sagen, wo der Messias zur Welt kommen würde, dennoch war unter ihnen nicht einer, der sich den Weisen angeschlossen hätte, um sich gemeinsam mit ihnen auf den Weg nach Bethlehem zu machen, um den neugeborenen Messias anzubeten. Ist das nicht bestürzend, ausgerechnet die religiöse Elite, und somit die offiziellen die Experten Glaubensfragen, haben dem Messias die Anbetung verweigert? Doch nicht nur sie, in ganz Jerusalem befand sich nicht einer, der sich mit den Weisen auf den Weg machen wollte. Alles was vorzufinden war, war die scheinheilige Heuchelei von König Herodes, der die Weisen heimlich zu sich rief und sprach: Zieht hin und forscht genau nach dem Kind. Und wenn ihr es gefunden habt, so laßt es mich wissen, damit auch ich komme und es anbete!

Sein wahres Ziel war jedoch nicht die Anbetung des Messias, sondern sein teuflischer Plan bestand darin, den Messias umzubringen. So erfahren wir es aus dem Text, durch die Worte, die der HERR im Traum zu Josef sprach: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten und bleibe dort, bis ich es dir sage; denn Herodes will das Kind suchen, um es umzubringen! (Mt 2,13).

Hier sehen wir, was Menschen nach außen hin vorgeben, muss noch lange nicht das sein, was sie wirklich im Herzen haben. Nach außen gab sich Herodes als gottesfürchtiger Machthaber. Er gab vor, Gott zu ehren, und zwar nicht nur dadurch, dass er den Weisen gegenüber behauptet hat, er wolle den neugeborenen Messias anbeten, sondern auch weil er es war, der den Tempel in Jerusalem wiederaufbauen ließ. Ist dies nicht ein klassisches Beispiel dafür, dass man nach außen hin einen alles überstrahlenden frommen Schein verbreiten kann, obwohl das Herz von der Finsternis regiert wird?
Ja, man kann sogar prachtvolle Bauten errichten, seien es prunkvolle Kirchengebäude oder christliche Statuen, all dies sagt noch lange nichts über die wahre Herzenzhaltung aus. Ebenso verhält es sich mit jenen, die feierliche Gottesdienste oder christliche Zeremonien abhalten. All diese, nach außen hin fromme Handlungen, sind noch lange kein Beweis dafür, dass es sich dabei um wahre Anbetung handelt. Bedenken wir, die damaligen Kirchenführer konnten den Sterndeutern genau sagen, dass der Messias in Bethlehem geboren würde, doch nicht einer unter ihnen war bereit, sich den Weisen anzuschließen, um das Kind anzubeten.

Auch in unseren Tagen ist es nicht anders, jeder Theologe weiß, dass Jesus nur von zwei Wegen sprach, jeder weiß, dass ER von einer engen und einer breiten Pforte sprach, doch die Frage ist, warum sind sie nicht bereit, selbst durch diese enge Pforte zu gehen, und halten zudem noch jene ab, die hindurchgehen wollen? (vgl. Mt 7,13-14: 23,13). Wie dieses Abhalten aussehen kann, habe ich bereits in dem Beitrag „Es steht geschrieben“ aufgezeigt, indem ich erwähnt habe, dass es Theologen gibt, die vor bibeltreuen Christen warnen. Sie lehren damit praktisch nichts anderes, als dass man die Bibel nicht ernst nehmen soll. Dies ist ein direkter Angriff auf Christus selbst, denn es ist Sein Wort das uns in der Heiligen Schrift überliefert wurde. Bei anderen ist es vielleicht weniger offensichtlich, doch auch sie halten Menschen vom wahren Glauben ab, weil sie ein völlig falsches Bild von Gott weitergeben. Besucht man beispielsweise einen durchschnittlichen Gottesdienst in der Landeskirche, wird sich danach jeder gut fühlen und mit dem Eindruck, ein Kind Gottes zu sein, nachhause gehen. Denn unabhängig davon, ob Gott im Alltag eines Menschen überhaupt eine Rolle spielt oder nicht, vermitteln moderne Theologen jedem, ein sicherer Anwärter aufs Himmelreich zu sein. Es ist genau wie im Alten Testament, als scharenweise falsche Propheten auftraten, deren Botschaft: „Friede, Friede!“, lautete, obwohl sich das Volk von Gott abgewandt hatte. Es ist diese Oberflächlichkeit, wovor wir in der Heiligen Schrift immer und immer wieder gewarnt werden. Sei es im Alten oder im Neuen Testament, immer wieder macht die Schrift deutlich, dass Glaube, der sich nicht auf das Leben auswirkt, nur toter Scheinglaube ist. Wer glaubt, er sei erlöst, der muss sich darüber im Klaren sein, dass Christus Sein Blut nicht für Seine Schafe vergossen hat, damit diese so weiterleben wie zuvor; sondern wie geschrieben steht: Damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken (Tit 2,14).

Der Christ ist gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich Lichts (vgl. Kol 1,13), und daher gilt: Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis (Eph 5,10-11). Es hat ein Herrschaftswechsel stattgefunden, der Gläubige unterliegt nicht mehr dem Standard oder dem Denken dieser Welt, sondern ist dazu berufen, sein Denken und Handeln durch das Wort Gottes bestimmen zu lassen. Da sich diese gefallene Welt gegen die Ordnungen Gottes auflehnt und rebelliert, bedeutet dies gegen den Strom zu schwimmen. Der Christ ist also kein Mittläufer, sondern steht im Kampf des Glaubens. Wobei wir uns durch diesen Kampf nicht das Heil verdienen, sondern darin nur die Frucht der Wiedergeburt zu sehen ist. Jesus nannte hierzu das Beispiel eines lebendigen und eines toten Baums, indem ER sprach: „Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen“ (Mt 7,18).
Der lebendige Baum hat sich nicht dadurch selbst lebendig gemacht, dass er Frucht brachte, sondern umgekehrt, er brachte Frucht, weil er lebendig war. Und dieses „Lebendig sein“, dieses geistliche Leben ist ein Geschenk Gottes, darum gebührt die Ehre auch nicht uns, sondern allein dem HERRN.

So klar und deutlich die Schrift zwischen dem toten und lebendige Baum - zwischen wahrem Glauben und Scheinglauben, unterscheidet, so deutlich ist zu erkennen, dass ein Großteil der offiziellen Kirche sich darauf spezialisiert hat, diese Grenzlinie zu verwischen. Man sieht Gottesdienstbesucher offensichtlich nur noch als Kunden, denen man das serviert, was sie erwarten, und das sind eher Schmeichelworte, das ist eher Harmonie und Unterhaltung, als die Verkündigung des unverfälschten Evangeliums. Weder hat die Heiligkeit Gottes, noch die sündhafte Natur des Menschen irgendeinen Bestandteil in der Verkündigung, vielmehr wird ein Gottesbild vermittelt, bei dem nur noch von einem lieben Gott die Rede ist. Ein Gott, der praktisch überhaupt keine Erwartungen an Seine Geschöpfe stellt, sondern sich nur dezent im Hintergrund hält, um sofort zur Stelle zu sein, falls jemand einen Wunsch äußern sollte. So hat man allenfalls ein Interesse an den Gaben Gottes, aber nicht an Gott selbst.

Doch bleiben wir nicht bei den Theologen stehen, auch das Volk wusste Bescheid, doch was lesen wir, waren sie etwa erfreut über die frohe Kunde der Weisen? Ganz Jerusalem hatte mitbekommen, dass diese Männer aufgetaucht waren. Alle hatten vernommen, dass König Herodes die Priester und Schriftgelehrten gerufen hatte und diese erklärt hatten, dass der Christus in Bethlehem geboren werden sollte, doch auch hier Fehlanzeige, keiner wollte die Weisen begleiten. Außer den Weisen haben sie allesamt Christus die Anbetung verweigert.

Wahrlich diese Haltung ist erschütternd und traurig zugleich, doch ist es nicht so, dass wir in unserer Generation genau dasselbe feststellen müssen? Ist es nicht so, dass sich auch der Großteil unserer Zeitgenossen strickt weigert, sich der Herrschaft des von Gott gesalbten Königs zu unterstellen? Anstatt sich vor Christus zu beugen, pocht die Menschheit darauf, selbst zu bestimmen. Gemäß der Devise: „Ich lasse mir von niemand etwas sagen!“, will jeder der eigene Herr in seinem Königreich sein. Mit anderen Worten, im Herzen des Menschen sitzt das ICH auf dem Thron und dieses ICH will sich seine Herrschaft von niemandem streitig machen lassen. Aus diesem Grund ist dem natürlichen Menschen, Christus so wenig willkommen, wie es damals bei dem König Herodes der Fall war. Er gab zwar nach außen hin vor, den Messias verehren zu wollen, doch in Wahrheit war das Gegenteil der Fall, in Wahrheit wollte er den beseitigen, der von Gott als rechtmäßiger Herrscher eingesetzt wurde. Das Motiv dafür ist offensichtlich, sein Ziel bestand darin seine eigene Herrschaft abzusichern. Doch sein Plan, den Gesalbten des HERRN zu töten, war ebenso vergeblich, wie töricht. Denn der, mit dem er sich anlegte, war schließlich kein gewöhnlicher, sterblicher Mensch, sondern es war jener, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist (Mi 5,1) Es ist der ewige, der unsterbliche Sohn Gottes ist, der in Bethlehem geboren wurde, wobei wir genau genommen von Seiner Menschwerdung reden. Denn ER existiert schon von Ewigkeit her, was auch ein eindeutiger Beleg dafür ist, dass ER nicht zu den geschaffenen Wesen zählt, sondern selbst der Schöpfer aller Dinge ist (vgl. Kol 1,15-17).

Das Vernünftigste, was ein Mensch tun kann, ist es, sich Seiner Herrschaft zu beugen. Ja, er sollte niederfallen vor dem Sohn Gottes und dessen Füße küssen. Er sollte bei IHM Zuflucht suchen, sich bei IHM bergen, ehe der Tag des Gerichts kommt und Sein Zorn entbrennt. Die unvernünftigste Reaktion hingegen ist, sich gegen Christus, gegen Sein kommendes Reich und gegen Seine Nachfolger aufzulehnen. Denn so vergeblich es ist, Christus selbst aus dem Weg räumen zu wollen, so vergeblich ist auch jeglicher Versuch, das Christentum ausrotten zu wollen (vgl. Jes 8,10). Wer das wahre Christentum auslöschen will, gleicht einem Menschen, der brennendes Öl mit Wasser löschen will. Die Geschichte hat von Beginn an gezeigt, je massiver die Verfolgung war, je rasanter hat sich der christliche Glaube verbreitet. Am Ende wir Gottes Plan sich erfüllen, niemand kann Sein Reich aufhalten, selbst die erbittertsten Feinde werden eines Tages ihre Knie vor dem Herrn der Herren und dem König der Könige beugen müssen. Denn es steht geschrieben: So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen" (Röm 14,11). Und in Philipper 2, heißt es über den Sohn Gottes: Der sich selbst erniedrigt hat und gehorsam war bis zum Tod am Kreuz: Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters (Phil 2,8-11).

Im Gegensatz dazu lesen wir über den irdischen Herrscher Herodes, was einst über jeden irdischen Herrscher zu lesen sein wird, und das sind die Worte in Vers 19 des Bibeltextes, in denen gesagt wird: Als aber Herodes gestorben war. Wie wahr ist doch die Aussage: „Die Herrscher dieser Welt gehen, Jesus Christus kommt!“. Aus diesem Grund ist es töricht, sich gegen IHN und Seine Herrschaft abzulehnen, denn ER wird kommen, um zu herrschen, egal ob es den Menschen passt oder nicht. Und ER wird richten über Lebende und über Tote. An jenem Tag wird sich jedes Knie vor IHM beugen, doch wohl denen, die sich diesem König im Hier und Jetzt freiwillig unterwerfen, und wehe denen, die das Gnadenangebot das uns durch Jesus gegeben wird, ausschlagen. Noch streckt ER uns Seine durchbohrten Hände entgegen und bietet uns Versöhnung an.

Wir sollten nicht denselben Fehler wie Herodes und so viele nach ihm machen, und so leben, als würden wir ewig leben, unser irdisches Leben ist begrenzt (vgl. Ps 49). Unser Leben ist ein Geschenk Gottes, wenn wir IHM Zeit unseres Lebens jeglichen Dank dafür verweigern oder uns gar einreden, wir könnten Seine Pläne durchkreuzen, zeigt dies nur, dass wir unter maßloser Selbstüberschätzung leiden. Gott erwartet unsern Dank, weil IHM dieser Dank zusteht. Es ist uns nicht freigestellt, ob wir IHN nun ehren oder IHN lieber ignorieren wollen, sondern im Gegenteil: Gott fordert uns durch Sein Wort dazu auf, IHN zu loben. Exemplarisch dazu nur 3 Bibelstellen, die dies belegen: Lobet den HERRN, alle Heiden! Preiset ihn, alle Völker! (Ps 117,1). Lobet den HERRN! Denn es ist gut, unserm Gott zu singen: es ist lieblich, es ziemt sich der Lobgesang (Ps 147,1). Alles, was Odem hat, Lobe den Herrn. Hallelujah!“ (Ps 150,6).

Genau das haben auch die Weisen gemacht, als sie das Haus gefunden hatten und dort das Kind samt Maria, Seiner Mutter vorfanden, warfen sie sich nieder. Doch beachten wir, das Kind wird vor Maria genannt und der Text macht auch deutlich, dass die Anbetung allein Christus galt, denn Matthäus schreibt: Da fielen sie nieder und beteten es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Die Anbetung der Weisen galt dem Kind allein, weder Maria noch Josef wurden von ihnen angebetet, sondern Christus allein, vor IHM fielen sie nieder um anzubeten. Einmalmehr sehen wir hier, dass wahre Anbeter keine Menschen anbeten, wodurch auch deutlich wird, dass Jesus Christus Gott ist, denn wäre ER nicht Gott, dann dürfte ER niemals Gegenstand unserer Anbetung sein, denn die Schrift erlaubt uns nur die Anbetung des allein wahren Gottes. Wir sollten daher die Gottheit Christi niemals in Frage stellen, sondern uns an das Zeugnis der Schrift halten das über den Sohn Gottes sagt: Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben (1.Joh 5,20)...

 


 

 

Dies war ein Auszug aus dem vierten Teil des Beitrags "Politisch korrekte Weihnachten". Die komplette Beitragsreihe ist nachfolgend als Download erhältlich.

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Politisch korrekt oder bibeltreu?

2. Wem gilt die Weihnachtsbotschaft?

3. Wahre oder falsche Anbetung?

4. Anbetung, unsere höchste Bestimmung

 

 

 

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