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10. Lügenprophet oder wahrhaftiger Prophet? III

Gibt es heute noch wahre Propheten?

Veröffentlicht am 03.06.2016

Aufgrund dessen weil Jeremia tatsächlich ein wahrhaftiger Prophet war, und er sich mit den falschen Propheten seiner Tage auseinandersetzen musste, habe ich die Überschrift: „Lügenprophet oder wahrhaftiger Prophet Gottes?“ gewählt. Doch um hier nicht falsch verstanden zu werden, möchte ich abschließend noch einmal klar betonen, dass wir nicht mehr im Zeitalter der Propheten leben. Wer heute als Prophet auftritt, zeigt schon allein durch seinen Anspruch, neue göttliche Offenbarungen zu empfangen, dass er ein Lügenprophet ist. Die schlichte Begründung dafür ist, dass uns heute das vollkommene Wort Gottes in schriftlicher Form vorliegt. Wir haben mit dem abgeschlossenen Kanon der Bibel, die vollständige Offenbarung von Gottes Willen, daher sind weitere Offenbarungen weder zu erwarten, noch in irgendeiner Weise notwendig. Wenn es bereits zur Zeit des Alten Bundes heißt: Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott (Mi 6,8), wie viel mehr gilt dies dann für uns? Niemand kann behaupten, er wüsste nicht, was Gott von ihm erwartet, Gott hat alles in Seinem Wort offenbart. Wenn der Mensch sich nicht darum schert und nicht nach Gott fragt, liegt seine Unkenntnis nicht an mangelnder göttlicher Offenbarung, sondern am mangelnden menschlichen Interesse. Das Paradoxe hierbei ist, dass einerseits kaum wahres Interesse am offenbarten Willen Gottes vorhanden ist, während andererseits die Ohren kitzeln, sobald es darum geht die sogenannten Tiefen des Satans zu ergründen (vgl. Offb 2,24). Diese Andeutung bezieht sich auf Menschen, deren Interesse am Verborgenen weitaus größer ist, als an dem, was uns Gott in Seinem Wort offenbart hat. Doch durch dieses Forschen und Spekulieren und dieses ständige in sich hinein Hören, sowie durch das Verlangen zwischen den Zeilen der göttlichen Offenbarung lesen zu wollen, geschieht genau das, was uns laut 1. Korinther 4,6 untersagt ist, wenn es heißt, dass wir nicht über das hinausgehen sollen, was geschrieben steht. Beachten wir hierzu auch folgendes Schriftwort: Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich, dass wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes (5.Mo 29,28).

Ergründen zu wollen, was Gott verborgen hat, steht uns nicht zu, denn was verborgen ist, ist des HERRN. Die gute geistliche Speise, die der himmlische Vater Seinen Kindern zugedacht hat, ist das, was Er uns in Seinem Wort offenbart hat. Wiederum gilt auch hier, wenn dies bereits zur Zeit des Alten Bundes galt, wie viel mehr gilt dies für uns, denen Gott alles, was zum Heil nötig ist, offenbart hat (vgl. Jud 3), die wir vom Vater gesegnet sind mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus (Eph 1,3) und durch IHN zur Fülle gebracht sind? (vgl. Kol 2,10). Und auch hier kann ich nur noch einmal wiederholen, was ich bereits an anderer Stelle gesagt habe, wir haben heute zwar keine wahren Propheten mehr, doch dafür haben wir mit dem abgeschlossenen Kanon der Schrift viel, viel mehr. Der Reichtum, den wir dadurch besitzen, ist so überwältigend, dass Petrus über die Propheten des Alten Bundes schreibt, dass sie forschten, auf welche oder auf was für eine Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hindeutete, als er die Leiden, die auf Christus kommen sollten, und die Herrlichkeiten danach vorher bezeugte. Ihnen wurde es offenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern euch dienten im Blick auf das, was euch jetzt verkündet worden ist durch die, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren (1.Petr 1,11-12). Wir haben heute die gesamte offenbarte Schrift und können zurückblicken, sie hingegen schauten damals weit in die ferne Zukunft und konnten sich nur in groben Zügen ausmalen, auf welche Zeit sich ihre Prophetie bezog. Was hätten sie wohl dafür gegeben, die ganzen Zusammenhänge zu verstehen und das Geheimnis des Evangeliums im vollen Umfang zu erkennen? Ein Geheimnis, das so überwältigend ist, dass selbst die Engel hineinzuschauen begehren. Wenn wir nun noch bedenken, dass in Christus alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind (vgl. Kol 2,3) und uns in IHM alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, geschenkt ist (vgl. 2.Petr 1,3) sollten wir dem HERRN dann nicht unendlich dankbar sein, und tagtäglich aus dem Reichtum Seines Wortes schöpfen? So wie der Psalmist, der sagen konnte: Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht? (Ps 119,162)

Die Frage ist, haben wir auch dieses Bewusstsein für diesen kostbaren Schatz, den Gott uns in Seinem Wort geschenkt hat, oder halten wir ständig Ausschau nach neuen Lehren und neuen Offenbarungen? Wenn dem so sein sollte, ist es ein Haschen nach dem Wind, denn zutreffend ist, was bereits Spurgeon sagte: "Es ist nichts neu in der Theologie - ausgenommen das, was falsch ist." 22

Dennoch ziehen viele diesen Irrtum der Wahrheit vor. Im Wort zu forschen ist ihnen zu müßig, stattdessen sind sie ständig am Umherlaufen, um die neuesten Lehren und die aktuellsten prophetischen Offenbarungen zu hören. Und so werden die Bücher jener, die ihre Visionen und Träume zu Papier bringen zu Bestsellern, und auch wenn ihre Prophezeiungen nicht eintreffen, verzeiht man ihnen das gerne, und schenkt ihnen weiterhin Gehör. Dieses Phänomen ist nichts Neues, bereits Paulus berichtet von Leuten, die immer lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können (2.Tim 3,7). Doch wo liegt das Problem dieser Leute, warum kommen sie niemals zur Erkenntnis der Wahrheit? Nun, weil sie sich am offenbarten Wort Gottes nicht genügen lassen. Doch wer sich mit der überreichen Fülle des Wortes nicht zufrieden gibt und so dreist ist, mehr zu fordern, kommt unter das göttliche Gericht des Dahingebens und der Verstockung; so wie es einst den Israeliten erging, über die der HERR sagte: So hab ich sie dahingegeben in die Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandeln nach eigenem Rat (Ps 81,13).

So wie diese Israeliten damals nicht bereit waren, auf die von Gott eingesetzten Propheten zu hören, so sind auch in unserer Zeit viele nicht bereit, auf das geschriebene Wort zu hören. Sie widerstehen dem, was der Heilige Geist durch die Schrift lehrt, und richten ihre eigenen Lehren auf. Sie wollen immer etwas Spektakuläres, immer etwas Neues. Paulus vergleicht sie mit den ägyptischen Zauberern, die Mose widerstanden (vgl. 2.Tim 3,8). Mose war der von Gott erwählte Prophet, durch ihn redete Gott zum Volk. Gott bestätigte den Dienst von Mose, durch gewaltige Zeichen und Wunder. Die Zauberer Jannes und Jambres ahmten diese Zeichen nach und versuchten dadurch, die Autorität von Gottes Boten zu untergraben. Wenn nun Mose prophezeit: Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen (5.Mo 18,15) und diese Prophetie im Neuen Testament auf Christus gedeutet wird (vgl. Apg 3,22: 7,37), sehen wir den eindeutigen Bezug zum neutestamentlichen Zeitalter, der deutlich macht, dass Jesus der von Mose angekündigte Prophet ist, dem wir gehorchen sollen. Doch Jesus ist weitaus mehr als nur ein Prophet, er ist der geliebte Sohn und auch hier lesen wir an mehreren Stellen, dass wir auf IHN hören sollen (vgl. Mt 17,5; Mk 9,7; Lk 9,35). Die logische Schlussfolgerung, dass das Zeitalter der Propheten damit beendet ist, wird besonders durch Hebräer 1,1 deutlich, wenn gesagt wird: Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.

Wenn Worte eine Bedeutung haben, muss uns spätestens durch dieses Bibelwort klar werden, dass das Zeitalter der Propheten durch Jesus abgelöst wurde. Es gibt in unserer Zeit keine Propheten mehr, Gott redet in unseren Tagen ausschließlich durch den Sohn, und zwar so, wie ER sich uns in der Schrift offenbart (vgl. Joh 1,14; Offb 19,13). Dennoch treten gewisse Menschen auf und berufen sich auf ihre Offenbarungen. Hier gilt es die Warnung der Schrift zu beachten, die besagt: Um den Kampfpreis soll euch niemand bringen, der seinen eigenen Willen tut in scheinbarer Demut und Anbetung der Engel, der auf das eingeht, was er in Visionen gesehen hat, grundlos aufgeblasen von der Gesinnung seines Fleisches, und nicht festhält das Haupt (Kol 2,18).

Diese Menschen berufen sich auf ihre Erfahrungen, ihre Eindrücke, ihre Visionen, doch wozu sollen diese neuen Offenbarungen dienen? Wenn diese einen Zweck erfüllen, dann doch nur um die Sensationslust und die Neugier zu befriedigen, doch kann dahinter wirklich der Heilige Geist stehen? Wohl kaum, dies entspricht gewiss nicht dem Heiligen Geist, sondern im Gegenteil: Es verunehrt IHN. Denn welchen logischen Grund sollte es geben, dass der Heilige Geist die Schrift für vollkommen und abgeschlossen erklärt, und nun plötzlich in unserer Generation zu Feststellung kommt, dass neue Offenbarungen notwendig sind? Wieso sollte ER beispielsweise den Schreiber Judas zu der Aussage inspirieren, dass den Heiligen der Glaube ein für allemal überliefert ist, wenn dem offenbarten Wort Gottes noch etwas hinzuzufügen wäre? (vgl. Jud 3). Ist es nicht eindeutig, dass die Worte „ein für allemal“ in der Schrift mehrfach verwendet werden, um klar herauszustellen, dass dem Opfer das Jesus am Kreuz vollbracht hat, nichts mehr hinzuzufügen ist, und damit jegliche weiteren Sühneopfer hinfällig sind? (Vgl. Röm 6,10; Hebr 7,27: 9,12: 10,10)? Wenn nun in Bezug auf die abgeschlossene Offenbarung von Gottes Wort, exakt die dieselben Worte verwendet werden, wenn bezüglich der schriftlichen Überlieferung ebenfalls die Worte „ein für allemal“ eingesetzt werden, was anderes können wir daraus schließen, als die klare Hervorhebung, dass der Kanon der Schrift abgeschlossen ist, und somit jegliche weiteren Offenbarungen überflüssig sind? Wie überflüssig und unnötig, zeigt folgendes Zitat von John Owen: Wenn persönliche Offenbarungen mit der Heiligen Schrift übereinstimmen, dann sind sie unnötig; stimmen sie aber nicht (mit der Heiligen Schrift) überein, dann sind sie (einfach) falsch. 23

Man kann es in unserer Generation, in der man alles ganz locker sieht, nicht oft genug betonen, dass uns strengstens untersagt ist, dem in der Heiligen Schrift offenbarten Wort Gottes etwas hinzufügen. Ebenso wenig ist es uns erlaubt, etwas davon hinweg zunehmen (vgl. Offb 22,18-19; Jer 26,2). Für jeden Diener Gottes und jeden, der Jesus nachfolgen will, gelten somit die Worte: Wer aber mein Wort hat, rede mein Wort in Wahrheit! (Jer 23,28). Jesus gab seinen Jüngern das Wort (vgl. Joh 17,14), sie haben es uns unter Inspiration des Heiligen Geistes überliefert, wobei Gott sein Zeugnis dazu gab mit Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen (Hebr 2,4).

Beachten wir hierbei, dass Gott sein Zeugnis mit Zeichen und Wundern „gab“, das ist Vergangenheitsform. Hier ist nicht von kontinuierlichen Wunderwirkungen die Rede, nicht davon, dass ER fortlaufend Zeichen „gibt“, sondern davon, dass ER diese übernatürlichen Phänomene „gab“, um die Apostel und deren Botschaft zu legitimieren. Für uns geht es also weder darum, die Zeichen der Apostel nachzuahmen, noch besteht unsere Verantwortung darin, neue Offenbarungen weiterzugeben. Vielmehr gilt es, am überlieferten Zeugnis der Schrift festzuhalten. Wir sind Verwalter, deren Verantwortung es ist, das anvertraute Gut zu bewahren (vgl. 1.Tim 6,20; 2.Tim 1,12-14). Die Bibel vermittelt klar und deutlich, dass wir nicht dazu zu aufgefordert sind, neue Botschaften und Visionen weiterzugeben, sondern dazu, an der überlieferten Botschaft festzuhalten. In 1. Korinther 4,2 heißt es dazu: Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden.

Ebenso wie die Zeitform gerne übersehen wird, werden auch die Worte "nach Seinem Willen" gerne überlesen. Dies führt zu dem, vor allem in Pfingst- und Charismatischen Kreisen, weit verbreiteten Irrtum, wir könnten nach Belieben über den Heiligen Geist und Seine Gaben verfügen; so als wäre das alles Entscheidende unser Wille und unser Wollen. Wir müssen nur in Existenz sprechen, was wir wollen und schon wird unser Wunsch, Gott zu Befehl. Doch wie gesehen, die Austeilung des Heiligen Geistes geschieht nach Seinem Willen, ebenso ist es Gott, der das Maß des Glaubens festlegt und austeilt (vgl. Röm 12,3). Darum gebührt auch IHM allein die Ehre.

Doch wir sind nicht nur Verwalter all dessen, was uns der HERR anvertraut hat, sondern wir sind auch Seine Zeugen. Denn wenn wir wirklich zu IHM gehören, gelten Seine Worte: „Ihr werdet meine Zeugen sein“ (Apg 1,8) auch uns. Doch wohl gemerkt, wir sollen Seine Zeugen sein, es geht darum IHN zu bezeugen, doch wie sollte das möglich sein, wenn wir uns dabei nicht an das Zeugnis der Schrift halten und uns stattdessen über das Zeugnis jener hinwegsetzen, die alles mit eigenen Augen gesehen, und eigenen Ohren gehört haben? (Vgl. Apg 4,20, 2. Petr 1,16; 1.Joh 1,1-3). Was erwartet man denn von einem Zeugen anderes, als dass er die Wahrheit sagt? Vor Gericht hat niemand Verständnis oder Nachsicht, wenn jemand einen Meineid leistet, doch mit jenen, die das Wort Gottes verfälschen, ist man nachsichtig, sie werden in unseren Tagen mit Samthandschuhen angefasst. Dabei ist dies gewiss kein kleines Kavaliersdelikt, bei dem man großzügig ein Auge zudrücken kann, sondern das schlimmste Vergehen, das man überhaupt verüben kann. Denn was könnte schlimmer sein, als Menschen in Bezug auf das ewige Heil zu täuschen?

Wenn wir Seine Zeugen sein wollen, müssen wir uns an Sein Wort halten. Weil dem so ist, dürfen wir auch an keinem Punkt toleranter oder großzügiger sein, als die Heilige Schrift. Wenn Jesus warnt: Es ist unmöglich, dass nicht Verführungen kommen. Wehe aber dem, durch den sie kommen! (Lk 17,1). Wer sind wir, dass wir so tun können, als sei es völlig unerheblich, was für ein Evangelium verkündigt wird? Als sei es einerlei, um welchen Christus, um welchen Geist es sich handelt? 

Wir dürfen nicht alles abnicken, nur um den Frieden und die Harmonie zu wahren. Es darf nicht nur darum gehen, überall anerkannt und beliebt zu sein. Vielmehr ist das Prüfkriterium für die Echtheit unseres Glaubens, allein unsere Treue gegenüber dem HERRN und Seinem Wort. Ebenso gilt für die Gemeinde, dass sie nur Säule und Grundfeste der Wahrheit sein (vgl. 1.Tim 3,15), wenn sie am geschriebenen Wort festhält und es auch gegenüber verführerischen Irrlehren verteidigt. Wenn wir hier an die Worte aus dem hohepriesterlichen Gebet denken, wo Jesus zum Vater sagt: Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt (Joh 17,6), dann stellt sich für uns die Frage, ob Jesus das auch über uns sagen kann? Gehören wir auch zu jenen, die Sein Wort bewahren, oder zählen wir zur großen Schar jener, die Sein Wort verworfen haben? Nur jene, die das Wort bewahren, gehören zur Familie Gottes, nur ihnen gelten die Worte: Sie waren dein und du hast sie mir gegeben.

Dies ist das Merkmal und das Prüfkriterium, das letztlich das Echtheitssiegel unseres Glaubens unter Beweis stellen wird, und daran festzuhalten, wird uns einiges abverlangen, doch wenn wir wirklich Sein sind, gibt es dazu keine Alternative. Bedenken wir auch, wie viele treue Zeugen eher bereit waren, ihr Leben in den Tod zu geben, anstatt irgendwelche Abstriche am Wort Gottes zu machen. Scharenweise starben Märtyrer qualvoll auf dem Scheiterhaufen, weil sie keine Zugeständnisse gegenüber den Irrlehren Roms machen wollten, und heute will man uns weismachen, es sei alles einerlei. Treffend bemerkte Martyn Lloyd-Jones diesbezüglich: Lasst mich euch sehr ernstlich warnen: wenn ihr den Lehren Roms zustimmt, verleugnet ihr das Blut der Märtyrer! 24

Gerade diese laxe Haltung und die regelrechte Weigerung zwischen gesunder und falscher Lehre zu unterscheiden, zeigt wie weit der Abfall bereits vorangeschritten ist, doch umso mehr sind wir gefordert, die Wahrheit des Evangeliums, mit dem Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, zu verteidigen. Um zu verdeutlichen warum dieser Kampf unvermeidlich ist, möchte ich abschließend noch einmal Martyn Lloyd-Jones zitieren, der dazu auffordert: Beten Sie, dass wir von einem Geist des Kompromisses erlöst werden mögen, beten Sie, dass wir uns nicht von der Diplomatie oder der Nützlichkeit leiten lassen. Beten Sie, dass die Wahrheit für uns an erster Stelle kommen möge. Warum sollten wir für die Wahrheit kämpfen? Weil sie das Einzige ist, was Menschen erretten kann! Deshalb sollen wir über Menschen hinweg auf ihre verlorene Seele schauen und uns um nichts anderes sorgen als um die Ehre Gottes und die Errettung von Menschen. 25

Abschließend möchte ich daran erinnern, dass über die erste Gemeinde gesagt wird, dass sie beständig in der Lehre blieben; doch es war nicht irgendeine x-beliebige Lehre, sondern die Lehre der Apostel (vgl. Apg 2,42). Das ist das Kennzeichen der wahren Gemeinde, sie ist aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist (Eph 2,20). Nur wenn das von ihnen in der Schrift überlieferte Wort, die Grundlage unseres Glaubens ist, bauen wir auf Fels; nur dann ist Christus wirklich der Mittelpunkt, denn ER ist das Wort; wie geschrieben steht: Er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: »Das Wort Gottes« (Offb 19,13). Wer das Wort verwirft, der verwirft Christus, und damit das Haupt der Gemeinde. Wohl denen, die hier nicht mit dem Strom schwimmen, sondern dem Lamm folgen, wohin es geht (vgl. Offb 14,4). Amen

 

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